Entscheidung vom Presserat. Antwort an Prof. Wittmann.

Gesendet: Donnerstag, 05. Dezember 2013 um 17:32 Uhr
Von: „Portack, Roman“ <portack@presserat.de>
An: „Prof. Dr. Andreas Wittmann“ <andwitt@uni-wuppertal.de>
Betreff: AW: Wiederaufnahme Verfahren 0028/13/1-E und 0295/13/1

„Sehr geehrter Herr Professor Wittmann, 

der Beschwerdeausschuss 2 hat in seiner Sitzung am 03.12.2013 beide Wiederaufnahmeanträge abgelehnt. Gleichzeitig hat er festgestellt, dass das Verfahren 0028/13/1 auch gegen den in der Printausgabe von DIE ZEIT erschienenen Artikel hätte geführt werden müssen. Der Ausschuss hat daher beschlossen, die gegen ZEIT Online ergangene Entscheidung dahingehend abzuändern, dass von der dort ausgesprochenen Maßnahme auch die gleichlautende Veröffentlichung in DIE ZEIT erfasst ist. Darüber wird die Redaktion in Kenntnis gesetzt, sobald die schriftlichen Entscheidungsgründe vorliegen. Selbstverständlich erhalten auch Sie eine schriftliche Information über den Ausgang des Verfahrens. 

Für den Hinweis auf die nicht erfolgte Hinterlegung der Missbilligung auf ZEIT Online danke ich Ihnen. Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass gemäß § 15 der Beschwerdeordnung nur bei Rügen eine Veröffentlichung im Blatt bzw. Medium stattzufinden hat. Allerdings ist die Redaktion mit Bekanntgabe der Entscheidung aufgefordert worden, dem mit der Missbilligung geahndeten kodexwidrigen Zustand abzuhelfen. Dieser Aufforderung wird der Presserat bei Gelegenheit der Bekanntgabe der Entscheidung über die Wiederaufnahme Nachdruck verleihen. 

Für Rückfragen stehe ich Ihnen zur Verfügung. 

Mit freundlichen Grüßen 

Roman Portack“ 

Prof. Dr. Wittmann antwortete darauf Herrn Portack:

„Sehr geehrter Herr Portack,
 
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, auch wenn diese leider aus meiner Sicht nicht befriedigend ist.
Leider ist der „Rechtsweg“ beim Presserat ja nun ausgeschöpft.
Gerne würde ich Sie aber ermuntern, den nachfolgenden Link zu einem Artikel von Herrn Sascha Pommrenke zu folgen. 
Dieser erklärt vielleicht, weswegen ich in der Sache keine Ruhe gelassen habe. Die Umstände, unter denen die beiden Artikel entstanden sind sind sehr fragwürdig, so dass ich hoffe, andere Journalisten, oder in ein paar Jahren vielleicht Historiker werden sich der Sache annehmen.
 
Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit,
 
Ihr
 
Andreas Wittmann“
 
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3 Antworten zu Entscheidung vom Presserat. Antwort an Prof. Wittmann.

  1. Joachim Bode schreibt:

    Lieber Andi Wittmann,
    mich drängt es, Dir zu danken für Deinen unermüdlichen Einsatz!
    Nur durch solchen Einsatz läßt sich die z.T. noch positive Rolle einer „freien Presse“ festigen. Offensichtlich ist es erforderlich, deren Kontrollstellen auf die Sprünge zu helfen.
    Liebe Grüße,
    Joachim Bode

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  2. Andreas Wittmann schreibt:

    Lieber Joachim,
    Im Pommrenke Artikel auf den ich verweise werden mehrere hochistanzliche Urteile zu den Pflichten der freien Presse zitiert. Dennoch gibt es kein Pressegesetz, die Presse kontrolliert sich mit dem Presserat selbst. So etwas kann funktionierten, muss aber nicht. Liest man, weswegen die gegen die Nummern 1-3 gerichteten Beschwerden abgewiesen wurden, bleibt mir nur festzustellen: Wenn diese Begründungen Schule machen, schafft sich der Presserat selbst ab, da er seiner Verpflichtung, über die Einhaltung von Regeln zu wachen, nicht (mehr?) nachkommt.

    Andi

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  3. Andreas Wittmann schreibt:

    Lieber K-P
    Muss nur das Abo anschalten. LG
    Andi

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