Gerechtigkeit

Weit und breit, bis hin zum „linken Stolperstein“ Wagenknecht, feiern die Leut‘ unseren gerechten Rechtsstaat. Anscheinend kann da tatsächlich nicht jeder Wurstmaxe daherkommen, um sich sein genehmes Urteil zu kaufen. Jetzt sollte man nur noch streiten, ob die gerechteste Gerechtigkeit bei 5,5 oder 3,5 Jahren liegt.

Opa, wie fast immer, meckert von der Seite:

Innert 3 Tagen: Angeklagt wegen 3,5 Mio. Gebeichtet 18 Mio. Erhöht auf 27 Mio. Drei Tage weiter,und man wäre bei 150 Mio gewesen! Wo Höni auftaucht, zocken selbst die Staatsanwälte. Glückssache Recht. Toll!

Wenn selbst Casar, wie Brecht vermutet, einen Koch bei sich hatte, sollte man da nicht erwarten, dass dem Ulli jemand geholfen hat beim Ausfüllen seiner Tippscheine? Immer nur diese bösen, verschwiegenen Schweizer? Oder hat es auch kleine deutsche Helferlein?

Aus kessen Mollathtagen (Ich meine die Tage, da Strate erst einen Fuss in der Tür hatte, und „das stählerne Rückgrat der webweiten Mollathdiskussion“ (Strate, aus dem Gedächtnis zitiert, über Wolff) noch vom Rosenkrieg palaverte.), aus diesen Tagen ist ein wahrer Pendelverkehr Bayern/Schweiz überliefert. Unter der Schirmherrschaft des Höness-Kumpels Rampl.

Oder sollte man gar mal danach fragen, wie es so von Sportbonze zu Sportbonze geht? Auch wenn Maske nur Handball ist und Beckstein nur ehrenamtlich. Auf’s Zocken verstehen sie sich jedenfalls alle, bis hin zu P3M.

Im bayrischen Hecht-Zuchtbecken = Recht-Unzuchtbecken tummelten sich jedenfalls die „Personen von öffentlicher Würde“ im Dutzend. (Ich habe weder HRE noch Alpe Adria vergessen.)  Dagegen sind die Abklingbecken von Tepco im fernen Japan die reinsten Lotusteiche.

Weine nicht, lieber Ulli. Im Augenblick hast Du die Arschkarte. Aber die wandert weiter. Mit etwas Glück sitzt Du 14 Tage symbolisch im Gefängnis ab. Das kann man auch als Ritterschlag auffassen. Krupp und Abs, Flick und Quandt und  paar andere Grosse, die waren auch mal down. Aber dann! Dann kamen sie zurück aus der Tiefe des Raums!

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17 Antworten zu Gerechtigkeit

  1. Joachim Bode schreibt:

    Köstlich!
    Heute und morgen wird sich nicht so schnell jemand finden, der einen Paß von Hoeneß „aus der Tiefe des Raums“ annimmt, aber übermorgen…!?

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    • Frieder Kohler schreibt:

      Nach den Beiträgen vom „Chef“ des STERN bei Illner erwarte ich in wenigen Wochen weitere Sternstunden zur Aufklärung der Fragen: a) wo kam wirklich das Geld her, das den Grundstock für die Zockerei eines Spitzenmanagers Uli H. lieferte, b) wie wurden die Verlusterechnungen geprüft und von wem und c) welche Summen ergeben sich noch aus der genauen Auswertung des „Wäschekorbs“! Danach werden wir erkennen, daß der (Steuer-) Kriminelle Uli H. gut beraten wurde, das Urteil anzunehmen: Von wegen Milderungsgründe und Sieg des Rechtsstaates: der Strafanspruch des Staates ist verbraucht, egal was die Recherche des STERN ergeben. Der Sachverhalt stellt sich jedoch anders dar, wenn der Wäschekorb zur Geldwäsche benutze wurde oder Uli H. Insiderwissen hatte, um… Lassen wir die Spekulationen, die Höhe der heute schon genannten Summen außerhalb des Gerechtsverfahrens lassen nicht nur mich erkennen, warum Herr Mollath „weggesperrt“ wurde. Kauft, ihr Leute, kauft beim Händler Abraham, kauft jede angebotene Steuer-CD: Bayern und Baden-Württrmberg sind in der Liga der Selbstanzeigenden führend!!!

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  2. Erforderlich schreibt:

    Einfach ekelhaft, wie sich die Neidgesellschaft am Unglück anderer ergötzt. Zum Glück wird das BeamteteRestDeutschland mitsamt seinen Insassen gerade abgewickelt.

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    • Frieder Kohler schreibt:

      @Erforderlich, zu Ihrem „Ergötzen“ (über Mammon, Neid und Unglück) lesen Sie mit
      in “Herrn ZETTS Betrachtungen von Hans Magnus Enzensberger (SV – S. 54, Nr.70):”Woher kommt es, fragte sich Z,”daß die Dummheit unbesiegbar ist? Ihre Genese stellt die Evolutionsbiologie vor ein Rätsel. Ihre verheerenden Wirkungen liegen auf der Hand, aber warum hat die Selektion nicht dafür gesorgt, daß sie ausstirbt, wenn sie soviel Schaden anrichtet? Das kann nur daran liegen, daß sie auch Überlebensvorteile mit sich bringt. Es gibt viele Situationen, in denen die Fähigkeit, sich dumm zu stellen, von Nutzen ist. Ein klassisches Beispiel hierfür bietet Jaroslav Ha^seks genialer Roman Die Abenteuer des braven Soldaten Schweijk. Er zeigt, daß die Grenze zwischen der echten Stroh-, Erz- und Saudummheit und einer gut getarnten Durchtriebenheit schwerer zu ziehen ist, als die Neunmalklugen glauben.” Da ich nicht in der Schublade der Neunmalklugen landen möchte, verzichte ich auf Ausführuingen zu verschwundenen Festplatten aus amtlichem Gewahrsam, auf Führungskräfte der Kripo, die Drogen zu Unterrichtszwecken im Spind horten oder auf Freundschaften des ehem. bayer.MP Stoiber mit “gespaltenen Persönlichkeiten”, die im stolzen Land der Bayern nicht selten anzutreffen sind. Genauere Aussagen macht Dr. Wilhelm Schlötterer in seinen Büchern. Der als “harter Hund” im Vorspiel der auf 4 (!) Tage angesetzten Gerichtsverhandlung gegen Uli H. wird begründen, warum er dem Beschuldigten nicht glaubte !

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  3. Dian schreibt:

    Hoeneß hat drei strafrechtlich relevante Vorteile: er ist kein gebürtiger Russe, nahm nicht nur Geschenke an und prostituierte sich (wahrscheinlich) nicht!
    http://www.fr-online.de/frankfurt/bierkoenig-schubert-zweieinhalb-jahre-haft-fuer-geliebte,1472798,26524122.html
    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/steuerbetrug-haft-fuer-fruehere-bierkoenig-geliebte-12842052.html
    Ach, und er erzählte nicht so viel aus dem Nähkästchen …

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  4. Lutz Lippke schreibt:

    Also Opa! Wieviel Beweise brauchen Sie denn noch, dass Alles gerecht zugeht? Soll man erst Alle ans Messer liefern, die „Höchstleistungen“ erbringen, ohne dafür altbacken mit Hammer, Zirkel oder Ehrenkranz zu hantieren? Die für uns Alle Regie führen! Wer investiert dann noch, damit weiter der Hammer geschwungen, mit dem Zirkel geplant und das Korn gedroschen werden kann? Wollen Sie die ganze Kulisse einreißen? Was wird denn dann aus der Theaterwerkstatt, den Kulissenschiebern, der Lichttechnik und auch aus den Theaterkritikern, wie Ihnen?

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  5. aussteiger schreibt:

    baldige realität oder schlafen wir einfach alle weiter und wundern uns nur ?

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  6. Joachim Bode schreibt:

    Die grinsende Fratze von Willkür und Klassenjustiz:

    Rechtsanwalt Dr. Strate verwies gestern im Wolff-Blog auf ein Verfahren der Hoeneß-Strafkammer gegen seinen Mandanten, ein Bauer:

    „In einem Urteil vom 7.5.2013 hat die 5. Strafkammer unter Vorsitz von Herrn Rupert Heindl gegen meinen Mandanten für jede Steuerhinterziehung, die über einer Hinterziehungssumme von 100.000,– Euro lag, eine Einsatzstrafe von 2 Jahren und 9 Monaten festgelegt. Dieser Hinterziehungsbetrag wurde im Fall von Uli Hoeneß 280 Mal überschritten. Und trotzdem enden wir für alles nur bei 3 Jahren und sechs Monaten? Das ist nicht nachzuvollziehen. Mein Mandant, obwohl ein braver Bauer, hatte übrigens nach zwei Jahren Haft noch keine Gelegenheit, als Freigänger zu seinem Grundstück zurückzukehren und seiner Mutter bei dessen Bewirtschaftung zu helfen. Es wird demnächst zwangsversteigert. Vier Generationen haben dort gelebt. Das war etwas mehr als Bayern München in der Bundesliga.“

    Das zur Amtsführung bayerischer Richter und deren Strafzumessungspraxis, der besonderen Rolle von Lebensleistung sowie des Strafvollzugs.

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  7. Blaumeise schreibt:

    Wer hat eigentlich den Stein (Stern) in Rollen gebracht?
    Wie ist der Stern an die Informationen gekommen die den Uli zur Selbstanzeige getrieben haben.

    Also ich tippe auf die Ehefrau. Da gibt es womöglich einen “ Rosenkrieg “ im Hintergrund.
    Ich gönne ihr die Freude, die sie natürlich nicht offen zeigen darf.

    Ironie aus

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    • Lutz Lippke schreibt:

      Das ist nicht Ironie!
      Vorausgesetzt es gibt keine belastbaren Anhaltspunkte, ist so etwas mindestens unbedachte Brandstiftung oder ggf. mehr. Wie Erforderlich am 14.03. schreibt: EKELHAFT. Paparazzi-Gehabe, Wichtigtuerei, Abstoßend!
      Aber auch so unwichtig wie unbedarft.
      Ironie an.

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  8. Joachim Bode schreibt:

    Auch durch das Weglassen von Informationen kann manipuliert werden, und das ist manchmal schlimmer als die oft leichter zu bemerkende Verfälschung.

    Hier ein Beispiel, bei dem Opa der „Versuchung“ nicht widerstehen konnte (oder war´s „nur“ mangelnde Sorgfalt bei der Recherche?):

    „Weit und breit, bis hin zum “linken Stolperstein” Wagenknecht, feiern die Leut’ unseren gerechten Rechtsstaat.“

    So ist eingangs (s.o.) zu lesen.
    Schaut man näher hin, erscheint die angebliche Feier und Lobpreisung unseres Rechtsstaats bei Wagenknecht doch mehr im Zwielicht kritischer Betrachtung zu stehen, wie man im gewiß unverdächtigen „finanzen.net“ nachlesen kann (und sicher nicht nur dort!):

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Sahra-Wagenknecht-Hoeness-39-Mannschaft-sitzt-auf-der-Regierungsbank-3360993

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    • kranich05 schreibt:

      Geständnis (wenn auch nicht von Manipulation): Mitmeinem PC (seit Kurzem Linux, für mich völlig neu) komme ich nicht ins Internet. Die gesamte Blogpflege läuft nur über mein ASUS-Tablet. Das führt offensichtlich zu einzelnen Oberflächlichkeiten. Entschuldigung und Danke für den Hinweis.

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      • Joachim Bode schreibt:

        Lieber Opa Kurch,
        Entschuldigung und Geständnis setzen Schuld voraus, die ich hier – unter den geschilderten Voraussetzungen – kaum, eher nicht erkennen kann.
        Ich bin mit den technischen Schwächen von Tablets und Händies (z.B. im Urlaub) wohl vertraut und kann ein entsprechendes Lied singen. Da ist man manchmal froh, wenn der Satz mit Groß- und Kleinschreibung einigermaßen stimmt, manche Präzisierung bleibt da auf der Strecke…..
        Ich habe aber noch einen oder zwei ältere Windows-PCs hier ´rumstehen….. die laufen wie Hecht – oder schwimmen die?
        Beste Grüße

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  9. heute mal wieder schreibt:

    Hat jetzt eigentlich mal jemand untersucht, ob Herr Hoeness in Nürnberg Kunde von gewissen Damen und Herren war, die angeblich hauptberuflich bei einer grossen Bank gearbeitet haben? Vielleicht war er auch direkt Kunde von der grossen Bank. Die Bank soll dann versucht haben, sich von einigen dieser Damen und Herren zu trennen, Abmahnungen soll es auch gegeben haben. Und einem Mitarbeiter soll sogar die Zuverlässigkeit nach dem GWG abgesprochen worden sein. Und der eine von der Bank sitzt doch da mit dem Hoeness im Aufsichtsrat vom FCB, gab es da noch was wegen der Bankgeschäfte zu besprechen, oder reichte Thema Fußball?
    Wenn der Herr Hoeness 3,5 Jahre als Strafe hat, dann ist das etwa die Hälfte der Zeit, die Herr Mollath seine Freiheit entzogen wurde. Warum ist Steuerhinterziehung ein Kavaliersdelikt?

    Und wenn es jetzt dann so hohe Einnahmen gibt, wo wird unser Staat das Geld ausgeben?
    http://www.gesetze-im-internet.de/hgrg/__8.html , die Planung war vielleicht völlig anders. Werden wir erfahren, wo die Steuernachzahlungen ausgegeben werden? Werden sich die Medien dafür interessieren? Werden sie veröffentlichen, was sie wissen? Oder wird es wieder so sein? http://derstandard.at/1381374170447/Justizskandal-Gustl-Mollath-Totalausfall-des-kritischen-Journalismus

    Und kann es wirklich sein, wie behauptet, dass der FCB noch viel mehr Schwarzgeld hätte, als Herr Hoeneß? Wo doch der Herr Hoeneß und der Herr Stoiber gemeinsam im Aufsichtsrat vom FCB sitzen – oder gesessen sind?

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  10. ernesto45 schreibt:

    Zweifel aus berufenem Mund, dass im Fall Hoeness alles offengelegt wurde.
    Ein Schweizer Ex-Banker packt aus :
    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Zweifel-an-seiner-Version/story/17297272

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