Montagsdemonstrationen

„Montagsdemonstrationen“ ist ein historischer Begriff. Jeder, Jede kennt ihn. Er steht für den gewaltfreien öffentlichen Protest gegen eine Staatsmacht die lebenswichtige Interessen des Volkes zunehmend ignorierte und herangewachsenen Problemen hilflos und reaktionslos gegenüberstand. Es kam innerhalb weniger Wochen zu einem lawinenartigen Anschwellen der Proteste. Bemerkenswert ist noch, dass gegen die Proteste keine staatliche Gewalt eingesetzt wurde und das der einende Spruch „Wir sind das Volk “ unversehens ausgetauscht wurde durch „Wir sind EIN Volk“.

Die Montagsdemonstrationen führten unmittelbar zur Staatskrise und dann zum Untergang des Staates.

Bemühungen die Montagsdemos wiederzubeleben gab es etliche. Doch eine gesellschaftliche Krise lässt sich nicht herbeidemonstrieren. Ehrenwerte Versuche massenhaft z. B. gegen Hartz IV zu demonstrieren, blieben mehr oder weniger auf wenige Aktivisten beschränkt.

Mit den neuen Montagsdemos seit 24. 3. 2014 am Brandenburger Tor – die dritte findet am 7.4. um 18 Uhr statt – könnte eine Trendwende einsetzen. Schon jetzt nehmen mehrere hundert Menschen teil.

Die Demos richten sich gegen die rasant steigende Kriegsgefahr und dringen, gewaltfrei, auf eine Politik des Friedens und der Zusammenarbeit. Die Kriegspropaganda der Massenmedien wird durchschaut und heftig angegriffen. Die Interessen des Ganz Groβen Geldes (GGG, vor allem des US-amerikanischen)  werden  als unvereinbar mit dem Wohl der Menschen betrachtet. Keine Illusionen bestehen über die Rolle der Geheimdienste als allgegenwärtige Garanten der Macht. Die Demos sind parteiunabhängig und wollen es unbedingt bleiben, sie setzen auf Spontanorganisation und die Selbstermächtigung der Menschen, vermittelt über das Internet. Wie es heiβt, finden die Demos bereits in zahlreichen Städten statt. Zumindest mir, der ich kein Teilnehmer von Facebook bin, fehlen dazu konkrete Angaben. Ein bekanntes Gesicht der ersten Montagsdemos (aber nicht der Veranstalter) ist der freie Medienarbeiter Ken Jebsen. Er ist mit vielen Videos und Texten präsent und lädt insofern ein, sich mit Absichten, Sinn und Zweck dieser neuen politischen Aktivitätsform auseinanderzusetzen. Ich halte das auch für notwendig. Zweifellos ist Ken Jebsen auf dem Weg zum bestgehaβten Mann der MachthaberInnen zu werden.

Ich jedenfalls werde nicht meine ganze freie Zeit der frühlinghaften Natur zuwenden, sondern werde mich auch (mit Neugier) zur Montagsdemo aufmachen:

Montag, übermorgen, 18 Uhr, am Brandenburger Tor!

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3 Antworten zu Montagsdemonstrationen

  1. sascha313 schreibt:

    Na super, da wird es ja bald eine Revolution geben. Weiß jemand, wo man sich man sich eine revolutionäre Mütze (so eine Ken-Mütze) kaufen kann? Könnten wir sowas in Döbritzschen nicht auch machen? Ich bin schon ganz heiß drauf…

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  2. sascha deine Antwort ist kindisch. Wenn ich etwas bewegen will, muss ich dafür stehen auch mit meinem Namen und ohne Vermummung! Es gibt wahnsinnig viele Menschen, denen unsere derzeitige Regierung UNrecht antut. Angebracht wäre es schon, dass diese wieder Montags auf die Straße gehen, aber dieses Mal bitte unterstützt von denen die im Westen Ungerechtigkeiten von Oben ausgesetzt sind! Gleiches Recht für alle!

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