Faschismus denken – 9 weitere Thesen

Hier sind 11 frühere Thesen.

12. Faschismus ist das ultimative Instrument des Imperialismus. Imperialismus ist Getriebener. Er versteht sich (sein inneres „Geheimnis“) als gottgleich, allmächtig. Seine dementsprechenden Ziele kann er im entscheidenden Moment nur mit terroristischen Mitteln erreichen. Die personifizierte Wirklichkeit der imperialistischen Allmacht ist der Faschist.

13. Der Imperialismus als Kapitalismus beruht auf der Freiheit (d. h. der freien Konkurrenz). Dieses Axiom gilt, sei es auch noch so sehr zum Surrogat verkommen. Deshalb ist das Imperium bestrebt, im geeigneten Moment sein faschistisches Instrument zu kassieren. In diesem Sinne weist der Imperialismus seinen eigenen, kleinen feinen „Antifaschismus“ vor.

14. Eine LINKE, die antifaschistisch sein will, jedoch den Imperialismus leugnet, geht am Wesen des Faschismus vorbei.

15. Faschismus gehört in erheblichem Grade zur Identität des deutschen Durchschnittsbürgers. Aus zumindest diesen Gründen: Faschismus war lange Jahre erfolgreich (oft sogar lustvoll gehoben) gelebter Alltag. Der vom Faschismus gezeichnete Deutsche wurde nach 1945 vom Imperium dringend gebraucht – und zwar genauso, wie er war. Der mit der DDR gesetzte konsequente Antifaschismus wurde mit dem Niedergang der DDR beschädigt und war nach ihrem Untergang schweren Schlägen ausgesetzt.

16. Heute hat „der Deutsche“ fast allen Völkern, die Opfer des Faschismus waren, verziehen, dass sie Opfer des Faschismus waren. Die Ausnahme ist Russland. Dass „der Iwan“ nicht allein aber als Haupttäter den Hitlerfaschismus zerschlagen hat, wird ihm (von Vielen, nicht von Allen) nicht verziehen.

17. Der deutsche Aussenminister mit dem ukrainischen Faschistenführer posierend für die Weltpresse ist eine Ungeheuerlichkeit. Dass diesen Aussenminister nicht sofort ein Sturm der Entrüstung weggefegt hat, erschreckt mich (obwohl es absolut vorhersehbar war).

18. Der Antifaschismus (durchaus auch in manch schematisierten Formen) gehört zum historisch-genetischen Erbgut „des Russen“. Das volle Verständnis dessen, wass das bedeuted, ist den Angehörigen der herrschenden deutschen „Elite“ verschlossen.

19. Humanismus ist immer antifaschistisch. Antifaschismus ist nicht immer humanistisch.

20. Über Faschismus ist mehr zu reden, aber nicht nur zu reden.

—————————————————————–

Hier sind weitere neun Thesen.

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, Blödmaschine, bloggen, Demokratie, Faschismus alt neu, Krieg, Krise, Machtmedien, Materialismus, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

50 Antworten zu Faschismus denken – 9 weitere Thesen

  1. Pingback: Faschismus denken – 11 Thesen | opablog

  2. Dian schreibt:

    Ich begrüße Opas weitere Auseinandersetzung mit dem Faschismus. Die These 4 unterstellt, es gäbe ein kollektives Gedächtnis, die „Erfahrung“ von 12 Jahren des „Tausendjährigen Reiches“ steckte noch in uns Deutschen, diese selbst würde von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Das wäre Seelenwanderung pur, ist aber Mumpitz.
    Tatsächlich prägen wir durch Erziehung(!), durch „Formung“ von Menschen – oft unbewusst – gerade in den ersten Lebenstagen bis -jahren die jeweils folgende oder gar weitere Generationen. Viele Menschen haben es schwer, unter diesen Voraussetzungen zu sich selbst zu finden, zu viel wurde aus Selbstschutz unterdrückt, besonders Gefühle. Je mehr Erziehung, je weniger freie Entfaltung, desto mehr neigt der Mensch einerseits zur Hörigkeit und wird andererseits sein unterdrücktes Ich in Aggressivität ausleben – müssen(?) (Haasenburg!). Und diese teuflische Mischung bildet den Nährboden für faschistische Grundeinstellungen, die wiederum die Gesellschaft dafür „anfällig“ machen.
    Also, faschistische Grundeinstellungen werden erzogen so lange sich die Eltergeneration nicht von ihrer eigenen Erziehung emanzipiert (ein oft schmerzlicher Prozess der wahren Selbstfindung) und nicht materielle Not einer Befriedigung der elementaren Bedürfnisse der Kindergeneration im Wege steht. Die Not der 20iger Jahre „gebar“ sowohl eine linke, sozialdemokratische Bewegung wie auch das Pendant aus dem gleichen Milieu. Die psychologischen(!) Ursachen sind die gleichen (ausführl. dazu z.B. Arno Gruen). Ungarn, Ukraine, USA, selbst Russland haben Faschisten – was hat dies bitte mit Deutsch-sein zu tun?

    Gefällt mir

    • Dian schreibt:

      Nachsatz: Die siebte (der hiesigen) Thesen passt mir so gar nicht zu Opas sonstiger „Weltsicht“ und scheint mir durch meinen Kommentar gleichsam hinterfragt.

      Gefällt mir

      • kranich05 schreibt:

        Hallo Dian,
        ich bin mir der Fragwürdigkeit von Aussagen über „den Deutschen“, „den Russen“ bewußt, deshalb stehen sie in Anführungsstrichen. Andererseits glaube ich, dass es gewisse Nationalerfahrungen gibt, die die Masse der Angehörigen einer Nation macht. Wenn solche national massenhaften Erfahrungen eine starken klassenbegründeten Inhalt bekommen, dann kann (vordergründig) Nationales als sehr wirkmächtig erscheinen.
        Von Seelenwanderung halte ich nichts aber „das Historisches nicht vergangen ist“ (hat sinngemäß ein Berühmter gesagt) möchte ich ernstnehmen.

        Gefällt mir

        • Dian schreibt:

          „Historisches“ ist vergangen, es wird zum Historischen, weil wir uns dessen erinnern, vielleicht weil wir erinnert werden. Was bleibt aus schlimmen Zeiten, faschistischen Diktaturen sind deren Nachkommen, von denen es nicht nur „Kriegskinder“ und „Kriegsenkel“ in die Titel bzw. auch Untertitel einer Reihe von Büchern gebracht haben. Den Millionen Opfern des Großen Vaterländischen Kriegs der Sowjetunion gedachte ich gerade letztes Wochenende im Treptower Mahnmal. Die Ereignisse in der Ukraine waren mir Anlass. Diesen Ort als Mittel zur Mahnung können sehr viele Menschen der ehemaligen Sowjetunion durch ihr Familienalbum für sich(!) ersetzen, weshalb ihre Seele, sie selbst sich öfter erinnern, manchmal noch mit Schmerz.
          Genetische Veränderungen in dieser Richtung sind mir nicht bekannt 😉

          Gefällt mir

  3. Dian schreibt:

    US-Senatorin Dianne Feinstein scheint zu erkennen, wie faschistoid ihre Regierung nebst Geheimdiensten agiert: http://www.wsws.org/de/articles/2014/03/15/fein-m15.html

    Gefällt mir

    • Joachim Bode schreibt:

      Solch hochkriminelle Bande, angeführt von einem Friedensnobelpreisträger, kann aus ihrer Sicht natürlich nicht anders, als Putin rechtswidrigen Handelns und der Aggression zu bezichtigen.

      „Haltet den Dieb!“

      Die Erkenntnisse von US-Senatorin Dianne Feinstein stehen übrigens nicht alleine:

      Zahlreiche andere Untersuchungen bestätigen die Verkommenheit der höchsten Verfechter westlicher Werte. Das geht sogar so weit, dass effektive Untersuchungen der 9/11-Anschläge regierungsamtlich hintertrieben werden.
      Nicht zu vergessen die historische Reise der späteren Bundeskanzlerin Merkel nach Washington, um Bush ihre Solidarität bei dem völkerrechtswidrigen Überfall auf den Irak zu versichern. Da erstaunt ihre ausdrückliche Undistanziertheit zu den ukainischen Faschisten nicht mehr.

      Gefällt mir

  4. federleichtes schreibt:

    „1. Faschismus ist das ultimative Instrument des Imperialismus. Imperialismus ist Getriebener. Er versteht sich (sein inneres “Geheimnis”) als gottgleich, allmächtig. Seine dementsprechenden Ziele kann er im entscheidenden Moment nur mit terroristischen Mitteln erreichen. Die personifizierte Wirklichkeit der imperialistischen Allmacht ist der Faschist.“

    Ich bitte Sie, lieber Herr Kurch, den ursächlichen Geist für Faschismus und Imperialismus (also für Diskriminierung und Ausplünderung?) in Betracht zu ziehen.

    Menschen sind in zweierlei Weise unterschiedlich veranlagt. Die Einen sind mehr begabt (mit Gaben, Fähigkeiten gesegnet), die anderen weniger. So entstehen faktisch Über(legene)menschen und faktisch Unter(legene)menschen.
    Faktisch entsteht auch ein Miteinander der Über- und Unterlegenen. (i ch vermute, in der Gruppe der Überlegenen bildet sich das Elitär-Egozentrische stärker aus, während die Unterlegenen das Wesen der Solidarität entwickeln müssen, um Überleben zu können)

    Faktisch entstehen auch zwei völlig verschiedene Reflexionen auf die verschiedene Veranlagung. Während die Überlegenheit A versucht, das Unterlegene zu zerstören, auszubeuten und zu entwürdigen, versucht die Überlegenheit B das Schwächere zu stärken.
    Während der Geist A also ein konfrontativ-herrschender ist, ist Geist B ein integrativ wirkender brüderlich-sozialer.

    Gruß
    Wolfgang

    Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Oi,Oi,Oi,
      federleichtes, damit stimme ich wohl in mehrfacher Hinsicht nicht überein und melde für später (Zeitproblem!) Widerspruch an.
      Gruß
      kranich05

      Gefällt mir

      • Dian schreibt:

        Ich will mal zwischenzeitlich „aushelfen“: Wolfgang, zählen Sie sich eher zu „Über(legene)menschen“ oder „Unter(legene)menschen“? Bitte mit Begründung!

        Gefällt mir

        • federleichtes schreibt:

          Gute Frage, weil neue Frage für mich.
          In der Begegnung mit Menschen bin ich mal überlegen und mal unterlegen; insofern wohl ein ganz normaler Mensch. Für entscheidend halte ich, was ein Mensch aus dem Natürlichen der Verschiedenheiten macht. Bei mir läuft’s ganz einfach:
          Von mir Überlegenen versuche ich zu lernen (meine Lebensgefährtin als Beispiel, sie lehrt mich Liebe). Und dem mir Unterlegenen reiche ich die Hand. Beide Arten der Begegnung halte ich mir vom Hals, wenn sie mittels Machtspielchen nach mir greifen wollen; immer wieder gerne genommen – Einige können’s einfach nicht lassen. Und weil ich die Spielchen kenne und sie kontrolliere, halte ich mich eher für einen (der Feindseligkeit) überlegenen Menschen.

          Liebevolle Menschen stehen in einer faschistoid konzipierten Gesellschaft. ‚Teile und Herrsche‘ formuliert das Problem nur ungenügend, und ich denke, es wäre einen Aufsatz wert. Tatsächlich scheint das Prinzip, Gemeinschaft zu zerstören, zu funktionieren. Andererseits werden künstlich zerstörte Brücken wieder in ihren natürlichen, verbindenden Zustand gebracht, während der destruktive Beherrschungs-Wille zunehmend lauter brüllt. Insofern, weil ich einen Zusammenhang spüre, erachte ich die liebevollen Menschen den feindselig-faschistischen gegenüber grundsätzlich für überlegen.

          Ganz spitzfindige Geister erklären den Faschismus gar als notwendiges Werkzeug zur Wiederherstellung „vormaliger“ Ur-Verbundenheit.

          Danke für Ihre Frage. Ich hätte sie mir nicht stellen können.

          Danke auch Ihnen, Joachim. Treffer!

          Allen einen guten Abend.

          Wolfgang

          Gefällt mir

          • Dian schreibt:

            Danke Wolfgang für Ihre Wertschätzung meiner Frage. Warum beantworten Sie sie nicht?

            Gefällt mir

          • Joachim Bode schreibt:

            @Dian:
            Wolfgang hat die Frage längst besprochen, die Antwort steckt darin.
            So sehe – zumindest – ich es.

            Gefällt mir

          • Dian schreibt:

            Die Antwort, die ich erheische, wurde mit vielen Worten „umschrieben“; die eigentliche muss ich mir nun „herauslesen“, Worte interpretieren. Nun, so sei es.
            „In der Begegnung mit Menschen bin ich mal überlegen und mal unterlegen“, schreibt Wolfgang. Wer stellt diese Hirarchie fest? Es ist doch eher ein subjektives Gefühl, dem bin ich über oder er ist über mir. Der Mensch vis-a-vis kann dies selbst anders sehen, bewerten, Dritte erst recht. Was bringt diese zudem noch situativ abhängige Wertschätzung eines Menschen!?
            Genau daraus leitet sich Faschismus doch ab, dem Gefühl der Überlegenheit einerseits und der Unterwürfigkeit andererseits, was selbst noch kein solcher ist. Es wird erst dazu, wenn Menschen wegen solchen „Gefühlen“ Rechte abgesprochen und gar genommen werden. Die dazwischen verlaufende Grenze ist außerordentlich schmal. Sie wird für mein Empfinden schon überschritten allein mit den Worten wie Über- oder Untermensch.
            Seit Jahren habe ich Schwierigkeiten, mich über „Siege“ mit 21 zu 15, gar zu 10, erst recht darunter zu freuen. Sportfreunde belächeln mich, wenn ich oft ein Spiel schöner finde, dass ich 19:21 verlor. In solchem Falle standen mir wahrscheinlich gute Sportfreunde, „Gegner“ gegenüber, die mich veranlassten, alles mir mögliche aus mir rauszuholen, was doch eigentlich Ziel von Sport sein sollte. Ein Ergebnis 21:13 macht kaum Glauben, man wäre so weit gefordert worden.
            Deshalb achte ich – hoffentlich – den schwächeren Spieler nicht geringer, was nicht nur ein Gebot von Sportlichkeit und Fairness ist, sondern vor allem wegen der Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte immer gilt.
            Wolfgang, wenn Sie in diesem Sinne Ihr Geschwurbel, „so entstehen faktisch Über(legene)menschen und faktisch Unter(legene)menschen“ zurücknehmen wollten, dann sollten Sie ein paar mehr – klare – Worte dafür übrig haben.

            Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Lieber federleichtes,
      Ihrer Aufforderung, den „ursächlichen Geist“ (oder Ungeist) des Faschismus in Betracht zu ziehen, kann ich aus einer sehr grundsätzlichen Erwägung, aus einer fast schon banalen Tatsache heraus nicht nachkommen. Ich kenne für keinerlei soziale Tatsachen und somit auch den Faschismus, einen letzten ursächlichen Geist. Natürlich laufen die Menschen mit Bewußtsein herum, gibt es ein geistiges Leben, produzieren sie Gottvorstellungen usw. Wo der Mensch ist, ist immer auch Psychisches – das aber in letzter Instanz immer im Materiellen wurzelt, also seine Ursache hat. Wobei – dieses vorausgesetzt – natürlich eine dürre Ursache-Wirkung nicht zur vollen Erkenntnis ausreicht. Dass es mit der Materialität im Gesellschaftlichen seine Schwierigkeiten hat, liegt auf der Hand. Ein häufiger Versuch damit fertig zu werden, hält sich an die Physis des menschliche Individuums. Ein spannender, unersetzlicher Weg – als Königsweg verstanden (also als einer, der „die letzten Fragen“ beantwortet) eine Sackgasse.
      Der Mensch ist deshalb ein materielles Wesen, weil er in materiellen Verhältnissen agiert, soll heißen,sich als Mensch materiell reproduziert. Begabungen, Fähigkeiten, kurz Arbeitskraft, spielen dabei ihre Rolle. sie sind Momente des materiellen Prozesses. Maßgeblich dafür, welch konkretes, soziales Geschehen sich am Ende ereignet (bis 1914 dieses, ab 1918 jenes, bis 1933 dieses, ab 1933 jenes usf.) und also in meinem Veständnis für eine „ursächliche Betrachtung“ unverzichtbar, sind die jeweiligen Interessen der relevanten Gesellschaftsgruppen samt ihrer Potenz, sich mit gegenständlicher Macht zu verbinden.

      Diese Denkweise, der ich anhänge – Man nennt sie bekanntlich Historischen Materialismus – hat ihre „letzte Bewährungsprobe“ beim Begreifen der Freiheit des Menschen noch vor sich. Dass es in „meiner Lehre“ ungelöste Fragen gibt, macht mich nicht unsicher oder ängstlich oder gar unglücklich. Im Gegenteil, es erfreut mich.
      Mit Gruß.

      Gefällt mir

      • federleichtes schreibt:

        Klaus-Peter Kurch:
        „Wo der Mensch ist, ist immer auch Psychisches – das aber in letzter Instanz immer im Materiellen wurzelt, also seine Ursache hat.“

        Und ich dachte bisher, die ‚Idee des Kommunismus‘ richte sich in transzendierender Absicht auf das ‚Wesen des Kapitalismus‘, genauer gesagt, auf sein Unwesen.

        Materie und den Geist des Materialismus
        sehe ich analog einer Blumenwiese, deren Anblick zu einer (gewinnträchtigen) Geschäftstätigkeit verleitet.
        Der Geist dieser Geschäftstätigkeit erklärt jedoch weder die Existenz der Blumen noch die Existenz eines (vormaligen) öden Ackers – geschweige denn, wie ein paar unschuldige Blümchen den Geist der Gier zu wecken vermögen.

        Wie entsteht eine Blume? Wurde sie verursacht, geschöpft, mittels eines Geistes, der dies wollte – und das technische Wollen technologisch umsetzen konnte?
        Schauen wir auf die Zelle eines lebendigen Organismus, entdecken wir eine Vielzahl von Informationen. Ganz unabhängig davon, wie und unter welchen Bedingungen sie wie wirken, fragte ich mich, woher diese Informationen kommen. Und dann, wodurch diese reinen Informationen in der Lage waren, zu einer Blume zu werden.

        Würden Sie sagen, dass die Ursache für das Erscheinen und für die Art des Erscheinens und für das Bild des Erscheinens einer Ringelblume (Sie haben sicher welche im Garten) das Materielle verantwort-ursächlich zeichnen kann?
        (Falls Ihnen das Beispiel Ringelblume zu unbehaglich-dicht an einem schöpfenden „Gott“ liegt, hilft auch das Beispiel eines Autos, um das Wesen eines schöpfenden Geistes zu beschreiben)

        Ja, der Körper des Menschen ist materieller Art. Und das, was ihn bewegt, seine Ideale und seine Liebe, Hass und Angst, seiner Gier und Eifersucht? Was ist mit seinen Ansprüchen, durch die er Andere beschränkt, und was mit den unschaubaren Gesetzen, die ihn im Innen in seiner eigenen Freiheit (wahrzunehmen und zu denken) beschränken? Was hat Sie von Ihrem Garten auf die Straße bewegt, um Gerechtigkeit für Gustl Mollath zu verlangen? Entsteht der ‚Sinn für Gerechtigkeit‘ (erst) aus dem Materiellen heraus? Und wie verhält es sich einerseits mit dem Geist der Kultur – und andererseits mit dem in uns(eren Körperzellen) gespeicherten Geist/Erfahrungen unsere Ahnen?

        Noch mal anders.
        Es gibt die Idee (Geist) etwas BESTIMMTES (A) zu sein. Womit in der Regel verbunden ist, etwas anders Bestimmtes (B) nicht zu sein. Wer ein Kommunist sein will, kann kein Kapitalist sein; wenn er’s kann, ist er ein Heuchler. Damit, Sie merken es natürlich, bin ich in der Nähe Ihrer Annahme, die Idee (Geist) wurzele im Materiellen, gelandet. Sie sehen die ausbeuterische, menschenunwürdige kapitalistischen Auswüchse, und entscheiden: Ne, das kann’s ja wohl nicht sein. Während Andere nach der Option ‚Bereicherung um jeden Preis‘ greifen, als sei sie alternativlos.

        Aber ich frage Sie: Was ist das, was im Menschen die so gegensätzliche Wahl trifft? Könnte das Materielle nicht nur eine Art Entscheidungshilfe sein, die das eigentliche „Wesen“ des Menschen berührt?

        Herzlich grüßt Sie
        Wolfgang

        Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Hallo, weiter zu
      https://opablog.net/2014/03/15/faschismus-denken-9-weitere-thesen/#comment-14972
      unbedingt bemerken möchte ich auch noch, dass mir die Einteilung der Menschen in Über- und in Untermenschen, je abhängig von ihren Begabungen und Fähigkeiten, IN BEZUG AUF IHREN GESELLSCHAFTLICHEN STANDORT (also etwa Faschist zu sein oder es nicht zu sein) völlig indiskutabel erscheint. Vielleicht haben wir diesbezüglich gar keinen Dissenz, und meine Irritation erklärt sich daraus, dass Sie nicht klären, in Bezug worauf Ihre Beispielmenschen „über“ oder „unter“ sind. Denn natürlich lassen sich auf bestimmten Messstrecken „Sieger“ und „Verlierer“ ermitteln.
      Zweifellos sind aber der Ausgangspunkt unserer Diskussion wirkliche Faschisten (und soweit es um meine Meinung geht, nicht „faschistoide“ Kobolde, die nach Ihrer Auffassung in jedem Lebewesen zu hocken scheine).
      Ein wirklicher Faschist ist Dmitri Jarosch, z. Z. Kiew. Soll ich ihn zu den eher Mindebegabten zählen, weil er sich mit dem Looser Bandera solidarisiert? Oder ist er als Hochbefähigter auf dem Ellbogentrip, denn er will ja ganz Europa zur Wiedergeburt verhelfen?
      Könnte es sein, dass Ihre Begriffe versagen, wenn Sie sich mit einem wirklichen Faschisten herumschlagen?
      Meine Fragen sind: Hat Jarosch Blut an den Händen? Was weiß er von den Scharfschützen im Hotel „Ukraina“? Wieviel „Aktivisten“ hören auf sein Kommando? In welcher Beziehung steht er zu dem „Kommandanten vom Maidan“? welche Vorbilder hat er, :außer Bandera und Schuschewitz? Über wieviel Geld verfügt er? Woher hat er es? Wie wird die Nationalgarde aufgebaut? Kann er Erdölpipelines sprengen lassen?
      Nur Beispiele. Viele andere Fragen wären zu stellen.

      Mein Ziel wäre es, mit dem Faschisten „fertig zu werden“. Das ist ein anderer Ausdruck als „Integration“. Was es konkret bedeuten soll, wäre auszuführen.
      Grüße!

      Gefällt mir

      • federleichtes schreibt:

        @ KPK
        „… und meine Irritation erklärt sich daraus, dass Sie nicht klären, in Bezug worauf Ihre Beispielmenschen “über” oder “unter” sind. Denn natürlich lassen sich auf bestimmten Messstrecken “Sieger” und “Verlierer” ermitteln.“

        Wie ließen sich OBJEKTIV Sieger und Verlierer ermitteln?

        Der Begriff des Übermenschen ist nicht erst durch Nietzsche angelegt, so wenig der Begriff des Untermenschen durch die Versklavung oder durch das Herrschwesen und Untertanen (Über-heblichkeit und Unter-würfigkeit) entstand.

        Thematisch hoffentlich korrekt:
        Der Übermensch ist der Faschistoide, sich über andere Menschen Erhebende, sie ihrer natürlichen Freiheit Beraubende, vom Machtwahn-Geist Beseelte.
        Der Untermensch ist sein Opfer.
        Kürzer: Der Übermensch nutzt seine Freiheit, die Freiheit Anderer seinen Absichten zu unterwerfen.

        Als Gegenpol entwerfe ich das Bild eines Geistes, der Menschen aus ihrer inneren Beschränktheit und ihrer Beinflussung durch äußere Kräfte führen will.

        Und frage Sie mal ganz höflich, ob es wohl sein kann, dass der Kommunismus scheiterte, weil er – zum Beispiel – mit der faschistischen Methode der Unterwerfung (von Menschen und Völkern) arbeitete.
        Dann bliebe neutralen Beobachter nur lapidar festzustellen, dass der Kommunismus, als Werkzeug des Faschismus verstanden, eben nicht scheiterte.

        Vielleicht darf man, ich frage sie das, um den Geist des Faschismus verstehen zu können, nicht von einer – gleich welcher – Ideologie besessen sein?

        Danke für das Bekennen von Irritiertheit.

        Gruß in die Runde
        Wolfgang

        Gefällt mir

  5. Joachim Bode schreibt:

    Ich zweifle daran, dass sich Wolfgang in irgend eine Schublade schieben läßt.

    Die Erinnerung an den Sandkasten zeigt:
    Es gab welche, die sich die Förmchen anderer Kinder einfach genommen haben, und andre, die sich das – aus welchen Gründen auch immer – gefallen ließen.

    Gefällt mir

  6. walterfriedmann schreibt:

    Hat dies auf Forum Politik rebloggt und kommentierte:
    Faschismus

    Gefällt mir

  7. federleichtes schreibt:

    Danke!
    @ Joachim Bode:
    „@Dian:
    Wolfgang hat die Frage längst besprochen, die Antwort steckt darin.
    So sehe – zumindest – ich es.“

    Werfen wir einen etwas anderen Blick auf das Thema Faschismus.
    Wir kennen den Begriff DIE Menschheit. Das ist eigentlich keine direkte Schublade, indem man sich (nur) als Mensch unter Menschen fühlt. Und die Menscheit fühlt als ein gemeinsam wirkendes „Organ“ (der Offenbarung von Geist).

    Sehen wir dieses ‚Organ Menschheit‘ allerdings (nur/doch) als Schublade in einem Schrank, auf dem „Leben“ geschrieben steht, verlieren sich für Bewohner dieses (entschubladeten – im Grunde grenzenlosen Raumes) Schrankes nicht nur die (postulierten und ins Faschistoide führenden) Unter-Scheidungen (NICHT Unterschiede) zwischen Menschen, sondern auch die (künstlichen) Scheidungen zwischen Menschen und anderen natürlichen Existenzformen.

    Nun möchte ich „Dian“ danken für sein Nachsetzen, weil er mir Gelegenheit gibt, das im Persönlichen (was ja eher nicht Blog-relevant ist) steckende Allgemeine weiter ausführen zu können.

    Heute schrieb ich einen Satz in mein Tagebuch:
    „Trennt den Menschen von der Einheit sein fehlendes Bewusstsein über das Wesen der Verschiedenheit?“

    Wie entsteht dieses Bewusstsein? Nur in der Erfahrung, die aus der integrativen Leistungen ALLER Verschiedenheiten – zu denen auch der Faschist gehört – fließt?

    Gruß in die Runde
    Wolfgang

    Gefällt mir

  8. federleichtes schreibt:

    @ Dian

    Sie vereinfachen mir einen sachlichen Dialog über den ‚Geist des Faschismus‘ offen gesagt nicht gerade, indem Sie
    – mich unterschwellig verdächtigen, und
    – meine ersten Erklärungsversuche innerhalb einer sehr komplexen Thematik als Geschwurbel bewerten, und
    – mich in eine Position der Rechtfertigung zu drängen versuchen.

    Grundsätzlich haben Sie kein Recht, mich von einer überhöht erscheinenden Position aus in dieser Weise zur Brust zu nehmen, als sei ich untergeben und Ihnen (auf einer öffentlichen Bühne) zur Antwort verpflichtet. Gab mir den Beigeschmack eines Schauprozesses, und mögen Sie es glauben oder nicht: Meine Aufmerksamkeit richtet sich bereits auf Eltern, die in der Öffentlichkeit ihre Kinder maßregeln – und ob Sie es glauben oder nicht, greife ich sofort (wenn auch rechtlos) ein, wenn Kinder geschlagen, selbst wenn Tiere in ihrer Ruhe gestört werden.
    Diese Anmerkung soll der Einstieg in die Komplexität des VERHALTENS faschistoiden Geistes sein.

    „In der Begegnung mit Menschen bin ich mal überlegen und mal unterlegen”, schreibt Wolfgang. Wer stellt diese Hierarchie fest? Es ist doch eher ein subjektives Gefühl, dem bin ich über oder er ist über mir.“

    Nein, ist keine subjektive Wahrnehmung.
    Anmerkung: Eine Wahrnehmung ist nicht zwingend mit einer Erregung, sei es Empfindung (körperlich) oder emotional (psychisch) verbunden. Es gibt das Merkmal einer relativ objektiven Beobachtung, wie sie zum Beispiel Ärzte leisten (sollten). Therapeutisch tätige Menschen bedienen sich des Instruments der Supervision, weil in diesem Bereich die Objektivität fast unmöglich, gleichwohl erste Bedingung für eine erfolgreiche Hilfe ist.

    Körperlich „über“ sind mir ganz sicher die meisten Männer, und ganz sicher alle Menschen, weil ich zu körperlichen Auseinandersetzungen grundsätzlich „Nein“ sage.
    Auf der emotionalen Ebene bin ich den meisten Menschen „über“, weil ich ziemlich große Palette des Re-Aktions-Potenzials von Menschen finden und per Reiz-Re-Aktion sowohl bewusst bedienen als auch bewusst vermeiden kann. Falls es Sie interessiert: Ich benutze diese Fähigkeit selten.
    Auf der geistigen Ebene bleibt meine Erklärungsmöglichkeit dürftig, solange nicht geklärt ist, was Geist im menschlichen System eigentlich ist. Beschränken wir uns darauf, Geist in seinem Wesen als informativ zu bezeichnen.
    Dann frage ich, wie informiert ist der Mensch, was das reine Wissen (Daten) betrifft, und welches Wissen hat ihn geformt, also Überzeugungen, Standpunkte, also Ideologien erzeugt. Dann frage ich grundsätzlich (meistens rhetorisch, weil am Verhalten deutlich beobachtbar) nach der Beziehung alter (endogen-archischer) Informationen zu aktuellen Informationen (exogen-kulturell).
    Kurz: Ich versuche den Charakter eines Menschen zu erkennen und eine Art Typus, der das Charakterliche (mit) begründet.
    Weil ich das Analysieren von Menschen, und nicht nur Menschen, viele Jahre mit vielen Menschen übte und immer besser lernte, bin ich in dieser Angelegenheit den meisten Menschen überlegen – was dazu führte, dass ich (relativ) konfliktfrei mit allen Menschen umgehen kann.

    Wenn wir analytisch über einen faschistoiden Geist sprechen, gilt es einerseits, ihn in seiner grundsätzlichen Anlage zu erkennen – als dem Leben (selbst) immanent. Bedeutet, Menschen sind gehalten, sich zwangsweise mit diesem (alten) Geist auseinander zu setzen. Wesentlich erscheint mir jedoch die Absicht zu erkennen, die diesen Geist so gefährlich sein lässt:
    Macht, also systematisch Herrschaft zu erringen und diese (manisch) zu vergrößern.

    Wollen wir konstruktiv an dieser Problematik arbeiten, können wir uns fragen, wie wir der Absicht (Machtstreben) des faschistoiden Geistes erkennen und ihr erfolgreich begegnen können. Nach meiner Auffassung haben Welt (Natur und Mensch) kein anderes Problem, als die Macht dieses Geistes, der global und durch die Zeiten hindurch sein Unwesen treibt, zu bändigen. An der Lösung dieses Problems arbeite ich (und nicht nur ich) intensiv seit vielen Jahren, und seit zweieinhalb Jahren sehr konkret in einem freundschaftlich geprägten Kreis auf „Faszination Mensch“. Anders als gemeinsam-freundschaftlich geht’s auch nicht weiter auf dem Weg, dem Feindseligen, das sich im Faschismus spiegelt, Herr zu werden. Logisch?

    Mein Bemühen um eine (Auf-)Lösung der Problematik wurde durch Klaus-Peter Kurch und die auf seinem Blog tätigen Kommentatoren sehr bereichernd unterstützt. Ich entdeckte hier einen „Roten Faden“, der nicht anders ist als der, dem ich folge.

    Glückauf
    Wolfgang

    Gefällt mir

    • Dian (nachgetragen von kranich05) schreibt:

      „Verehrter Wolfgang,
      Ich brauchte etwas länger, um Ihnen nunmehr antworten zu können.

      Das teuflische Spiel der Unterwerfung habe ich mit der Muttermilch aufgesogen. Wenn ich etwas haben wollte, gar bedürftig war, half nicht immer schreien. Ich machte die Erfahrung, dass es mit einer – kleinen – Leistung von mir auch, überhaupt erst oder zumindest leichter ging. Ich wurde konditioniert. Mit der Zeit, dem Größer-werden bekam ich das Gewünschte zunehmend mehr nur noch für bzw. bei Gefälligkeit. Ich denke, diese Erfahrung machten viele Zöglinge/Erzogene auf die eine oder andere Art und Weise.

      Diese Erziehung durch – Zuckerbrot und Peitsche – wäre selbst dann entwürdigend und dem Selbstbewusstsein abträglich, wenn denn die Eltern diese 100%ig im wirklichen Interesse des Kindes betrieben, was der Natur nach gar nicht möglich sein kann. Auch die “besten” Eltern können nicht in das “Oberstübchen” des Kindes schauen, sie meinen nur, es zu vermögen (“Wir wollen nur dein Bestes.”). Ferner bedürfte es der Erziehung dann auch nicht, wenn das von ihm Gewünschte im Interesse desjenigen selbst läge!

      Also, jegliche und insbesondere auch die beste Erziehung bedient sich der Unterwerfung. Je mehr gezogen wird, desto mehr entfremdet der Mensch von sich selbst, vor allem von seinen eigenen Gefühlen. Die Unterdrückung dieser wird durch Aggressivität “ausgeglichen”. Und immer ist der Erziehende selbst aggressiv, gibt also noch ein negatives Vorbild.

      Wenn wir “gut” sind, dann emanzipieren wir uns von unseren Erziehern, den Eltern zunächst und finden dennoch zu uns selbst. Der beste Zeitpunkt dafür dürfte das Erwachsen-werden sein, bei mir dauerte es Jahrzehnte länger und war mit Schmerzen verbunden. Diese rührten von der Erkenntnis her, nicht meiner selbst willen geliebt worden zu sein, nicht wirkliche weil selbstlose (Eltern-)Liebe erfahren zu haben. Und für die Liebe leben wir doch alle?!

      Dieser Schmerz dürfte viele Menschen von ihrer – wirklichen – Emanzipation abhalten. Damit können sie aber auch nicht das Unterwürfigkeitsritual ablegen. Sie betrachten sich nicht als gleichwertig mit den anderen Menschen. Den einen fühlen(!) sie sich unterlegen, nicht selten denen gegenüber, von denen sie abhängig sind, und kompensieren dies, indem sie sich anderen gegenüber überlegen fühlen. Gleichberechtigung sieht anders aus.

      Das was ich hier verstandesgemäß, mit Worten erkläre, gehört zu meinem Wissen; ich bin gleichberechtigt allen Menschen. Gefühlsmäßig ist dies um einiges schwerer. Noch immer, insbesondere in Stresssituationen, verfalle ich in alte, jahrzehntelang “vertiefte” Verhaltensmuster. Ich fühle mich dann zuweilen unterlegen und in anderen Momenten zum Teil den gleichen Menschen gegenüber überlegen.

      Ich meine, dies in Ihren Worten, verehrter Wolfgang, wiedergefunden zu haben. Sie schrieben: “Grundsätzlich haben Sie kein Recht, mich von einer überhöht erscheinenden Position aus in dieser Weise zur Brust zu nehmen, als sei ich untergeben und Ihnen (auf einer öffentlichen Bühne) zur Antwort verpflichtet.” Ich lese daraus, dass Sie selbst nicht erkannten, wie sehr Sie “meine” Frage gepackt hat, wie sehr sie zu Ihrer wurde, Sie wollten sich dieser stellen, sich gewachsen fühlen. Und Sie sind es nach meinem Verständnis auch.

      Diese Frage ist letztlich nichts anderes als die Frage aller Fragen: Wer ist ein Mensch?”

      Gefällt mir

    • federleichtes schreibt:

      Ihre „Verehrung“, lieber Brian, weise ich entschieden zurück. So, wie Sie mir deutlich zu verstehen geben, sind wir Partner – auf EINEM Weg unterwegs.
      Womit sich auch Ihre abschließende Frage beantwortet;
      Ein Mensch ist, wer Leben als die Verpflichtung versteht, faschistoide (Herrschafts- und Unterwerfungs-) Muster zu wandeln in die Selbstverständlichkeit des Schwesterlich-Brüderlichen. Wir Alle sind in diesem Sinne Menschen, ganz gleich, ob und welches Bewusstsein* wir über die dem Leben immanente Pflicht entwickelten.
      * Unter der Herrschaft des Faschismus ja nicht gerade selbstverständlich.

      Ihre Offenheit bereitete mir Freude. Darin sehe ich wirkliche Größe. In besonderem Maße, wenn sie selbstbestimmt und selbstbestimmend geschieht, also als eine Größe, die dienlich und nicht herrschend wirkt.

      Herzlichen Dank:
      „Und für die Liebe leben wir doch alle?!“

      Ja.
      Versuchen Sie bitte zu fühlen, wenn Sie diesen Satz ohne Frage- und Ausrufungszeichen schreiben. Wenn ich diesen Satz ganz ohne Worte fühle, bin ich auf der anderen Seite des Fachismus-Geistes und kann seine (alten) Muster konfrontieren und kontrollieren. ‚Liebe unter Willen‘ bedeutet in diesem Sinne, Liebe befreit von der Macht des Geistes in die Existenz zu bringen. Die Ausfaltung der Liebe ist aus meiner Sicht nicht nur nötig, sondern aus meiner Erfahrung auch möglich. Das will Leben, und das kann Leben.

      In diesem Sinne Ihnen einen guten Tag.

      Ihr
      Wolfgang

      Gefällt mir

      • Dian schreibt:

        Federleichtes bzw. Wolfgang bezieht sich hier auf einen Kommentar von mir, der aus dem Blog verschwunden ist …

        Gefällt mir

        • kranich05 schreibt:

          „verschwunden“ – Ob es nicht nur um „nicht gefunden“ geht, wegen Unübersichtlichkeit? „verschwunden“ kann ich mir nicht erklären. Im Paierkorb jedenfalls gibt es keinen versehentlich gelöschten Kommentar von Ihnen.
          Gruss

          Gefällt mir

          • Dian schreibt:

            Ich war jetzt zwei Tage auf der Lima ( http://www.linkemedienakademie.de/lima14-walls-and-bridges/ ) und lernte dort etwas vom Verschlüsseln von E-Mails, Kurznachrichten, Datenträgern, sowie von TOR – surfen ohne Spuren, Aufbau von Internetadressen, Knotenverfolgung und vielem mehr. Diese Vorkehrungen scheinen angesichts NSA und weiterer Geheimdienstschnüffelei immer notwendiger.
            Hier, in diesem Falle helfen diese aber auch nicht.
            federleichtes schreibt am 20. März 2014 um 13:58 und bezieht sich darin auf meinen Kommentar vom gleichen Tag vormittags, er zitiert sogar daraus. Er hatte diesen Kommentar auch als Antwort auf meinen gestrigen – nunmehr fehlenden – „angehangen“.
            Heute, als ich um 06:07 meinen Kommentar hier hinterließ, waren federleichtes Kommentare 17. März 2014 um 20:27, 18. März 2014 um 14:11 und auch 20. März 2014 um 13:58 alle „linksbündig“, keiner eine Antwort auf einen vorangegangenen Kommentar. Jetzt ist sein letzter, vom 20. März 2014 um 13:58 Antwort auf seinen eigenen, vorangegangenen, 18. März 2014 um 14:11.
            Ach Opa, lass uns trotzdem weiter duzen!?

            Gefällt mir

            • kranich05 schreibt:

              Na klar.
              Vieleeicht sollte ich mehr Ebenen beim Kommentieren zulassen.
              Mehr Sicherheit am PC? Hauptsächlich deshalb bin ich auf Linux umgestiegen und habe nun den Salatm, dass ich meine Intebrnetverbindung nicht mehr verstehe. (Vielleicht kriieg ich am WE Hilfe.)

              Gefällt mir

          • Dian schreibt:

            Opa, das Verschwinden meines Kommentars vom 20.03. vormittags wurde bereits andernorts bemerkt. Hier eine Spiegelung dessen: http://faszinationmensch.com/2014/03/18/meine-hypothese-faschistoider-geist-sitzt-im-kern-des-lebens/#comment-48724

            Gefällt mir

            • kranich05 schreibt:

              Ja, Wolfgang Jensen hat mir denText gemailt.Ich stelle ihn wieder ein.
              Eine vage Erklärungsmöglichkeit: War der Kommentar bei dem Posting zu Frau Gmelch eingeordnet? Dieses Posting habe ich nämlich (mehr oder weniger auf Wunsch von Herrn Riebe) nachträglich wieder entfernt. (Eigentlich ist mirerinnerlich, dass es dort keinen Kommentar gab.) An den zugelassenen Ebenen kann es kaum liegen. Ihre Zahl ist und war fünf.

              Gefällt mir

    • tokchii schreibt:

      Ist nicht rechtlos, wenn man eingreift, weil man Zeuge einer Straftat wird. Ingewahrsamnahme durch jedermann oder so, bei meiner Zahlenliebe ist mir der Paragraph entfallen, könnte gar gerechtfertigt sein.
      Gewalt in der Erziehung ist zumindest theoretisch strafbar. Allerdings wirklich nur theoretisch. Auf der gleichen Strafbarkeitsstufe mit Irreführende Werbung. Theoretisch auch strafbar. Praktisch verspricht mir aber das Fernsehen, wenn ich einen bestimmten Reiniger kaufe, und die Flasche zuhause aufdrehe, wird alles von selbst blitzsauber!

      Also erfüllen Sie gar (theoretisch) Ihre Bürgerpflicht, wenn Sie eingreifen, während Kinder in der Öffentlichkeit malträtiert werden. Angesichts der Effizienz der Verfolgungsbehörden hierzulande wäre (eigentlich) mehr Engagement in diesem Bereich wünschenswert. Denn gerade für Kinder haben die Verfolgungsbehörden wohl überhaupt kein Herz, wenn etwa ein BKA-Chef öffentlich behauptet, Löschung von Kinderpornoseiten im Internet sei der einzig richtige Weg, diesem Problem zu begegnen. Dass den Opfern irgendwie Genugtuung widerfahren müsste, blendet der BKA-Chef vollends aus, statt dessen pocht er auf Persönlichkeitsrechte der Täter.
      Genauso wie Eltern auf ihre ‚Rechte‘ pochen, wenn ihr harscher Umgang mit dem Nachwuchs öffentlich gerügt wird.

      Gefällt mir

      • Lutz Lippke schreibt:

        Faschismus nach tokchii:
        eingreifen, Rechtlosigkeit, Straftat, Ingewahrsamnahme, Zahlenliebe, irreführende Werbung, blitzsauberer Reiniger, Bürgerpflicht, malträtieren, Effizienz, Verfolgungsbehörden, kein Herz, Kinderpornoseiten, Genugtuung, pochen auf Täterrechten, harscher Umgang der Eltern, rügen?
        Ich dachte, das ist radikaler Feminismus. Gibt es da schon Verbindungen?

        Gefällt mir

        • kranich05 schreibt:

          Jetzt wird’s interessant.

          Gefällt mir

          • federleichtes schreibt:

            Ich las gerade die Hypothese:
            Ein Staat kann sich nur mittels eines faschistischen Geistes erhalten.

            Wenn das stimmt, leitet sich aus dem Kehrschluss etwas sehr viel Fundamentaleres ab. Jedenfalls nicht, dass er Kinder liebt. Er will Soldaten, Vasallen und Sklaven – er will eine von ihm kontrollierte Zerstörung.

            Es wird noch interessanter – versprochen.

            Wolfgang

            Gefällt mir

        • Blaumeise schreibt:

          Der Staat hat eine Fürsorgepflicht den Kindern gegenüber.
          Wird diese Fürsorgepflicht verletzt, so macht sich der Staat der unterlassenen Hilfeleistung schuldig.
          Dieses Gesetz gilt auch für männliche und weibliche Bürger.

          Gefällt mir

          • Lutz Lippke schreibt:

            Zunächst haben die Eltern eine Fürsorgepflicht ihren Kindern gegenüber und das uneingeschränkte Recht vor dem Staat hierzu. Das gilt für männliche Väter (leiblich und rechtlich) als auch weibliche Mütter (vermutlich meist leiblich = rechtlich). Wie das für geschlechtsferne und sexualfeindliche Elternschaft zu sehen ist, ist mir nicht bekannt. Erst eine positive Feststellung der Verletzung dieser Pflicht führt zur ersatzweisen Pflichtausübung des Staates. Die Zulässigkeitsschranke eines staatlichen Eingriffs nach § 1666 BGB hat die Rechtsprechung zumindest für Mütter sehr hoch angesetzt. Obwohl manche Mütter auch ein Lied davon singen können, wie dies im Einzelfall missachtet wird. Diese oft sozial diffamierten Mütter sind besonders stigmatisiert und faktisch ohne unterstützende Lobby. Für Väter ist dies unabhängig vom sozialen Status und des familiären Engagements der Normalfall. Eine Verdächtigung zu Vergewaltigung, häusliche Gewalt und Kindesmisshandlung ist pauschaliert durch den Gesetzgeber, spezialisierte Lobbyverbände und einer vorverurteilenden Justiz bereits vorgegeben. Das dies dem Kindeswohl diene, kann nur durch Lug und Trug begründet werden. Andererseits wird auch in krassen Fällen nicht selten Hilfe und Eingriff zu Lasten von Kindern verzögert oder sogar verweigert, weil Kapazitäten, Aufmerksamkeit und Mut fehlen. Diese Kapazitäten gehen schon für die zuvor genannten Fälle des unbegründeten Eingriffs drauf. Leider ist es also so, dass häufig ungesetzlich und systematisch in die Rechte der Eltern eingegriffen wird und in anderen Fällen die Fürsorgepflicht des Staates gegenüber den Kindern verletzt wird. Wünschenswert wäre ein Engagement ALLER zur Beseitigung ALLER dieser unsäglichen Mißstände, die eng miteinander verbunden sind. Derzeit ist jedoch ein radikales Ringen auf Seiten der Mütterverbände um einseitige Vorrechte und Senkung von Standards der Unschuldsvermutung von beschuldigten Vätern zu verzeichnen. Diese reichen bis zur systematischen Ablehnung oder Verleugnung der Elternrechte aus dem Grundgesetz und Missbrauch des Strafrechts. Die genuine Schutzfunktion eines Vaters durch engen Bezug zu seinen Kindern wird von diesen Interessengruppen systematisch als pauschale Gefährdung des Kindes behauptet und Rechte außer dem der Rechtspflicht auf Barunterhalt bestritten. In der Systematik einer Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Staates ist damit durchaus ein Bezug zur Zeit des Nationalsozialismus und damit zum hiesigen Thema zu erkennen. Heute dient dies allerdings angeblich ausschließlich dem „Kindeswohl“, über das Richter auch von der Qualität eines Brixner entscheiden. Die Gesetzesänderungen nach EGMR-Urteilen haben praktisch nichts daran geändert. Von Hilfe für Kinder kann in diesem Zusammenhang keine Rede sein. Als ein Beispiel möchte ich auf http://martindeeg.wordpress.com verweisen. Es gibt viele weitere Beispiele und Dokumente beim BVerfG, den OLG, den Verbänden usw. Der Ruf nach dem Staat in dessen derzeitigen Verfasstheit und ohne Reflexion der offensichtlichen Verhältnisse ist aus meiner Sicht verdächtig und dient selten dem Kindeswohl.

            Gefällt mir

          • tokchii schreibt:

            Die unterlassene Hilfeleistung ist auch so ein theoretisches Vergehen. Praktisch wird das kaum geahndet.
            Gleiche Strafbarkeitsstufe wie Kinderschlagen, Irreführende Werbung. Den mündlichen Vertrag ausm BGB kann man auch in die Ecke der theoretischen Paragrafen stecken, seine Gültigkeit ist faktisch nicht existent. Gibts nur auf Papier.

            Gefällt mir

          • Lutz Lippke schreibt:

            Ich muss hier mal was zum Strafrecht klarstellen, obwohl ich kein Experte bin.
            Das Strafrecht ist ein besonders verschärftes Recht, dass sich auf besonders ausgezeichnete, bewusste Regelverstösse im Einzelfall beschränken soll. Es ist kein Mittel um gesellschaftliche Mißstände zu beheben.
            Die unterlassene Hilfeleistung kann demnach nur strafbar sein, wenn der Unterlassende sich bewusst ist, dass er Hilfe leisten müsste, er zur Hilfe in der Lage ist und eine Verweigerung bestraft werden kann. Faktisch gilt das gleichermaßen für Behörden.
            Die gesellschaftliche Ignoranz zu den Ursachen der Gefährdungen von Familien und Kindern ist demnach nicht automatisch strafbar. Sie ist moralisch und politisch zu bekämpfen, wohl auch zivilrechtlich.
            Das Strafrecht sollte nicht als Regelfall in Kinderzimmer einziehen, sondern effektiv Gefahren im Einzelfall verhindern und Straftaten ahnden. Davon sind wir weit entfernt. Das Laberkarussel zur Ausweitung der Verdächtigungen und dem vorbeugenden Wegsperren führt genau zum Gegenteil. In der Konsequenz führt es zum Blockwart mit Armbinde und dem Credo: „Sagen werde ich nichts, aber melden muss ich’s!“

            Gefällt mir

  9. Pingback: Meine Hypothese: Faschistoider Geist sitzt im Kern des Lebens | Der Mensch - das faszinierende Wesen

  10. Pingback: Im Zentrum der Macht – mit Exkurs | opablog

  11. federleichtes schreibt:

    Mit einem vorsichtigen!! Hinweis auf das Thema „Post von W-J.“, möchte ich eine 21. These zur Diskussion stellen. Sie erreichte mich von einem Freund, der auf den Philippinen lebt.

    „Der Faschist braucht den Sündenbock, und er sucht ihn sich gezielt aus.“

    Niermand wird mit Sünde“ natürlich die Kirche in Verbindung bringen wollen, weil dann ja ….

    Gruß
    Wolfgang

    Am Rande frage ich mal höflich, ob der faschistoide Griff (zwecks Missbrauch, was wohl sonst) nach dem Kind ein eigenes Thema beanspruchen könnte. Wie ich hörte, natürlich nur am Rande und nicht aus gesicherten Quellen, ist „Edathy“ nur die Spitze eines Eisbergs, auf dem „Polit-Faschismus“ geschrieben stehen soll.

    Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Soweit ich meine (bis jetzt zwei) „Thesen-Postings“ zum Faschismus formuliere oder Anregungen von Kommentatoren in die Thesen übernehme (wie im Fall der These 10 eine Anregung von joachim Bode) möchte ich im Bereich der zeitgeschichtlichen Erscheinung „Faschismus“ bleiben, also einer Erscheinung, die massiv ab dem 20. Jahundert die geschichtliche Bühne betrat.
      Ungeachtet dessen wurden in den Kommentaren auch andere Sichtweisen zur Diskussion gestellt. Soweit ich mir diese nicht zu eigen mache, möchte ich sie nicht in die Thesen aufnehmen.
      Ich halte es für dringend geboten, „moderne“, im Sinne von jetztzeitige, Formen/Erscheinungen/Momente von Faschistischem (im genannten Sinne) zu benennen und nachzuweisen. Wie wirkt Faschismus oder Faschistisches in unserem Alltag fort, ist ein großes Thema. Im Justizwesen gibt es zweifellos derartige Traditionslinien, die ich liebend gern an konkreten Erscheinungen benannt hätte. (Ich habe nicht die Kompetenz, um das zu leisten.) Aus den Erfahrungen des Mollathskandals ist mir bewußt, dass es auch in der Psychiatrie, speziell Forensik derartige Traditionslinien gibt. Zweifellos gibt es solche Linien auch in der Sozialen Arbeit/Fürsorgearbeit.

      Gefällt mir

      • federleichtes schreibt:

        Erscheint Ihnen das Geplärre um Obama/Putin

        “Der Faschist braucht den Sündenbock, und er sucht ihn sich gezielt aus.”

        als nicht-aktuell?

        Am Rande möchte ich erwähnen dürfen, dass auch der Kommunist seinen Sündenbock fand. Woraus ich schlussfolgere, dass auch dem Kommunismus eine gewisse Scheinheiligkeit nicht ganz fremd sein dürfte.

        Mir eine Tatsache, seit der Kommunismus in die faschistische Welt eintrat, ist , dass sich im Kampf des Kapitalismus gegen den Kommunismus (und umgekehrt?) Parteien gegenüber standen, die ursächlich GEMEINSAM für Leid und Vernichtung der Völker sorgten. Dass beide Ideologien unter der Fuchtel faschistoiden Geistes wirkten (und wirken), ist natürlich völliger Unfug.
        Mir eine Tatsache ist weiterhin, dass erst mit kommunistischer Beteiligung eine neue Dynamik und Qualität in die global immer aktiv gewesenen Vernichtungsabsichten kam. Wer anders als ein im Kern bösartiger Geist könte wohl daran interessiert sein.

        Na gut, diese einfachsten Überlegungen sind natürlich schwer nachvollziehbar bis unmöglich; so wie eine Erbse in der Suppe deren Qualität nicht kennen kann?

        Warte ich also auf den Tag, da ein Faschist sagt, er sei ein Faschist. Bisher sagt er, nicht selten gar mit einem gewissen Stolz und nicht ganz ohne Genugtuung, er sei Kapitalist.

        Gruß
        Wolfgang

        Gefällt mir

        • Lutz Lippke schreibt:

          „…so wie eine Erbse in der Suppe deren Qualität nicht kennen kann?“
          Es kommt wohl auch darauf an, was die Erbse über sich selbst in Erfahrung bringen kann. Erkennt sie sich in sich selbst als schlüssig und zudem den Anderen gleichartig, dann wird die Suppe aus Erbsensicht genau die richtige und konstante Qualität haben. Ausgehend von empfundener Schlechtigkeit, über Wechselgefühlen bis hin zur Selbstglorifizierung (ich bin das Salz in der Suppe) potenziert sich die Bandbreite der vermuteten Suppenqualität. Bis der Erbsenzähler kommt.

          Gefällt mir

  12. Blaumeise schreibt:

    Wenn die Kirchengeschichte mit dem Faschismus verglichen wird, so erkennt man viel gemeinsames.
    Ein Grundprinzip der Kirche und das des Faschismus ist das Nichtdenken und der Gehorsam gegenüber Autoritäten und auch das der Menschenverachtung. Je stärker dieses Prinzip gelebt wird, umso leichter haben es charismatische Führer die Macht zu ergreifen.
    Die Macht der Kirche gab es zu jeder Zeit, sie zeigt sich heute nur so subtil, so dass sie in unserer Gegenwart schwer zu durchschauen ist.
    Gerade in Gegenden und Ländern wo der Katholizismus überwiegt, war oder ist auch der Faschismus besonders stark. Eigentlich ist es nur eine Verlagerung des Kirchenprinzips, welches in der Gesellschaft noch immer tief verankert ist.

    Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Eine Bestätigung Ihrer Beobachtung und zwar mit erschütterndem, masssenhaften historischen Material stellen Karlheinz Deschners Darstsellungen des kroatischen faschistischen Katholizismus im 2. Weltkrieg dar. Zu finden im Band „Die Politik der Päpste“ (der mir gerade vorliegt) aber auch in seiner Arbeit „Mit Gott und den Faschisten“.

      Gefällt mir

  13. Pingback: Faschismus denken – noch einmal 9 weitere Thesen | opablog

  14. Blaumeise schreibt:

    Die Kirche ist der zweitgrösste Arbeitgeber in D. und ist auch in den Medienkonzernen mit ihrem Kapital stark vertreten und kann somit Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen.
    Aus dem Kirchenvolk nehm ich jetzt als Beispiel einen Arzt oder Ärztin die in einem kirchlichen Krankenhaus arbeiten.
    Als erstes müssen sie Mitglied im Verein sein, sie dürfen falls sie geschieden sind, nicht mehr heiraten und sie dürfen sich nicht als schwul oder lesbisch outen.
    Sie dürfen aber die Kirchensteuer zahlen, die bei Ärzten auf das gesamte Leben umgerechnet locker über 100.00 Euro sein kann.
    Die Kirche beteiligt sich mit 0 Euro an den Kosten.
    So funktioniert es auch bei den anderen Einrichtungen mit ihren Beschäftigten. Ich frage mich, wie kann so etwas in einem Land mit einem gewissen Bildungsniveau möglich sein.
    Auch Politiker versprechen sich mehr Wahlerfolg, wenn sie einer Kirche angehören und den Papst besuchen. Steinbrück ist sogar wieder eingetreten, als er sich als Kanzlerkanditat zur Verfügung stellte.
    Für mich ist das eine Vorstufe zum Faschismus.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s