Lady Ashton erteilt zwei Lektionen

Lady Ashton hat kein Mensch gewählt. Trotzdem ist sie oberste Außenpolitikerin der EU. Notgedrungen muß ich sie also ernst nehmen. (Wenn sie gewählt wäre, wäre es allenfalls um ein Deut besser oder ein Zehntel Deut. Trotzdem möchte ich nicht, dass man mich, zumal ohne mein Einverständnis, von meinem Wahlrecht „befreit“.)

Lady Ashton führte einst ein brisantes Telefongespräch. Das kam zu Gehör. Aber nicht durch die „Mainsstreammedien“ (MSM) genannten Blödmaschinen. Auf SPON war es einen Tag nach seiner Veröffentlichung irgendwie nach Suchen auffindbar. Bei der ARD Tagesschau habe ich es nicht gefunden. Ich muß eine Zwangsabgabe an die ARD zahlen und erwerbe damit das Recht, nicht informiert zu werden. (Als ehemaliger DDR-Bürger ist mir das Recht, nicht informiert zu werden geläufig. Allerdings bekam ich es damals gratis.) Das Video, worüber Tagesschau nicht informierte, war einen Tag nach seiner Veröffentlichung auf Youtube ungefähr 800.000 x angeklickt. Nicht schlecht.

Im Gespräch (Quelle zum Nachlesen) erteilt Frau Ashton mindestens zwei Lektionen.

Die erste besteht, kurz gesagt, in den beiden Worten: „Meine Jüte“. Vorausgegangen war die Information, dass die Ermordung von Demonstranten durch Scharfschützen möglicherweise von „Maidan-Seite“ veranlasst worden sei. Ashton raspelte dann noch irgend etwas von „müßte untersucht werden“. Der Zeitpunkt dieses Telefonats liegt heute neun Tage zurück. Wir wissen, dass seitdem weder Frau Ashton, noch irgend jemand politisch Verantwortliches aus „der freien Welt“ eine Untersuchung veranlasst hat. Und die faschistischen Banditen, die jetzt in Kiew für Sicherheitsfragen zuständig sind, haben noch nicht einmal eine Schein-Untersuchung gestartet. Frau Ashton erteilt uns also die Lektion, dass der freie menschenrechtliche rechtsstaatliche Westen mit aktiven Faschisten kooperiert und zwar auch beim Morden und seiner Vertuschung.

Die zweite Lektion ist sozusagen kaderpolitischer Art und im Gespräch etwas versteckt, hat es aber auch in sich: Man redet über die Ärztin Olga. An der Echtheit deren us-imperialistischer Ausrichtung bestehen nicht die geringsten Zweifel. Doch dummerweise hat die (vermutlich halbwegs fachkundige) Tante ausgeplaudert, es gäbe starke Indizien dafür, dass derselbe/dieselben Scharfschütze/n sowohl Demonstranten als auch Polizisten ermordete/n. Frau Ashton darauf: Man habe zwar ehrenwerte AktivistInnen und ÄrztInnen, gebraucht würden jetzt aber PolitikerInnen. Sie sagt nicht, jetzt würden KriminalistInnen gebraucht, die alles einwandfrei untersuchen, nein PolitikerInnen! Frau Ashton erteilt uns als zweite Lektion, dass PolitikerInnen in jedem Fall die Wahrheit wissen, ja, dass sie die Fähigkeit haben, Wahrheit zu setzen.

Danke, Frau Asshton, mir waren diese Lektionen nicht neu. Die Wiederholung und erneute Bestätigung nehme ich aber gern zur Kenntnis.

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Übrigens brachte Info-Radio Berlin vorhin die Meldung, dass in Caracas gestern zwei Demonstranten durch Scharfschützen ermordet wurden.

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Eine Antwort zu Lady Ashton erteilt zwei Lektionen

  1. Dian schreibt:

    Hier wird berichtet, welche militärischen „Sanktionen“ die US-Streitkräfte treffen – die Aggression schreitet voran! http://www.wsws.org/de/articles/2014/03/07/ukra-m07.html

    Liken

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