Presseerklärung zum Bericht in „Spiegel Online“: Harte Methoden in der Psychiatrie: 25 Stunden gefesselt

Zur nachfolgend veröffentlichten Presserklärung erreichte mich diese Mail von Prof. Dr. M. Dose:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

zu dem auf „Spiegel online“ (26.8.2013, 11h05h) veröffentlichten Artikel: „Harte Methoden in der Psychiatrie – 25 Stunden gefesselt“ bitten wir Sie, die als Anlage beigefügte Presse-Erklärung zur Kenntnis zu nehmen.

Für Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen

M. Dose“

Die Pressererklärung:  

„Zu den in dem Artikel erhobenen Vorwürfen erscheinen uns folgende Anmerkungen wichtig: 

1. „Gegen meinen Willen“ wegen eines „dummen Missverständnis“ in der Psychiatrie:

Dazu teilt das Opfer des damaligen Angriffs (lt. Gerichtsurteil „vorsätzliche Körperverletzung“) von Frau Haslbauer in einem Brief Folgendes mit:

„Zu Ihrem Schreiben … ist zu sagen, dass es bei einem „kleinen Missverständnis“ weder zu einer Anzeige meinerseits, noch zu einer Gerichtsverhandlung gekommen wäre.

So aber war es über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren eine Mischung von Terror und Stalking. Der Gedanke an Frau Haslbauer erweckt Ekel (wegen der Spuckattacken), Beklemmung und Panik – auch heute noch. Mein Leben war so eingeschränkt, dass ich nur mehr in männlicher Begleitung auf die Straße gehen konnte.

Frau Haslbauer hat nie akzeptiert, dass wir stets nur unsere Ruhe vor ihr haben wollten. Spuckattacken ohne Ende, gebrochene Nase einer Mitbewohnerin, Terror und Stalking begleiteten uns bis zu ihrer Einweisung im Jahr 2007.

Nur langsam kamen mein Mann und ich etwas zur Ruhe, jedoch verbunden mit der Angst, dass sie plötzlich wieder dastehen und uns schikanieren könnte im Stalkerstil. Natürlich beschäftigt mich die Frage, wie gesund Frau Haslbauer heute ist; denn sofern sich in ihrem Denken nichts geändert hat, ist das Gefahrenpotential noch gestiegen. Sie macht dann nicht ihre Krankheit, sondern mich für ihre Unterbringung verantwortlich und umso größer ist die Gefahr die von ihr ausgeht.

Sie können sich bestimmt vorstellen, wie sehr mich diese mögliche Sachlage belastet. Ich habe umfangreiche Unterlagen aus den „Horror-Jahren“ um und mit Frau Haslbauer gesammelt, die ich ggf. in Fotokopie zur Verfügung stellen kann“.

 

2. Was geschah am Donnerstag 8. August 2013?

Aus der Dokumentation der Klinik:

„08.08.2013: Frau Haslbauer kam um 8.15 Uhr ans Dienstzimmer und wollte vier Besuche anmelden. Herr A. hat den Anwaltsbesuch eingetragen und Frau H. gebeten, die anderen drei Besuche zu notieren und diese an ihn weiterzugeben. Frau H. kommentierte dies mit „das ist Deine Aufgabe, Du Arsch, ich mach gar nichts“. Der im Dienstzimmer anwesende Psychologe bat Frau H., den Anweisungen des Personals nachzukommen und die Dienstzimmertüre zu schließen. Frau H. stellte demonstrativ ihren Fuß in die Tür, so dass diese nicht geschlossen werden konnte. Frau H. wurde aufgefordert, ins Zimmer zu gehen. Dies war erforderlich, weil die Patientin bedrohlich erschien. Frau H. weigerte sich, ins Zimmer zu gehen und wurde deshalb ins Zimmer begleitet. Patientin hat mit tätlicher Gegenwehr versucht, zu verhindern, dass sie ins Zimmer gebracht wird. Frau H. ließ sich auf den Boden gleiten. Frau H. tritt auf dem Boden liegend mit dem freien Bein gezielt in Richtung Intimbereich von Herrn A.. Mit dem zweiten Bein trat die Patientin wiederholt im Wechsel mehrmals in Richtung Intimbereich. Wegen akuter Fremdgefährlichkeit wurde Alarm ausgelöst und Frau H. bis zum Eintreffen der zu Hilfe kommenden Kollegen im Zimmer auf dem Boden festgehalten. Bei anhaltender Fremdgefährdung wurde Frau H. mit erhöhtem Personalbedarf mechanisch beschränkt. Die Gurtbereiche wurden mehrmals durch verschiedene Pflegepersonen auf „Strenge“ untersucht und es passte an allen Extremitäten je locker ein Finger durch. Frau H. wurde mit dem Fixierbett ins Isolationszimmer geschoben und bds. Bettgitter angebracht. Frau H. drohte während der Maßnahme laut und mehrfach Herrn A. „das bekommst Du zurück, Du blöde Sau“.

 

3. „In dem kameraüberwachten Raum ist die 57-Jährige sich selbst überlassen – ohne ihre Brille, ohne Nahrung. Haslbauer schreit, hat Durst und Hunger. Ihre Hilferufe seien ignoriert worden, sagt sie“.

Die Fixierungsmaßnahme wurde (entsprechend unseren „Richtlinien“) stündlich kontrolliert. Dabei fand persönlicher Kontakt zur Patientin statt. Nachfragen (auch zur Einschätzung der evtl. weiter bestehenden Gefährlichkeit) wurden (wie dokumentiert) von Frau H. nicht oder mit Beschimpfungen beantwortet.

Ein um 11.45 Uhr angebotenes Mittagessen wurde gezielt nach dem Pflegepersonal geworfen. Ein um 18 Uhr angebotenes Abendessen nicht eingenommen.

Die „Strenge“ der Fixiergurte wurde kontrolliert, es wurde mit Watte unterpolstert und „Spielraum“ gegeben, den Frau H. allerdings dazu genutzt hat, sich ab 6 Uhr morgens (durch beharrliches „Wetzen“ die Hautrötungen zuzufügen, die Herr Rechtsanwalt Ahmed dann als „komplette Druckstellen“ interpretiert hat.

Nicht zutreffend ist die Behauptung, Frau Haslbauer habe nicht geschlafen. Von 1 Uhr bis 3 Uhr und von 4 Uhr bis 4.50 Uhr ist „Schlaf“ dokumentiert. Ein – wegen beklagter Schmerzen – um 23.30 Uhr angebotenes Schmerzmittel wurde von Frau H. abgelehnt.

 

4. „In 25 Stunden der Vollfixierung nässt sich Frau Haslbauer fünfmal ein. Weder Kleidung noch Bettbezug werden gewechselt.“

Wie aus dem Fixierungsprotokoll hervorgeht, hat Frau Haslbauer zu keinem Zeitpunkt bei den stündlichen Kontrollen darauf aufmerksam gemacht, dass sie zur Toilette wollte.

Als Frau Haslbauer um 6.30 Uhr (am 09.08.2013) ruft, sie wolle etwas Trinken, wurde sie von Frau S. gefragt, ob „mit oder ohne Sprudel“.

Antwort: „Ist mir doch scheißegal“, worauf Frau Haslbauer erneut einen Becher mit Wasser bekam.

Gegen 7.45 Uhr wurde beobachtet, wie die Patientin ihre beiden Handgelenke massiv in die Matratze drückte und die Handgelenke in den Fixiergurten „wetzte“, um so eine Hautrötung und –schwellung hervorzurufen.

Um 8.15 Uhr schrie Frau Haslbauer nach Frühstück. Sie wurde befragt, was sie wollte und erhielt auf Wunsch einen Becher Kaffee und eine Semmel mit Butter, anschließend „Nachschlag“ in Form einer weiteren Semmel und Kaffee.

Nachdem zu diesem Zeitpunkt eine Beruhigung eingetreten war und keine weitere Gefährlichkeit bestand, konnte die Fixierung beendet werden.

Nach der Abfixierung (9.30 Uhr) fiel auf, dass Frau Haslbauer in das Bett uriniert hatte. Safetex und Bettlaken waren nass. Vom Nachtdienst wurde übergeben, dass die Patientin sich zu keinem Zeitpunkt bzgl. „Wasser lassen“ gemeldet hatte. Es fiel auf, dass die Patientin trotz Wattierung der Arm- und Fußgelenke an den Armgelenken durch das Drehen und Wetzen der Arme im Fixiergurt gerötet war.

 

Zusammenfassend ergibt sich:

Aufgrund des körperlich aggressiven (körperverletzenden) Verhaltens von Frau Haslbauer war eine vorübergehende Fixierung aus Sicht der Klinik unumgänglich, da bereits früher Versuche der verbalen De-Eskalation keine Wirkung gezeigt hatten.

Während der gesamten Zeit der Fixierung erfolgten stündliche Kontrollen, bei denen Frau Haslbauer nach ihren Bedürfnissen befragt wurde und sowohl Essen wie auch Trinken angeboten bekam. Die „Fesseln“ wurden ausdrücklich nicht streng angelegt, um Stauungen zu vermeiden. Trotz entsprechender Wattierung der Gelenke hat es Frau Haslbauer durch (und beobachtetes und dokumentiertes) „Reiben und Wetzen“ geschafft, eine Rötung und Schwellung der Haut zu erzeugen, die Herr Rechtsanwalt Ahmed als „komplette Druckstellen“ interpretiert.

Auf das Bedürfnis, Wasser zu lassen hat Frau Haslbauer zu keinem Zeitpunkt aufmerksam gemacht. Sonst wäre ihr selbstverständlich die Möglichkeit dazu geboten, bzw. ihr frische Wäsche angeboten worden.

Frau Haslbauer ist nicht wegen „Beschimpfungen“ fixiert worden, sondern weil sie der Aufforderung des Personals, in ihr Zimmer zu gehen, körperlichen (und körperverletzenden) Widerstand entgegengesetzt hat. Nachdem auch eine forensische Klinik kein „rechtsfreier Raum“ ist, De-Eskalationsmaßnahmen bei Frau Haslbauer auch zu früheren Zeitpunkten keine Wirkung gezeigt haben, war – unter den gegebenen Umständen – eine vorübergehende Fixierungsmaßnahme unumgänglich. Für die Dauer der Fixierung war Frau Haslbauer (die in der Zeit bis zum nächsten Morgen keine Bereitschaft erkennen ließ, von ihrem aggressiven Verhalten abzulassen) selbst verantwortlich. 

Prof. Dr. med. M. Dose

Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Ärztlicher Direktor“

Prof. Dr. med. Matthias Dose 

kbo-Isar-Amper-Klinik Taufkirchen (Vils)

Ärztlicher Direktor

Bräuhausstraße 5

84416 Taufkirchen (Vils)

————————————————-

Hier noch einmal zur Vermeidung von Mißverständnissen die exakten Kalenderdaten:

Artikel „SPON“ am 26.8.2013, Presseerklärung des IAK Taufkirchen vom 26.8.2013.

Dieser Beitrag wurde unter bloggen, Gesundheit Alter Tod, Mensch, Realkapitalismus abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

31 Antworten zu Presseerklärung zum Bericht in „Spiegel Online“: Harte Methoden in der Psychiatrie: 25 Stunden gefesselt

  1. Pingback: Gedanken zum Gespräch am Runden Tisch in der Frauen-Forensik Taufkirchen | opablog

  2. tokchii schreibt:

    Ich glaube kaum, dass der Gebrauch des Wortes Sadismus hier fehl am Platze ist. Wenn von angeblich psychisch Kranken erwartet wird, dass sie stets freundlich und zuvorkommend sind, und sich Mitarbeiter von dann ja krankheitsbedingten verbalen Wutausbrüchen ihrer freiheitsberaubten Patienten veranlasst sehen, derartige Methoden anzuwenden und dann von medizinischer Notwendigkeit sprechen, ist das aus meiner Sicht schlicht sadistisch.
    Die Untersuchungen zur Rolle der Medizin im Dritten Reich untermauern diese Meinung. Auch damals ging die Idee des unwerten Lebens von der eugenisch geprägten Medizin aus. Im übrigen halte ich die heutige, breit staatlich subventionierte Genetik für deren Fortsetzung.
    Die Weigerung deutscher Psychiater PTBS anzuerkennen, zu diagnostizieren und zu behandeln – beispielhaft hierfür der Kachelmannfall- zeugt vom Widerwillen der Psychiater und ihrer Helfer anzuerkennen, dass psychische Störungen durchaus von außen ausgelöst werden und davon, dass selbige immer noch den Überzeugungen der NS-Zeit nachhängen, inklusive der DGPPN

    Gefällt mir

  3. Judith schreibt:

    „Die „Strenge“ der Fixiergurte wurde kontrolliert, es wurde mit Watte unterpolstert…“

    Das kann glauben wer mag.

    Gefällt mir

  4. tokchii schreibt:

    Nun ja, das Thema Drittes Reich möchte man nicht so gerne thematisieren. Immerhin stehen ja noch Schulden aus, die Deutschland bezahlen müsste, aber wir tun so, als würden wir die Griechen „retten“.
    Nicht ohne Grund erscheinen Bücher, die titeln: Irre, wir behandeln einfach die Falschen.
    Ich glaube nicht, dass Sie Psychiatien von innen kennen.

    Gefällt mir

  5. Euler Hartlieb schreibt:

    Naja ich hatte das Dritte Reich und DGPPN ja gestern unter „Klartext Gustl Mollath“ http://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/tid-30251/die-menschenversuche-der-nazi-aerzte-euthanasie-mord-im-namen-von-forschung-und-rassenlehre_aid_946526.html @eisbaer55 selbst thematisiert, und finde es nuetzlich, Kontinuitaeten zu verstehen, beziehen und zu thematisieren. Ich kenne auch Gefaengnisse und Krankenhauerser von innen, auch Psychiatrien, letztere allerings nicht in D (da haben Sie voellig recht) und bin kein Fachmann..
    Ich finde nur als Laie, wenn man das „wirklich maechtige“ Interview, die Stellungnahmen von Prof. Dose, Fritz Letsch, Spiegel und auch der RA Loblein hoert und liest, dann steht man erstmal mit offenem Mund da, wie verschieden die Wahrnehmungen und Darstellungen sein koennen.
    Ich finde es im Gegensatz zum Fall Mollath beeindruckend was hier an „offiziellen Kontrollen“ und Gespraechskreisen exisitiert, auch dass die Kritisierten (wie Prof. Dose) sich hier selbst zu Wort melden (Respekt!) und der Kritik stellen. Das ist aus meiner Sicht ein Riesenfortschritt.
    Und dann bevor „alles verstanden“ ist (zumindest fuer mich) diese Begegnung offenbar weit auseinanderliegender „Wahr“heiten mit dem Totschlagsargument „Drittes Reich“ zusaetzlich zu belasten und vielleicht vorschnell zu ueberfrachten.. aber sorry auch fuer die „Zensur“, die ich nicht mag, und vor allem schade dass, mir dabei die beiden auch wichtigen Aussagen zu von außen induzierten psychischen Stoerungen (!) und einer Rolle der GenetiK (!) entgangen sind.

    Gefällt mir

  6. Nina Hagen schreibt:

    sehr traurig + schade , dass die Anklägerin nicht persönlich zu ihrer eigenen von Ihr iniziierten Gerichtsverhandlung erschien . Sie klagte Ilona an , aber erschien NiCHT bei Gericht . Jetzt – 6 Jahre später – öffentlich einen offensichtlich lange schwelenden Nachbarschaftsstreit erneut austragen zu wollen , ohne Ilona Haslbauer anzuhören , Herr Dose , ich hoffe sehr , dass Sie diese Streitigkeiten den Gerichtsbarkeiten überlassen , bis es soweit ist bitte ich Sie von ganzem Herzen , der Ilona Haslbauer Hofgang zu gewähren und ihre Post an sie auszuhändigen , sie von der zweijährigen nicht nachvollziehbaren Zimmersperre zu befreien und Ilona telefonieren lassen . Sie haben mein Paket an Ilona zurückgeschicken lassen , wollen Sie nun alles per Schriftverkehr im Internet regeln , oder können Sie bitte soviel Würde walten lassen , dass es zu solchen öffentlichen Streitigkeiten gar nicht erst kommen würde ? Geben Sie unserer Ilona Ihre Menschenwürde wieder und lassen sie doch Ilona selbst zu Wort kommen , indem Sie einem Wiederaufnahme-Verfahren nicht im Weg stehen .Liebe Freunde , unser Bundesvorstand wird gleich mit Ilona telefonieren und , wir werden ab 19.00 mehr wissen ! Ich meld mich dann wieder mit Neuigkeiten … https://www.facebook.com/groups/223100924510104/

    Gefällt mir

    • Euler Hartlieb schreibt:

      @Nina Hagen
      Toll, Dein Einsatz. Die Krankmeldung der Gestalkten, Geschubsten ist natuerlich wirklich „bedauerlich“. Wenn man jemanden sozusagen anklagt oder gar „ans Messer“ liefert, sollte man derjenigen auch in die Augen schauen (koennen). War denn der Ehemann als Zeuge, Nebenklaeger oder Zuschauer anwesend? Aber aus der Ferne ist das alles sehr, sehr schwer zu beurteilen. Und 10 Jahre „Kleinkrieg“ ist wirklich nicht schoen, rechtfertigt aber wohl kaum 7 Jahre Wegsperren; Anschubsen mit dem Einkaufswagen noch weniger (ich habe schon oefter jemandem im Supermarkt in die Hacken gefahren, Fremden und Freunden). Und an Kleinkriegen sind ja oefters auch 2 beteiligt.
      Spucken gilt natuerlich heutzutage als schlimmer als jemanden anzuzeigen, kann natuerlich auch die elegante Form des „Spuckens“ sein. Die Anzeigende meint offenbar, dass die 7 Jahre noch nicht genug sind? Vielleicht hat ja auch die Anzeigende Angst, dass sie noch bestraft wird, weil Sie Unrecht getan hat. Oder ist Frau Haslbauer so aggressiv, weil sie keine Fehler eingestehen kann? Ich weiss es nicht.
      Vielleicht hast Du die Gelegenheit, selber eine Hospitation zu machen?
      Eine „Prominente“ mehr, die dann noch authentischer mitberichten koennte. Die Hospitation finde ich auf jeden Fall ein sehr gutes Angebot, das hoffentlich vielfaeltig genutzt wird.. Danke dafuer, Herr Prof. Dose und fuer Ihr Transparenzangebot.
      Und allen fuer ihre klugen und kritischen Bemerkungen; vielleicht verbessert sich wirklich etwas.. u.a. durch Transparenz.

      Gefällt mir

  7. Nina Hagen schreibt:

    p.s. Dringend zur Lektüre empfohlener, leicht lesbarer und witziger Text von Prof. Thomas Szasz zur forensischen Begutachtung aus dem Jahr 2007:
    “Der Kampf der Psychiatrie gegen strafrechtliche Verantwortung” : http://www.szasz-texte.de/texte/der-kampf-der-psychiatrie-gegen-strafrechtliche-verantwortlichkeit.html

    Gefällt mir

  8. Michael schreibt:

    Ich finde es sehr sonderbar, dass der Chef einer forensischen Psychiatrie es als brauchbar und notwendig ansehen kann, seiner Presseerklärung eine zwangsweise parteiische Stellungnahme einer – angeblich oder wirklich – Stalking-Geschädigten (inklusive Körperverletzung) voranzustellen, die nicht weiter überprüft werden kann und die zudem deutlich über die Frau Haslbauer angelasteten „Taten“ hinausgeht. Auch hier wäre es hilfreich, wenn mehr Dokumente, nicht zuletzt die Urteile, veröffentlicht würden.

    Gefällt mir

  9. Erika Lorenz-Löblein schreibt:

    Die Presseerklärung vom Runden Tisch ist abgestimmt, ich stelle sie hier rein. Opa, gerne kannst du sie anders platzieren ….

    „Rechtsfreier Raum Forensik“? – „Runder Tisch“ der kbo-Klinik Taufkirchen
    (Gemeinsame Presseerklärung – abgestimmt mit allen Beteiligten)

    Auf Initiative der Leitung des kbo-Klinikums Taufkirchen (Vils) fand am 12.08.2013 ein „Runder Tisch“ zum Thema Maßregelvollzug/Forensik im Neubau der Klinik für forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Taufkirchen statt.
    Im Einladungsschreiben zu diesem Runden Tisch hieß es:
    „… in der (nicht zuletzt durch den „Fall“ Gustl Mollath) öffentlich geführten Diskussion über den Maßregelvollzug („Forensik“) gibt es aus unserer Sicht zahlreiche Missverständnisse bzw. Anklagen und Vorwürfe, die mit der Realität des Maßregelvollzuges nichts bis wenig zu tun haben.
    Unsere Klinik ist – im Sinne unseres „Leitbildes“ – um Offenheit und Transparenz bemüht. Wir haben nichts zu verbergen und sind gerne bereit, uns auch mit kritischen Meinungen auseinanderzusetzen …“.

    An dem von Frau Rechtsanwältin Lorenz-Löblein auf Bitten der Klinikleitung moderierten „Runden Tisch“ nahmen (in alphabetischer Reihenfolge) teil:
    – Herr Badura (Pflegedienstleitung Forensik),
    – Frau Dr. Binder (Oberärztin der Forensik),
    – Herr Prof. Dose (Ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikums Taufkirchen),
    – Frau Dr. med. Fick (Menschenrechtsbeauftragte der Bayerischen Landesärzte-kammer),
    – Frau Haas und Frau Tagwerker (Patientinnen der Forensik; mit der Veröffentlichung ihres Namens einverstanden)
    – Herr Hemmersbach (Geschäftsführer des kbo-Isar-Amper-Klinikum),
    – Frau Herrmann (Angehörigengruppe Forensik Taufkirchen),
    – Frau Klein (Chefärztin, Leiterin des Maßregelvollzugs in Taufkirchen seit 01.07.2013),
    – Herr Letsch (Zusammenschluss Bayerischer Bildungsinitiativen),
    – Herr Lüttecke (verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit am kbo-Isar-Amper-Klinikum),
    – Frau Pfarrerin Oefele (Seelsorgerin an der Klinik Taufkirchen),
    – Frau Winter (Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V.),

    Eingeladen waren außerdem Vertreter des Netzwerks Psychiatrie e.V. (München), die Initiative Bayerischer Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger e.V., Vertreter der Münchner Psychiatrie-Erfahrenen (MüPE) e.V., die Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. (vertreten durch Frau RA’in Lorenz-Löblein), sowie die „Interessenvertretung Inhaftierter (Iv.I.)“, die jedoch nicht erschienen. Fritz Schuster (Bundesverband der Psychiatrie-Erfahrenen und „Initiative Inhaftierter“) hatte Frau Lorenz-Löblein seine Teilnahme als „Telefongast“ angekündigt, sich aber nicht (wie vereinbart) bei der Klinik gemeldet.
    Nach einer „Vorstellungsrunde“ hatten die einzelnen Teilnehmer Gelegenheit, ihre Fragen und Anregungen vorzutragen.
    Dabei ging es (von Seiten der „Angehörigengruppe Forensik Taufkirchen“) insbesondere um die Frage der Vermeidbarkeit von Isolierungs- und Fixierungsmaßnahmen, zu denen die Klinikleitung ausführte, Isolierungen und Fixierungen würden – entsprechend unternehmensweit geltender „Richtlinien“ – ausschließlich in nicht vermeidbaren Situationen eingesetzt und seien in diesen Situationen auch in der Regel nicht vermeidbar. Von den anwesenden Patientinnen (eine von ihnen war selbst schon einmal fixiert worden) wurde eingebracht, Isolierungen und Fixierungen hielten sie auch zum Schutz der Mitpatientinnen für richtig, da es immer wieder auf den Stationen zu bedrohlichen Situationen durch aggressive Patientinnen komme. Diese würden manchmal Angst erzeugen, und man sei dann als Patientin froh, wenn man durch Eingriffe des Personals (die sich die Patientinnen gelegentlich zu einem früheren Zeitpunkt wünschen würden) geschützt werde. Außer den beiden anwesenden Patientinnen, Frau Herrmann und Frau Lorenz-Löblein hatten nur die anwesenden Mitarbeiter des BKH jemals mit Personen mit Fixierungserfahrung gesprochen.
    Um zu diesem Thema „Transparenz“ zu schaffen sprach die Klinikleitung an alle Beteiligten des „Rundes Tisch“ die Einladung aus, sich durch eine „Hospitation“ auf einer der Forensik-Stationen ein eigenes Bild von den Verhältnissen zu machen. Die Hospitation sollte mindestens eine Woche dauern, um ein reales Bild über die Gegebenheiten auf Station zu vermitteln.
    Frau Dr. Fick führte aus, dass sie von der Klinikleitung gebeten worden sei, die (öffentlich bezüglich „Menschenrechtsverletzungen“ etc.) gegen die Klinik gerichteten Vorwürfe zu überprüfen und dass sie dazu in ihrer Funktion als „Menschenrechtsbeauftragte der Bayerischen Landesärztekammer“ auch bereit sei. Sie wolle in den nächsten Tagen versuchen, zu der Klage führenden Patientin Ilona Haslbauer Kontakt aufzunehmen und sie bei diesem Gespräch auch darum zu bitten, die Klinikleitung von der ärztlichen Schweigepflicht zu entbinden, damit auch diese eine Stellungnahme zu diesen Vorwürfen abgeben könne. Bislang hatte Frau Haslbauer nach Bericht der Klinikleitung diese erbetene Entbindung von der Schweigepflicht verweigert. Zwischenzeitlich hat (Information durch Frau Dr. Fick) ein Gesprächsversuch von Frau Dr. Fick stattgefunden, den Frau H. nach Angaben Frau Dr. Ficks „vehement abgelehnt“hat.
    Von Herrn Letsch (Zusammenschluss bayerischer Bildungsinitiativen) wurde vorgetragen, dass die öffentlich gemachten Vorwürfe von Frau Haslbauer die Zusammenschlüsse der „Psychiatrie-Erfahrenen“ sehr beunruhigen würden und man sich diesbezüglich eine Aufklärung wünsche. Bei den Unterstützern gebe es keine einheitliche Sichtweise der Situation.
    Die Klinikleitung führte dazu aus, man sei gerne bereit, zu allen Vorwürfen umfangreich Stellung zu nehmen und Transparenz zu schaffen. Voraussetzung sei allerdings zuerst, dass pauschal erhobene Vorwürfe konkretisiert würden und dass Frau Haslbauer die schon lange eingeforderte Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht erteile, da sonst nur zu konkreten, öffentlich erhobenen Einzelvorwürfen Stellung genommen werden könne.
    Von Seiten der Klinikleitung wurde auf die seelische Belastung und verunsichernde Wirkung der in der Öffentlichkeit (zumeist unhinterfragt) pauschal erhobenen Vorwürfe berichtet. Es wurde darauf hingewiesen, dass „Patientenbefragungen“ in der Forensischen Klinik das Ergebnis erbracht hätten, dass sich die große Mehrheit der Patientinnen in der Klinik für forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Taufkirchen korrekt und „fair“ behandelt fühl. Dass es in einem derart spannungsreichen Arbeitsgebiet auch von Seiten der Mitarbeiter/-innen zu Fehlern und Versäumnissen kommen könne, sei unausweichlich. Dennoch sei man von Seiten der Klinikleitung durch interne Möglichkeiten wie „Patientenfürsprecher“, Seelsorge, Beschwerdemanagement etc. darum bemüht, den Patientinnen die Möglichkeit zu geben, Klagen und Beschwerden an unabhängige und neutrale Personen heranzutragen, die dann auch zur Aufklärung im Gespräch mit der Klinikleitung verpflichtet seien.

    Insgesamt trug der „Runde Tisch“ dazu bei, das gegenseitige Verständnis für die unterschiedlichen Standpunkte und Sichtweisen zu stärken. Die Mitarbeiter der Klinik bekannten sich zur „konsequenten Inkonsequenz“, d.h. starre Regeln werden verantwortlich ausgelegt und es gibt (im Interesse der Patientinnen) Abweichungen. Die Patientinnen stimmten dieser Aussage zu und betonten, dass dieses gerade der menschliche Aspekt der Klinik sei.

    Besuchs- und „Hospitations-Möglichkeiten“ wurden konkret besprochen und es wurde vereinbart, den „Runden Tisch“ zur Stärkung der Transparenz und des gegenseitigen Vertrauens auch in Zukunft weiterzuführen.

    Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      „Um zu diesem Thema „Transparenz“ zu schaffen sprach die Klinikleitung an alle Beteiligten des „Rundes Tisch“ die Einladung aus, sich durch eine „Hospitation“ auf einer der Forensik-Stationen ein eigenes Bild von den Verhältnissen zu machen. Die Hospitation sollte mindestens eine Woche dauern, um ein reales Bild über die Gegebenheiten auf Station zu vermitteln.“

      diese Einladung finde ich bemerkenswert. Dazu zwei Fragen: 1.)Ist die Einladung auf die Teilnehmer des „Runden Tisches“ begrenzt? Auf die Anwesenden oder auf alle, die eingeladen waren? Könnte auch einem Außenstehenden, Beispiel mir, dem opablogger, eine solche Hospitation ermöglicht werden?
      2.) Wie würde7müßte solche Hospitation konkret aussehen, damit sie wirklich zu Transparenz führt?

      Gefällt mir

      • Erika schreibt:

        Lieber kranich05,
        bitte frage wegen der Hospitation bei Prof. Dose nach. Ist ja unsicher, ob er den Blog immer liest.
        Er war dafür, die Hospitationen einzuführen. Herr Badura als Pflegedienstleitung hatte etwas Bauchschmerzen damit, weil Herr Badura unsicher war, ob ein „Eindruck“ dann wirklich ein aussagekräftiges Bild vermittelt. Deshalb wurde darüber gesprochen, dass die Hospitation mindestens eine Woche dauern sollte, um wirklich viele Situationen erlebt zu haben.
        Schöne Grüße
        Erika

        Gefällt mir

  10. Bert schreibt:

    So sehr mir Frau H als unsympathisch erscheint, geht es doch nicht an, die halbwahren Rechtfertigungs-Kausalitäten des Herrn D. durchgehen zu lassen. Die Selbstlüge des Professors D. zeigt sich sehr schön in der Differenz beider Aussagen:

    „Herr A. hat den Anwaltsbesuch eingetragen und Frau H. gebeten, die anderen drei Besuche zu notieren und diese an ihn weiterzugeben. Frau H. kommentierte dies mit „das ist Deine Aufgabe, Du Arsch, ich mach gar nichts“. Der im Dienstzimmer anwesende Psychologe bat Frau H., den Anweisungen des Personals nachzukommen und die Dienstzimmertüre zu schließen.“

    und

    „Aufgrund des körperlich aggressiven (körperverletzenden) Verhaltens von Frau Haslbauer war eine vorübergehende Fixierung aus Sicht der Klinik unumgänglich, da bereits früher Versuche der verbalen De-Eskalation keine Wirkung gezeigt hatten.“

    So un-nett die Feststellung ist, ist „das ist deine Aufgabe“ dennoch eindeutig richtig.

    Und dieser Missbrauch der Asymmetrie – Eingesperrte sind nicht Verfügungs-Dienst-material –
    sich mit Aufgabenerteilungsanspruch über die untergeben Person stellen zu wollen, ist eben ganz eindeutig falsch – und eskalierend!
    Ebenso ist es eskalierend auf das Schließen der Tür zu bestehen (schneller sind doch drei Namen eingetragen) – und auch hier ist wieder eine halbwahre Rechtfertigung, Sicherheit, von Herrn Prof. D. selbst benannt.

    Zusammenfassend steht also der subtile Missbrauch der Asymmetrie im Raum, der zwar unschön von Frau H. abgewehrt – aber in der Sache berechtigt ist.
    Deeskalierend wäre es gewesen, selbst korrekt zu handeln, und die Namen einfach einzutragen – warum ist das nicht geschehen ? (Dazu gibt der ach so wahrheitsliebende Professor keine Auskunft – aber hier begann die Eskalation – was soll man also von den Worten des Professors halten?)

    Wäre unter den Patienten bekannt, dass bei subtilen Missbräuchen man zum Herrn Professor gehen könnte, und bekannt wäre, dass der sehr korrekt und unvoreingenommen wäre, dann bestünde in solch eine Situation ja die Möglichkeit nachzugeben und sich bei dem Professor zu beschweren… Da aber das Verhalten des Professors nicht recht und nicht korrekt ist, ist von vornherein die auf Seiten der Patienten mögliche Toleranz, kontrolliert und erfolgreich angehört Beschwerde zu führen, reduziert, somit trägt grundsätzlich das Verhalten des Professors eine Teilschuld. Was bleibt dann durch den Professor mitverschuldet übrig: Sofortige Reaktionen, die – weil ja nicht recht gehandelt wird – auch nicht vernünftig ausgehandelt werden kann.
    Es kommt also die nächst Teilschuld dem Mitarbeiter zu, der mit dem psychiatrischen Ort überfordert ist, und Form und Aggression nicht vom Sachverstand trennen will/kann, und trotz psychiatrisch belasteter Ausdrucksweise nicht mehr zu einem vernünftig Dialog bereit ist.

    Man mag Verständnis haben, aber die Leute sind ja von sich aus, und ausgebildet in einer Psychiatrie – und nicht beim Golfspielen mit gepflogenen Benimmregeln. Man muss also schon erwarten können, dass Mitarbeiter – anders als im normalen Leben – die Patienten, dann wirklich wie Patienten behandeln, in dem Sinn, dass die Asymmetrie nicht zu einer Frustabladung sondern zu einer Frusttoleranz führt, und trotz formeller Beleidigung der Inhalt vernünftig handlebar und kommunizierbar bleibt.

    Ich würde das dem Prof so nicht durchgehen lassen – wir sind hier ja nicht im Kindergarten, wo jedes Kind ein bisschen beim Erzählen schummeln darf. Ich würde feststellen, dass das Personal ihre Aufgaben selbst erledigen soll, und dass subtile Missbräuche der Asymmetrie nicht geduldet werden können. Ebenfalls wäre die besondere charakterlich-mentale Eignung für die Anforderungen in einer Psychiatrie zu hinterfragen und zu prüfen.

    Wer beim Denunzieren oder in der Verstrickung von Psycho-Macht-Kämpfe vorgefunden wird, sollte durchaus rechtfertigen, wieso die Qualifikation nicht ausreichend war/ist, aus diesem Muster auszubrechen – niemand würde erlauben, dass ein unfolgsames Kind von einem Lehrer geschlagen wird, weil der Lehrer überfordert war.

    Gefällt mir

    • Bert schreibt:

      Das wäre so, als würden wir Lehrer auf schwer-erziehbare Kinder loslassen, und würden von diesen Lehrern nicht mehr Toleranz und Qualifikation erwarten, sondern würden ihnen jedes böse Wort als Rechtfertigung durchgehen lassen, die Situation nicht mehr im Griff zu haben; Wir erwarten doch auch hier, dass die Qualifikation dazu führt, dass sie sich eben von solchen ‚Psycho-Spielchen‘ der Schüler nicht fangen und verfangen lassen, widerstehen können, durchlässig bleiben, kurz : einfach (genug) professionell sind – um bei einer Eskalation erst gar nicht mitzuwirken.
      Professionalität könnte über den anfeindenden Ton hinwegsehen, Recht geben und mit Freundlichkeit antworten. Darauf hat doch die Patientin keinen Einfluss.

      Gefällt mir

    • kranich05 schreibt:

      Danke für Ihre sorgfältige Betrachtung der geschilderten Ereignisse. Ihre Wertungen und Schlüsse finde ich überzeugend.

      Gefällt mir

  11. ohje schreibt:

    „Frau H. ließ sich auf den Boden gleiten. Frau H. tritt auf dem Boden liegend mit dem freien Bein gezielt in Richtung Intimbereich von Herrn A.. Mit dem zweiten Bein trat die Patientin wiederholt im Wechsel mehrmals in Richtung Intimbereich.“

    Ein freies Bein, ein zweites Bein…. fehlt nur die Darstellung, was in dieser Zeit mit ihrem festgehaltenen oder „ersten“ Bein war. Festgehalten? Eskalation provoziert? Nichts liegt uns so fern wie das, wir sind doch Experten! Das hat sie sich alles selbst zuzuschreiben.

    „Nicht zutreffend ist die Behauptung, Frau Haslbauer habe nicht geschlafen. Von 1 Uhr bis 3 Uhr und von 4 Uhr bis 4.50 Uhr ist „Schlaf“ dokumentiert.“

    Aber bitte nicht vergessen, dass sie auch in dieser Zeit brandgefährlich war!

    Ohne Sarkasmus ist das nicht zu ertragen,

    Gefällt mir

  12. Norddeutsche schreibt:

    @Bert…

    Danke….

    hätte der Mitarbeiter Frau H. nach den Namen der Besucher gefragt…(also seine ARbeit erledigt…scheinbar muß er ja das Besucherbuch führen und nicht die Patienten)..hätte sie keine Gelegenheit gehabt verbal unter die Tischkante zu treten….

    darauf ergreift der Psychologe auch noch Partei…sie fühlt sich wieder einmal? zu unrecht behandelt..und schon gehts los…

    wenn das alles Profi’s in der Klinik sind, dann müßte es anders ablaufen…dann hätte man das vermeiden können….
    das völlig unnötig….die ganze Situation von Anfang bis Ende…völlig überflüssig…

    und wer badet das aus? die Patientin natürlich…

    wäre doch mal ein schöner Zug, wenn der entsprechende Mitarbeiter, der das Besucherbuch führen muss, zu ihr geht und sich mit ihr zusammen setzt…und ein ordentliches Gespräch führt…

    bitte nicht vergessen, dass sie schon seit 2 Jahren? isoliert lebt…natürlich ist sie dann schwer mißtrauisch und verbal angreifend…ganz bestimmt…wer wäre das nicht?

    Gefällt mir

  13. urs schreibt:

    Die Presseerklärung des Klinikleiters ist nur peinlich – es ist frustrierend, dass gegen die Eingeständnisse von Seiten der Klinikseite der Freiheitsberaubung und Schikane nicht bzw. nur schwer angegangen werden kann. Selbst aus der Rechtfertigung der Kliniksleitung wird deutlich, dass die Situation im Vorfeld hätte deeskaliert werden können. Warum muss man die Patientin provozieren indem man nur einen Namen aufschreibt aber die anderen nicht? Weshalb geht man auch nach den Beleidigungen der Patientin nicht zur Tagesordnung über und lässt sie in den Frühstücksraum? Es ist doch nur reine Provokation die Patientin nach der Meinungsverschiedenheit ins Zimmer zu schicken! Beschimpfungen sind kein Grund für eine Fixierung über 24h!! Aber auch der Rest der Rechtfertigung ist ein Armutszeugnis für die Angestellten der Unterbringung. Selbst wenn eine Fixierung gerechtfertigt gewesen wäre, ist es doch unwahrscheinlich, dass der/die Betroffene sich nicht hätte erleichtern müssen. Die Pflegenden hätten nachfragen müssen ob sie auf Toilette gemusst hätte, oder kontrollieren müssen ob die Betroffene eingenässt hätte – mit den entsprechenden Resulataten. – Ohne Flüssigkeitsentzug ist es unwahrscheinlich, dass man 24h kein „Wasser lässt“. genauso unwahrscheinlich ist es, dass die fixierte Person im Hochsommer keinen Durst hat. Als eine die aus der Krankenpflege kommt, frage ich mich, wie man solche diese Zustände versuchen zu rechtfertigen kann. Meiner Meinung nach, kann man nur den Beruf wechseln oder in ein anderes Aufgabengebiet wechseln.

    Gefällt mir

  14. lotharson schreibt:

    Das Hauptproblem in der Psychiatrie besteht darin, dass zahllosen Patienten Antidepressiva gegeben werden, obwohl deren Wirksamkeit NIE wissenschaftlich nachgewiesen wurde.

    Das stimmt völlig!

    Lothars Sohn – Lothar’s son

    http://lotharlorraine.wordpress.com

    Gefällt mir

  15. Florian G. schreibt:

    Also mal ehrlich, die schlechteste und fehlerhafteste Argumentation die ich je gehört habe – so argumentiert ein pubertierendes Kind, aber niemand mit akadamischen Grad!
    Hier ihre Stellungnahme mit einem partergreifenden Intro zu beginnen ist schon ne frechheit. (Leute seht her was die böse Frau gemacht hat) Das ist geschmacklos!

    Als zweites fällt hier auf – verdammt warum tun die Pfleger ihren Job ned? Warum stellen sie sich quer? Namen eintragen, so wie es sich gehört und fertig. Ich unterstelle niemanden etwas, aber wenn man alle Infos die nach draussen kommen aufmerksam betrachtet, macht sich ganz klar das Bild breit, dass die Angestellten dort den Patienten das Leben nicht gerade erleichtern, wobei wir schon beim nächsten Punkt wären. Verdammte Axt nochmal, reagieren so Experten? Es kann doch nicht sein, dass geschultes Personal in so einer Institution so ein unprofessionelles Verhalten an den Tag legt. Hachgotterlna, sie hat mich beleidigt, quält sie, sofort! Pussys sind das! Bei Gott, es ist kein einfacher Beruf, aber das wusste das Personal vorher, dann arbeitet mit Profis! Zwangsfixierung – für mich eher ein Racheakt. Was bildet ihr euch eigentlich ein, zu entscheiden „Jetzt hat die Patientin Schmerzen verdient!“ – ihr seid nicht Gott. Das ist Perversion!

    Pfui Teufel!!

    Gefällt mir

  16. Nina Hagen schreibt:

    Hat der Klaus Peter und Opablog sich denn eigentlich schon einmal mal die Ehre gegeben , SELBST BEI ILONA PERSÖNLICH ANZURUFEN ? FRAGT IHN DAS DOCH BITTE MAL JEMAND … Die Nummern sind doch seit Langem durch Fritz Schuster bekannt ! ? ! —> 08084 – 934 – 14 39 . –> am Besten zwischen 17.00 und 17.30 — und dann gehts nochmal ab18.00 bis 20.00 ,
    —>Ilona Haslbauer 08084 – 934 – 14 39 ….https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151685329411523&set=a.438369761522.237263.10100331522&type=1&t

    Gefällt mir

  17. Sabine schreibt:

    Auffallend ist, so lange Herr Mollath nach seinen Angaben in Isolationshaft war, hatte er keinen Kontakt nach draussen. Erst hinterher wurden diese Sachen bekannt. So habe ich das schon öfters gehört.
    Und jetzt wird im Fall Haslbauer von derzeitiger Voll-Isolationshaft-Folter etc. gesprochen, und es gibt zahlreiche Außenkontakte, um über die derzeitige Isolation zu berichten. Täglich ein Telefonat mit Fritz Schuster, Interviews mit Medien und sonstige Personen, die darüber im Internet berichten, wie Nina Hagen. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist sogar ein Telefonat mit Nina Hagen als Beweis für die Isolation veröffentlicht.
    Kann mir bitte jemand erklären, was Isolationshaft ist?

    Gefällt mir

  18. Norddeutsche schreibt:

    Hallo,

    da einfach mal das I-net bemühen….bei Wiki gibt’s eine sehr gute Erklärung dazu…

    in der JVA Bruchsal war ein Gefangener von 1996 bis 2006 23 Stunden täglich in Isolationshaft..kein Kontakt..zu niemandem….
    in der JVA Celle jemand 15 Jahre….anschließend wurde ihm seine Ungefährlichkeit attestiert und er wurde entlassen…

    die Isolationshaft wird von den Menschenrechtsorganisationen als Foltermethode bezeichnet…

    also…mal selber schauen…

    Gefällt mir

  19. ohje schreibt:

    „Dabei ging es (von Seiten der „Angehörigengruppe Forensik Taufkirchen“) insbesondere um die Frage der Vermeidbarkeit von Isolierungs- und Fixierungsmaßnahmen, zu denen die Klinikleitung ausführte, Isolierungen und Fixierungen würden – entsprechend unternehmensweit geltender „Richtlinien“ – ausschließlich in nicht vermeidbaren Situationen eingesetzt und seien in diesen Situationen auch in der Regel nicht vermeidbar. “

    Wo können die unternehmensweit geltenden „Richtlininien“ eingesehen werden?

    Gefällt mir

  20. Norddeutsche schreibt:

    Hallo,

    was mich jetzt stutzig macht: „Unternehmensweite Richtlinien“….na und? wenn die wider dem Grundgesetz sind oder sonstige gesetzliche Regelungen unterlaufen, dürfte eine Fixierung oder Isolierung gar nicht stattfinden…ergo ist es wirklich von Wichtigkeit, diese „Richtlinien“ öffentlich einzusehen..

    Gefällt mir

  21. Anna schreibt:

    „Frau H. wurde aufgefordert, ins Zimmer zu gehen. Dies war erforderlich, weil die Patientin bedrohlich erschien.“

    Warum erschien sie bedrohlich?

    (Paranoides Bedrohungserleben des Personals?)

    „Frau H. weigerte sich, ins Zimmer zu gehen und wurde deshalb ins Zimmer begleitet. Patientin hat mit tätlicher Gegenwehr versucht, zu verhindern, dass sie ins Zimmer gebracht wird“

    Wie sah diese „tätliche Gegenwehr“ konkret aus? (Bißchen gezappelt ?? Auf der Stelle gestanden und sich gegen mitgezogen werden gestemmt ?)

    „Frau H. ließ sich auf den Boden gleiten.“

    Spricht nicht für Gewaltpotential, sondern das ist passiver Widerstand, sich gegen mitgehen zu wehren, indem man sich auf den Boden setzt/legt.

    „Frau H. tritt auf dem Boden liegend mit dem freien Bein gezielt in Richtung Intimbereich von Herrn A.. Mit dem zweiten Bein trat die Patientin wiederholt im Wechsel mehrmals in Richtung Intimbereich.“

    möglicherweise auch Interpretationssache

    Ich war nicht dabei. Was Dose aber hier ausführt, ist sehr ungenau und lässt VIELE Fragen offen.

    Gefällt mir

  22. Pingback: Psychiatrie-Folter? Harte Methoden in der Psychiatrie: 25 Stunden gefesselt? - Behoerdenstress

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s