Spass muss sein oder vom heldenhaften Kampf eines bayerischen Justizaktivisten gegen Bandenkriminalität

Erstmalig in Deutschland!

Sensation!

Gerichtspräsident in Bayreuth entlarvt niederträchtige Bande in Gestalt der Strafvollstreckungskammer seines Gerichts!

 

Nachdem ein wegen der Vorfälle um Gustl Mollath besorgter Staatsbürger eine email folgenden Inhalts an das Landgericht Bayreuth gesandt hatte:

„An alle, die im Fall Mollath Verantwortung tragen: Niederträchtige Bande! Ihr habt

es nicht verdient noch einen Cent aus der Staatskasse zu erhalten. Stellt euch nur dumm.

Die Gerechtigkeit wird euch ereilen.“

begab sich der um den guten Ruf seines Gerichts besorgte Präsident auf Spurensuche – und wurde zunächst nicht fündig. Alle befragten Richter beteuerten glaubhaft, keiner niederträchtigen Bande anzugehören, für derart anspruchsvolle Tätigkeiten seien sie doch viel zu dumm. Dies überzeugte den Gerichtspräsidenten sofort, kannte er doch seine Pappenheimer nur zu gut – er war ein kluger Präsident! 

Er hatte aber früher schon davon gehört, dass sich die Strafvollstreckungskammer seines Gerichts keinen Deut um die Rechte der in geschlossener Unterbringung befindlichen Personen kümmerte, was das Bundesverfassungsgericht bereits mehrfach auf den Plan gerufen hatte. Auch derzeit war vor dem höchsten deutschen Gericht ein Verfahren anhängig, in dem es um dieselbe Person ging, die soeben von der Strafvollstreckungskammer bedenkenlos und völlig losgelöst von Gesetz und Recht um ein weiteres Jahr geschlossen untergebracht worden war: Gustl Mollath.

Der Präsident ließ sich also die Akten den G. Mollath betreffend vorlegen – und war entsetzt! Schnell erkannte er die abgründigen Machenschaften der Angehörigen der Strafvollstreckungskammer seines Gerichts. Dies konnte nur das Werk einer niederträchtigen Bande sein!

Aber was tun?

Der Präsident schlief mehrere Nächte kaum, so sehr plagte ihn das Problem. Da besann er sich auf seine Fürsorgepflicht: Er stellte als Dienstvorgesetzter Strafantrag gegen den Verfasser der verräterischen E-Mail-Mitteilung, um ihn so mundtot zu machen und sein Gericht – nach außen – sauber zu halten. So hatte er es in Bayern gelernt: Sauber bleiben! Und das geht nur außen! Deswegen war er zum Präsident ernannt worden.

Das Dumme an der Sache war: Im Strafantrag waren die Mitglieder der ’niederträchtigen Bande‘ namentlich zu benennen, weil die sich ja beleidigt fühlen mussten. Dies brachte der Präsident des Landgerichts Bayreuth nur schweren Herzens zustande – was für ihn spricht, schließlich ist er ja auch nur ein Mensch.

Das Amtsgericht Bayreuth zog das Verfahren gegen den Beleidiger zügig durch, zunächst mit Strafbefehl, dann, unter Geldstraf-Rabatt, mit Urteil nach mündlicher Verhandlung. Die beantragte Vernehmung der niederträchtigen Bande vermied die Strafrichterin, hatte sie doch zu große Angst vor Bandenkriminalität in justiziellem Gewand.

(Chefreporter „Südbayreuther Kurier“ Ja. Bo.)

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10 Antworten zu Spass muss sein oder vom heldenhaften Kampf eines bayerischen Justizaktivisten gegen Bandenkriminalität

  1. Joachim Bode schreibt:

    Ich beantrage hiermit Personenschutz vor niederträchtiger Bandenkriminalität!

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    • Reinhard Treudler schreibt:

      „Chefreporter „Südbayerischer Kurier J-B.“ – Au Backe !!! Da wird der Personenschutz wohl Ihnen oder dem Kranich nicht viel nutzen, wenn Sie in die Fänge des UWG geraten und mit einem gewissen juristischen Verein zu tun bekommen, der mit der Farbe wirbt, die eine Wiese aufweist.

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  2. Andreas Wittmann schreibt:

    Respekt!
    Gar nicht auszudenken was mir blühen könnte, habe ich doch die Staatsanwaltschaft Augsburg nicht nur beleidigt sondern sogar angezeigt. Wegen Rechtsbeugung, Strafvereitelung und zuletzt im Fall Gurlitt auch wegen Diebstahl.
    Ich hoffe dass diese nicht wegen falscher Beschuldigungen nun meint, handeln zu müssen …

    Andi

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  3. Nils schreibt:

    Es gibt m.W. keinen Südbayerischen Kurier!
    J.B. schafft beim Nordbayerischen Kurier!
    Wenn´s als Spass wirken soll, sollte man keine Bezüge zu realen Namen herstellen!

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  4. Nils schreibt:

    @Danke opaKurch

    @Joachim Bode
    Übrigens….es gibt auch keinen Südbayreuther Kurier! Sorry für den Fauxpas Südbayerisch…meinte natürlich Südbayreuth…..
    Es ging mir übrigens darum: Wenn man seinen Spass haben möchte, dann kann man doch seinen eigenen Namen unter sein Werk schreiben und nicht Bezüge herstellen zu ortsbekannten und im Fall verwickelten Journalisten!

    Ihr Zitat:
    „Der Spaß hält sich in Grenzen, so wie der Bezug von Teilen der bayerischen Justiz zum Recht.“

    Das passt nicht zu meinem Vortrag! Sorry, Ihr Missverständnis!

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