Im Internet und auf der Strasse (KenFM)

Die Bedeutung des Internets für die Demokratie ist nicht hoch genug zu schätzen. Es ist tatsächlich der einzige öffentliche Raum (von der Stammkneipe abgesehen), in dem der freie, unzensierte Meinungsaustausch, der politische Streit, stattfindet. Dieser Raum vermittelt maßgeblich die dringend erforderlichen geistigen Lernprozesse einer Demokratie von unten.

Natürlich wird es total überwacht, und das System greift in die dortigen Diskussionen mit Steuerungsabsicht ein. Die Totalüberwachung können die BürgerInnen nicht vermeiden, sie müssen sie ignorieren. Die Steuerungseingriffe des Systems erschweren zwar den Austausch, können ihn aber nicht unterbinden.

Im Internet passiert alles virtuell, also in Wirklichkeit GAR NICHTS. Diese Grenze muß aufs Deutlichste wahrgenommen werden. Demokraten, die sich am Computer verständigt haben, müssen auf die Strasse gehen, wenn ihre politischen Ideen reale politische Bedeutung erlangen sollen. Es zeigt sich dann, dass die einen „User“ vollauf zufrieden sind „User“ und nichts als „User“ zu sein und zu bleiben, während andere die Beschränkung aufs Userdasein als Selbstbefriedigung empfinden.

Das konnte im vergangenen Jahr gut während des Solidarisierungsprozesses für Gustl Mollath beobachtet werden. Nach Monaten der Diskussion, des Lernens, der Verständigung UND DER STAGNATION in der Realität des Mollatfalles, stellte sich ganz von selbst die Frage „Was tun?“, und die Frage tönte immer lauter. Beantwortet wurde sie mit öffentlichen Mahnwachen und öffentlichen Willensbekundungen, Ereignisse, die eindeutig in den realen politischen Bereich vorstießen.

Heute, die Brisanz des einzelnen Falles Mollath wurde weitgehnd unter Schlammschichten begraben, heute rücken ungleich schwerwiegendere Fragen ins Zentrum der politischen Debatte. Es geht um den fundamentalen Prozess in dem wir uns auf einen großen Krieg auf europäischen Boden zubewegen, einen Prozess, in dem die Ukraine-Krise nur ein Moment darstellt.

Dass im Internet der geistige Kampf um diese Gefahren mit Leidenschaft geführt wird, wissen alle, die sich im Internet bewegen. Und hier gelingt es tatsächlich den Systemmedien nicht die Deutungshoheit zu erringen! KenFM, im opablog bereits mehrfach verlinkt, leistet seit Längerem  in diesem Kampf hervorragende Beiträge. Neu ist, dass sich KenFM in Montagsdemonstrationen engagiert. Hier

und hier

und hier

Ich meine, dass diese Aktivitäten Aufmerksamkeit und Unterstützung verdienen.

 

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, Blödmaschine, bloggen, Demokratie, Faschismus alt neu, Krieg, Krise, Machtmedien, Mensch, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

47 Antworten zu Im Internet und auf der Strasse (KenFM)

  1. Lutz Lippke schreibt:

    Ken Jebsen:
    „Haben wir als Einzelne einen gemeinsamen Nenner?“

    Gefällt mir

    • Albert A. schreibt:

      Selbst wenn wir „Gott“ außen vor lassen, bleibt noch sehr viel: Der Atem, der gelegentliche Hunger, Freude und Leid, das Bedürfnis, positiv aufzufallen, positiv bewertet zu werden, wie auch die Käuflichkeit unserer Sympathie durch eine positive Bewertung. Das ist natürlich nicht alles, ich bin aber nicht allein auf der Welt, um diese schwerwiegende Frage alleine beantworten zu müssen…

      Ein gemeinsamer Nenner ist noch lange keine Grundlage für „Gemeinsamkeit“, viele der gemeinsamen Nennern rufen den Gegensatz hervor: Neid, Egoismus, Eitelkeit usw…

      Gefällt mir

      • Lutz Lippke schreibt:

        Ken Jebsen fokussiert auf das Verbindende, die Grundlage dafür, uns nicht auseinanderdividieren zu lassen. Das (angeblich) Trennende wird uns täglich präsentiert. Ich denke es geht auch nicht um Antworten, sondern um Haltungen und Fragen. Zum Beispiel: Ich will fair zu Dir sein. Wie können wir Fairness erreichen?
        Der Wunsch nach fertigen Antworten ist vielleicht gar nicht angeboren. Anerzogen um die Unerzogenheit des (In)Fragestellens zu unterbinden?

        Gefällt mir

        • kranich05 schreibt:

          Ken Jebsen stellt mich, bekennender Marxist-Leninist, im Klassenkampfdenken geübt, vor sehr viele Fragen. Weder er noch ich kann die mir derzeit allle beantworten. Ich stelle aber fest, dass in seinen Argumentationsattacken sehr viel Wissen UND sehr viel Überlegung stecken. Jedenfalls habeich jetzt beschlossen, dass ich, nachdem ich mehrmals Einzelspenden überwiesen habe, nun einen Dauerauftrag über 20€/ Monat einrichten werde.

          Gefällt mir

      • federleichtes schreibt:

        Frühling allerorten, Aufbruch.

        Lassen wir „Gott“ mal nicht ganz außen vor, erinnern uns an die Geschichte des Menschen mit einem Geist, der sie ergriff, der sie unterwarf und willfährig, ängstlich machte, gewissermaßen mit seiner Macht ihre Eigen-Macht entkernte. Wo war das Problem in diesem Macht-System? Dass Menschen sich glauben machen ließen, dieser Geist sei IHR „Gott“. Vater unser? Der, mit wahnhaft anmutenden Manieren seinen Kindern die Macht raubt?

        Sollte es aber einen „Vater“ der Menschen geben, und Menschen in ihrem (oder durch ihr) Wesen seine Geschöpfe, könnte das Ursprüngliche das den Menschen Gemeinsame sein: SEIN, im Kern gleich.
        Unübersehbar scheint mir, dass Menschen durch das Leben-Selbst verbunden sind Unübersehbar sind natürlich auch die Probleme in der Beziehung Mensch-Mensch, Mensch-Gesellschaft, Mensch-Natur und Mensch-System.
        Schauen wir auf die Systematik, die uns in allen Verschiedenheiten begegnet. Einerseits die Kultur wahnhafter Zerstörung, andererseits Besinnung und Betriebsamkeit, zu retten, was zu retten ist.

        Ich erkenne darin Musterhaftes. Eine Dynamik, die ich Fortschritt nenne, und zwar wertfrei, weil das Fortschreiten sowohl das Destruktiv-Feindselige als auch das Bewahrend-Konstruktive betrifft. Sehen wir diese beiden so unterschiedlichen Kräfte im Sinne eines Werdens (als Mittel zum Zweck), und erklären das Leben-Selbst als Mittel zum Zweck, stellt sich die Frage, ob sich mit dieser Zweck-Erreichung auch der Sinn des Lebens erfüllt.
        Ungeachtet der möglichen Antworten, erklärte sich das Sinnhafte als das die Menschen Verbindende

        Kurz
        Gemeinsame Nenner könnten sein
        – das Ursprüngliche;
        – das Leben in seiner Bestimmtheit;
        – die Zielgerichtetheit der Entwicklung.

        Ja, lieber Albert, Sie sind nicht alleine.

        Gruß in die Runde
        Wolfgang

        Gefällt mir

        • kranich05 schreibt:

          „damit es nicht weiter in abstrakt-windige Höhen abflacht“ merkte eine Kommentatorin in einem anderen Thread sehr treffend an.
          Nachdem ich mir aufmerksam die Videos von den Montagsdemonstrationen angehört habe, habe ich mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass „Gott“ völlig „außen vor“ geblieben ist. Dem „Geist“ und dem „Vater“ ist es nicht anders ergangen. Die Menschen – konkret der Redende, Ken Jebsen, der aber offensichtlich die Meinung der Anderen traf – haben sich über Menschen unterhalten, über Journalisten (solche und solche), Banker, Fallschirmspringer, Polizisten, Bergsteiger, Kinder, Ministerinnen, Soldaten (als Lebende und als Leiche zurückkehrende). Ziemlich deutlich kam zum Ausdruck, dass sie meinten, es müsse etwas getan werden. Sie müßten selbst etwas tun. Und was tun? Auch dazu viele Überlegungen. Mich beschäftigen sie.
          Kein bisschen „windig-flach“ und autistisch schon gar nicht.

          Gefällt mir

          • federleichtes schreibt:

            Mir ist menschlicher Größenwahn nicht fremd, aber ich begegne ihm SEHR distanziert. Was dabei heraus kommt, z.B. die „Massen“ aufwiegeln zu können, zeigt uns die Geschichte, lehren kann das Erfahrene nur Wenige. Nein, wieder stehen einige der „Begnadeten“ Fahnen schwingend in der Menge, und alle zusammen stehen sie bis zum Hals in der Sche.ße, und unterhalten sich noch dabei über Dies und Das, vereint durch gute Absichten. Scheint mir keine bemerkenswerte Neuerung in der menschlichen Elendsgeschichte zu sein.
            Um es Klar zu sagen: Albert A. ist mir so nahe, wie Ken J. von mir nur distanzierte Aufmerksamkeit bekommt.

            Nun werde ich es mir nicht erlauben, hier mit Ihren Adjektiven zu argumentieren. Aber was als „windig-flach“ kommentiert wird und Ihnen gefällt, ist subjektiv und bleibt es. Was mir beim Lesen ihrer Zeilen in den Sinn kam: „Kaderschmiede“.
            Wikipedia:
            „Die Herkunft des Begriffs wird gemeinhin dem Ostblock zugeschrieben, wo spätere hohe Parteikader an speziellen Parteischulen studierten.“

            Und ich sage Ihnen auch gleich das Wort: dass mir jetzt beim Schreiben in den Sinn kam:
            „Gehirnwäsche“.
            Klar, von Gefühl befreite Menschen sind die besseren Ideologen, die besseren Kriegstreiber, prädestiniert, blind der Gewalt des Faschismus zu dienen. Ich habe jedenfalls keinerlei Bedarf, mir Vorbilder auf dem Feld der Propagandisten zu suchen, die, unter welcher Flagge auch immer, Mobilmachung betreiben wollen: Wo Frieden drauf steht, ist nicht immer Frieden drin. Dass im Kommunismus der Frieden ist, bewiesen weder Lenin noch Marx, und die Geschichte des Kommunismus erst recht nicht.

            Ihnen einen guten Abend
            Wolfgang

            Gefällt mir

          • Lutz Lippke schreibt:

            Der eine denkt, bilde Dir doch nicht ein, dass Du den Acker selbst mit dem Pflug fruchtbar machst. Es ist mein Gebet und die Güte Gottes. Der Andere denkt, statt mit anzupacken, guckt der wieder nur in den Himmel. Don Camillo und Peppone.
            DAS gibt keinen Grund zur Sorge!
            Mir ist das Prophezeihen von Gefahr suspekt und ich fürchte die selbsterfüllende Prophezeihung. Aber wenn ich das Mainstream-TV sehe, ja ich sehe es, weil ich nach Hinweisen des Bewusstseins suche, dann wird mir schlecht. Ich kenne russisch-sprachige Deutsche, die sich über die deutschen Medien nur noch wundern können. Selbst wenn die von russischer Propaganda vereinnahmt sein sollten, allein der Umstand, dass ich sobald mir eine Frage ins Gehirn brennt, ich sehe und höre, dass die deutschen Medien so tun, als gebe es diese Frage nicht, sagt Alles. 25 Jahre DDR haben gereicht, um zu wissen, dass Beten allein nicht mehr reicht. Ich habe 3 Jungs, die werde ich weder für Gott noch den Teufel in den Krieg von Deutschlandfunk, N-Joy, oder ARD ziehen lassen. Ich werde meinen Arsch bewegen und so lange mir nicht noch Besseres einfällt, werde ich KenFM montags und auch sonst unterstützen. Und wir sollten alle das Maul aufreißen, denn es fühlen sich ganz offensichtlich Karteikarten-Stapler und Lesebrillen-Sucher gottgleich berufen, für uns Schicksal zu spielen. Verfluchte Scheisse!

            Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Mir scheint, unbedingt gegen den Krieg zu sein, ist eine gravierende Gemeinsamkeit der Leute auf den Montagsdemonstrationen.

      Gefällt mir

  2. Joachim Bode schreibt:

    „Ich meine, dass diese Aktivitäten Aufmerksamkeit und Unterstützung verdienen.“

    Das ist sehr zurückhaltend ausgedrückt.

    Gefällt mir

  3. federleichtes schreibt:

    @ Kranich05
    „Mit Ihren Worten spricht nicht “der Geist”, sondern Sie persönlich.
    Was Sie sagen ist nicht “faschistoid”, sondern nur antikommunistisch.“

    Wer bin ich „persönlich“?

    Jedenfalls persönlich voller Widerwillen gegnen JEDE Art von Überhöhung.
    Falls es einen antifaschistoiden Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus gibt, versuche ich den – GEHEND – zu finden. Und zwar ohne ein künstlich-ideologisches Geländer benutzen zu müssen, parteilich oder/und korrupt zu sein.

    Meine Verehrung gehört dem Leben, und zwar besonders den Pflanzen, Bäumen und Tieren – die sind mir am ehesten wesensverwandt.

    Danke, dass Sie meinen eher kritischen Beitrag frei schalteten.

    Wolfgang

    Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      „persönlich“? ganz einfach „Persona“, die (Theater-)Maske, die gesellschaftlich durchgehaltene Rolle.
      Ihre Abneigung gegen „Aufwieglung“, selbst die Verwendung dieser Vokabel, ist höchst bezeichnend.
      Was für eine „Verehrung des Lebens“ ist das, die das Leben (auf) der Strasse fürchtet?
      Ich versuche mich allem Leben verwandt zu fühlen und es zu fördern aber am nächsten dabei steht mir das menschliche Leben.
      Angst vor dem Leben der Menschenmassen steht dem Lebensfreund schlecht an.
      Ja, Menschen können verführt werden und werden es laufend und können dann fürchterlich sein. Menschen aus Deutschland, die ihre Heimat tötend am Hindukusch suchen, sind ein Graus. Der größere Graus sind die wenigen Menschen, die kühl bewerkstelligen, dass es dazu kommt.
      Als ob ich geahnt hätte, dass Sie mit Wörtern herumwerfen würden, wie „aufwiegeln“, „Fahnen schwingen“, „Kaderschmiede“ oder „Gehirnwäsche“, hatte ich im letzten Kommentar erwähnt, mir die Statements von Ken Jebsen aufmerksam angehört zu haben. Sie taten das nicht. Sie bemängeln nur „den Sound“. Das Drängende, das Ungeduldige, wie schrecklich! Für Leidenschaft haben wir doch den Fußball. 🙂
      Für mich gehört es zum Schönsten überhaupt: Mengen von Menschen, die sich wechslseitig aufklären und gemeinsam sich der Gewaltlosigkeit und dem Schutz ihrer Familien und allen Lebens darüber hinaus versichern. Wer offene Ohren hat, könnte Ken Jebsen beim Wort nehmen.

      Gefällt mir

      • Dian schreibt:

        Danke Opa Kranich.
        Philanthrop und Misanthrop gehen bei Wolfgang J. scheinbar eng zusammen. Einerseits gibt er vor, die Tiere, – Pflanzen – zu lieben, gerade da er sich den Menschen (hier) nähert. Andererseits erklärt er uns seine Mensch- und Weltsichten, warum?
        Die Antwort, etwa gar seine eigene scheint mir gar nicht so wichtig wie seine bisherigen Äußerungen, die ihn wie jeden von uns weiteren Kommentatoren als Menschen erscheinen lassen.
        Das wahrhaft Menschliche ist aus bloßen Worten schwer zu ermessen, oder anders, gerade hier beschweren wir uns doch fast ausnahmslos über die Diskrepanz von Wort und Tat, bezichtigen gerade Politiker schon inflationär der Lüge.
        Ich lese Deinen Kommentar als Aufforderung zur Wahrhaftigkeit WJs. Diese werden wir hier allein bei keinem und so auch bei ihm zweifelsfrei feststellen können.
        Dennoch kann man sich von vielen Kommentaren welcher Couleur auch immer inspirieren, sich zum Denken anregen lassen. Denken ist gut, Handeln ist noch besser.
        Ken Jebsen ist zweifelsfrei besser im Zusammenbringen von Menschen, von Angesicht zu Angesicht. Daraus kann, wird wünschenswert mehr werden, dass weitere beflügelt, aufzustehen und aktiv zu werden.
        Und Deine Bemühungen, lieber Opa, gehen in ähnliche Richtung, oder? – @Wolfgang: Ich glaube, Sie wollen auch noch viel mehr vom Leben. Toi, toi, toi!

        Gefällt mir

        • Albert A. schreibt:

          Ach @Dian, wenn Du schreibst:
          „Philanthrop und Misanthrop gehen bei Wolfgang J. scheinbar eng zusammen. Einerseits gibt er vor, die Tiere, – Pflanzen – zu lieben,…“
          dann machst Du sichtbar, dass Du @federleichtes tief misstraust. Deiner Meinung nach gibt er es nur vor, Tiere und Pflanzen zu lieben, weil Du ihm die Liebe nicht zutraust. Wohl nicht einmal die egoistische Liebe, mir der wir alle Dinge und Phänomene umwinden, die uns irgendwie nützlich sind, für uns vorteilhaft….

          Ken Jebsen ist gekonnter Schnellredner mit hoher Intelligenz, bei seinen Vorträgen hat ein durchschnittlicher Mensch keine Zeit zum Nachdenken, bei der Hypnose und Suggestion wird das Schnell-Reden genauso benutzt.

          Ich habe @federleichtes so verstanden, dass er aufklärende „Propheten“ misstraut, die den anderen, langsameren Menschen den Weg weisen wollen. Und noch dazu mit solcher Geschwindigkeit…
          Die Zuhörer habe halt keine Zeit, sich dazu eigene Meinung zu Bilden, verschiedene Angaben und Behauptungen zu überprüfen, sie können die vorgetragene Meinungs-Fetzen einfach nur übernehmen, um „am Ball zu bleiben“.

          Gefällt mir

          • kranich05 schreibt:

            Vielleicht rufen ja deshalb 100.000 Leute die Videos seiner Reden auf, weil sie da so schön abschalten können und absolut nichts kapieren. 🙂

            Gefällt mir

          • Dian schreibt:

            @Albert A.
            Misstrauen kommt in Ihrem obigen Kommentar explizit an zwei Stellen vor, implizit durchgängig. Wem oder was vertrauen Sie?
            Ach, und ich habe weder Wolfgang J.s Liebe zu Pflanz und Tier noch seinen diesbzgl. Worten misstraut, sondern eher vermutet, dass er sich seiner Liebe zu den Menschen nicht so sehr bewusst ist, diese vielleicht wegen Enttäuschungen auch verdrängt, minderbewertet – in seinen Worten hier.

            Gefällt mir

          • Lutz LIppke schreibt:

            Ich will nicht in den Argwohn mit einstimmen. Abgesehen davon ,dass auch mal die Fetzen fliegen müssen und man sich auch auf diese Weise annähert. Nicht in Form einer gleichen Haltung, sondern im gegenseitigen Verstehen. Das ist notwendig, wenn man Andersdenkende nicht ausweisen oder in Lager stecken will.
            Wer das Konzept von KenFM ein wenig verfolgt hat, weiß das seine eindringlichen Appelle am Brandenburger Tor eher eine Ausnahme sind. In seinen zielgerichteten und gut vorbereiteten Interviews mit kenntnisreichen Leuten gleicht er mit hoher Professionalität die Informationsdefizite der öffentlich-rechtlichen Medien aus. Medien die wir über Gebühren und Werbung finanzieren, um uns umfassend zur eigenen Meinungsbildung zu informieren. Das die Medien aber weitgehend versagen,und politisch instrumentalisiert werden, stellt wohl kaum jemand in Frage. Vielleicht ist das Ausmaß und die Zielrichtung nach streitig. KenFM macht sich m.E. um die umfassende Aufklärung und EIGENE Meinungsbildung verdient. Natürlich agiert KenFM hierbei als Korrektiv und Ergänzung zu den großen Medien. Es ist ja auch kein staatlich alimentiertes Vollprogramm.
            Jebsens ruft am Brandenburger Tor zur Eigenständigkeit und zum Nachdenken auf. Das macht er verständlich, emotional und sprachgewandt. Dass er in anbetracht der allgemeinen Ratlosigkeit, wie denn mit der schockierenden Degeneration unserer Zivilgesellschaft umzugehen ist, auch Vorschläge macht und druckvoll „Tue es!“ ruft, ist ganz offensichtlich eine Initialisierung und keine Manipulation. Den Vorwurf der Propaganda und des Populismus könnten wir auf die Tagesordnung setzen, wenn uns KenFM GEZ-finanziert aufgedrängt würde. Aber das schließt sich ja gegenseitig aus.
            Aber auch in den Hauptmedien gibt es (noch) Informatives. Heute fiel mir Beckmann im Interview mit Schäuble positiv auf. Wer gut zuhört, erkennt bei Schäuble die unsichere und verpatzte Verleugnung der eigentlichen Gesinnung. Das Beckmann nicht immer noch ein 2. und 3. Mal nachfasst, ist dabei unschädlich. Beckmanns offensichtliche Skepsis lässt Schäuble von selbst immer wieder beteuern: „Ich lüge nicht, ich lüge nicht, ich lüge…, ich lüge …, ich, ich …lüge,lüge,lüge“ Nicht wortwörtlich, aber so kam es bei mir an.
            http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/03042014-wolfgang-schaeuble-100.html

            Gefällt mir

          • Lutz Lippke schreibt:

            Kleiner Hinweis: erst ab 32.Minute hört Beckmann mit dem Piff Paff (Hornberger Schießen) auf und hat noch Pulver.

            Gefällt mir

      • federleichtes schreibt:

        @Kranich 05
        „Ihre Abneigung gegen “Aufwieglung”, selbst die Verwendung dieser Vokabel, ist höchst bezeichnend.“

        Bezeichnend für was?
        Gilt es heute bereits als krankhaft (menschenfeindlich), keine Propaganda zu betreiben, Propaganda nicht zu befördern und keiner Propaganda zu folgen?
        Wer aufwiegelt, ohne ein Konzept vorgelegt zu haben UND seine Umsetzbarkeit gewährleisten zu können, ist mir suspekt. So suspekt wie politische Erklärungen, so suspekt wie Menschen mit beliebig gestaltbarer Persona.

        Na gut, ich lasse mir in sachlichen Erörterungen Wahrhaftigkeit absprechen und sonst welche Eigenschaften andichten; wie ich meine Leben führe, steht hier nicht zur Debatte. SIE rückten mir eine Problematik In den Fokus: Massen-Manipulation. Dass sie betrieben wurde und wird, dürfte klar sein. Wer meint, er könne im Außen, auf der Strasse und in der Masse, seine ganz persönlichen Probleme lösen, bitte sehr.

        Wer sich von Ken Jebsen inspirieren lässt,
        – nach (s)einem Willen zu suchen, der befreit ist von fremden Absichten;
        – der seinen Mut fördert, seine inneren Kriege zu befrieden;
        – sich mehr Integrität zu erschaffen und Mittel, sie zu bewahren;
        wird von jeder Art Propaganda gut beraten sein – und kühl bleiben. Gegenüber jedweder Absichten, Individualitäten zu nicht mehr verifizierbaren Beliebigkeits-Personas zu vermassen. Alle diese Absichten ordnete ICH dem Geist des Faschismus zu. Wer das nicht tut, bitte sehr. Wer meint, die Wahrheit würde auf Kanzeln gepredigt und/oder an Rednerpulten verkündet, bitte sehr.

        Wie sagte bereits Albert Einstein:
        “ Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

        Die menschliche Dummheit auf ihre Lehrer zurückzuführen, wäre zu einfach, oder?

        Danke und Gruß
        Wolfgang

        Gefällt mir

        • kranich05 schreibt:

          Bei „aufwiegeln“ aufzumerken, heißt nicht, Ihnen zu unterstellen Sie würden „krankhaft“ reagieren. Das nicht. Sie sind nur in die Sprache gefallen derer, die für „die Ruhe im Land“ zuständig sind. (Damit habe ich nicht behauptet, bemerke ich vorbeugend, dass Sie zu jenen gehören.)
          Sie sind doch geistigen Ausflügen nicht abgeneigt, warum nicht mal in Grimms Wörderbuch schauen:http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GA07331
          Diese alten Demokraten schätzten den plebejischen Blick.

          PS: Ich erlaube mir, einen Nicht-Propaganda-Link anzufügen: https://opablog.net/2014/04/04/brd-noch-ein-kommando-spezialkrafte-und-ein-seebataillon-dazu/

          Gefällt mir

          • federleichtes schreibt:

            Wenn Sie eine nicht aus der (inneren und äußeren)Ruhe geborene Revolution einer bunt, sehr bunt gemischten völkischen Gemeinschaft ersehen – ich nicht. Sondern erfreue mich über eine Mentalität, die sich eben nicht (mehr) auf Zuruf verrückt machen lässt. Und das, obwohl die Methoden der Kriegsführung gegen das arbeitende Volk sehr viel subtiler als auch sehr viel massiver wurden.

            Aus meiner Sicht steht das Volk nur solange nicht in eigener Verantwortung, wie es erlaubt, Anderen die Verantwortung zuzuschreiben – und sie ihnen zu überlassen. Sich wechselseitig Schuld und Verantwortung zuzuschieben, ist ein lausiges Spiel – das erfolgreich allein dem Faschistischen dient. Gegen das Faschistische kontraproduktiv wirkend ist ganz sicher, sich aus seinen vielfältigen in die Gesellschaft implementierten Fangarmen zu befreien: Konsumieren auf ein Minimum regulieren, keine Versicherungen, kein Auto, keine Ersparnisse, gegen Nichts und Niemanden Krieg führen und Unfrieden im Umfeld zu schlichten versuchen. Ich erweiterte diesen Katalog, indem ich faschistische Propaganda (Zeitung, Radio, Fernsehen) aus meiner Welt verbannte.

            Dass Ihnen meine Sprache nicht gefällt, mag einer meiner bürgerlichen Herkunft einerseits, und andererseits daran liegen, dass es MEINE Sprache ist, die sich über die Jahre – ohne fremde Einflüsse – entwickelte. Natürlich ist sie verbesserungswürdig, natürlich könnte ich mir noch mehr Zeit nehmen, zu überlegen, für was ich überhaupt zuständig bin.
            Wie ich Ihnen bereits persönlich mitteilte, schreibe ich auf Ihrem Blog, weil ich dank Ihnen und einiger Beteiligter Vieles lernte – so, als hätte diese Gemeinschaft mir Kredit gegeben und erhielte nun eine Art Zinsen. Zwar gehören Kredit und Zins zur Rhetorik des Faschismus, die Methodik konterkariert ihn. Wäre mir angenehm, wenn der Kommunismus sich dieser Methodik ebenfalls bedienen könnte.

            Am Rande erzähle ich Ihnen von meiner „kommunistischen“ Verwandtschaft in Mecklenburg. Mit dem Propaganda-Organ ‚Neues Deutschland‘ wischte man sich den Arsch ab.

            Gruß
            Wolfgang

            Gefällt mir

  4. walterfriedmann schreibt:

    Hat dies auf Forum Politik rebloggt und kommentierte:
    Ken Jebsen, ehemaliger RBB-Moderator

    Gefällt mir

  5. Albert A. schreibt:

    @kranich05:
    https://opablog.net/2014/04/02/im-internet-und-auf-der-strasse-kenfm/#comment-16931

    Das Geldsystem unterliegt auch meiner Kritik.

    Doch die Fixierung auf die FED im dritten Video:

    und die Behauptungen, die FED provoziere Kriege, um den Zusammenbruch des Geldsystems zu verhindern, findet sich bereits in verschiedenen Verschwörungstheorien, mit denen sich Ken Jebsen gut auskennt. Hat er schließlich zu verschiedenen Verschwörungstheorien einige eigene Videos veröffentlicht.

    Aus meiner eigener kritischen Haltung gegenüber dem Geldsystem weiß ich ziemlich genau, dass KEIN Krieg den Zusammenbruch des Geldsystems verhindern kann. Auch die Verschuldung der USA (im Video kritisch erwähnt) wurde nach den Kriegen nicht kleiner, sondern immer nur größer. Die Ausgaben für Kriege BEDROHEN das Geldsystem immens.

    Mir ist auch bekannt, dass die FED mit „jüdischem Kapital“ immer wieder in verschiedenen Verschwörungstheorien in Zusammenhang gebracht wird. Herr Kenn Jebsen sagt auch deutlich, er sei weder „links“ noch „rechts“. Meines Wissens nach ist er ein Moslem und meistens argumentiert er auch vielfältig nach salafistischen Methoden.

    Er hat schon mal gründlich das Attentat von 11.9. hinterfragt wie auch das Attentat beim Marathon in Boston. Vor allem bei dem Attentat in Boston kam seine TENDENZ deutlich zum Vorschein.

    Ihre Argumentation @kranich05
    „Vielleicht rufen ja deshalb 100.000 Leute die Videos seiner Reden auf, weil sie da so schön abschalten können und absolut nichts kapieren.“ trifft auch auf Tausende, vielleicht Hunderttausende anderer Videos haargenau zu, die nicht von Ken Jebsen produziert wurden.

    Die Suggestion lasse ich mal bei Seite, schließlich wird sie in dem dritten Video, auf das ich mich bezog, auch erwähnt: Die Menschen fühlen sich dank dem Schulbesuch aufgeklärt… Und es gibt noch Tausende weitere Gründe, warum sich Menschen aufgeklärt fühlen können. Es liegt also nicht an den Gründen, sondern an dem Gefühl, aufgeklärt zu sein.

    Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Herr A.
      ich höre/lese Ken Jebsen nicht als Gesellschaftstheoretiker. Meine Gesellschaftsauffassung löst nicht das Geldsystem aus den übrigen ökonomischen Zusammenhänger heraus oder stellt es gar über diese. Die Zusammenhänge im Kapitalismus zwischen Konjunktur-Krise-Krieg bestehen; jedoch sind sie weitaus komplexer als es ein Schmea erfassen könnte.
      Ich hatte in einem Kommentar bereits erwähnt, dass mir Jebsens Position viel zu denken aufgibt, und ich habe auch die Absicht, dies bald einmal erklärend im Blog zu formulieren.
      Was „Verschwörungstheorien“ betrifft, sollten Sie bemerkt haben, dass das damit gesetzte Denkverbot in diesem Blog nicht gilt.
      Mein Verweis darauf, dass Jebsens Äußerungen per Video oder Text jederzeit abrufbar, reproduzierbar, prüfbar sind, richtet sich gegen Ihren abwegigen Vorwurf, Einem der leidenschaftlich/schnell spricht, könne man nur besinnungslos folgen (wie „die Ratte dem Rattenfänger“). Bitte sparen Sie sich in diesem Blog solchen Quark, genauso wie das mit dem Salafisten.

      Gefällt mir

  6. Albert A. schreibt:

    @Lutz LIppke
    Ztat:
    „Jebsen ruft am Brandenburger Tor zur Eigenständigkeit und zum Nachdenken auf. Das macht er verständlich, emotional und sprachgewandt.“
    Wer die Eigenständigkeit beim Nachdenken praktiziert, wird oft ausgerechnet von Gleichgesinnten angegriffen, welche die Eigenständigkeit beim Nachdenken auch für hohes Gut halten. Wir können daraus schließen, dass die Eigenständigkeit zum Nachdenken ein gemeinsamer Nenner ist, an dem sich unsere Geister scheiden…

    Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Wer denkt jetzt nicht an die Sentenz, dass sich die Freiheit des Denkens zwischendurch mal in der größten EINdeutigkeit zeige.

      Gefällt mir

    • Lutz Lippke schreibt:

      Manche Grundeinstellungen scheinen unüberbrückbar. So hat Mancher das Ideal der konfliktfreien Erziehung oder streitlosen Ehe. Andere wie auch ich, sehen das Zeigen ehrlicher Emotionen selbst unter Inkaufnahme von Übertreibungen gerade als Chance, für eine ernsthafte, glückliche und humorvolle Beziehung. Wenn sich schon beim Ringen in guten Zeiten die Geister scheiden, muss und kann man noch nach Lösungen suchen.
      Wird Ihnen der Tornister umgeschnallt, das Bajonett aufgesetzt und die Marschrichtung vorgegeben, dann ist es zu spät.

      Gefällt mir

      • Albert A. schreibt:

        Opa Kranich sagt:
        Herr A., Sie vermuten offensichtlich, dass sich Herr Lippke darum sorgt, dass der Marsch, wenn dann die Tornister umgeschnallt sind, so richtig zackig erfolgt. Jedenfalls haben Sie (ausdrücklich zwecks Hebung wehrmässigen EINVERNEHMENS) ein Bundeswehr-Werbevideo mit dem schönen Titel „Augeeeeen links“ verlinkt. Ich traueHerrn Lippke zu, sollte er solche Gelüste verspüren, Bundeswehr-Werbevideos selbst zu finden. Anderen BlogleserInnen könnte es ähnlich gehen, weshalb Ihre strammen RekrutInnen und „durchsetzungsstarken“ FeldwebelInnen einträchtig im Papierkorb gelandet sind.
        Trotz dieser sozusagen „Ausjätung“ Ihres Blümeleins, versichere ich Ihnen, dass hier im Blog der so notwendigen Erziehung zur Heldenlust in unserer KriegerInnen Brüsten die notwendige Beachtung geschenkt werden wird. Ich erwähne nur die HeldInnenvaternamen Gauck oder Steul und verweise auf zugehörigen Kommentare hier im Thread.

        Gefällt mir

        • Albert A. schreibt:

          Nicht verstanden,, Opa Kranich.
          Mein Text hieß:
          „Tja, ich bin mir nicht so sicher, nach welcher LÖSUNG Sie suchen, @Lipke:
          Wird den Starrköpfen der Tornister umgeschnallt, das Bajonett aufgesetzt und die Marschrichtung vorgegeben, dann gibt es ein Durcheinander…
          Man braucht bei der Vorgabe der Marschrichtung schon ein ausreichendes EINVERNEHMEN der Beteiligten, damit der Marsch reibungslos abläuft… “
          Und dann kam das Video. Als Negatives Beispiel für das Einvernehmen…

          Gefällt mir

  7. chattison schreibt:

    Ich kann die Authentizität von Ken Jebsen nicht beurteilen, so wenig wie die von Alex Jones, dem „Truther“, dem gerüchtehalber auch unterstellt wird, im Dienste von Stratfor zu stehen (http://www.atlanteanconspiracy.com/2013/04/alex-jones-admits-cia-family-connections.html), obwohl er vordergründig vehement gegen das Establishment streitet.

    Was ich aber beurteilen kann, ist, inwieweit das Engagement von KJ zielführend ist oder eben nicht.
    Es ist eine Sache, die Menschen „aufzuklären“ und eine ganz andere, ihnen diesbezüglich Handlungsoptionen mitzugeben, die sie eigenverantwortlich ausüben können.

    Ich habe etliche Videos von KJ gesehen (Dokumentationen, Interviews, Demoveranstaltung u.ä.).
    Zusammenhänge werden mehr oder weniger zutreffend abgehandelt und kommuniziert.
    Aufrufe ergehen, sich dieses oder jenes zu erwehren, diesem oder jenem zu verweigern.
    So weit, so Jebsen.

    Was definitiv nicht kommuniziert wird, worüber absolut nicht „aufgeklärt“ wird ist, was die eigentlichen Voraussetzungen wären, damit ein Befolgen dieser Aufrufe sowohl möglich, als auch nicht selbstzerstörerisch ist und inwieweit echte Risiken damit verbunden sind und wie diese wiederum von den „Aufgeklärt-Agierenden“ kompensiert werden könnten.

    Damit steht KJ ja nicht alleine da, das ist die ausnahmslose Regel.

    „Macht das Maul auf! Wehrt euch! Empört euch! Seid militant!“ etc.etc.

    Ich weiß nicht, ob´s schon jemandem sonst noch aufgefallen ist – aber in den letzten 2500 Jahren war nicht ein (!!!) Aufstand, eine Rebellion, eine Revolution irgendwo, irgendwann von Erfolg gekrönt (Vorweg: Nein, auch die gerne zitierte, sogenannte frz. Revolution war erstens keine und zweitens war sie erfolglos)!
    Das hat verdammt „gute“ Gründe und die werden regelmäßig unter den Tisch fallen gelassen, weil die Salonrevolutionsromantik auf dem Volant des Louis-quinze-Chaiselongue so verführerisch beschmaucht werden kann.

    Das erinnert mich verdammt an den Kinderkreuzzug von 1212.

    Dasss die Zustände, die bei KJ und anderswo beklagt werden, die angeprangert werden, es verdienen, beklagt und angeprangert zu werden, steht außer Frage.
    Aber ehrlich, Leute, 68 Jahre Gehirnwäsche durch Um- und Aberziehung verhindern, dass Aufrufe allein aus Gesinnungssklaven freie Menschen werden lassen.

    Die meisten von denen, die KJ applaudierten, können vermutlich noch nicht mal eine Kokarde an die Michelmütze nähen, ohne sich dabei in den Schlaf zu stechen.

    KJ, wie die meisten seiner Art, kommt viel zu spät.
    Der point of no return wurde bereits vor geraumer Zeit überschritten und die Eigendynamik dieser Gesamtmalaise ist nicht mehr aufzuhalten.
    Man bereite sich besser auf „die Zeit danach“ vor…

    Gefällt mir

    • federleichtes schreibt:

      „Der point of no return wurde bereits vor geraumer Zeit überschritten und die Eigendynamik dieser Gesamtmalaise ist nicht mehr aufzuhalten.“

      Aufzuhalten ist noch was.
      Kranich 05 thematisiert die Montagsdemonstrationen in der alten DDR. Ob diese Demonstationen WIRKLICH Auslöser für die ‚feindliche Übernahme mit freundlichen Gesichtern war‘, sei mal dahin gestellt. Sicher ist für mich:
      Das Volk war damit zum Sündenbock geworden.

      Nun möchte ich keinesfalls unterstellen, die DDR-Montagsdemonstrationen seien politisch ermöglicht-gewollt gewesen, um dem Volk bei der folgenden Ausplünderung relativ stillschweigende Zustimmung abverlangen zu können.

      Aber wie sieht es derzeit in dem nun Gesamt-Deutschland aus? Kommt der Crash, ist er unabwendbar und braucht man (nur) wieder ein schuldiges Volk, das still hält bei seiner eigentlich notwendigen, dann aber selbst verschuldeten Ausplünderung – und duldet/fördert deswegen das revolutionäre Geschrei?

      Na gut, mir egal. Mein Eigentum passt auf’s Fahrrad.

      Nicht ganz egal ist mir, wenn ich angegriffen werde und meine folgenden Kommentare gelöscht werden.

      Gruß
      Wolfgang

      Gefällt mir

      • kranich05 schreibt:

        Das Volk ist das Volk. Solange es kein Volks-bewuβt-Sein gibt, nicht die dazugehörige Volks-Selbst-Organisation, sind Volkspsychlogisierungen, Volksmoralisierungen, so als sei es ein freiverantwortlich handelndes Subjekt, gegenstandslos. Dass es Sündenbock, kühn, stolz, solidarisch, williger Vollstrecker usw sei, sind alles Zuschreibungen.
        Dennoch erinnerlich: Es gibt oder gab menschliche Gemeinschaften, die (meist in Begrenzungen) Subjektcharakter erreichten.
        Zu den Kulturhervorbringungen des Kapitalismus gehört nicht nur das Volk im modernen Sinne, sondern auch ein groβes, wachsendes Möglichkeitsfeld notwendiger Bedingungen seiner Bewuβt-Werdung. (Nicht ausgeschlossen, dass auch das Fahrrad in dieses Möglichkeitsfe ld gehört.) Es könnte sein, dass der point of no return genau die maximale Ausprägung dieses Möglichkeitsfeldes meint.
        Da wir hier an der Passage „Internet-Strasse“ schrauben, sehe ich uns durchaus in genanntem Möglichlkeitsfeld unterwegs. Dass man dort auf Ken Jebsen trifft, ist niemandes „Schuld“.

        Gefällt mir

        • federleichtes schreibt:

          „Solange es kein Volks-bewuβt-Sein gibt, …“

          Gibt es in Ihrem Verständnis kein Volksbewusstsein?

          Gibt es gar (nur) ein Volks-UNTER-Bewusstsein?
          Und ist das nicht genau die EMOTIONAL-REAKTIVE Ebene, die Dämongogen BEWUSST anzusprechen verstehen?

          Die andere Seite des Unterbewussten nenne ich ‚Natürliche Solidarität‘. Und nur weil sie SICHER existiert, lügt man dem „Volk“ die Huke voll, manipuliert und trickst herum, um das Feindselig-Politische sozusagen gesellschafts-, mehrheitsfähig zu machen. Ein Krieg muss also auf der völkisch-pychologischen Ebene vorbereitet werden und ist Teil der Kriegsführung.

          Damit

          „Zu den Kulturhervorbringungen des Kapitalismus gehört nicht nur das Volk im modernen Sinne, sondern auch ein großes, wachsendes Möglichkeitsfeld notwendiger Bedingungen seiner Bewusst-Werdung.“

          setzen Sie – für mich – den Reiter auf’s Pferd; sehe ich genauso. Aber was ist die Konsequenz aus diesem „Bewusstsein einer Bewusst-WERDUNG“?
          Für mich, dass ich selber in diesem Prozess stecke. Und das zur Werdung die Analyse gehört, und dass zur Analyse die Emotionslosigkeit gehört. Denn Bewusstsein ist nur das Nicht-Emotionale (so in etwa: Der Weise beobachtet und versteht.)
          Aus dieser Einsicht ergab sich mir eine logische Konsequenz:
          Das Emotionale ist Ausdruck eines NICHT-Klarbewusstseins.

          Ich bin in den Jahren meiner Recherchen nicht nur auf KenFM gestoßen. Ob er oder Andere selbst- oder fremdbestimmt, mit guten oder schlechten Absichten agieren, ist mir wurscht. Er steht auf dem Feld der Möglichkeiten, und ICH habe – auch dort stehend – die Wahl zu entscheiden, Argumentationen oder Aufrufen zur Mobilisierung zu folgen oder nicht. Und lasse mich nicht auf die Straße treiben, weil ich das „Feld der Möglichkeiten“ in seiner Entwicklung nicht behindern will.
          Denn, und das ist mein Primär-Argument:
          Dort entwickelt sich nicht nur das Feindselige, sondern auch das Bewusstsein über das Feindselige. Und dieses Bewusstsein schätze ich als mittlerweile so stark ein, dass es der Feindseligkeit nicht mit Gegen-Feindseligkeit, sondern mit Autarkie, also passiv-verweigernd, begegnen kann.
          (Ein Krebsgeschwür heile ich nicht mit Schlägen, sondern indem ich seine Wurzeln austrockne – meine Aufmerksamkeit auf seine Absicht richte und ihm meine Energie entziehe. Das ist meine persönliche Philosophie, die nur mir zu dienen und keinerlei andere Ansprüche zu befriedigen hat.)

          Wäre allein ‚des Menschen Wille sein Himmelreich‘, könnten wir hier Kochrezepte austauschen. Aber es scheint wohl einen noch stärkeren Willen für ein Höllenreich zu geben Den zu packen könnte eine Lebensaufgabe sein – natürlich nicht für kleine Pinscher wie mich, der auch eine Ken-Jebsen-Kappe (Herzlichen Gruß an Sascha!) kaufen würde.

          Ihnen und Ihrer Familie einen schönen Sonntag.
          Wolfgang

          Gefällt mir

    • Joachim Bode schreibt:

      Viel zu spät bedeutet überfällig…. also höchst notwendig.
      Und der „point of no return“ wird sich erst noch erweisen.
      Die Vorbereitung auf „die Zeit danach“ wird müßig, weil unmöglich. „Danach“ wird nämlich nichts mehr sein. Es geht also ums Jetzt und damit gleichzeitig um die Zukunft.

      Gefällt mir

      • chattison schreibt:

        „Überfällig“ heißt „Anschluss verpasst“^^
        Der point of no return ist überschritten, weil die Anzahl der globalen Problemfelder mehrstellig ist und seit Jahrzehnten nichts effizientes dagegen unternommen wurde und mittlerweile jeder Korrekturversuch auch nur auf einem der Problemfelder die Möglichkeiten der internationalen Kooperations- u. Opferbereitschaft alles realistisch Erwartbare übersteigt, geschweige denn bezüglich ALLER unverzichtbar zu kompensierender Problemfelder.

        Und was die Bemerkung betrifft „Danach wird nämlich nichts mehr sein“ bitte ich um Erläuterung, da außerhalb eines Atomkrieges und eines massiven Impacts in jedweder Konstellation der sich nun entäußernden Konfliktpotentiale immer etwas danach sein wird – nur halt durchaus anders?

        mfG
        chattison

        Gefällt mir

        • Joachim Bode schreibt:

          Richtig, nach dem Atomkrieg wird nichts mehr sein – was menschliches Leben betrifft.
          Aber auch die anderen Entwicklungen reizen mich kaum dazu, z.B. einen Solarkocher anzuschaffen. Der bringt bei bedecktem Himmel nicht allzu viel…

          Gefällt mir

          • kranich05 schreibt:

            Ich empfehle in diesem Zusammenhang andere Webseiten; bitte nicht Opablog!
            Auf solchen Webseiten, die man leicht mit dem Stichwort „Krisenvorsorge“ findet, wird man nicht nur erschöpfend beraten, sondern kann auch gleich eine Armbrust ordern, um als Selbstversorger sein Kartoffelbeet zu schützen.

            Gefällt mir

    • Lutz Lippke schreibt:

      Hallo chattison,
      Ihre Bedenken kann ich nachvollziehen. Aber nachfolgend ein paar Gegenargumente.
      Wenn es um Authentizität Einzelner geht, dann sollte man zunächst sich selbst in den Fokus nehmen. Wo steht man in der Gesellschaft? Was ist man bereit mitzutragen? Wem traut man etwas zu?
      Sie nennen fehlende Voraussetzungen für die Möglichkeit des Wehrens, die echten Risiken des Selbstzerstörerischen und fordern Kompensation durch die “Aufgeklärt-Agierenden”.
      Sie trauen sich zu, beurteilen zu können, inwieweit das Engagement zielführend ist oder eben nicht. Sie verweisen auf erfolglose Revolutionen und die Unfähigkeit der Menschen, der Gesinnungssklaverei zu entkommen. Der point of no return sei überschritten und man bereite sich besser auf „die Zeit danach“ vor.

      Zunächst gibt es folgende Garantie:
      Die Bundesrepublik Deutschland hat ein Grundgesetz mit Verfassungsrang und eine Gesetzgebung, die bisher nicht außer Kraft gesetzt sind. Weiterhin existiert eine parlamentarische Demokratie, Meinungsfreiheit und ein allgemeines Wort-Bekenntnis zu kooperativer, nichtaggressiver Außenpolitik. Eine solche Politik ist in Deutschland mehrheitsfähig, sie wurde gewählt. Bisher wagte sich in den letzten Jahren noch keine beherrschende Gruppe diese Voraussetzungen, diese Ziele OFFEN und GRUNDSÄTZLICH in Frage zu stellen und zu missachten.
      Wir erleben jedoch über Jahre ein verdecktes Hintertreiben dieser Grundlagen, die nun zunehmend öffentlich wird. Es mehren sich die Anzeichen, dass der Prozess so weit fortgeschritten ist, dass die Akteure dieses verdeckten Hintertreibens den „point of no return“ für sich selbst erreicht haben und nun austesten, ob sie die Deckung gefahrlos verlassen können. Wenn Sie von einem point of no return sprechen, frage ich mich also, von welcher Seite Sie denken.

      Um das zu verstehen, muss ich Ihre Einschätzung des applaudierenden Publikums dazunehmen und mir wird klar, dass es Ihr Misstrauen in deren Fähigkeiten ist, was Ihren Pessimismus oder Optimismus begründet. Glauben Sie denn, diese Menschen konnten mit Demokratie, Meinungsfreiheit und Kooperation nichts anfangen und suchten nun auf welcher Seite auch immer den neuen Heiland? Glauben Sie, dass die wirtschaftlichen Stützen, die Leistungsträger dieser Gesellschaft die eigentlichen Grundwerte dieser Gesellschaft nicht tragen?

      Ich glaube daran, dass die Leistungsträger dieser Gesellschaft derzeit sehr bemüht sind, den Betrieb, das Erreichte aufrecht zu erhalten. Ich glaube, dass ihnen zunehmend bewusst wird, wie sehr ihre Leistung missbraucht wird und sich schmarotzende Führungsschichten und Funktionseliten daran und an den Grundregeln dieser Gesellschaft vergreifen. Es ist nicht leicht, täglich diese Gesellschaftsleistung zu erbringen und nebenbei noch zu überblicken, wer sich daran wie bereichert. Es ist auch für ehrlich denkende und wirtschaftende Menschen nicht leicht, immer die intriganten, leistungsarmen Betrügereien zu durchschauen und die wirklichen Verantwortlichen zu identifizieren. Es entspricht eben nicht dem eigenen Denken und Handeln. Ich glaube aber, dass den Leistungsträgern bewusst wird, dass sie nur einen einzigen Tag ihre Pflichterfüllung und Hinnahmebereitschaft ablegen und laut „Halt!“ rufen müssen. Das würde jedes Intriganzsystem im Mark erschüttert und die Herrschaften würden fluchtartig ihre Rattenlöcher aufsuchen, um sich zu sammeln und vollkommen neu zu orientieren. Denn ihre einzige Leistung und Machtoption ist die Intriganz und Manipulation. Davon kann aber die Gesellschaft und damit auch sie selbst nicht einen einzigen Tag leben.

      Ohne hier jetzt ins Detail gehen zu wollen, können Sie vielleicht erahnen, dass ich mit Leistungsträger gerade nicht Herrn Mehdorn, Frau Dr. Merkel, Herrn Flittchen, Sarrazin oder die Berufslobbyisten und deren folgsamen Medien, Verbände und Parteien meine. Ich meine auch nicht Superman USA, Goggle oder Fleißbook und deren Investoren. Des Weiteren zähle ich grundsätzlich Hartz IV-Empfänger, Asylbewerber und Frührentner nicht zu den intriganten Schmarotzern im dummen Volk. Im Gegenteil, sie werden von den Intriganten im Wesentlichen gegen die noch Produktiven ausgespielt und unterdrückt. Die Frage, welcher Seite in dieser Zuspitzung der Verhältnisse sich die „Intelligenz“, das Bürgertum und die Mittelschicht zuwendet, entscheidet über deren Teilhabe am danach und den Ergebnissen der Bemühungen. Die Zögerlichkeit, der Untertanengeist und das Beharren auf die kleinen, eigenen Privilegien dieser Gruppen irritiert mich und spielt der Intriganz gefährlich in die Hände.

      Summa Summarum müssten wir derzeit nicht gegen ein einziges Gesetz oder allgemeines Grundverständnis dieses Landes verstossen, um den Rechtsbrechern und Intriganten aufzuzeigen, in wessen Hand der point of return zu jedem denkbaren Zeitpunkt liegt.

      Gefällt mir

      • chattison schreibt:

        Meine Authentizität steht nicht zur Debatte, da ich mich nicht vor die Menschen hinstelle und sie zu irgendetwas aufrufe oder mobilisieren möchte, ohne mir der Konsequenzen dessen bewusst zu sein bzw. die Angesprochenen darüber sachgerecht aufzuklären.

        Ich fordere überdies nicht Kompensation durch die Aufgeklärt-Agierenden, sondern schrieb, dass FÜR die Menschen, die „aufgeklärt“ werden und zu „Agierenden“ werden sollen, eine Kompensation durch die Aufklärer (hier KJ) gegeben sein muss, dergestalt, dass man eben über die Risiken nicht nur aufklärt, sondern auch Vorschläge, Anleitungen, Hinweise gibt, wie diese Risiken minimiert werden könnten, da ansonsten der Aktions-Impetus angesichts möglicher Risiken schnell verpufft oder die unerschrockeneren Leute sich in ihr eigenes Unglück verrennen, weil sie zwar motiviert sind, aber ohne Navigation.

        Sie schreiben:
        „Zunächst gibt es folgende Garantie:
        Die Bundesrepublik Deutschland hat ein Grundgesetz mit Verfassungsrang und eine Gesetzgebung, die bisher nicht außer Kraft gesetzt sind. Weiterhin existiert eine parlamentarische Demokratie, Meinungsfreiheit und ein allgemeines Wort-Bekenntnis zu kooperativer, nichtaggressiver Außenpolitik. Eine solche Politik ist in Deutschland mehrheitsfähig, sie wurde gewählt. Bisher wagte sich in den letzten Jahren noch keine beherrschende Gruppe diese Voraussetzungen, diese Ziele OFFEN und GRUNDSÄTZLICH in Frage zu stellen und zu missachten.“

        Ich antworte:
        Garantien sind nichts wert in diesem Land. Erst recht keine politischen:
        Zitat Merkel:
        „Man kann sich nicht darauf verlassen, daß das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt, und wir müssen damit rechnen, daß das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann. „ (2008)
        oder
        „Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten.“ (2005)
        oder
        „Die multikulturelle Gesellschaft ist grandios gescheitert. (2004)

        Im Übrigen sind Garantien Etikettenschwindel, da sie lediglich eine Absichtserklärung, aber keinerlei Rechtsverbindlichkeit darstellen!

        Über den vorgeblichen Verfassungsrang des Grundgesetzes (Erinnerung an Carlo Schmid: „Was heißt aber „Verfassung“? Eine Verfassung ist die Gesamtentscheidung eines freien Volkes über die Formen und die Inhalte seiner politischen Existenz.“ aus seiner Rede von 1948 – wann hätte Ihrer Auffassung nach je das deutsche Volk darüber frei befunden? Und weiter Carlo Schmid:“Wir haben nicht die Verfassung Deutschlands oder Westdeutschlands zu machen, wir haben keinen Staat zu errichten….“
        http://www.spd.de/linkableblob/5652/data/rede_carlo_schmid.pdf) ließe sich juristisch trefflich streiten, ist aber unnötig, da das zitierte grundgesetz keinerlei Schutzmechanismus darstellt für den Missbrauch öffentlicher Angelegenheit durch korrupte Kreise!
        Diese Korruption ist hinlänglich dokumentiert und die Gestaltungskraft des Lobbyismus in diesem Land übermächtig, so dass der Rang einer de facto-Korporatokratie erreicht scheint und diese sich lediglich als Demokratie maskiert.

        Ich wurde nicht gefragt zu den wirklich essentiellen Entscheidungen dieses Landes. Und sonst kenne ich auch keinen und habe noch nicht mal von einem gehört.
        Der Hinweis auf „Wahlen“ wäre perfide, da ich solche Fragen nicht durch nicht von mir gewählte „Vertreter“ beantwortet haben möchte.
        „Mehrheitsfähig“ ist ein Schwindel, denn die faktische prozentuale Zustimmung zur gegenwärtigen Regierung (und natürlich auch zu den meisten vorherigen Regierungen) ist eben gerade NICHT(!) die prozentuale Mehrheit in tuto:

        Wenn ca. 30% seit 2009 nicht wählen, dann sind das nur noch 70% echte Wähler und von diesen 70% nehmen wir die erreichten 41,5 von CDU/CSU und die 25,7 von SPD (2013) machen zusammen 67,2% von 70% und damit von der Gesamtwählerschaft gerade mal 29.000.000 von 61.800.000 Wahlberechtigten = knapp 47% der Wähler.
        Also selbst die Groko stellt keine echte Mehrheitsfähigkeit dar!
        Gibt das nicht zu denken?

        Zum von Ihnen propagierten „Bekenntnis zu kooperativer, nicht-aggressiver Außenpolitik“:
        Spätestens seit dem Kosovo ist das obsolet.
        Die nachweisliche Einmischung der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) in den ukrainischen Putsch dito.
        Der Aufruf zur Verstärkung der NATO, also die Bereitschaft Moldawien, Armenien und Kasachstan in die NATO einzubinden u.ä. sind kein Zeichen von Zurückhaltung oder kluger Strategie, sie sind kriegsfördernd. Das ist keine These von mir, sondern klar prädisponiert durch Brzescinski, Breedlove und Konsorten – kein kritisches Dementi von Seiten unserer Regierung zu deren Einschätzungen.

        Sie schreiben:
        „Glauben Sie denn, diese Menschen konnten mit Demokratie, Meinungsfreiheit und Kooperation nichts anfangen und suchten nun auf welcher Seite auch immer den neuen Heiland?“

        Ich antworte:
        Ich glaube, dass die meisten Menschen gerne diesen Worthülsen Glauben schenken möchten, aber durch die faktische Entmündigung dieser Kernelemente einer Gesellschaft systematisch beraubt wurden und dass es unverantwortlich ist, ihnen vorzugaukeln, dass die Mächtigen daran interessiert sind, ihnen diese Kernelemente verfügbar zu machen.

        Und was die Heilandssuche angeht:
        In unübersichtlichen, verwirrenden und beängstigenden Situationen suchen alle nach Orientierung und werden demjenigen zu folgen bereit sein, der ihnen diese Orientierung (vermeintlich oder de facto ist wurscht) zu geben verspricht.

        DAS meinte ich unter anderem auch mit der Um- u. Aberziehung:
        Die meisten haben mittlerweile verlernt, sich selbst zu orientieren, sich selbst zu vertrauen und wurden dadurch maximal manipulierbar gemacht – und das ist unabhängig von jeglichem Bildungsgrad, nebenbei bemerkt.

        Stichwort „Leistungsträger“ und „Halt! Rufen“:
        Genau das wird nicht passieren, sonst hätte es schon längst passieren müssen, spätestens als wir über die Einrichtung des ESM und die Deportation unserer Grundrechte an eine obskure EU-Kommission von eigenen Gnaden verkauft wurden!

        Sie schreiben:
        „Summa Summarum müssten wir derzeit nicht gegen ein einziges Gesetz oder allgemeines Grundverständnis dieses Landes verstoßen, um den Rechtsbrechern und Intriganten aufzuzeigen, in wessen Hand der point of return zu jedem denkbaren Zeitpunkt liegt.“

        Ich antworte:
        Grundsätzlich gebe ich Ihnen ja völlig Recht, aber die Kontrolle über diesen apostrophierten „point of no return“ wurde bereits seit langer Zeit abgegeben und es sieht überhaupt nicht danach aus, als würden die Menschen sich dieses, ihres Grundrechtes zur Selbstbestimmung bewusst werden und es sich endlich, endlich zurück holen – mit allen Risiken, die das mit sich brächte…

        Gefällt mir

  8. Frieder Kohler schreibt:

    Nicht nur zum Schmunzeln ist dieser BRENNPUNKT der SchwäPo: http://www.schwaebische-post.de/ueberregional/brennpunkt/10396381/ – „aber ehrlich, Leute, 68 Jahre Gehirnwäsche durch Um- und Aberziehung verhindern, dass Aufrufe allein aus Gesinnungssklaven freie Menschen werden lassen“ – höre ich da Widerspruch?

    Gefällt mir

  9. Albert A. schreibt:

    Ich bin traurig. Es ist für mich sehr schwer zu analysieren, warum sich die Menschen zu der EINEN oder der ANDEREN „Montagsdemo zusammenfinden, es ist für mich schwer zu verstehen, warum viele Menschen den „International Pillow Fight Day“, den Kissenschlachten-Tag mit so eindeutigen Handgreiflichkeiten freudig feiern, also warum die überhaupt Menschen zusammenkommen, um etwas zu bewirken. Oder auch nicht. Und es ist mein Problem, dass ich mich nicht allein auf die „Montagsdemo“ fixieren kann, wenn ich die Menschen verstehen will, sondern jede Menschenansammlung staunend beobachten muss. So entstehen bei mir solche Fragen wie z.B. „Warum kommen regelmäßig jede Woche zu einer Fußball-Veranstaltung deutlich mehr Menschen zusammen als zu einer regelmäßigen Demo? Wobei die Fußballfreunde noch dazu den Eintritt bezahlen müssen, während die Teilnahme an der Demo kostenlos ist. Ich habe auch keine Ahnung, welche Rolle dabei die Intelligenz spielt und welche Rolle die Interessen spielen. Und wessen Interessen hier überhaupt ihre wichtige Rolle spielen.

    Ich bin kein gleichgültiger Mensch, versuche ernsthaft die Menschenansammlungen zu verstehen, also das Gruppen- oder Massenbewusstsein, was man in weiterer Übertagung auch als Volks-bewuβt-Sein bezeichnen könnte, wobei ich aber Probleme damit habe, das „Volk“ zu identifizieren. Wäre ich gleichgültig, dann wäre ich nicht traurig, weil ich diesen vielen Problemen nicht gegenüber stehen müsste.

    Es sind auch nicht meine eigenen Probleme, die ich um mich herum beobachte und die mich traurig machen. Es sind die Probleme der „anderen“ Menschen, die bereits dabei entstehen, wenn sich diese Menschen ihre Probleme „bewusst“ machen wollen. Wobei sie oft auf die gegenseitige Hilfe, auf gegenseitige Aufklärung angewiesen sind, um sich der Probleme „bewusst“ zu werden. Und dann stehen sie endlich vor den Problemen, in trauter Gemeinsamkeit, und sie wollen etwas dagegen machen. Weil sie sich durch die Gemeinsamkeit, durch die dabei entstandene Gemeinschaft gestärkt fühlen.

    Und das ist genau das, was ich noch nicht begriffen habe, trotz aller Mühe. Die Gemeinschaft! Da wird nach Gemeinsamkeiten gesucht, um eine Gemeinschaft herzustellen, die dann zu großen Taten oder Veränderungen fähig wäre. Und ob die „Gemeinschaft“ dann mit den Ergebnissen der großen Taten oder den Folgen der Veränderungen auch zufrieden sein wird, kann kein Hellseher voraussehen. Wobei sich die Hellseher gerade bei solchen gemeinschaftlichen Ereignissen auffalend zurückhalten. Wahrscheinlich haben sie auch ihre Gründe dafür..

    Das „Volks-bewuβt-Sein“ ist für mich ein großer Rätsel. Wie auch das „Gruppenbewusstsein“. Ich erkenne nur schemenhaft ein gewisses Selbstbewusstsein, nicht in der angeberischen Form, die selbstverständlich bei den verschiedenen Gruppen und Menschenansammlungen auch vorkommt, sondern im Sinne des „Bewusstseins von sich selbst“, Also des Bewusstseins von den eigenen Fähigkeiten und Vergesslichkeiten, des Bewusstsein über die fast unbemerkbare Entstehung von Wünschen und Frustrationen und des Bewusstsein darüber, dass die Wünsche und Frustrationen unser Denken und Handeln beeinflussen, was die Einen in den Fußballstadion treibt, die Anderen zu den Montagsdemonstrationen, viele andere Menschen suchen die Gemeinsamkeit und Gemeinschaft bei den Kirchen oder Sexten, andere bei den politischen Parteien oder politischen Sekten. Und Diejenigen, welche ihre Freiheit auch in einer Gemeinschaft bewahren wollen, suchen sich ihre Gemeinschaft bei solchen Sekten, die sich mit der „Freiheit“ ausdrücklich beschäftigen. Sie passen sich lieber dort an, wo die „Freiheit“ angebetet wird. Weil die Anpassung in jeder Gemeinschaft eine „unbeirrbare“ Vorschrift ist. Sonnst ist es unmöglich, mit irgendwelcher Gemeinschaft zurecht zu kommen. Und damit bin ich wieder bei dem „Volks-bewuβt-Sein“, weil ich große Probleme damit habe, das „Volk“ zu definieren und dem „Bewusstsein“ über die eigenen Schwächen zu vertrauen…

    Gefällt mir

  10. kranich05 schreibt:

    Von einem point of no return hat auch der alte Goethe gesprochen:

    „Wem gelingt es? – Trübe Frage,
    Der das Schicksal sich vermummt,
    Wenn am unglückseligsten Tage
    Blutend alles Volk verstummt.
    Doch erfrischet neue Lieder,
    Steht nicht länger tief gebeugt:
    Denn der Boden zeugt sie wieder,
    Wie von je er sie gezeugt.“ („Faust“ II)

    Menschen, die auf dem zeugenden Boden stehen, können den Fuß, den Arm und den Blick heben. Jetzt.

    Gefällt mir

  11. Pingback: Montagsdemonstrationen | opablog

  12. Lutz Lippke schreibt:

    Also ich war heute auch etwas zu spät, 18:15 Uhr am Brandenburger Tor. Einige hundert, vielleicht auch tausend waren pünktlicher. Friedfertigkeit, selbstgemalte Plakate, engagierte aber freundliche Stimmung und nichtprofessionelle Organisatoren prägten die Demo. Es könnten durchaus noch mehr kommen, bevor es logistische Probleme gibt. Es ging um Frieden, die Kriegslust des Finanzsystems, Medienmanipulation und die Möglichkeiten jedes Einzelnen sein Wissen, seine Meinung zu schärfen und zu Gehör zu bringen. Es ging sehr wohl um Friedfertigkeit in der Welt, unter uns Menschen und in uns selbst.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s