Faschismus denken – 11 Thesen

1. Dieser Abschnitt der deutschen Geschichte, die zwölf Jahre von 1933 bis 1945, ist allgegenwärtig; im Reden, im Schweigen.

2. „Faschismus“, „faschistisch“ sind dennoch keine alltäglichen Wörter des „gemeinen Mannes“. Jeder weiss, was sie bedeuten, doch wer sie verwendet, legt eine Art Bekenntnis ab.

3. Wenn es nötig ist, „DAVON“ zu reden, sagen die Leute „Nationalsozialismus“, noch lieber kurz „Nazi“. Verwendet man solche faschistischen Selbstbezeichnungen ist man sozusagen „auf der sicheren Seite“.

4. „Nazi“ zu sagen, drückt in der Regel keinen bösen Willen aus. Nur Denkfauĺheit. Außerhalb der Regel läßt sich damit gut über Hitlers Bedeutung fürs Nationale oder seine „sozialistischen Absichten“ usw. parlieren.

5. Eigentlich, so das unausgesprochene Credo, ist „Nationalsozialismus“ = „Holocaust“. Das ist also eine historische Monströsität, die einstmals zeitweilig unbegreiflich die ganze deutsche Gesellschaft befallen hat.

6. „Holocaust“ ist ein (aus dem Amerikanischen importierter) Verdunklungsbegriff. Statt wissenschaftlicher Erkenntnis hebt er das konkrete historische Handeln bestimmbarer Akteure zur industriellen Massenvernichtung von Menschen in einen religiös-mythologischen, unklar menschheitlichen Zusammenhang.

7. Der Begriff „Holocaust“ (wahlweise „Shoa“) spielt eine zentrale Rolle bei einer bestimmten ideologischen Deutung des Faschismus, der zionistischen.

8. Die begriffliche Beschränkung und Einengung des Faschismus-Denkens führt zu Schwierigkeiten (bis zur Unfähigkeit) der Erkenntnis neuartiger, modernisierter gewandelter faschistischer Positionen hier und heute.

9. Es gibt zwar auch heute die Traditionsfaschisten, aber auf sehr vielem Büchsen heute steht NICHT „Holocaust“ drauf, steht NICHT „Hitler“ drauf, und es ist trotzdem Faschismus darin.

10. Faschisten sind daran erkennbar, dass sie

– die einen Menschen als höherwertig und die anderen Menschen als minder-/unterwertig einteilen und dementsprechend behandeln

– bereits sind, für ihre Ziele jede Gewalt anzuwenden

– im Auftrag fremder oder/und eigener Bereicherung und Machterweiterung agieren.

– von Emanzipation in jeder Hinsicht nichts, aber vom Über- und Unterordnungsprinzip (Führerprinzip) viel halten, also demokratische Verhältnisse grundsätzlich ablehnen (ergänzt von Joachim Bode)

11. Über Faschisten ist täglich zu reden (und nicht nur zu reden).

Hier sind 9 weitere Thesen.

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16 Antworten zu Faschismus denken – 11 Thesen

  1. Joachim Bode schreibt:

    Für Ziffer 10 habe ich einen Ergänzungsvorschlag:

    – von Emanzipation in jeder Hinsicht nichts, aber vom Über- und Unterordnungsprinzip (Führerprinzip) viel halten, also demokratische Verhältnisse grundsätzlich ablehnen

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  2. Niemand schreibt:

    Wer von Faschismus redet, zeigt ja nur ein un-aktualisiertes Weltbild – Vergangenheit.
    Ähnlich, als spreche man auch noch als Erwachsener von den Rutendrohungen eines Weihnachtsmannes und seinem Knecht – und nicht vom ‚Onkel‘.

    Deswegen – bei aller Richtigkeit der Analyse – trifft selbige eben nicht die Realität sondern eine ‚kosmologische Realität‘.

    Außerdem leben wir in einer Zeit, in der sich Denk-, Verhaltensmuster und Werte aufgelöst und nicht erneuert haben – und somit ist auch Begriffen und außerdem hinsichtlich ihrer zusammenfassenden Bindung zu ‚einer‘ Erscheinung keinerlei Wirkmacht mehr gegeben.

    Der Knecht Ruprecht ist aufgeklärt seiner Bedeutung verlustigt gegangen, selbst wenn er die Rute schwingt. Ebenso verhält es sich mit dem ‚Vorwurf‘ (und der Hoffnung auf einen implizierten Wertemaßstab) ‚Faschist‘.

    Wer dennoch davon redet, macht sich verdächtig, in alten kindlich-naiven Binnengewebe verhaftet zu sein, im Glauben an einen wertemäßig-sinnhaften kosmisch-ordnenden Hintergrund, ohne die nüchterne Abspaltung der aktuellen Jetzt-Realität und ihrer ‚Freiheit‘ mitbekommen zu haben.

    Oder noch anders ausgedrückt: Der Junge namens ‚Faschist‘ ist dem Knabenalter und Bindekraft erzieherischer Werte entwachsen, und juckt sich kaum mehr um Vorschriften. Da muss man schon andere ‚Geschütze‘ und ‚Drohungen‘ aufbieten. Am besten die Kraft faktischen Seins. Und nur noch das zählt.

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  3. oedingen schreibt:

    Für diese Begriffsbestimmung sollte man sehr dankbar sein. Unter normalen Umständen müßte
    die in jedem Schullesebuch erscheinen. Bezeichnend auch wenn jemand von der Niederlage
    Deutschlands anstatt von der Befreiung vom deutschen Faschismus spricht.
    Holocaust als „Verdunklungsbegriff“ ist unbedingt zuzustimmen.

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  4. Joachim Bode schreibt:

    Holocaust – der Begriff wurde erst Ende der 60er Jahre in den USA und danach auch anderswo gebräuchlich (modern) gemacht. Nach Norman Finkelstein, einem jüdischen US-Wissenschaftler, ist Hintergrund dieser Entwicklung die so genannte „Holocaust-Industrie“, ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Geflecht, das – wen könnte das noch überraschen? – einflußreiche amerikanische Juden zur Vermögensmehrung für sich und Israels Scharfmacher einsetzen.
    Selbstverständlich ist N. Finkelstein bei den hiesigen und amerikanischen „Eliten“ nicht gern gesehen, besser ausgedrückt: Er ist verhasst.

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  6. walterfriedmann schreibt:

    Hat dies auf Forum Politik rebloggt und kommentierte:
    Faschismus

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  7. Martin Bartonitz schreibt:

    Ich las an anderer Stelle, dass Mussolini Faschismus als das Verschmelzen von Politikern und Wirtschaftseliten betrachtet.

    Zudem möchte ich noch einen interessanten und passenden Kommentar, der auf meinem Blog zum Treiben rund um die Ukraine einging, bringen:

    „Spätestens seit heute, wo veröffentlicht wurde, dass Angela Merkel zur Speerspitze der Wahrung von US-Interessen bezüglich der Ukraine ernannt wurde, beantwortet sich die Frage um die Hintergründe des Edathy-Skandals von selbst.
    Merkel, die Konrad-Adenauer-Stiftung (eng liiert mit der Transatlantischen Brücke und damit wiederum mit Trilateraler Kommisssion ff. und damit mit Zbigniew Brzezinski´s Doktrin) und die Klitschko-Hätschel-Offensive, sowie die mengenmäßigprozentual gesehen minimale, dafür einflußmäßig bedeutende Rechtsradikalen-Gruppierung bei der selbsternannten Regierung der Ukraine (post-Janukovic) bilden einen Vektor, den nur ewigblinde Realitätsverweigerer ignorieren können.

    Die Pläne der EU, deren Aufbau und Organisation wurden maßgeblich sowohl von nationasozialistischem Gedankengut, Plänen und diesem sich auch nach dem Kriege verpflichtet sehenden Protagonisten aus der Riege der Ex-Nazis entworfen und sogar teilweise in personeller Verantwortlichkeit umgesetzt.
    Es hat nie eine echte Ent-Nazifizierung statt gefunden – im Gegenteil:
    Viele wurden willkommenermaßen in führenden Positionen von den Besatzern selbst eingesetzt und mit delikaten Organisierungsaufgaben betraut.
    Weil die Amerikaner & Co. keine eigenen Leute hatten?
    Weil ihnen die richtigen Ideen selbst fehlten bzw. sie sie nicht selbst umsetzen konnten?
    Oh, bitte.

    Die Korporatokratie, die schon Mussolini als Verflechtung von Konzernen und Staat (wie sie beispiellos in den USA umgesetzt wurde) definierte und als “Faschismus” benannte (sic!), ist in den USA maximal tätig und wird in der EU zur Zeit massiv etabliert.
    Die EU wird zum Flugzeugtträger amerikanischer Interessen umfunktioniert und mit Merkel (s.o.) ein Fanal gesetzt.

    Die geltende Doktrin der “global dominance” der USA kann demnach “faschistisch” genannt werden (“witzigerweise” machte ja gerade die USA dies Hitler zum Vorwurf).
    Wenn demzufolge Rechtsradikale Gruppierungen hier bei uns gefördert werden und
    faschistoide Mechanismen eingerichtet werden bzw. zu diesem konvergente Entwicklungen propagiert werden, darf in der Tat darüber spekuliert werden, inwieweit Hitler ein Akteur von eigenen Gnaden war oder er protegiert wurde von demselben Klientel, welches sich auch jetzt verantwortlich zeigt für die aktuellen Entwicklungen, Skandale etc.

    Die Tabuisierung und Strafverfolgungsandrohung zu diesen Themen steht nicht umsonst in keinerlei Verhältnis zu dem so definierten “Straftatbestand” – das allein sollte schon zu denken geben:
    Voltaire:
    “Wenn Du wissen willst, wer Dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst.”
    und:
    “Suchst du die politische Wahrheit, findest du sie bei der verbotenen Wahrheit.”
    Es darf zu recht vermutet werden, dass er da ganz genau wusste, was er da sagte.“
    siehe: http://faszinationmensch.com/2014/03/02/urkaine-betreffend-das-klitschko-komplott-krawall-k-o-mpleted/comment-page-1/#comment-45678

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  8. federleichtes schreibt:

    Fragen wir nach der Wurzel des Faschismus.
    Steckt sie bereits im Pharao und seinen Sklavenscharen?
    Steckt sie erst im imperialistischen Unterwerfungsstreben anderer Völker der römischen Reichskaiser?
    Oder erst im Christianisierungswahn gläubiger Despoten?

    Ist die Waffel erst postuliert,
    fragt sich’s einfach und ungeniert.

    Schauen wir auf die jüdische Geschichte, entwickelte sich dieses Volk von Außenseitern der Gesellschaft zu ihren indirekten (Geld = GGG) Beherrschern: Der Wandel vom Untermenschen zum Übermenschen?
    Folgen wir der Geschichtsschreibung der Sieger (und das muss ich, weil die Sieger die Gesetze diktieren), gab es bei der Verwendung als menschliches Brennmaterial tatsächlich eine Rückentwicklung vom Übermenschen zum Untermenschen?
    Die das Feuer schürten traten als Übermenschen auf – für ein Tausendjähriges Reich. Aber sollte das erst mit Hitlers Machtergreifung beginnen? Oder führte er nur ein bereits bestehendes Reich fort?

    Egal. Fakt ist, dass die Übermenschen sich schlimmer als Tiere verhalten HABEN. Wenn das Faschismus ist, wenn gnadenloser, rücksichtsloser, gegen jede Vernunft gerichteter Zerstörungs- und Vernichtungs-Größenwahn wütet, können wir schwerlich oder leichthin von einem menschlichen Geist sprechen. Der dient diesem in faschistischem Gewande operierenden Geist nur, als schwacher Knecht, als Günstlings-Parasit, als Gut- oder Blindgläubiger, man könnte auch meinen, einer Versuchung erlegen.

    Fragen wir noch mal nach dem Tausendjährigen Reich. Ging es mit Hitlers Niederlage, wenn es denn im Sinne der faschistischen Idee eine war, zu ende? Oder wurde es heimlich fortgeführt? Da fragt sich der nichts Böses ahnende Waffelaner:
    Könnte die Wurzel des Faschismus nicht bereits entstanden sein mit der Bestimmung eines ‚Auserwählten Volkes‘.

    Natürlich, lieber Herr Kurch, muss niemand an Gott glauben. Aber ihn als Geist (Idee) fest in die Weltkultur integriert wahrzunehmen, könnte auch bei der analytischen Betrachtung des Faschismus durchaus nicht schädlich sein. Nicht nur der Mensch, auch der Faschismus-Geist entwickelte sich aus Anfängen heraus. Wir heute sind nicht nur Träger des Erbes unserer Väter.

    Gruß in die Runde.
    Wolfgang

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  9. Winston Smith schreibt:

    Sehr gut zusammengefasst! Vor allem die in Punkt 10 aufgeführten Eigenschaften sind typisch. Allerdings verwende ich in diesem Zusammenhang lieber das Wort „faschistoid“, denn nicht jeder Faschist rennt mit Hakenkreuz durch die Gegend. Viele, die sich so verhalten, sind garkeine Nazis. Trotzdem findet man die beschriebenen Schemata immer wieder.

    Was bei Nazi-Vergleichen jedoch problematisch ist: Dadurch, daß man all die negativen Eigenschaften, die Ausgeburt des Böden den Nazis zurechnet, übersieht man leider nur allzuleicht, daß gewisse Schemata, die zu den Dingen geführt haben, die während der Zeit des Nationalsozialismus geschehen sind, immernoch präsent sind. Die Nazis sind auf der Müllhalde der Geschichte entsorgt worden, nicht aber gewisse Denkschemata und Ideologien. Und die sind gefährlicher wie jeder Neonazi.

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  10. Lutz Lippke schreibt:

    Ich zitiere mal Wikipedia zur Faschismustheorie:
    „In seinem im Jahre 2004 veröffentlichten vielbeachteten Buch The Anatomy of Fascism definiert der US-amerikanische Geschichtsprofessor Robert O. Paxton Faschismus so:

    „Faschismus kann definiert werden als eine Form des politischen Verhaltens, das gekennzeichnet ist durch eine obsessive Beschäftigung mit Niedergang, Demütigung oder Opferrolle einer Gemeinschaft und durch kompensatorische Kulte der Einheit, Stärke und Reinheit, wobei eine massenbasierte Partei von entschlossenen nationalistischen Aktivisten in unbequemer, aber effektiver Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten demokratische Freiheiten aufgibt und mittels einer als erlösend verklärten Gewalt und ohne ethische oder gesetzliche Beschränkungen Ziele der inneren Säuberung und äußeren Expansion verfolgt.“[8]

    Als „faschistoid“ werden Eigenschaften bzw. Haltungen bezeichnet, die faschistische Züge tragen oder dem Faschismus ähnlich sind, meist jedoch in abgeschwächter oder differenzierter Form auftreten. Auch einzelne Bestandteile einer Ideologie bzw. eines politischen Systems werden manchmal als „faschistoid“ bezeichnet. Man spricht dann von „faschistoiden Tendenzen“ des jeweiligen Systems bzw. der betreffenden Ideologie.“

    Ich denke, die derzeit überwiegenden Machttendenzen weltweit (außerhalb der Neonazi-Szene) wäre demnach als faschistoid zu bezeichnen. Vor allem deshalb, weil Zielsetzung, Geschlossenheit und Bekenntnis (noch) nicht offensichtlich sind. Es fehlt meines Erachtens nach an der Homogenität und Monothematik. Treffend formuliert Paxton:“ in effektiver Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten demokratische Freiheiten aufgibt“.
    Die gerade in Mode gekommene „Schlachtung“ bekannter öffentlicher Personen die es „übertrieben“ haben, könnte darauf hindeuten, dass eine bisher unsichtbare Elite (zweite Reihe) im Staat und eher unbekannte Strategen des GGG die Massen „moralisch“ für einen Schnitt vorbereiten. Die Übertreibung der Ungerechtigkeit und religiös/rassischen Konflikte steigert die Empörung der vernachlässigten Masse und fördert deren Ablehnung der „unfähigen Demokratie“. Die gleichzeitig erreichte Machtkonzentration ermöglicht den Eliten im Sattel zu bleiben. Faktisch stehen wir in der Phase vor der offenen Kollaboration, der öffentlich erklärten Abschaffung der Demokratie und des liberalen Rechtsstaats. Ersetzt würde dieser durch einen effektiven Staat mit Ausweitung der Verbote, Straftatbestände und verschärften Strafandrohungen gegen jeden Widerstand. Viele würden dies zumindest anfänglich als entlastend empfinden, „endlich greift jemand durch“. Möglicherweise stehen wir bereits in einem Wettlauf zwischen warnender Aufklärung und dreister Offenbarung.
    Ich halte das Alles zumindest für möglich. Trotzdem möchte ich mir die Naivität leisten, den faschistoiden Eliten nicht allzuviel negative Achtung entgegen zu bringen. Es kommt vielleicht mehr darauf an, wo immer man die Kraft und die Möglichkeit hat, das Positive zu schützen, zu leben und erfahrbar zu machen.

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    • kranich05 schreibt:

      An der Definition stört mich, dass kein (mächtiger) Träger des Faschismus benannt wird. Das einzige Subjekt, dass genannt wird, sind „nationalistische Aktivisten“. Ich sehe Faschismus wesentlich als Instrument der Mächtigen der Gesellschaft, ein spezielles Instrument. Damit gehe ich bewusst NICHT hinter die Dimitroffsche Definition zurück, wenn ich auch keineswegs bei ihr stehenbleibe. Das heute das GGG den Machtkern der Gesellschaft bildet, steht für mich ausser Frage. Doch auch bei dieser Erkenntnis ist nicht stehenzubleiben.

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      • Lutz Lippke schreibt:

        Warum muss es DEN mächtigen Träger geben. Es reicht wenn der Geldadel, um den Profit maximieren zu können, die lästigen Bürger- und Arbeitnehmerrechte beschränken will. Dafür braucht er eine korrupte Politik und willfährige Beamte. Die gibt es nicht zum Nulltarif. Es muss also investiert, intrigiert und korrumpiert werden. Diese Manipulation kann sicher einige Jahre scheinbar ziellos mit wechselnden Akteuren durch die Gesellschaft pendeln. Der Gemeinschaft zerfällt in unversöhnliche Interessengruppen. Irgendwann ist die Spaltung der Gesellschaft jedoch an einem Punkt, an dem die Masse die Ungerechtigkeiten nicht mehr ertragen will. Zeit für die Populisten und Heilsversprecher. Die werden dann so gut es geht in die Strategien integriert. Es geht scheinbar ganz gut.
        Vielleicht bin ich zu naiv. Aber es ist schon sehr komplex, Verschwörungen großen Ausmaßes sich auszudenken, sie unter Berücksichtigung vieler Parameter fehlerfrei zu planen und optimal umzusetzen. Hier fällt mir wieder der „greedy“-Algorithmus ein. Nimm immer den größten Gewinn … Möglicherweise ziellos, einfach nur so, weil Du es nicht besser weißt.

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        • kranich05 schreibt:

          Vielleicht habe ich mich mit Begriffen, wie „Träger“ oder „Subjekt“ missverständlich ausgedrückt. Ich wollte nicht auf den oder die Verschwörer personalisieren. Der Verweis auf Populisten und Aktivisten, auf „Charismatiker“ bleibt aber an der Oberfläche. Einaktivistischer oder auch terroristischer Impuls ist immer vorhanden, Extremisten. Faschismus wird zur Macht, weil die (ein relevanter Teil der) Mächtigen der Gesellschaft auf dieses Pferd setzen. Dabei ist viel Steuerung im Spiel, ohne behaupten zu wollen, ALLES laufe nach einem Verschwörungsfahrplan.

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