Kopfrechnen schwach

Reichlich ein Viertel der abstimmungsberechtigten Schweizer hat sich für die Begrenzung der Einwanderung in ihr Land ausgesprochen. In Schland, das ja berühmt ist für seine Gastfreundlichkeit, ist man darüber empört.

Um den Ausländeranteil in der Schweiz (fast 25%) zu erreichen, müßte die BRD (etwa 9%) mehr als 12 Mllionen Menschen aufnehmen, so sagt es mein Taschenrechner. Von Gauck bis Sarrazin, alle werden rufen:

Willkommen, liebe Neubürger!

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3 Antworten zu Kopfrechnen schwach

  1. Joachim Bode schreibt:

    Bei der Aufnahme ausländischer Zeitgenossen in Deutschland sind die sogenannten Verantwortlichen sehr vielseitig, genauer gesagt: zwiespältig.

    Geht es darum, die im Ausland gut ausgebildeten Fachkräfte aufzunehmen, sind die offiziellen Arme weit ausgebreitet.
    Hier wird die Gastfreundschaft Deutschlands hoch gehalten, ohne zu erwähnen, dass diese Fachkräfte den ihre Ausbildung finanzierenden Ursprungsländern fehlen werden, mit zum Teil fatalen Folgen – möglicherweise auch für die deutschen Steuerzahler. Hauptsache, die Kasse der hiesigen Konzerne klingelt. Man kann sich auch noch gut erinnern an die Millionen von Gastarbeitern, die in den 60ern ff. des letzten Jahrhunderts dem manchen Leuten nicht schnell genug wachsenden Wirtschaftswunder weiter Nahrung geben sollten. Inzwischen ist aber eher „Klasse“ statt „Masse“ gefragt.

    Ganz anders sieht es dann aus, wenn Ausländer z.B. vor dem Einsatz deutscher Waffen durch regierungsgenehme Despoten geflohen sind und hier Asyl beantragen.
    Sollten die fast unüberwindlichen Hürden beim Erreichen deutscher Lande überwunden sein, schrumpft deutsche Gastfreundschaft bis in den Nano-Bereich. Nicht selten stellt sich diese „Gastfreundschaft“ sogar als tödlich für die Schutzbefohlenen heraus.

    Was eine entsprechende Abstimmung in Deutschland ergeben würde?

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  2. Pingback: Kopfrechnen schwach « DKP-Nachrichtenportal

  3. Beate N. schreibt:

    Ich habe es so verstanden, dass es überwiegend Fachkräfte sind, die aus Deutschland in die Schweiz einwandern oder eingewandert sind und es dazu noch Unmengen von „Grenzgängern“ gibt. Meiner Ansicht nach, sollte man sich also fragen, warum die bei uns ausgebildeten Fachkräfte in die Schweiz auswandern?
    Vielleicht hinkt bei uns einfach das Verhältnis: Arbeitszeit/einsatz – Entlohnung oder man erhält gar nicht erst eine Festanstellung, sondern oft nur mit Befristung, also ohne langfristige Perspektive, bei zu geringem Lohn. Und so scheint es zu sein. Denn die Lebenshaltung in der Schweiz ist keineswegs gering und wer verlässt schon gerne die Heimat, Freunde und Familie. Also muss der Anreiz in der Schweiz so leben und zu arbeiten so groß sein, dass man das alles auf sich nimmt.

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