Olivenöl aus Kreta

Neujahrsbrief 2014 von Hansgeorg Hermann

Liebe Freundinnen und Freunde, lieber Unterstützer unserer Aktion „Synergasia“ –

 wir wünschen Ihnen/Euch allen ein gutes Neues Jahr. Wir wünschen Gesundheit für den Leib und hoffen auf Euere Aufmerksamkeit was das politische Leben in Deutschland und Europa anbetrifft. 

Wie Sie alle vielleicht gelesen, gehört oder gesehen haben, geht es den Griechen in diesen Wintertagen nicht besser sondern schlechter. über der Stadt Athen hängt der Smog, weil die Menschen sich Öfen besorgt oder selbst  gebaut haben, um mit Holz heizen zu können. Ganze Wohnblocks haben, wie schon im vergangenen Jahr, gemeinsam beschlossen, kein Heizöl mehr liefern zu lassen – es ist zu teuer. Noch teurer sind elektrische Heizkörper, die vor allem von alten und gebrechlichen Athenern benutzt werden, um ein einziges Zimmer zu wärmen, in dem gegessen, geschlafen und Radio gehört oder ferngesehen wird.

Die von uns allen unterstützten Familien, Arbeiter und kleinen Olivenbauern auf Kreta – die meisten von ihnen haben Kinder, die in Athen studieren oder Arbeit suchen – sind dank Ihrer/Euerer Hilfe zumindest in der Lage, ihre Stromrechnung zu bezahlen. 

Die jungen Männer und (wenigen) Frauen haben im Dezember mit der neue Ernte begonnen. Wir – Giorgos Xatsidakis und ich – haben Ihnen zugesichert, dass wir auch in diesem Jahr dafür sorgen werden, dass Ihre Arbeit nicht mit einem Hungerlohn sondern anständig bezahlt werden kann. Es sind neue Bauern dazugekommen und wir hoffen, dass wir auch ihnen helfen können – vor allem ihren Kindern, die sonst ohne Arbeit geblieben wären in diesen Winterwochen. 

Die offizielle Arbeitslosenziffer für die jungen Leute im Aler von 18 bis 25 Jahren hat inzwischen die 60 Prozent überschritten. In griechischen Zeitungen werden inzwischen inoffizielle Ziffern von mehr als 70 Prozent genannt. Wir – Sie alle und wir beide, Giorgos und ich – haben dem nicht viel entgegenzusetzen. Im finanzkapitalistischen System kommt der Begriff „Gerechtigkeit“ nicht vor. Aber wir können einen anderen Begriff, den der „Solidarität“, mit ein wenig Leben füllen. Das ist es, was Giorgos und ich, mit Ihrer Unterstützung, versuchen. 

In den kommenden Tagen wird wieder ein längerer Artikel in der Berliner Zeitung „junge Welt“ über unsere Aktion aufklären. Wir hoffen auch in diesem Jahr auf die Hilfe aller, die mit uns im vergangenen Jahr die Aktion auf den Weg gebracht haben.

Herzliche Grüsse an Sie/Euch alle!

Dieser Beitrag wurde unter ökologisch, Bewußtheit, bloggen, Demokratie, Krise, Leben, Mensch, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Olivenöl aus Kreta

  1. Beate N. schreibt:

    Und wie bezieht man jetzt das Öl?

    Gefällt mir

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