Ken Jebsen über Medienmanipulation und Bewußtseinslenkung

Ken Jebsen hält einen hörenswerten Vortrag über Medienmanipulation, also Bewußtseinssteuerung, im Endeffekt Menschensteuerung.

Er hält ihn bei Elsässers „Compact“, was mir nicht schmeckt. Elsässer, so meine ich, vertritt heute – aus einer ursprünglich vermutlich gesellschaftskritischen Sicht heraus – nicht wenige reaktionäre Thesen. Er will die Gegenwart mittels „Werten der Vergangenheit“ gesunden lassen. (Das kommt u.a. im Streitgespräch zwischen Jebsen und Elsässer zur Familie zum Ausruck.)

Ich habe den Eindruck, nachdem ich viele Interviews kenne, die KJ geführt hat und auch weitere Texte von ihm, dass Ken Jebsen durchaus mehr ist als ein fähiger und umtriebiger Journalist. Mir scheint, dass er mit einem eigenständigen Konzept auf herangereifte gesellschaftliche Widersprüche antwortet. Das ist ein Konzept, das größere Aufmerksamkeit und ernsthafte Prüfung und, dazu neige ich, Unterstützung verdient. Wer es nur zu Anklagen wegen „Antisemitismus“ und „neurechts“ und „völkisch“ bringt, blamiert sich. Ken Jebsen ist glaubwürdig, weil er elementare vedrängte Wahrheiten ausspricht. Er könnte gefährlich werden, im Maße, wie er diese radikal einfordert.

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5 Antworten zu Ken Jebsen über Medienmanipulation und Bewußtseinslenkung

  1. claudia-sckaer@t-online.de schreibt:

    Hallo,   Jutta Ditfurth zu Montagsdemos.   Ich kann die Frau nicht mehr nachvollziehen.    Gruß   Claudia Sckaer   https://www.youtube.com/watch?v=bwZD4huP_LE  

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  2. Joachim Bode schreibt:

    „… so schlicht läuft das zum Teil….“
    so erklärt Jutta Dittfurth das Engagement zur Teilnahme an den Montagsdemos.

    Der Schlichtheit geschuldet ist die manipulative Erklärung, die Jutta Dittfurth für die angebliche Motivation der Friedensfreunde hat: „Die Juden sind schuld“, wobei sie die amerikanische FED, die Bank, die das regierungsunabhängige Monopol auf das Dollar-Drucken hat, mit „den Juden“ in einem Atemzug nennt, quasi als Synonym.

    So viel Unsinn habe ich von ihr noch nie vernommen.

    Außerdem (auf die Gefahr hin, hier – evtl. bewußt – missverstanden zu werden!):
    Wenn ein NPD-Mitglied für den Frieden mit demonstriert: Soll er nach Hause geschickt werden, wenn er dabei nicht agitiert für die Ziele seiner Partei?

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  3. Pingback: Nachdenklich zur Montagsdemo | opablog

  4. Lutz Lippke schreibt:

    Die Wissenschaft mit den Wahr-Scheinlichkeiten.
    Richter bilden sich nach „billigem Ermessen“ und den „juristischen Denkgesetzen“ ihre Wahr-Scheinlichkeit über die Tatfrage, also den Tatbestand oder die in der Entscheidung zu berücksichtigende „Wahrheit“. Hinzu kommt die Entscheidung über die heranzuziehenden Normen und ihre Interpretation, also die Rechtsfrage. Der Rest ist Schlussfolgerung, Anpassung und Auslegung.
    In der Theorie sollte das (eigentlich) zu akzeptablen, verifizierbaren Ergebnissen führen.
    Journalisten bilden sich ihre Wahr-Scheinlichkeiten auf ähnliche Weise. Theoretisch sollte auch das zu akzeptablen Ergebnissen führen.
    Schreibt also eine Gazette unter der Überschrift „Hört B!“ „mit hoher Wahrscheinlichkeit Tatsache A eingetreten, Schlussfolgerung B“, dann gilt mit B auch A als gesichert, „quasi“ bewiesen.

    Zwei Dinge sind dabei aber entscheidend:
    1. Wahrscheinlichkeit ist kein beliebiger Begriff und
    2. Schlussfolgerung keine beliebige Methode.
    Für Definitionen und gültige Methodik ist gerade Wissenschaft prädistiniert.
    Faktisch jeder neuzeitlich mathematisch Gebildete mit Grundschulniveau kennt das 1 x 1 bzw. auch das 1 + 1. In der Rechenkunst ist unbestritten 1 + 1 = 2 x 1 = 1 x 2 = 2, innerhalb des mathematischen Zahlenmodells. Darüber gibt es keine Diskussion, weil im wissenschaftlichen Modell abgesehen von Axiomen (den Vorbedingungen des Modells) alles durch formal schlüssige Beweisregeln abgeleitet wird. Käme jemand mit der Behauptung 2 x 1 = 2 aber 1 x 2 = 3, dann hätte er die Mathematik ganz offensichtlich verlassen. Sprichwörtlich ist auch: „man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen“. Also alles was das Konstrukt der Vorbedingungen und Beweisregeln verlässt, ist mit diesem Modell eben nicht belegbar und auflösbar. Nun wäre die Mathematik sehr beschränkt, wenn sie nur mit absoluten und genau bezifferten Werten arbeiten könnte. So gibt es z.B. die Grenzwertberechnung und die Wahrscheinlichkeitsrechnung um mit unendlichen Folgen und (scheinbar) zufälligen Ereignissen umgehen zu können. Aber auch hier bilden sich Mathematiker nicht subjektive Überzeugungen, sondern können Annahmen objektivieren und den begrenzenden Rahmen des jeweiligen Modells genauestens beschreiben. Es gibt also mathematisch gesehen Wahrscheinlichkeiten, aber eben keine Wahr-Scheinlichkeiten. Dass mit dieser harten Logik der Mathematik widerspruchsfrei, weitreichend und komplex gedacht und gearbeitet werden kann, ist wohl allgemein unbestritten.
    Wer also genaue Berechnungen benötigt, wird jeden „Pi-mal-Daumen-mal-Fensterkreuz“-Jünger auf irgend eine Weise entlarven können und in die Wüste schicken. Das geht beim einfachen Rechnen meist schon mit dem Grundschulniveau.
    Eine solche Grundbildung und darauf aufbauend weiterführende wissenschaftlich, theoretische Reflexion sollte es grundsätzlich auch in den Rechts- und Medienwissenschaften geben. Zumindest sollte wissenschaftlich geklärt sein, was und warum anders als beispielsweise in der Mathematik organisiert sein muss und welche Vorbedingungen (hier Dogma statt Axiom) und methodisch korrekten Schlussfolgerungen (statt Beweisregeln) jeweils gelten. Oder ist das illusorisch?
    Zumindest nehmen ja Juristen und Journalisten die Wahrheitsfindung in Anspruch, wenn sie Beweise und Indizien ermitteln und daraufhin Urteile fällen. Diese haben dann absoluten Bestand und nicht minder schwere Auswirkungen wie mathematische Berechnungen. Das Gegenteil wäre doch theoretisch nur, aber auch immer dann zu beweisen, wenn die Vorbedingungen falsch gewählt und / oder Fehler bei der Anwendung der zulässigen Schlussfolgerungen festzustellen sind. In Anlehnung an die Mathematik könnte man neben der Entsprechung von Dogma und Axiom, den juristischen/medialen Wahrheitsbeweis als harte Rechenregel und die Indizienbeweise als Wahrscheinlichkeitsrechnung ansehen. Demzufolge würden Beweise innerhalb des juristischen/medialen „Rechen“-Modells zu absolut unbestrittenen Ergebnissen führen und Indizien zu Wahrscheinlichkeiten. Bei Letzteren müsste zudem die Eintrittwahrscheinlichkeit in Abhängigkeit von der Ereignismenge eindeutig bestimmbar sein. Hierzu gehört das Wissen darum, dass bei Wahrscheinlichkeiten nur eine größere Menge gleichartiger Ereignisse oder eine Verkettung solcher Mengen relevante Eintrittswahrscheinlichkeiten hervorbringen.
    Nun frage ich mich, warum sind wir juristischen und medialen Urteilen oft so hilflos ausgeliefert und haben es schwer mit dem nachrechnen? Liegt es daran, dass wir in diesen Sachen keine Grundbildung haben? Oder doch eher daran, dass es keine wirkliche Logik, Denkgesetze, keine Wissenschaftlichkeit gibt? Wenn man aber nun genaue juristische oder journalistische Urteile benötigt, wie kann man dann die „Pi-mal-Daumen-mal-Fensterkreuz“-Jünger entlarven und in die Wüste schicken?
    Nun habe ich mir diese Frage in letzter Zeit häufiger gestellt und dann auch Rechtswissenschaftlern, Politikern und Journalisten. Ich habe schon einige Recherchen unternommen und gehört, dass es eben „andere“ Wissenschaften seien. Nur warum das so sein muss, habe ich noch nicht erfahren. Ich habe nur eine Ahnung, warum es vermutlich so sein soll. Allerdings bisher nur so mit „Pi-mal-Daumen-mal-Fensterkreuz“, ganz ohne Studium, Doktortitel und akademisches Gehalt. Daher werde ich in den entsprechenden Kreisen weiter (hinter)fragen.

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  5. Reinhard Rieder schreibt:

    Ich habe mir das Video von Ken Jebsen über Medienmanipulation angeschaut. Jebsen hat zwar eine aggressive Art aufzutreten, aber er knallt die Fakten auf den Tisch. Erinnert mich an einen Prediger in einer amerikanischen Kirche, der den Menschen ins Gewissen redet.

    Warum bindest Du dieses YouTube-Video nicht in Deinem Artikel ein? Das ist doch ein WordPress-Blog; das geht ganz easy! Siehe http://youtu.be/1uQslC2ToNc

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