Wahlfreiheit

Wie schön ist Wahlfreiheit!

Ja, ja, es gibt die „Wahlfreiheit“ zwischen Pest und Cholera; aber, liebe Leute, laßt uns doch mal ’nen Moment friedlich reden.

Ich hatte die Wahl, ein Posting zum „Spendenskandal“ (Welchen? Natürlich den der Mollathunterstützer) ins Blog zu setzen, hatte sogar schon den schönen Titel: „Mollathspenderbeichte“. Ich hatte (und habe) die Wahl zu zwei, drei anderen Postings, die mir allesamt am Herzen liegen. Werden kommen, müssen ein wenig warten.

In der „Mollathspenderbeichte“ hätte ich von meinen eigenen Spenderaktivitäten und den Beobachtungen (und auch jüngsten Reflexionen) drumherum berichtet. Dabei hätte es den provozierenden Satz gegeben: „Ich werde jetzt einen Teufel tun, meine Spende zurückzufordern.“ Ich hätte meine vielleicht naive Auffassung „gebeichtet“, was alles „Unterstützung für Mollath“ als Spendenzweck bedeuten kann. Dabei wäre Gelegenheit gewesen, auch über „mildtätig“ und „gemeinnützig“ öffentlich nachzudenken (in meiner „gefestigten ideologischen Art“ (Gabriele Wolff) als politisch Engagierter, bestimmt nicht „exakt juristisch“ oder winkeladvokatisch). Vielleicht hätte ich sogar direkte persönliche Kleinstspenden an Mollath erwähnt, Winzlinge, nämlich Briefmarken. Vielleicht wären auch paar „Läuschen“ – falls jemand den norddeutschen Ausdruck kennt – gekommen, darüber, was die Organisierung einer öffentlichen Veranstaltung, wie z. B. einer Mahnwache oder gar einer großen Kundgebung, mit der Spenderei zu tun haben kann. Bei der Gelegenheit hätte ich mich garantiert noch einmal für ihr hochherziges (und eigentlich so normales menschliches) Engagement bei Nina Hagen bedankt.

Zum Schluß dieses Postings hätte ich wohl eine  Spende zur Unterstützung Mollaths und aller (tatsächlichen und potentiellen) Opfer des „psycho-justitiellen Unrechtssystems“ (Weinberger) oder des „Finanzindustrie-justitiellen Unrechtssystems“ (Opa) angekündigt. Oder nicht angekündigt, sondern gleich auf das bekannte Konto überwiesen und nur die Überweisung mitgeteilt.

Hätte, hätte, hätte.

Doch die gepriesene Wahlfreiheit erlaubt mir, auf dieses Posting zu verzichten und lieber ein anderes vorzubereiten. Freilich, Friedrich Engels (und nicht nur er) sagt, wirklich freies Handeln ist mit umso größererer Notwendigkeit inhaltlich bestimmt. Vermutlich trägt dieses freie und zugleich inhaltlich sehr bestimmte Posting den Titel „Der Mollathskandal – Fazit“. Ich laß mich überraschen.

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, Blödmaschine, bloggen, Demokratie, Faschismus alt neu, kein Witz, Krise, Leben, Machtmedien, Materialismus, Mensch, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Wahlfreiheit

  1. Dian schreibt:

    In Anlehnung an Opas ABC und hier thematisierte „Wahlfreiheit“ mein „kleines“ abc.
    a
    Die Kommunikation zwischen dem Mollath-Unterstützerkreis (UK) um die Seite gustl-for-help.de, insbesondere den dortigen Spendensammlern und Herrn Mollath selbst scheint gestört.
    b
    Zum Teil lässt Herr Mollath sich und seine Interessen gegenüber Mitgliedern genannter Kreise vertreten, ohne jedoch Generalvollmacht dafür erteilt zu haben, die eine vollständige Kommunikation ermöglichte.
    c
    Es ist nicht bekannt, dass Herr Mollath dem UK oder auch nur einzelnen seiner Mitglieder seine Verbindungen oder auch nur eine Postanschrift zu brieflicher Kommunikation zur Verfügung stellte.
    d
    Das Impressum der Seite gustl-for-help.de („Gustl F. Mollath, c/o RA Dr. Gerhard Strate, Holstenwall 7, 20355 Hamburg“) macht glauben, Post an Herrn Mollath würde durch RA Dr. Strate an ihn weiter geleitet werden.
    e
    Herr Mollath dankte seinem Unterstützerkreis nach seiner Entlassung häufig verbal. Über sein weiteres Verhalten etwa auch seine aktive, direkte Kontaktaufnahme zu diesem oder seinen Mitgliedern ist nichts Wesentliches bekannt.
    f
    Am 13.09.13 bei Gelegenheit ihres persönlichen Zusammentreffens sprach Herr Fr. Letsch Herrn Mollath in seiner Sorge um die Übergabe von Spenden an Herrn Mollath an und schlug ihm dazu einen Vertrag vor, dessen Entwurf mit seinen Verbindungen er ihm dabei übergab. Einen Vertrag mit Herrn Letsch lehnte Herr Mollath ab, stellte keine Verbindlichkeit seinerseits her und verließ Herrn Letsch.
    g
    Am 17.09.13 bittet Frau Ursula Prem (ein-buch-lesen.de) vorgeblich in Herrn Mollaths Namen Herrn Reiner Hofmann „aufgrund ungeklärter Umstände rund um das Spendenaufkommen die Spendenkontonummer ersatzlos von der Website zu nehmen: … gustl-for-help.de …“. Der Bitte wird schnell entsprochen.
    h
    Frau Prem gibt an, dass Herr Mollath Herrn Letsch am gleichen Tag telefonisch folgende Vorgehensweisen vorschlug:
    „Saubere Abrechnung und anschließende Auszahlung der fiir ihn gedachten Spendengelder gegen Quittung
    Rücküberweisung der Gelder an die Spender oder
    eine Selbstanzeige wegen des ungeklärten Eintreibens von Spenden in seinem Namen, die er, Mollath, bei der Staatsanwaltschaft vornehmen werde, wenn die Sache nicht unverzüglich geklärt werde.“
    i
    Mit einem Schreiben vom 09.10.13 „meldet“ sich RA Dr. Strate „im Namen“ seines „Mandanten Gustl Mollath“ bei Herrn Letsch und erhebt gegen ihn Forderungen unter Fristsetzung bis zum 14.10.13 und droht alternativ mit seiner Strafanzeige.
    j
    Mit Mail vom gleichen Tag erklärt daraufhin Herr Letsch gegenüber RA Dr. Strate vorerst.
    k
    Mit Mail vom gleichen Tag erklärt daraufhin RA Dr. Strate gegenüber Herrn Letsch ergänzend.
    l
    Mit zwei Mails vom 14.10.13 erklärt Herr Letsch abschließend und mit Belegen.
    m
    Am 15.10.13 veröffentlicht RA Dr. Strate eine 25-seitige „Mitteilung der Verteidigung“ und löst spätestens damit einen auch emotionellen Streit in Internetforen und -blogs über das Verhältnis von UK und Herrn Mollath aus.
    n
    Herr Mollath äußerte sich zu diesem Streit bisher nicht öffentlich.
    o
    Am 21.10.13 wird in diesem Blog eine Mail Rainer Ruis, einem „Hinterbänkler“ des UK veröffentlicht, in der es unter anderem heißt: „Wahrscheinlich wäre es vernünftig den UK aufzulösen.“

    …und jetzt ohne Buchstabenordnung meine Meinung:
    Der UK kann, wollte und sollte mehr tun, als sich aufzulösen, denn das kann er immer. So könnte er seine kampferfahrene Kraft weiteren Bedürftigen, – Zwangspsychiatrierten – zur Hilfe anbieten. Dieses Angebot kann sogar eines Tages auch wieder für Gustl Mollath attraktiv sein.
    (So hat mein Kommentar letztlich sogar hier thematischen Platz.)

    Jetzt erst recht!

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