Im Gehäuse – mit Update aus nichtaktuellem Anlass

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Heute früh beim Bäcker. Ich verlange ein Krustenbrot. Die Verkäuferin geht suchend am Regal entlang, in dem 10, 15 verschiedene Sorten Brot liegen – eine überreiche Auswahl. Ich: „Haben Sie gehört, dass das deutsche Brot Weltkulturerbe werden soll?“ Sie: „Nein, davon habe ich nichts gehört. Wär ja schön.“ Es ist nicht ersichtlich, ob sie überhaupt weiß, was „Weltkulturerbe“ bedeutet. Mir wird wieder klar, dass der Wunsch nach Informiertheit, der mich täglich intensiv nach Informationen suchen läßt, für viele, viele Menschen überhaupt nicht existiert. Viele leben in einem Gehäuse, dass ihnen Schutz und Ruhe gibt und Störungen fernhält. Informationen sind potentielle Störungen.

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Als der Mollathskandal akut war, haben manche Menschen (erstaunlich viele, aber gesellschaftlich gesehen verschwindend wenige) ihr Gehäuse verlassen. Hat sie ihr Bauch gedrängt: „Das kannst Du nicht schweigend mit ansehen?“ Ich weiß es nicht. Jedenfalls hatten einige plötzlich Orientierung. Oder besser: Haben sich Orientierung gegeben. Sie haben sich gesagt: Es geht mich an. Und sie haben zunächst einen Finger gerührt, dann sind manche aufgestanden. Sogar losgelaufen sind die Ersten. Das war, ich hab’s mehrfach festgehalten, Selbstermächtigung von Menschen aus einem menschlichen Motiv, ein exorbitanter Vorgang. Zugleich wurden „zarte“ (oder richtiger: brüchige?) Bande der Menschlichkeit zwischen Menschen geknüpft.

Diese wurden umgehend mit dem schweren Säbel der Denunziation zerschlagen. Dass diese Denunziation haltlos war und dass andere als die vorgegebenen Zwecke erstrebt wurden, war sofort erkennbar; noch bevor sie öffentlich gestartet war. Das wurde jedoch von vielen (den meisten?) der Mollathunterstützer, Menschen, die vorher ihre „Gehäuse“ verlassen hatten, nicht begriffen. Waren sie aus einer Zelle ihres Gehäuses herausgetreten, um in einer anderen zu verharren? Hatten sie eine Schale ihrer Einkapselung zerbrochen, um in der nächsten gefangen zu bleiben?

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In einem Kommentar zu einem meiner Ukraine-Postings schrieb der Verfasser, ihm würden sichere Orientierungspunkte fehlen, und er würde sich deshalb mit Meinungsäußerungen/Parteinahme zurückhalten. Das scheinen viele ähnlich zu sehen (mein Sohn übrigens auch). Jedenfalls verspüre ich selbst hier im Blog die gebremste Resonanz zu dem, was in der Ukraine geschieht. Man bleibt im Gehäuse. Warum? Weil sichere Orientierung fehlt? Warum fehlt sie? Was ist sicher? Braucht es im Gehäuse überhaupt Orientierung? Oder genügt das Gehäuse (mit seinen verschiedenen Kammern)?

Für mich ist das die Frage aller Fragen.

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Kann man auf dem Kiewer Maidan als „Revolutionär“ Gesundheit und Leben riskieren und trotzdem im Gehäuse verbleiben? Das frage ich, nachdem ich lese, dass der „Kreis des Volksvertrauens“, der nun wirklich, wirklich (Dafür steht Kommandeur Dmitri Jarosch ein!) für Moral und Ehrenhaftigkeit sorgen will, fordert, dass keiner der 100 Reichsten für ein politisches Amt kandidieren dürfe. Aber keiner dieser Maidan-Helden fordert, dass die Oligarchen, die Superreichen, das GGG, ihre geraubten Milliarden oder einen Teil davon zurückgeben.

Sie spazieren empört durch Janukowitschs Bude aber keiner kann sich vorstellen, Bosche moi! eine Rettung ohne die guten Milliardäre!

Was ist eine Revolution, die innerhalb des Gehäuses verbleibt?

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28.2.2014, das Update, nicht weil Aktuellstes dazu gekommen wäre:

Nur der Hinweis auf einige wenige Zeilen, die vielleicht meinen Gebrauch des Bildes „Gehäuse“ verständlicher machen.

„Komm ins Offene, Freund!“ (Hölderlin) – schreibt mir, zeichnet mir eine geliebte Frau in einer sensiblen Lebensphase ins Stammbuch.

„Der Ausbruch aus dem Gefängnis dauert ein Leben lang.“ (Benoite Groult) – ist der Wahlspruch einer anderen geliebten Frau.

„Wir dürfen uns keinesfalls damit zufrieden geben, dass wir Einiges erreicht haben… wir müssen unbedingt weiter gehen, unbedingt mehr erstreben!“ (Lenin) – Das sind die Worte des großen Revolutionärs, als er bemerkt, wie manche seiner Genossen zum „kommunistischen Hochmut“ neigen.

Dass mich die Metapher des Gehäuses ein Leben lang beschäftigt hat, nahm seinen Anfang bei der Erzählung des großen russischen Schriftstellers Anton Tschechow „Der Mensch im Futteral“ (1898).

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55 Antworten zu Im Gehäuse – mit Update aus nichtaktuellem Anlass

  1. Joachim Bode schreibt:

    Die Ukraine ist pleite – das kolportieren die Medien. Gleichzeitig kann der interessierte Beobachter lesen, wie viele Millionen und Milliarden sich die bisherigen Machthaber unter den Nagel gerissen haben – und nicht nur die, sondern auch deren Vorgänger. Ist doch einleuchtend: Wo es Ausgebeutete (Schuldner) gibt, muß es Ausbeuter (Gläubiger) geben (oder anders herum?).
    Eigentlich ergibt das dann eine ausgeglichene Gesamtbilanz.
    Eigentlich.

    Wenn das Volk nichts daran ändert, bleibt es bei seiner Verschuldung. Und die Guthaben bleiben bei den Gläubigern.
    Hier tritt dann die EU oder der IWF auf: Man verspricht Kredite, also neue Schulden für´s Volk. Nichts anderes. Und deutet dabei an, dass dies ja nur gegen Auflagen und Leistung von Sicherheiten geht…. usw… usw… Griechenland läßt grüßen.
    Neben die alten Gläubiger treten neue Gläubiger. Die Schulden bleiben da, wo sie bisher waren: Beim Volk. Neue Schulden – für´s Volk – kommen hinzu.

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  2. Albert A. schreibt:

    „Weltkulturerbe“
    Wenn jemand Witze macht, über die er nur alleine lachen kann, entsteht ein Zustand der Einsamkeit. Und wenn die Einsamkeit Einen zum Nachdenken treibt, dann ist man schon fast auf dem Punkt.
    „Oligarchen, die Superreichen und das GGG“
    Selbstverständlich wird gegen die Oligarchen und Superreichen mit harten Bandagen gekämpft. Seitens derjenigen, die auch super reich oder wenigstens reich werden wollen. Der Konkurrenzkampf nimmt selbst bei einem Volksaufstand nicht ab. Doch die Oligarchen und die Superreichen haben eine starke Waffe zur Verfügung – das GGG. Damit können sie sich sogar manche ihrer Konkurrenten kaufen.
    Doch bei den vielen Käufen übersehen wir eine Kleinigkeit:
    Die Ukraine wird nicht wirklich gekauft, egal ob von Russland oder von der EU, das ganz große Geld wird der Ukraine nur GELIEHEN. Und wenn die Ukraine das ganz große Geld dankbar annimmt, dann steht sie in der Schuld…
    Auch das ganz große Geld, die verschiedene Währungen, kämpfen unentwegt miteinander. In der Hoffnung, dass die Schuld an dem kommenden Zusammenbruch den schwächsten Währungen zugeschoben werden kann.
    So lange die Mehrheit der Menschen ÜBERALL AUF DER WELT das ganz große Geld, wenn auch manchmal im bescheidenen Maß, als die beste soziale Versicherung betrachten kann und muss, dann sagt es über das Sozialleben der Mehrheit der Menschen auf der ganzen Welt etwas wichtiges aus:
    „Auf das Geld kann man sich besser verlassen als auf die Mitmenschen…“
    Auch wenn das Geld nur ein Trug und Schein ist, die Geldscheine sind real und der Einkauf im Supermarkt ist gewiss keine Illusion.
    Nur die Schulden, welche die Existenz des Geldes automatisch verursacht, stellen ein Damoklesschwert dar, der in das Reich der Phantasie gerne zurückgedrängt wird.

    Sollten die Schulden irgendwann zurückgezahlt werden, dann müssen alle Reichen ihr Geld hergeben. Anders geht es nicht. Deswegen braucht das GGG dringend neue Schuldner.

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  3. oedingen schreibt:

    wenn ich in diesen Zeiten das Gehäuse verlasse komme ich niemals mehr zurück. Die Kraft
    hat im übrigen niemand. Revolutionen werden dadurch kaum zustande kommen es ei denn
    ich nenne schmutzige Socken in die Waschmaschine werfen Revolution..

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    • Lutz Lippke schreibt:

      @oedingen
      Das klingt poetisch. Ist es ein Original?

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      • Frieder Kohler schreibt:

        Wie wär es damit: “Die Reichen stehn wie eine Wand, zum Kampf macht euch bereit! Die Reichen stehn wie eine Wand, seid bereit. Die Reichen stehn wie eine Wand zu allen Seiten beieinand, und nur ein Ziel kennt ihr Verstand, wie sie uns bringen um das Land”.
        Dies ist ein Vers aus dem Lied der Digger, zum Mitsingen finden wir den gesamten Text im Fischer-Taschenbuch Nr.4393 (Gleichheit im Reiche der Freiheit /G. Winstanley/herausgegeben von Hermann Klenner), Seite 281 ff. ! Auf Seite 272 finden wir folgende Sätze des früh-kommunistischen Gruppensprechers (1609 geboren!):”Denn wo alle Macht beim Gelde liegt, findet jene goldene Regel keinen Widerhall: Das Recht ist käuflich, ja sogar das Unrecht wird manchmal gegen Geld gekauft und verkauft, und daraus entspringen alle Kriege und Bedrückungen.”
        Zur Vertiefung (Seite 276) noch 4 Zeieln:”Wollt Ihr, daß die Gerechtigkeit euch nun beglücke? So handelt, daß die Welt sich weiter nicht zerdrücke! Die Wahrheit leuchten, doch die Lüge herrschen sehn: Dran kann ein Herz fürwahr vor Gram zugrunde gehn.”
        Mit B. Engelmanns Titel ziehe iche mich nun mit leichtem Herzflimmern in mein Zimmerlein des “Gehäuses” zurück und hoffe auf Erleuchtung!
        (Bitte bei Jugoslawien löschen, da Fehler beim Übertragen…! Danke Opa!)

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  4. Niemand schreibt:

    Ein Herr Kranich braucht sich nicht einbilden, nur weil er die Themen vorgibt, dass dies der Kosmos eines jeden andern Menschen sein muss, geschweige komplett wäre. Man braucht nur mal als Beispiel Baby-Abtötung anschlagen. Da ist es sehr schnell vorbei – bei ihm.
    Und das liegt sicherlich nicht an Orientierungslosigkeit! (eigtl. eine ziemlich arrogant-selbstüberschätzende Formulierung) – sondern an der schlichten Tatsache (und der Grund, warum Herr Kranich sich nichts einbilden braucht), dass jeder Mensch nur für potentiell eigene Themen Energie aufbringen kann bzw. zur Verfügung hat.

    Was geht Uns die Ukraine an? Und diese Frage in aller Ernsthaftigkeit der Nächstenliebe, nach des konkreten(!) Nächsten, gestellt – nicht des ideell(!) Nächsten.

    Ist ‚unsere‘ Anteilnahme an der Ukraine nicht eigentlich eine Narzissmus-‚Wichs’anleitung? Zumindest eine Anmaßung? Mit unserem Werte“’kanon“‘ und unserer unbeherrschbaren Hineingeworfenheit unserer Staatsstruktur – die kaum einer Überklicken kann – vorzugeben, deren Werte, Kultur, Hoffen, und Hineingeworfenheit in deren Dasein – zu kennen, von außen nach deren Maßstäbe beurteilen zu können, Zaungast mit Sicherheitspanzerglas dazwischen, weil dann doch existentiell eine andere Grundlage herrscht?

    Ich halte wenig davon, sich andere Probleme anzumaßen, vor allem dann, wenn man die eigenen (Wirk)Grundlagen eigenen Daseins so wenig berücksichtigen will, und noch völlig wohlig im eigenen narzistischen Denkengehäuse kreist. Auch ein Thema, das im Kranichschen Kosmos wenig Platz hat.

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    • Fernsehgucker schreibt:

      @Niemand: Wozu die Aufregung über die Themenwahl des Opa Kranich?
      Schon mal was von der Freiheit des Nichtlesens gehört?

      Opa, Kranich, du kannst dich geehrt fühlen, dein Blog scheint wirklich wichtig zu sein. Komisch, und immer wenn du bestimmte Themen erwähnst, erfolgen persönliche Angriffe.

      http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/denkzeit/denkzeit-106.html
      Über die Ansichten von anderen, wie Völker andere Völker sehen und vieles mehr

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    • kranich05 schreibt:

      @ Niemand
      Ja, der Herr Kranich bestätigt Ihnen gern, dass er in diesem Blog, opablog, die Themen vorgibt. Und er schreibt auch die meisten Beiträge selbst, obwohl er sich auch über qualifizierte GastautorInnen freut (und sich hier gleich mal für ihre Unterstützung bedankt).
      Die Themen, die ich wähle, sind oftmals nicht gerade spaßhaft, aber es ist trotzdem ein schönes Gefühl, dass ich mir meine Gedanken (ohne falsche Rücksichten) mache und sie auch frei äußere. Und erfreulich finde ich ebenfalls, dass das täglich hunderte Menschen zu interessieren scheint. Zumindest kommen sie zu Besuch.
      Alle erfreut das nicht. Manchmal begegnet mir Feindseligkeit, ja kalte oder gar heiße Wut. Es ist gut, auch das zu wissen.
      Für diese Situation hat Hans Söllner einen seiner köstlichen frechen Ratschläge (Söllner ist auch so einer, den ich erst durch Blog-Kommentatoren kennengelernt habe!):
      „Waunnst du ned mit mir kloar kummst daunn geh doch du mir ausm Weg!!“

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      • Niemand schreibt:

        Gibt ja nichts schlimmeres als selbstreferentielles Inzest-Schulterklopfen.

        Da beschreibt also einer von oben herab eine ‚einfältige‘ Bäckerin, um hernach
        ein Zerbrechen einer Schale aus einer Einkapselung und ein anschließendes Gefangen-bleiben anzusprechen, und fühlt sich angepisst, wenn man ihm selbige Tatsache in Erinnerung ruft.

        Da teilt einer aus und zwar nicht zu knapp, und nie zu klein (GGG), und kann nicht einstecken?

        Um mal das Niveau etwas anzuheben:

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        • kranich05 schreibt:

          Nicht erquicklich aber lehrreich finde ich auch diesen Kommentar.
          So scheint mir bemerkenswert der Sachlichkeit souverän mißachtende Stil.
          Ein früherer Vorwurf an mich, dass ich mich nicht an der Hetze gegen Abtreibung beteilige und der jetzige Hinweis auf die Emmaus-Jünger (zwecks Niveauanhebung mittels eines schönen Kunstliedes), könnten darauf hindeuten, dass „Niemand“ gern christlich aktivistisch wäre, um nicht zu sagen ein fundamentalistischer Eiferer.
          Wie dem auch sei, der Zufall will es, dass die „junge Welt“ heute einen in diesem Zusammenhang aufschlußreichen Artikel bringt: „Der Klüngel des Kardinals“. Darin geht es um den 80-jährigen Hetzer-Kardinal Meisner aus Köln, der endlich in Rente geht. Lesenswert. http://www.jungewelt.de/2014/02-28/010.php

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          • Niemand schreibt:

            Eitelkeit und seine verzerrenden Projektionen – bzw. ein ‚Kritiker‘, der mit Kritik nicht umgehen kann – putzig.

            Scheiße kann man abstrakt, hochglanzpoliert, politisch korrekt, lang, dick malen oder hin und wieder den etabliert-biederen Betrachtungsblick brechend wirklich als Scheiße ausstellen (‚real‘ igittigit) – irgendwann sollte es einem zu blöd sein, mit Unsachlichkeit zu kommen, (vor allem wenn eigtl. ‚vulgär‘ gemeint ist.)

            Unsachlich zum Ausgangsthema ist – wie ihre Antwort – die Feststellung, dass sie von Kunst, Sprache und Gesang (sie sind/waren doch Sänger, der seine musikalisch Krönung im Durchaltvermögen und Beherrschung eines Kammertones beschwor?… ungeachtet der Harmoniewechsel..) nicht allzuviel Liebe haben können, denn sonst hätten Sie sich vielmehr über den Gesang und die erreichte Spannung freuen können. Na dann eben nicht.
            ((( Das war sachlich, aber unsachlich zum Ausgangsthema.)))
            Aber Narzissmus zerfrisst eben. Hier wie da. Und die Frage die lautet, wie wenig Sie von sich ablassen können.
            Gehäuse – Persona – Selbsttäuschung. Und schon haben Sie wieder selbst eine Antwort auf Ihre Fragen gegeben: Eitelkeiten, Bequemlichkeiten, Starrsinn, Mangel an Liebe und an Wahrheitsdurst (was manche durch Wissensdurst ersetzen – das kostet einem nichts, verschont einem die Selbstbetrachtung, und verschließt eine feine Eigen-Wahrnehmung. Oft und auch hier einhergehend mit einer götzendienerischen Abneigung gegen alles religiöse).

            Und all dieser Quark (sachlich, nicht vulgär), weil das Gehäuse verschlossen bleiben soll.

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        • Lutz Lippke schreibt:

          Wieso von oben herab?
          Einen Dialog zu beginnen, zeugt erst einmal von der Bereitschaft eventuell auch zuzuhören. Die Schlussfolgerung aus dem Dialog, nämlich eine andere verbreitete Interessenlage, als Genügsamkeit wahrgenommen und beschrieben, wird nicht per se abgewertet. Das kranich05 sich aus eigenem Antrieb und seiner Überzeugung allgemein mehr Traute zum noch Unbekannten wünscht, würde die Bäckerin vermutlich akzeptieren und bei längerem Gespräch manche beachtenswerte Lebensweisheit dagegen setzen. Dass auch kranich05 selbst beim Gehäuseverlassen auf Vertrautes zurückgreift, verleugnet er wohl auch nicht wirklich. Wäre er von der einzigartigen Wahrhaftigkeit seines Wirkens durchdrungen, gäbe es keinen Opablog mit Austauschmöglichkeiten, sondern sprachlich abgehobene Verkündungen mit viel Latein und dem Verbot der kritischen Evaluation. Letzteres wäre in der Tat selbstreferentielles Inzest-Schulterklopfen, wie Niemand so kreativ formuliert.
          Beim Textverständnis beider Kunstproben musste ich passen. Rein stimmungsmäßig beeindruckte mich der Geschmack von Niemand durchaus. Wer so im Chor singen kann, muss bei sich selbst sein, viel üben und gemeinsame Sache machen mit Gleichgesinnten. Nicht zu verwechseln mit Gleichgeschalteten. Wenn kranich05 in der Rolle eines Chorleiters das Ganz Große Glück (GGG) empfindet, was ist daran schlimm. Er drängt sich ja nicht per Werbepost oder Drückerkolonne auf.
          Interessieren würde mich, ob Niemand mit dem wohlklingenden Abendlied, die am Tage aufgestauten Aggressionen zur Versöhnung bringt oder aber auf kunstvollem Niveau unbarmherzig die Flinte nachlädt. Beides gelänge wohl nur mithilfe einer klangvollen Musikanlage. Denn wenn die Tremolo die Lautsprecher am Laptop zum Klirren bringen, wie mir geschehen, kommt nichts Gescheiteres raus als ein solcherText hier.
          Ein Laptop-taugliches Kulturgut zum Thema wäre z.B.
          http://www.deutschelyrik.de/index.php/abendlied-des-kammervirtuosen-1173.html

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  5. Claudia Sckaer schreibt:

    Bei fehlendem Gewissen fängt vieles an. Ob als gewählter Landesführer oder als gewählte Regierung ist man vom Volk zu seinem Wohl gewählt und damit verpflichtet. Dieser Aufgabe soll und muss dann nachgekommen werden. Narzismus ist dabei nicht brauchbar, denn er dient nur dem einzelenen und nicht dem Volk. Ist das Wohl des Volkes aus den Augen verloren, steht das Volk mit Recht und Fug auf. Um so gebildeter das Volk um so besser kann es Korruption und Machenschaften einzelner oder ein Regierung durchschauen. So ist es gut das jetzt ein Kreis des Volksvertrauens geschaffen wird. Das Gehäuse schaffen sich derzeit viele, da es viele Meldungen gibt, die so unglaublich sind, dass man kaum daran glauben will, geschweige denn weiterverbreiten. Aus Angst einer falschen Meldung zu vertrauen, ergibt sich auch die Angst eine Meldung zu kommentieren. Und das Volk sollte sein Geld zurückverlangen. Es war noch immer so, dass es dann einer Wirtschaft oder einem Volk gut geht, wenn es arbeitet. Nur dann nicht, wenn ein Volk restlos ausgebeutet wird und sich das Geld einzelne in die eigene Taschen stopfen, wo es nicht hingehört. Wenn Wirtschaftsbetriebe allerdings nur ausbeuten und das Geld nicht in die Kassen des eigenen Volkes fließt, dann wird es dem Volk nicht helfen. Kredite sollten nur für eine Überbrückung aufgenommen werden, es sei denn es ist absehbar, dass eine Überbrückung nicht ausreicht. Für Kredite sind leider immer Zinsen, zusätzliche Gelder zu zahlen, die abermals das Volk belasten. In eine Misswirtschaft will ein Volk verständlicherweise keine Kinder gebären. Es gibt Menschen, die geben zu fast jedem Thema einen Kommentar ab. Manch ein Kommentar hat so wenig Empathie, dass ich mich frage, warum überhaupt ein empathieloser, nicht helfender Kommentar abgegeben wird. Die Ukraine hat Gas. Gas, das andere brauchen und eine Bevölkerung mit viel nützlicher Empathie.

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    • Lutz Lippke schreibt:

      „Bei fehlendem Gewissen fängt vieles an.“
      Das ist wohl wahr. Oft fragen wir uns auch, wie wir selbst in Machtpositionen oder in bestimmten Kameradschaften handeln würden. Wird aus dem selbstverständlichen kleinen Freundschaftsdienst dann Korruption und Machtpoker? Das sind nicht unbedingt leichte Fragen. Aber die Frage, warum wir mehrheitlich nicht in diese Machtpositionen und Kameradschaften streben bzw. vordringen können, sollte man dabei nicht außer acht lassen. Gibt es eine intrigante Psyche und Masche der „untauglichen Aufsteiger“? Gibt es zwangsläufig eine (naive) beschränkte Wahrnehmung und mangelnden Aufstiegseifer der „tauglichen Dienstleistenden“? Darüber beantworten sich auch die anderen Fragen leichter.

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  6. Joachim Bode schreibt:

    Jeder Beitrag sollte so abgefasst sein, dass dem wohlwollenden Leser nicht die Lust/Bereitschaft zum Lesen abhanden kommt. Dieser Anspruch sollte für jeden Autor selbstverständlich sein.
    Bereits der schulische Turnunterricht hat klar gemacht, dass die gleichzeitige Rolle vor- und rückwärts ein Ding der Unmöglichkeit ist. Aber es ist sicher richtig, sich nicht andere Probleme anzumaßen.

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  7. Dian schreibt:

    Opa Kranich hat Herzdrücken schon morgens beim Bäcker …
    … und „verlangt“ ein Krustenbrot. Sehr schön.
    Die Revoluzzer vom Maidan verlangen einen Machtwechsel zu Gunsten Dritter; jedenfalls hörte oder las ich noch nicht, dass sie Volks-, Arbeiter- oder ähnliche Räte bildeten, um nach der Macht zu greifen.
    Ein Kommentator hier verlangt „selbstverständlichen“ Lustmachergehalt von Kommentaren, ein anderer Empathie.
    Ein paar Wünsche hätt ich da auch noch.
    Wenn ich z. B. morgens zum Bäcker gehe und mir der wohlige Duft der nahen Backstube Lust macht auf ein knackiges …
    … dann könnte ich auch froh sein, nicht auf dem Maidan zu stehen, nicht in Syrien „leben“ zu müssen oder einfach nur gar keinen Hunger zu kennen. Ja, mein Leben ist geschützt durch ein Gehäuse.
    Und Opa hat Recht; mein Gehäuse ist mir so lieb, dass ich es nur verlassen wollte, wenn ich begründete Hoffnung hätte, dass dies andere Menschen und mich glücklicher machte …

    Ich werde auch hier im Blog weiter nach Hoffnung suchen.

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  8. Pingback: Vom Herzdrücken der Alten… | opablog

  9. brief935 schreibt:

    Ach wie schön, die alten Männer müssen zusammenhalten. Macht Spaß hier zu lesen.

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  10. Albert A. schreibt:

    Zum „Gehäuse“
    nicht nur Menschen schaffen sich hüten und Häuser an. Auch die Vögel bauen ihre Nester und manche Tiere graben sich ein Loch in die Erde, in dem sie dann hausen.

    Das Gehäuse hat also einen praktischen Zweck, aber auch die Burg hat sicher einen Zweck, wenn man sie dringend braucht…

    Das Gehäuse zu verlassen ist fast jeden Tag nötig, zu welchem Zweck auch immer. Wer z.B. in einer Bäckerei arbeiten will, muss sein Gehäuse verlassen. Und dann kann man sich nicht nur die Witze anhören, die manche Kunden machen, sondern auch die Sorgen, die viele Kunden haben. Dass manche Bäckereien das Restbrot an soziale Einrichtungen spenden, ist noch lange kein Grund, um das Gehäuse der Bäckerei zu verlassen. Die Spenden werden meist abgeholt…

    Es gibt aber auch Ausnahmesituationen, in denen man sein Gehäuse verlassen muss. Wenn z.B. eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg neutralisiert werden soll. Oder wenn es brennt. Natürlich brennt es auch viele Menschen dazu, ihr Gehäuse zu verlassen, um der Langweile zu entrinnen. Seitdem wir aber unsere Spaziergänge auch im Internet realisieren können, ist die Langweile nicht mehr so schlimm. Wir bleiben viel öfter und länger im Gehäuse sitzen. Mit dem wunderschönen Gefühl, wir hätten das Gehäuse gerade verlassen, um auch anderen Menschen und deren Meinungen hochachtungsvoll zu begegnen.

    Es gibt Menschen, die auf der Straße leben und daher keine Möglichkeit haben, irgendwelches Gehäuse zu verlassen. Und die meistens auch keinen Internet-Anschluss haben. Ob die sich ein geistiges Gehäuse bauen müssen, eine Art Schneckenhäuschen, das zwar vor dem Regen nicht schützt, aber wenigstens vor der Verachtung und Geringschätzung derjenige Menschen, die ein anständiges Gehäuse mit Internet-Anschluss bewohnen? Und natürlich auch mit Klo und Badewanne.

    Ob der Wahn auch ein Gehäuse ist, selbstständig gewachsenes, dass sich aber aus dem Bedürfnis entwickelt, ein Gehäuse gegen schwere Belastung zu haben? Und wenn verschiedene Gespenster oder Moralapostel in dieses Gebäude problemlos eindringen können, dann ist dieses Gehäuse wohl nicht gut genug, um seinen Zweck zu erfüllen.

    Den Container der festen Überzeugung zu verlassen ist wahrlich nicht leicht. Vor allem dann nicht, wenn man sich bereits draußen wähnt…

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    • kranich05 schreibt:

      Sie scheinen irgendwie „Brot als Weltkulturerbe“ mit einem Witz zusammen zu bringen, wenn ich richtig verstehe?

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      • Albert A. schreibt:

        Meinen Sie „Brot für die Armen“?
        Da müsste ich erst überlegen, ob das Brot oder die Armen zum Weltkulturerbe gehören.

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          • Albert A. schreibt:

            Das ist natürlich ein Witz.

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            • kranich05 schreibt:

              Mein Verständnis oder Unverständnis für Brot-Witze ist durch ein Kindheitserlebnis bestimmt:
              1946/47, ich bin 6 bis 7 Jahre alt, meine „große Schwester“ ist 13, 14 Jahre (Ich meine, dass sie immer an mir herumerzieht). Wir gehen zum Bäcker, Brot kaufen. Den Kauf selbst tätigt natürlich meine Schwester. Und dann bestimmt sie, dass ich das Brot tragen muss. Wir streiten uns. Soll sie es selber tragen. Aber sie hat das Sagen und zwingt mir das Brot auf. Wutentbrannt schmeiße ich das Brot auf die Erde. Darauf hat sie nur gewartet: „Au, das sage ich Mutti!“ Weinend hebe ich das Brot auf und trage es nun. Auf dem Nachhauseweg bettele ich sie sogar an, dass sie es Mutti nicht sagen möge. Aber sie bleibt hart. Zu Hause angekommen, petzt sie sofort bei meiner Mutter. Mutti ist außer sich. Ich werde unvergesslich verdroschen. (Sie spricht/schreit auch dabei von dem Hunger – den ich, auch in damaliger Zeit! nicht kenne.) (Ich bin in meiner ganzen Kindheit nur 2x verprügelt worden.)

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    • Lutz Lippke schreibt:

      Gedanken schweifen zu lassen, ist immer gut und regt zum Hinterfragen der eigenen Denkschemen an. In dieser allgemeinen Form kann es nur richtig sein. Ein Sezieren ist wohl unangebracht, konkrete Aussagen oder Bezüge sehe ich nicht. Ich denke, Jeder kann diese selbst hineininterpretieren oder es lassen. Ich lasse es und danke Albert A. für die bildhafte „Gedankenbaumelei“.

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      • Albert A. schreibt:

        Wenn es konkret werden soll, dann muss jeder auf die EIGENE ERFAHRUNG zurückgreifen. Wie sieht meine Leistungsfähigkeit aus, die es mir möglich macht, Menschen zum mehr Engagement aufzufordern, wann brauche ich danach ein wenig Ruhe, um die Menschen dann wieder erfolgreich oder erfolglos von ihren eigenen Problemen abzulenken. Auf die eigen Erfahrung kommt es an…

        Wenn wir auf die Erfahrung nicht zurückgreifen, dann können wir uns leicht in dem geistigen Gehäuse verlaufen.

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    • federleichtes schreibt:

      Sie kommen der „Sache“ bedenklich nahe.
      Denken sie mal das Gehäuse als solches und Geist (potenzieller Wahn) als Inhalt. Denken Sie eine existenzgefährdende Feindseligkeit (Geist) und das Trauma als Schutzfunktion.
      Denken Sie an Schizophrenie als die Spaltung eines Systems (Psyche), durch die Feindseligkeit restimulierbar und öffentlich wird.
      Aber denken Sie bitte nicht zu viel – und nicht zu schnell.

      Gruß
      Wolfgang W.

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      • Albert A. schreibt:

        Ihr Ratschlag:
        „Aber denken Sie bitte nicht zu viel – und nicht zu schnell.“
        macht mir die Sache denkbar einfach.

        Neben „existenzgefährdende Feindseligkeit (Geist)“ stellt sich für mich auch die Selbstliebe und der Narzissmus in den Raum. (Gehäuse?)
        Die „Schizophrenie als die Spaltung eines Systems (Psyche)“ zu betrachten erscheint mir zu festgelegt. Überforderung ist angebrachter, schließlich wurde durch Messungen nachgewiesen, dass sich bei der Schizophrenie (Psychose) manche Nervenzellen wie bei chronischen Überforderung verhalten. Trotzdem entsteht dabei statt Müdigkeit eine übermäßige Hirnaktivität, die zu verschiedenen Einbildungen und Kurzschlüssen führt.

        Doch die übermäßige Hirnaktivität, die zu verschiedenen Einbildungen und Kurzschlüssen führt. ist auch ohne Schizophrenie (Psychose) praktikabel und wird auch tagtäglich praktiziert. Daher stellt sich die Frage: „Was treibt eigentlich unseren Hirn an, so dass er nach längeren Ruhephasen immer wieder aktiv wird, wie ein Vulkan.“
        Der innere Antrieb kommt von den Gefühlen. Ist man momentan zufrieden, entsteht kein Antrieb. Bekommt man Angst, ist schon ein Antrieb da. Entwickelt man irgendwelche Wünsche, dann steht schon wieder ein optimaler Antrieb zur Verfügung.

        Der ur-bekannteste Antrieb ist die Neugier, bei den Kindern sehr verbreitet. Bevor sich die Kinder ihre Meinung bilden können, schauen sie halt neugierig zu. Von einem ziemlich neutralen Standpunkt aus…

        Die von Ihnen gestellte Aufgabe:
        „Denken sie mal das Gehäuse als solches und Geist (potenzieller Wahn) als Inhalt.“
        kann ich leider nicht so einfach erfüllen. Das „Gehäuse als solches“, dazu fällt mir nur der Schädel ein. Und zu „Geist (potenzieller Wahn) als Inhalt“ fällt mir vorrangig die Meinungsfreiheit ein. Wir können die Gedanken anderer Menschen problemlos als potenziellen Wahn bezeichnen und das Grundgesetz steht uns dabei zur Seite. Das ist nämlich praktizierte Meinungsfreiheit.

        Nur die „Wahnsinnigen“ haben kein Recht auf eigene Meinung!
        Auch wenn das Grundgesetz von der Meinungsfreiheit eigentlich niemanden ausschließt…

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        • federleichtes schreibt:

          Ich lese Ihre Antwort jetzt erst, pardon.

          Mit etwas zeitlichem Druck im „Nacken“ steige ich mal (nur) etwas genauer in die Vorstellung eines „Gehäuses“ ein.

          Was halten Sie von der Idee, es als das Unbewusste zu bennen?

          Und was halten Sie von der Frage, ob das Unbewusste nicht grundlos entstand, sondern existenziell bedeutsam ist?

          Antworthilfe
          Die das Unbewusste erschaffende Funktion ist das Trauma. Eine FUNKTION. Diese dem Leben immanente Funktion wird aus dem sehr plausiblen Grund, das ‚Wesen von Existenz‘ zu beschützen, in Anspruch genommen; wenn es also grundsätzlich um Feindseligkeit geht.

          Dass sich Feindseligkeit gleich einem Roten Faden durch die Geschichte zieht, dürfte unstreitig sein, ebenso unstreitig, wie Menschen zwar Kenntnis, aber kein Bewusstsein darüber haben. Schauen wir auf die traumatische Funktion, wird auch diese – wenn auch bitter scheinende – Realität des menschlichen Ver-Haltens plausibler.

          Was Ihren letzten Satz betrifft, setzte sogleich mein Schmunzeln ein.
          Was halten Sie von der Idee, dass wir von Wahnsinnigen regiert werden?
          Und frage Sie, wenn Sie diese Annahme – für einen kurzen Moment – teilen können, nach Ihren Schlussfolgerungen – unter der Prämisse des Leibniz’schen Postulats einer ‚Bestmöglichen Welt‘.

          Gruß
          Wolfgang

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  11. Tarian schreibt:

    Nix Kant? NIx Max Weber? Aber Gehäuse ….

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  12. Lutz Lippke schreibt:

    Habe heute mal wieder das eigene Gehäuse verlassen und bin in ein anderes größeres Gehäuse eingekehrt. Gehe da wirklich nicht gerne rein. Mittlerweile habe ich mich aber an das Beklemmende und Fremdartige gewöhnt. Zumal ich bei allem Zweifel und Widerstreben immer eine gehörige Portion Optimismus und Sendungsbewusstsein mitnehme. Ich halte es für wichtig, dass meine Überzeugungen auch dort gehört und durchdacht werden. Das ist nicht selbstverständlich.
    An der Pforte war man aber wie bisher freundlich und auskunftswillig. Auf dem Flur traf ich einen noch recht jungen Mann, der für die andere Seite gekommen war. Wir stellten uns vor und gaben uns die Hand.
    Die Unparteiische eröffnete das Treffen mit einer korrekten Wiedergabe meines Ansinnens und stellte fest, dass die andere Seite bisher nichts Gegenteiliges vorgetragen hätte. Verwirrung. „Doch mit Datum vom …, ich habe hier den Faxsendebericht“ so der junge Mann.
    „Hier liegt aber nichts vor“, die Unparteiische. Verwirrung.
    Ich überlege kurz meine Optionen: Es ist nicht meine Aufgabe vs. was hab ich von Verwirrung und Verzögerungen. Ich bin außerdem auch eine ehrliche Haut, es fällt mir schwer unkooperativ zu sein. Also löse ich auf und übergebe der Unparteiischen das Papier der Gegenseite in Kopie. Es war fehladdressiert.
    Nun trägt der gelehrige, junge Mann vor, was ihm aufgegeben wurde. Die Unparteiische weist auf gegenteilige Erkenntnisse, geltende Regeln und Widersprüche der Argumente hin. Ich verweise auf Referenzen und hinterfrage die Argumentation des jungen Mannes. Dieser verweigert jedoch jede Nachdenklichkeit, verliert sich in Allgemeinheiten und beharrt auf alternativlose Begründungen. Ich weise auf unwahre Behauptungen im fehlgeleiteten Schreiben hin. Er erwidert, das wäre nur Semantik. Ich denke, er verwechselt wohl Syntax und Semantik. Eine semantischer Fehler ist ja wohl etwas inhaltlich Falsches/Wahrheitswidriges, während syntaktisch Falsches zwar fehlerhaft ist, aber bei Ofensichtlichkeit des Fehlers semantisch richtig erkannt wird. So wie der Leser hier problemlos Ofen mit Offen ersetzt. So wie ich die syntaktische Fehladressierung des Gegenvortrags beim kurzen Überblicken erkannt hatte, ganz im Gegensatz zum jungen Gelehrten und seiner Auftraggeber.
    Ich verkneife mir aber oberlehrerhafte Bemerkungen und trage lieber weitere Referenzen vor, die Unparteiische reagiert pragmatisch und schreibt sich die Daten für eine Recherche mit. Der junge Mann bewegt sich keinen Zentimeter aus seinem vorgegebenen Argumentationshäuschen heraus. Die Unparteiische würde gern Klarheit und Einvernehmen herstellen, aber der junge Mann rührt sich nicht. Genaues weiß er nicht und so trägt er nur Allgemeinplätze zur Rechtfertigung vor. Er wiederholt stereotyp die einstudierten Argumente als wären sie sein Vaterunser.
    Meinen Vorsatz, vollkommen gelassen zu bleiben, kann ich nicht durchhalten. Ich nehme die mir mittlerweile vertrauten Vorhaltungen gegen Meinesgleichen persönlich und daher zum Anlass konkret mitzuteilen, dass ich dieser Argumentation leid bin, die Hoffnung der Gegenseite auf Durchwurschteln für illusorisch halte und konsequent die Forderungen verschärfen werde.
    Jetzt regt sich bei der Unparteiischen Unbehagen, sie vertagt die Sache. Nachdem ich auf dem Flur und der Strasse mit dem jungen Gelehrten weiter streitig diskutiert hatte, konnte ich mich auch in der S-Bahn nicht wirklich beruhigen. Was hatte mich so aufgeregt? Es war doch alles vorhersehbar, so wie immer.
    Nach einiger Überlegung wurde mir klar, was mich aufregte. Der junge Gelehrte erschien mir nicht unsymphatisch. Mir war auch klar, dass er der Gegenseite verpflichtet war und nur dessen Auftrag ausführte. Einen Hinweis darauf und den Abbruch des Gesprächs hätte ich verstanden. Aber der junge Gelehrte stritt mit mir scheinbar aus innerer Überzeugung. Gegensätzlicher konnten Erfahrungswelten und Vorstellungen nicht sein. So fremd, so weit weg aus meinem Gehäuse. Ich blickte mal wieder in die Gedankenwelt eines Juristen.

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  15. Breitenbach schreibt:

    Sich im An­ge­sicht wirk­lich oder nur ver­meint­lich dro­hen­der Ent­täu­schun­gen, Ver­sa­gun­gen, Ge­fah­ren in ein vir­tu­el­les »Schnecken­ge­häu­se« zu­rück­zu­zie­hen, ist der »Weis­heit letz­ter Schluß« si­cher nicht. In der klas­s­ischen Psy­cho­ana­ly­se, der sich An­laß ge­nug bie­tet, Kul­tur­schaf­fen in ih­re Be­trach­tun­gen mit­ein­zu­be­zie­hen, wird die­ses Ver­hal­ten ge­mein­hin als »nar­ziß­ti­sche Re­gres­sion« be­zeich­net; ei­ne Art Selbst­ret­tungs­ver­such, der ei­nen Auf­schub von Kon­flik­ten be­wir­ken soll, ob­jek­tiv je­doch zu kei­ner Kon­flikt­lö­sung taugt.

    Wer kennt, zu­mal nach ei­nem har­ten Ar­beits­tag, den Kopf rand­voll mit All­tags­prob­le­men,  n i c h t  das Be­dürf­nis nach ei­nem ähn­li­chen »Ge­häu­se«? Ei­nem »si­che­ren« Zu­fluchts­ort, wo ei­nem kei­ner »was kann«? Ein sol­cher Platz be­fin­det sich in al­ler Re­gel zu­hau­se auf dem Sofa, mei­stens placiert ge­gen­über ei­nem Ge­häu­se ganz an­de­rer Sor­te, näm­lich dem der Glot­ze, die ei­nen fort­wäh­rend mit, mitt­ler­wei­le nur noch di­gi­tal über­tra­ge­nen, lau­fen ge­lernt ha­ben­den Bil­dern ver­sorgt und das Den­ken, spe­zi­ell ei­ge­ne Sor­gen, Nö­te und Äng­ste, ab­zu­neh­men scheint (nach ei­nem Fern­seh­abend fühlt man sich in al­ler Re­gel zu Un­recht ent­spann­ter und manch­mal gar schlau­er; beim Bü­cher­le­sen sieht die Sa­che an­ders aus). Psy­cho­sen ste­hen im wohl nur all­zu be­grün­de­ten Ver­dacht, ex­tre­me Aus­wüch­se die­ses nicht nur als äußerst »nor­mal« an­ge­se­he­nen, son­dern nach ver­fas­sungs- und ge­setz­wi­dri­ger Neu­fas­sung ge­setz­li­cher Vor­schrif­ten von der GEZ als all­ge­mein­ver­bind­lich sank­tio­nier­ten Rück­zugs­ver­hal­tens zu sein, des­sen Ur­bild das Dau­men­lut­schen beim Kin­de ab­gibt, dem zu Le­nins und Trotz­kis Zei­ten die rus­si­sche Psy­cho­ana­ly­ti­ke­rin Ve­ra Schmidt ei­nen un­ter großen An­stren­gun­gen wie­der zu­gäng­lich ge­mach­ten Auf­satz wid­me­te (http://ahriman.com/buecher/vera_schmidt.htm).

    Umgekehrt führt die nar­zi­sti­sche Be­set­zung der Außen- statt In­nen­welt (mit »Ich­li­bi­do« – ei­nem von Freud zu­gun­sten des Nar­zis­mus-Mo­dells auf­ge­ge­be­nen Kon­strukt; die In­nen- mit­hil­fe der Außen­welt [wel­chen Maß­stab soll­te es sonst ge­ben?] ver­läß­lich er­forscht zu ha­ben, bleibt aus mei­ner Sicht ge­nau das, wo­rauf es an­kommmt) – nicht nur aus bio­lo­gi­scher Sicht, son­dern auch ge­sell­schaft­lich be­trach­tet – (nach dem Mu­ster der Er­gän­zungs­rei­he) zu ei­nem emi­nen­ten Se­lek­tions­v o r ­t e i l , dem die evo­lu­tio­nä­re Ent­ste­hung al­ler Sin­nes­or­ga­ne zu ver­dan­ken ist, oh­ne die auch wir als die neu­ro­nal ent­wickelt­sten al­ler uns be­kann­ten Le­be­we­sen den Din­gen nicht »ins Au­ge se­hen« könn­ten – was uns, statt ih­nen, den Din­gen, per­ma­nent aus­wei­chen zu müs­sen, prin­zi­pi­ell in die La­ge ver­setzt, of­fen­siv auf sie zu­zu­ge­hen und sie ggf. zu ver­än­dern. Die Kir­che wird schon wis­sen, wes­halb sie die Neu­gier­de (cu­rio­si­tas [cf. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/motive-der-forschung-ist-der-kandidat-denn-auch-gut-vernetzt-11600466.html%5D; Ve­ra Schmidt kenn­zeich­ne­te sie als »Wiß­trieb«, dem sie sei­ner­seits ei­nen Ar­ti­kel wid­me­te [http://ahriman.com/buecher/vera_schmidt.htm]) den »Tod­sün­den« gleich­setzt.

    »Volkes Stimme«, die sich bis heu­te bei Wah­len so kläg­lich aus­nimmt und aus leicht er­klär­li­chen Grün­den nir­gend­wo ein an­ge­mes­se­nes Po­di­um fin­det, wur­de so­eben in Ge­stalt ei­ner »Bäcke­rei­fach­ver­käu­fe­rin« Ge­hör ver­schafft. Und ich muß sa­gen: »so oh­ne« war ih­re Aus­sa­ge nicht, wenn man ge­willt ist, sie aufs We­sent­li­che, das Ab­strak­tum, zu re­du­zie­ren: »Welt­kul­tur­er­be« – »schön wär’s«.

    Wenn beispielsweise »Brot für die Welt« wirk­lich ein »Er­be« wä­re, das die Kul­tur je­dem Men­schen an­bie­tet, gä­be es we­der ei­ne gleich­na­mi­ge kirch­li­che Or­ga­ni­sa­tion noch Hun­ger auf der Welt; frei­lich ist nichts we­ni­ger als das Ge­gen­teil der Fall. Wä­re es folg­lich nicht tat­säch­lich »schön«, wenn Brot als »Welt­kul­tur­er­be« un­ter be­son­de­rem »Schutz« stän­de? Doch wer soll­te ei­nen sol­chen bie­ten – et­wa Bäcke­rei-Ver­käu­fe­rin­nen? Be­stimmt hät­ten sie dann bald sel­ber keins zu es­sen mehr. Und kann man von der UNES­CO, die die­sen hoch­tra­bend klin­gen­den, aber in der Sa­che un­an­ge­mes­se­nen, recht ei­gent­lich il­lu­so­ri­schen Ti­tel ver­gibt, ernst­haft den »Schutz« die­ses oder ähn­li­cher »Erb­schaf­ten« ver­lan­gen, wo sie doch nicht nur schon bei den Zik­ku­rats und all den an­de­ren von un­ter US-Schutz ste­hen­den Ma­ro­deu­ren ge­raub­ten ira­ki­schen Kul­tur­gü­tern »ver­sag­te«? Wohl kaum. Also gilt: »Schön wär’s.« – Oder nicht!?

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    • kranich05 schreibt:

      Kleine Relativierung 😉
      Ob eine „Bäckereifachverkäuferin“ sprach oder nur eine zur Probe angestellte Aushilfskraft wurde nicht ermittelt.

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    • federleichtes schreibt:

      Toller Beitrag. Danke!

      Dazu

      „…, oh­ne die auch wir als die neu­ro­nal ent­wickelt­sten al­ler uns be­kann­ten Le­be­we­sen den Din­gen nicht »ins Au­ge se­hen« könn­ten – was uns, statt ih­nen, den Din­gen, per­ma­nent aus­wei­chen zu müs­sen, prin­zi­pi­ell in die La­ge ver­setzt, of­fen­siv auf sie zu­zu­ge­hen und sie ggf. zu ver­än­dern.“

      möchte ich die Überlegung anbieten, ob Menschen nur ein ANDERS entwickeltes Netzwerk haben. Und bitte um Überprüfung, inwieweit Mensch wirkllich zur Konfrontation in der Lage ist. Oder eben projiziert und subjektiv-reaktiv reflektiert.
      Tiere sind zur Konfronatation jedenfalls in der Lage und reagieren, angemessen, durch Angriff, Flucht oder Totstellen. Fragen Sie sich bitte, ob Mensch dazu auch in der Lage ist.
      (Gestern beobachteten wir eine Mutter, deren etwa Dreijähriger ihre Autorität untergraben zu haben schien. Sie quälte das weinende, gleichwohl zur Einsicht gekommene Kind, indem sie es kalt abfertigte: Du hattest deine Chance (die Strafe abzuwenden).

      Daraus folgt mir:
      Die Erbschaften des Menschen sind feindselige Muster, die prinzipiell reaktiv und durch Ähnliches – neuronale Funktion! – ansprechbar und mobilisierbar sind. Wir können das Funktionieren beobachten, es beschreibt sich durch ‚wie der Vater, so der Sohn‘. Einige werden das bemerkt und den Kampf gegen diese Muster aufgenommen haben. Aber, das möchte ich anmerken, es ist nicht allein ein individuelles, sondern auch um ein kollektives Muster, das sich z.B. im Rassismus äußert.

      Wer das Thema vertiefen möchte: „Schöpfer der Wirklichkeit“, Dr. Joe Dispenza.

      Gruß
      Wolfgang

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      • Lutz Lippke schreibt:

        Lieber Federleichtes,
        zuviel Analyse der Emotionen, Verhaltensmuster tut gar nicht gut. Die die es professionalisieren hatten schon zuvor oder werden spätestens dann ein Ding an der Waffel und viele Probleme haben. Es ist dabei auch wie mit dem Wetter und dem Klima. Wer am Morgenhimmel die Klimaveränderung festmachen will (ihr Beispiel Mutter – Kind) oder mit den Klimatrends den morgigen Himmel bestimmt (analog Rassismus – kollektive Muster als Schicksal/Ausrede des Einzelnen), wird nach einigen Glücksgriffen in der Prognose im Wesentlichen fehlschlagen.
        Manchmal ist der herannahende Kaffee in der Tasse für mich bestimmt und manchmal (aber seltener) ist er nur zufällig noch in der fliegenden Tasse. Dazwischen liegt selten allzu viel Zeit, für Gefühls-Klimaforscher aber wohl Unendlichkeit.

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        • federleichtes schreibt:

          Sprechen Sie, was die Beschäftigung mit emotionalen Verhaltensmustern betrifft, aus eigener Erfahrung? Ich empfehle die Beschäftigung mit diesen Mustern, weil es mir – bisher – als der einzig gangbare Weg erscheint, Feindseligkeit für sich selber nicht mehr reaktiv zu belassen.

          Dabei geht es weder um eine im herkömmlichen (oder bekannten) Sinne Professionalität, noch um Prognosen, sondern um sehr genau verifizierbare systemische Strukturen im Menschsein. Von der Motivlage zu erfahren, warum diese nicht längst bekannt gemacht und angewendet wurden, ist nicht schwierig zu ermitteln. Falls Ihnen das allgemeine Muster, von dem man auch in der Haager Landkriegsordnung erfahren kann, noch nicht aufgefallen sein sollte – es lohnt sich mehr als einen Blick darauf zu richten, jedenfalls für den, der an einer Entwicklung seines Bewusstseins interessiert ist.

          Danke für Ihre Aufmerksamkeit – ich bin dann mal wieder weg.

          Gruß
          Wolfgang

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      • Albert A. schreibt:

        Zitat:
        „möchte ich die Überlegung anbieten, ob Menschen nur ein ANDERS entwickeltes Netzwerk haben. Und bitte um Überprüfung, inwieweit Mensch wirkllich zur Konfrontation in der Lage ist. Oder eben projiziert und subjektiv-reaktiv reflektiert.
        Tiere sind zur Konfronatation jedenfalls in der Lage und reagieren, angemessen, durch Angriff, Flucht oder Totstellen. Fragen Sie sich bitte, ob Mensch dazu auch in der Lage ist.“

        Angesichts der Geschehnisse in der Ukraine erscheinen mir manche Fragen eindrucksvoll beantwortet zu sein. Andere Fragen gesellen sich dazu, die erst beantwortet werden können, nachdem „Morgen“ zum „Gestern“ wird…

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        • federleichtes schreibt:

          Dankeschön.

          Vermutlich wissen einige Menschen nichts von der Existenz eines ‚Affinitiven Phänomens‘. Es wirkt NEBEN dem neuronalen System. Es erklärt uns, warum uns der „Film Ukraine“ berühren kann, muss, oder eben nicht.
          In der Ukraine geht es um Macht-Ergreifung. Dafür fürchten siche einige Menschen, und zwar ganz unabhängig von dem – nur gerade aktuellen – Filmablauf in der Ukraine. Andere Menschen interessieren sich dafür nicht, z. B. die Kinder, die auf Müllhalden nach Essen suchen. Auch die nicht, die vom (generellen) Problem der Machtergfreifung nicht oder nur periphär betroffen werden und sie zurückweisen können.

          Auf der affinitven Ebene geht es primär um Angst. Angst ist reaktiv-feindselig informierte Energie. Und wenn diese stimuliert wird, weicht die Vernunft, löst sich das Reale auf und Irrationalität folgt – für das Wahrnehmen, Denken und Handeln.
          Wer rmeint, dass man dieses sehr einfache „Strickmuster“ nicht bereits Kindern erklären könne, gerät zumindest in den Verdacht, Angst als politisch motoviertes Instrument benutzen oder benutzt wissen zu wollen. Kurz: Angst war schon immer ein schlechter Ratgeber.

          Mein „ich bin dann mal wieder weg“ hielt meiner Wertschätzung für Sie nicht stand. Man möge mir diese Schwäche nachsehen.

          Herzlich
          Wolfgang

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          • Lutz Lippke schreibt:

            “ich bin dann mal wieder weg” impliziert ja auch das Wiederkommen. Zumindest schließt es das nicht aus. Soweit ich in meinem Kommentar Emotionales aus meinem Gedankengehäuse / meinem Fokus ausgeschlossen habe, gilt das nicht absolut. Jeder hat nur begrenzte Kapazität. Meine verbraucht sich gerade neben Geldverdienen in der Kooperation mit 4 Anwälten an verschiedenen Orten (3 davon hoffnungsvoll selbst gewählt) und dutzenden Verfahren, die ich trotz der Unterstützung ca. zur Hälfte allein bearbeite. Über die Psyche der Beteiligten (inklusive mir) möchte ich in diesem Komplex nicht nachdenken. Ich versuche in diesem Umfeld vollkommen rational, sachlich und angstfrei zu agieren. Alles was ich emotional noch leisten kann, gehört affinitiv meinen Liebsten. Da spielt Angst allerdings kaum eine Rolle.

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  16. Albert A. schreibt:

    Was steht für mich heute im Raum?

    Den Raum als Gebäude zu bezeichnen enthält zweifellos einen künstlerischen Aspekt. Doch der Raum hat keine wirklichen Wände, wir müssen z.B. die kulturellen Räume, in denen gerade der Karneval ablief, nur künstlich abgrenzen. Und wir wissen, dass wir vor allem deswegen künstliche Grenzen und Mauern schaffen müssen, weil der Raum unendlich ist.

    In dem unendlichen Raum steht für mich z.B. der Ukraine-Konflikt so ziemlich in der Mitte. Dieser Konflikt hindert mich daran, wahrzunehmen, dass gerade viele behinderte Menschen zu den Paralympics-Winterspielen in Sotschi aufbrechen. Obwohl ich mich darum bemühe, auch den Behinderten ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken, der Ukraine-Konflikt hindert mich jetzt daran.

    Ich schaffe es aber trotzdem, in meine beliebte Cafeteria mit Garten hinzugehen, um dort die Zeitung zu lesen. Und wenn ich damit anfange, dann versperrt mir die Zeitung den Blick auf die zwei schöne Frauen, die mir fast gegenüber sitzen. Ich weiß nicht, ob es die Absicht des Zeitungs-Verlegers war, mit seinem Blatt eine undurchsichtige Wand um mich herum zu schaffen. Und warum er gleich auf Seite zwei ein halbnacktes Mädel abdrucken ließ, kann ich auch nicht so richtig durchschauen. Je länger ich mir das Mädel aber anschaue, um so mehr wird es mir sympathischer, da kann der Verleger nichts dagegen tun.

    Indem das Mädel meine Aufmerksamkeit auf sich zieht, verdrängt es den Ukraine-Konflikt so ziemlich weit nach hinten und die Paralympics-Winterspiele auch. Ich habe endlich etwas sehr reales vor Augen, so zu sagen die Realität pur. Ich habe mein geistiges Gehäuse endlich verlassen können, um mich ganz ungeschützt der Realität auszusetzen…

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  17. kranich05 schreibt:

    Wenn ich „Gehäuse“ denke, erinnere ich mich oft an pflanzliche Vorgänge. Erst ist Weiches, Biegsames, Saftiges, danach wird es hart und starr. Die Erbse, die Nuss, der grüne Trieb. Lebendiges ist im Laufe seines Prozesses erstarrt. Vielleicht ist es nur abgestorben, vielleicht enthält es einen süssen, keimfähigen Kern.
    Weiter denke ich mich als die Seele in diesem festen, verfestigten Gehäuse. Einmal ist das Seelchen froh, geborgen zu sein. Ein andermal stirbt es vor lauter Fernweh.
    Am Ende muss Seelchen jedes Gehäuse sprengen. Weil’s andernfalls garantiert vertrocknet.
    Frei werden, wieder verletzlich werden, die Chance haben zu leben, auf’s Neue.
    Die Lust leben, Gehäuse hinter sich zu lassen und neue Rastplätze zu finden.

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    • Albert A. schreibt:

      Bei der Wahl der Rastplätze kann es schon Unterschiede geben. Immer wieder auf’s Neue…
      Doch ich schleppe meistens das Gelernte und Erlernte mit. Wie im Schneckenhaus. Und da ich nicht dazu verpflichtet bin, regelmäßig Inventur durchzuführen, kann es sein, das manches Verfalldatum historische Ausmaße erreicht hat…

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    • federleichtes schreibt:

      Verstehe ich Ihren Kommentar richtig als (Teil-)Antwort auf

      „Braucht es im Gehäuse überhaupt Orientierung? Oder genügt das Gehäuse (mit seinen verschiedenen Kammern)?
      Für mich ist das die Frage aller Fragen.“

      Setzen Sie für Orientierung bitte mal Bewusstsein. Und drehen Sie dann die Frage ‚Braucht es im Gehäuse überhaupt Orientierung?‘ um.

      Wenn Gehäuse Schutz bedeutet, und wenn Schutz (durch die Signale der Angst) notwendig erscheint, aber kein natürlicher Schutz (Bewusstsein) vorhanden ist, sucht man – auch natürlich bzw. triebhaft – einen künstlichen Schutz. Der auch darin besteht, sich auf parasitäre Weise dem Verbrechertum anzudienen; immerhin gilt das als normal und erfolgreich.

      Unsere Welt bietet uns eine bunte Palette an Feindseligkeit. Ging es in den guten alten Zeiten noch um partielle Gefährdungen, sieht sich Mensch heute nicht nur individuell an Leib UND Seele, sondern global und kollektiv bedroht, bedrohter, immer bedrohlicher umzingelt von unsichtbaren Mächten. Dass er in sein inneres Gehäuse und/oder vor sein TV-Gehäuse, in den Kaufrausch oder/und andere Süchte flüchtet, scheint mir eine verständliche Re-Aktion zu sein, wenn auch diese „Antwort“ auf den Wahn nicht gerade unwahnhaft erscheint.

      Den Tenor Ihres Kommentars verstehe ich als dem Kommentar von Albert A. (vielen Dank!) folgend. Wollen sie ein Buch schreiben, „Wie wir aus den Fallen des Wahns entkamen“?

      Gruß
      Wolfgang

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    • Frieder Kohler schreibt:

      Lieber Opa, wenn ich “Gehäuse” denke, erinnere ich mich auch oft an Vorgänge- aber dann ist Erinnern mehr als nur Zurückschauen! Hier ein Beispiel mit der Überschrift „Es war einmal“:
      Raum ist in der kleinsten Hütte, war d e r Spruch in jungen Jahren, damals war es bei uns Sitte, nicht nur Geld – auch Platz zu sparen!
      Wir suchten Nähe, genossen die Enge, bauten oft aus die hintere Bank, fummelten erregt am Schaltgestänge, das Geschaukel beim Fahren machte nie krank!
      Tempo, mach schneller, war n i e die Devise, zuverlässig und dicht das Kühlsystem, unvergessen die Rast auf blumiger Wiese, sprang er danach nicht an, hieß es Kurbel drehn:
      Ein kurzer Ruck, selbst bei geringer Pflege, ganz ohne Zuspruch tat er seine Pflicht, er kannte nicht mein Ziel, doch seine Wege, ob steil oder eben, ob im Dunkeln oder Licht!
      Hier war Werbung nicht gleichzeitig Lüge, hier deckte sich Versprechen mit Wirklichkeit, vorwärts ging´s im 4-Gang-Getriebe, war ab und zu auch ein kleiner Streit.
      Ja, er hatte ´ne große Klappe – so nannte man nämlich die Hintertür, doch meine Stösse waren auch nicht von Pappe, mein Temperament war´s, was konnte ich dafür?
      Doch dann kamt ihr zu den „großen“ Bossen, vorbei war´s mit dem schlichten Gefährt, wurdet gefahren in Staatskarossen, die Jugendsprüche waren verjährt!
      Leicht angerostet die Außenhaut, defekt die Antriebswelle, wurde ER auf dem Schrottplatz aufgebaut, ich tat es auf die „Schnelle“…
      Denn aus den Scheinwerfern, sonderbar, da sah ich Tränen quellen, war das der Dank für manches Jahr? Die Frage hört ich stellen!
      Was hättet IHR ihm denn gesagt? Ihr schweigt – seid „tolerant“? Ich selbst hab es ihm nicht gesagt, der Keilriemen war überspannt!
      Da steht er nun auf dem Abstellgleis, der Partner vieler Jahre, so hat halt alles seinen Preis – auch Ihr habt dies erfahren!
      Doch in mancher stillen Stund´, allein oder mit Dir, da seh ich ihn in dieser Rund:
      den guten, alten R 4 !
      Ja, Opa, das hast Du nun davon: „Frei werden, wieder verletzlich werden, die Chance haben zu leben, auf’s Neue.
      Die Lust leben, Gehäuse hinter sich zu lassen und neue Rastplätze zu finden.“
      Danke Dir – und Dank an ALLE !

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  18. federleichtes schreibt:

    Der Erfinder unseres Lebens ist vielen Menschen bekannt. Sein Name steht in Zigmillionen Büchern. Bevor er das Leben erfand, gab es eine Alternative, dann nicht mehr. Ein Geist hatte sich durchgesetzt, und der lieferte die Ur-Information, nach der Menschen heute noch handeln – müssen; allerdings seit der „Erfindung“ der Psyche nicht mehr alternativlos
    Bei er Aufklärung eines Kriminalfalles, bei dem der Täter bekannt ist, sollte man primär oder vordringlich (wonach den sonst) nach den Umständen seiner Tat forschen, z.B. nach Motiven und seiner Verantwortlichkeit. Aber nein, der Erfinder verbleibt in mythologischem Dunst. Stattdessen rollt sich die Geschichte seiner Erfindung auf und durch die Zeiten und präsentiert das Unaussprechliche in Bildern, in Blut und Leid. Detektivisch-analytische Arbeit unmöglich, weil die potenziellen Aufklärer, Nachfahren des Erfinders und Träger seines Geistes sind?.
    Selbst mit Gold-DNA springen Menschen nicht so selbstverständlich über den Schatten des „Lichts“, dessen Träger sie sind. Zumal sie in einer Welt leben müssen, in der sich die Ur-Information manifestierte und sie zwangsläufig in ihrem Inneren davon berührt werden. Der selbstbestimmte, frei-willige Mensch kann sich zwar mittels allerlei Methoden vor allerlei Berührungen schützen, aber nur sehr schwer vor der ihm in Fleisch und Blut sitzenden (grundsätzlich aktivierbaren) Ur-Information.
    Gold-DNA bedeutet Vereinfachung, ein Glanz, eine Reinheit, DAS Edle. Was unsere DNA betrifft, sind nur etwa 1,5% informativ aktiv bzw. nutzbar. Was würde geschehen, wenn der Zugriff auf alle Informationen möglich wäre? Entstünde eine nicht existenzfähige Existenz-Komplexität? Oder gar eine VerEINSfachung, die Leben überflüssig machte?
    Ich bin sicher, Guido spürt das Einfache. Frag(t)e ich mich doch (nicht alleine), warum er immer wieder in die diversifizierte Komplexität – gezogen wird. Auch Martin präsentiert mir dieses Phänomen deutlichst, die Welt retten wollen und Orwell in der Ukraine präferieren, im Wechsel das Profane und Subtile befördernd. Ambivalenz, den Lämmerschwanz gelebt, als kletterte man auf einen Baum und gleichzeitig wieder herunter. Sehen wir das mal positiv als einen Aufstieg, der zwecks Besinnung einen Rückzug in den Keller erforderlich macht.
    Nicht ganz so offensichtlich die Ambivalenz eines reitenden Perfektionisten. Hat den Stein der Weisen gefunden und kann die darauf geschriebene Botschaft nicht lesen – oder will ihre Eins-Deutigkeit nicht wahrhaben. Ich reihe mich selbstverständlich, wenn’s recht ist, in den Kreis Derer ein, die sowohl von Gefühl als auch von Emotion angetrieben sind – und sein müssen.
    Das Einfache liegt so nahe, und doch in weiter Ferne, weil ungreifbar. Leben, so scheint mir, will das nicht und kann das folglich nicht leisten. Stattdessen blühen Faschismus/Rassismus und Imperialismus, auch Demokratismus genannt. Und wir leben in einer Natur, in der die Ur-Information nur geordnet, verträglich-geregelt abläuft, keinesfalls aber das Problem der Ur-Information LÖST. Sie ist (nur) Reflektions- und Projektionsfläche – für reaktive Feindseligkeit. Wir leben und erleben sie, und Menschen beten durch die Zeiten hindurch, sie von dem Übel zu erlösen; als wenn es den Tod nicht gäbe. Könnten sie verstehen, dass der Tod von Abel eine alternativlose Zeit einleitete, wäre nicht möglich geworden, was nötig war: Bewusstsein über die Feindseligkeit zu schaffen. Mag deswegen für uns das Einfache nicht greifbar sein können?
    Gruß in die Runde. Wolfgang

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    • Lutz Lippke schreibt:

      Alle Achtung Wolfgang, aber verstehen tue ich nichts.

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    • Breitenbach schreibt:

      WENN ADAM MIT EVA…

      Wenn Adam mit Eva … die er­sten auf na­tür­li­che statt »über­na­tür­li­che« Wei­se auf die Welt ge­kom­me­nen »Mensch­lein« ge­zeugt hät­te, müß­te die Mensch­heit dem­zu­fol­ge aus »In­zest« her­vor­ge­gan­gen sein (was – ent­ge­gen al­ler dies­be­züg­li­chen, in »ra­tio­na­lem« Ge­wan­de auf­tre­ten­den Ein­wän­de, über die man sich in höchst amü­san­ten Familiensagas ägyp­ti­scher Pha­rao­nen, wo­mög­lich di­rekt nach dem ›Schwar­zen Ka­nal‹ ge­sen­det, hät­te schlapp la­chen kön­nen, wenn sie denn pro­du­ziert wor­den wä­ren – den Fort­pflan­zungs­er­folg et­li­cher vom Fest­land stam­men­der Ar­ten auf zu be­völ­kern­den In­seln nicht im Min­de­sten be­ein­träch­tig­te). Da bei­der Nach­kom­men ♂♂ ge­we­sen sein sol­len, hätte »Eva« (da Männ­chen bzw. »Söh­ne« nun mal kei­ne Kin­der krie­gen), der bib­li­schen Über­lie­fe­rung zum Trot­ze, ce­te­ris pa­ri­bus noch mehr­fach »ran­ge­nom­men« wer­den müs­sen (wie die bio­che­mi­sche Ana­ly­se der pa­ra­sym­bion­tisch ins mensch­li­che Erb­gut ein­ge­la­ger­ten Mi­to­chon­dri­en [Stich­wort: »afri­ka­ni­sche Eva«] na­he­legt, war dies auch wirk­lich so)… Die­ses doch recht an­stößi­ge Prob­lem der »Blut­schan­de« »löst« die Bi­bel in der Art ei­nes »de­us ex ma­chi­na« durch Ein­füh­rung von Men­schen im »Lan­de Nod« – wo  d i e  wohl so plötz­lich her­ge­kom­men sind? – Gleich­viel: denn da­mit dürf­te klar sein, daß (wie – trotz der Ent­deckung Wat­sons und Cricks im Jah­re 1953 – Schu­len, Uni­ver­si­tä­ten und Me­dien be­völ­kern­de »Krea­tio­ni­sten« u. dgl. fälsch­lich be­haup­ten und da­mit ge­gen Dar­win zu Fel­de zie­hen) es sich bei der in der Bi­bel dar­ge­stell­ten »Ge­ne­sis« mit­nich­ten um ei­ne Ab­stam­mungs­ge­schich­te un­se­rer Art han­deln kann.

      Aufgeweckteren, ge­wöhn­lich Alt­phi­lo­lo­gen, un­ter den Wis­sen­schaft­lern, die – oh­ne dem aus jahr­tau­send­jäh­ri­ger, dunk­ler Zeit der Kir­chen­herr­schaft nach­wir­ken­den ge­sell­schaft­li­chen Druck nach­zu­ge­ben – sich mit dem Bi­bel­text auf un­be­fan­ge­ne Art aus­ein­an­der­setz­ten, konn­te dies spä­te­stens seit den Zei­ten der Auf­klä­rung klar sein und war es na­tür­lich auch. Wenn man – wie der in Fach­krei­sen un­be­ach­tet ge­blie­be­ne, haupt­säch­lich in Is­ra­el zu ei­ni­ger Be­kannt­heit ge­lang­te, be­reits ver­stor­be­ne Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor Hy­am Mac­co­by – die­se Ge­nea­lo­gie auf ei­ne my­tho­lo­gi­sche – nicht et­wa der Mensch­heit, sondern aus­schließ­lich der »zwölf Stäm­me Is­ra­els« – zu­rück­führt, wie es die Ge­schich­te vom »Lan­de Nod« der Lo­gik nun ein­mal ge­bie­tet, und – wie er – dem Bi­bel­text mit der Me­tho­de der »Ten­denz­kri­tik« er­folg­reich zu Lei­be rückt (in: ›Der hei­li­ge Hen­ker. Men­schen­op­fer und das Ver­mächt­nis der Schuld‹; nur noch an­ti­qua­risch er­hält­lich, z.B. un­ter http://www.amazon.de/Heilige-Henker-Menschenopfer-Verm%C3%A4chtnis-Schuld/dp/3799500960), kann ei­nem hin­sicht­lich der Ge­schich­te mit dem »Ka­ins­mal« schon so al­ler­hand auf­fal­len. Ei­nes je­doch kann man un­mög­lich da­raus schließen: – daß näm­lich je­nes »Mal« wie auch im­mer in di­rek­tem Be­zug zur Mensch­heits­ge­schich­te stün­de, gar als ei­ne der Trieb­fe­dern all­ge­mein‑mensch­li­cher Ver­hal­tens­wei­sen zu be­­ur­tei­len sei (ge­nau dies ist auch mei­ne Kri­tik an dem Kon­zept ei­nes »Fa­schi­sten in uns al­len« – schon Ador­nos »au­to­ri­tä­rer Cha­rak­ter« lie­fert kei­ner­lei Ant­wort auf die Fra­ge, wie ein sol­cher denn in nicht‑fa­schi­sti­schem Um­feld ge­dei­hen soll).

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    • Albert A. schreibt:

      Das „Problem der Ur-Information“ sehe ich nicht bei „Adam und Eva“. Mein Problem mit dem „Problem der Ur-Information“ besteht eher darin, dass ich dieses Problem nicht so richtig erfassen kann, um es zu lösen. Auch weiß ich nicht so genau, WEN die „Lösung“ zufriedenstellen soll, um mich darauf entsprechend einzustellen.

      Möchte aber wenigstens auf die folgende Gefahr hinzuweisen: Sollte das „Problem der Ur-Information“ irgendwann vollständig gelöst sein, dann dürfte es wohl auch keine nachfolgende Probleme geben. Und das wäre praktisch das Ende der Welt…

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