Der Unterstützerkreis wächst und wächst

Die Online-Petition für Gustl Mollath haben jetzt knapp 50 000 Menschen unterzeichnet, davon 20 000 aus Bayern. Das sind deutschlandweit 0,07% und in Bayern 0,15% der Einwohner. Da ist, wie man so sagt, noch Luft nach oben.

Jetzt aber unterstützen zunehmend politische Schwergewichte den Gustl Mollath, z. B. die bekannte Dr. Gabriele Pauli, die sich kürzlich im bayerischen Landtag für ihn einsetzte. Sie hat Mollath eingeladen, sie beim bayerischen Staatsempfang zu begleiten. Mutig, wo doch die größten Kapazitäten seine andauernde Gefährlichkeit bezeugen. Vielleicht nutzt ja sogar der Landesvater die Gelegenheit zu einem fotogenen Prösterchen oder Beate Merk, von der neuerdings alle Welt weiß, wie sehr sie Gustls Schicksal umtreibt. Alle beten, daß der böse Dr. Leipziger die Erlaubnis gibt. Gustl Mollath soll versprochen haben, daß er „still und brav neben Frau Pauli stehen“ würde. Was aber, wenn er doch mit Häppchenspießen bewaffnet auf den Parkplatz schleicht und die Nobelkarossen….

Wahrscheinlich wird alles gut ausgehen. Liegt doch in Bayreuth seit je her über allem die Zaubermacht der Musik. Und um die ist es ein „eichen Ding“, das wußte man sogar im Herzen des Unrechtsstaats, späterem Freistaat.

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31 Antworten zu Der Unterstützerkreis wächst und wächst

  1. Friedrich Leinweber schreibt:

    Genau,- der einzige der mal richtig(tages) Urlaub braucht ist unser Gust! Er kann mit Dr. Gabriele ruhig mal ein Tänzchen machen und ein wenig kuscheln, warum nur brav daneben stehn.
    Dann achtet er auch nicht auf die Spiesschen. Schliesslich ist er ja DER BEGLEITER!
    Unbedingt soll er sich auch die halbe Kante geben, damit sein Humor einen geeigneten Charme
    bekommt. “ Aber Herr Mollath, Sie sind ja gemaiiiiiin“, — aber nischt gefährlisch“ Hupps“.
    Dr. Leipziger kann ja in der Zwischenzeit das Doppelbett beziehen!

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  2. Sina schreibt:

    Welche Dr. Gabriele Pauli genau ist gemein?

    Hoffentlich nicht diejenige, die ziemlich eigenartige Sachen von sich gegeben hat?

    Dr. Gabriele Pauli bittet erfolglos um Wiederaufnahme in die CSU
    http://de.wikinews.org/wiki/Gabriele_Pauli_bittet_erfolglos_um_Wiederaufnahme_in_die_CSU

    Dr. Gabriele Pauli liebäugelt mit Guttenberg
    http://www.focus.de/politik/deutschland/neue-partei-dr-gabriele-pauli-liebaeugelt-mit-guttenberg_aid_692437.html

    ———————
    Eine Anfrage nach einem Exklusiv-Interview auf Paulis Mailbox habe ein Mitarbeiter einer Agentur namens MSE in Stein bei Nürnberg beantwortet. Die klebte gemäß dem Münchner Nachrichtenmagazin ein Preisschild an das Interview: 30.000 Euro!

    Als wäre das nicht genug der Unverfrorenheit, erklärte diese Agentur laut Focus auch noch, das Magazin dürfe Wünsche äußern, “wie bestimmte Antworten ausfallen sollten.” (!)

    Laut „Spiegel“ soll die Zeitschrift „Vanity Fair“ für die exklusive Veröffentlichung von Paulis CSU-Austrittserklärung Geld gezahlt haben. Wenn der politische Ruf verspielt ist, kann man nur noch seinen guten Namen verlieren. Frau Pauli gibt sich Mühe.

    http://deutschlandwoche.de.dd25630.kasserver.com/2007/11/26/gabriele-pauli-von-der-latex-lady-zur-medien-hure/
    ————————–

    Da wäre der Satz „Jetzt aber unterstützen zunehmend politische Schwergewichte den Gustl Mollath“ nämlich ziemlich absurd, dass ist Frau Dr. Gabriele Pauli nämlich ganz und gar nicht.
    Eher würden die Menschen dann wohl sagen „Na, da haben sich ja die zwei Richtigen (Bekloppten) gefunden.

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  4. freumich schreibt:

    Das finde ich eine sehr gute Idee von Frau Pauli! Ja, das ist eine der allerwenigsten bekannteren Persönlichkeiten aus der Politik,die das Herz noch auf dem richtigen Fleck haben- ganz im Gegensatz zu Frau Merk, die immer wirkt wie eine eine blutleere, herzlose Schreckens- Marionette !

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    • Sina schreibt:

      Huhu freumich

      Ist das nun Ironie oder ernst gemeint?

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      • freumich schreibt:

        Es war nicht ironisch gemeint. Ich fand das tatsächlich eine gute Idee. DenTratsch über Pauli kannte ich noch nicht, aber daß sie sich mit Steuber nicht gut verstehen konnte, kann ich z.B. sehr gut nachvollziehen. Wir werden sehen, wie es dem Gustl Mollath bekommt. Ich hatte nicht daran gezweifelt, daß sie ihm wirklich damit helfen will! Ich meine: Bei der regierenden Polit Prominenz in Bayern kann sie sich mit Mollath ja höchstens unbeliebt machen.

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  5. freumich schreibt:

    Daß es nur 50 000 sind bei der Online-Petition hat mich allerdings überrascht und auch ein bisschen enttäuscht! Bekommen wir doch mit der Causa Mollath einen wahren Abgrund an Unmenschlichkeit präsentiert! Sehen wir doch beispielhaft an diesem Fall, wie tief Menschen sinken können, wenn es um Macht-und Geldgier geht! Mich hat schon lange nichts mehr so erschreckt und berührt und ich möchte mich fast immer nochmal kneifen, wenn ich wieder neue Schreckensnachrichten über dieses Marionettentheater lese, um mich zu vergewissern, daß ich nicht in einem bösen Traum bin und auch nicht in einer sogenannten Diktatur lebe, sondern daß so etwas hier in unserem angeblich so freien, demokratischen Land geschieht! So schlimm ist es mir hier noch nie vorgekommen! Und daneben erfährt man dann auch noch von vielen ähnlichen Fällen(z.B. wegen 15-Euro-Essensdiebstahl in der Forensik), sodaß man weiß: Dies ist kein Zu-oder Einzelfall, sondern dies resultiert auch aus einem existierenden Unrechts-System! Warum begreifen das wieder nur erst 50 000 von uns?

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  6. fahrschueler schreibt:

    Seit Nachmittag waren es heute mindestens 1.000 Zeichner und die Kurve geht steil nach oben. Bundesweit scheint das Thema nun breiter zu werden und es bleiben noch 46 weitere Tage.

    https://www.openpetition.de/petition/statistik/freiheit-fuer-gustl-mollath

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  7. Johannes Bard schreibt:

    Wenn der tapfere Herr Mollath bald frei sein wird, wer schützt ihn dann eigentlich vor seinen ganzen „Beschützern“, die so viel Zeit und Engagement für „unseren Gustl“ aufgebracht haben und nun plötzlich „loslassen lernen“ müssen?

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    • freumich schreibt:

      Zynismus und Ironie ist hier, finde ich, fehl am Platz. Leider kann ihn niemand von uns gegen das Unrecht schützen, das ihm jetzt schon so lange angetan wird und auf das jeder gerechtigkeitssensible Mensch mit kundgetanem Protest reagieren muß, um den Menschen, der diesem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, zu unterstützen-und ja: möglichst dadurch vor weiterem Unrecht zu bewahren! Was ist daran Ihrer Meinung nach zu bespötteln?

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      • Johannes Bard schreibt:

        Das war weder zynisch, noch ironisch gemeint. Ich bin selbst ein aktiver Kämpfer für Herrn ING. G. Mollath´s Freilassung und seiner vollständigen Rehabilitation. Genau darum frage ich mich: wie wird der Mann letztlich aber die Geister wieder los, die er rief?

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    • Friedrich Leinweber schreibt:

      Man sah doch bei der Buchvorstellung, wie Gustl sich freute wieder unter Menschen
      zu sein. Und mit den Medien kann er sehr gut umgehen. Er sagte doch: Mit der Freiheit
      hatte er noch nie Probleme und meinen Humor habe ich auch nicht verloren!

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      • Johannes Bard schreibt:

        meine Sorge ist, dass mit dem Duktus „uns Gustl“ für einen gestandenen Ingenieur mit der üblichen Anrede für fremde erwachsene Menschen „Herr Mollath“ bereits eine – völlig unbeabsichtigte – Entwertung verbunden ist, die ihn geradezu in eine Rolle bugsiert, die der dauerhaften „Beschützung“ bedarf. Das erlaubte ich mir vorsichtig zu hinterfragen.

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  8. freumich schreibt:

    @Johannes Bard: Ich weiß nicht, welche „Geister“ sie da meinen! Könnten Sie das dann nicht hier einmal konkretisieren? Das wäre dann doch eine interessante, konstruktivere Aussage, wie dieser unterschwellige, vernebelte Vorwurf, den Sie da oben abgeliefert haben! Also bitte: Wen oder was meinen Sie genau mit diesen „Beschützern“,um deren „Nicht-Loslassen-Können“ Sie sich so sorgen? Ich wäre heute noch ein großes Stück sorgloser, aber auch ahnungsloser,wenn es einen Fall Mollath nie gegeben hätte und wenn anlässlich dessen nicht auch noch andere Fälle von Forensik-Opfern in Deutschland ans Licht der Öffentlichkeit gekommen wären. Ich möchte aber nicht ahnunhslos vor mich hinleben, sondern in meinem Leben möglichst viel von der real agierenden Menschheit mitbekommen und selber darauf aus eigenem Herzen und Verstand reagieren dürfen, ohne daß andere darüber die Nase rümpfen und dann auch noch ohne nähere Erklärung! Ich sag’s Ihnen hier ehrlich: Ich habe Sie aufgrund ihres obersten Kommentars für einen Maulwurf gehalten und weiß bis jetzt noch nicht, ob da nicht etwas dran ist! Wenn es also nicht so ist, dann erklären Sie uns bitte, was Sie genau gemeint haben! Entschuldigung im vorhinein für meine Empfindlichkeit, wenn ich Sie falsch verdächtigt habe. Aber ich weiß doch auch, wie viele andere, daß immer wieder das Zerteilungsschwert DIVIDE ET IMPERA angewendet wird, einfach, weil es immer noch und immer wieder so gut funktioniert!

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    • Johannes Bard schreibt:

      Hallo, ich bedauere, dass ich in meinem ersten diesbezüglichen Kommentar: „wer schützt vor den Beschützern“ nicht verstanden wurde.
      Ich stellte mir vor, ich wäre „Hansi Bard“ und seit Jahren in dieser grauenhaften Situation. Ich könnte nur auf Rettung hoffen, wenn möglichst viele Menschen sich mit mir solidarisierten. Das gelänge auch. Das Problem für mich wäre: Viele der Unterstützer würden sich im Laufe der langen Unterstützung derartig in meine Angelegenheiten „knien“, dass sie langsam zu „selbsterklärten Beschützern“ mutieren, die mich – wegen meines schlimmen Schicksals – ohne mich wirklich, oder gar persönlich zu kennen – in ihr Herz schlössen und mich schleichend als „ihren Hansi“, der stets ihrer ganzen Kraft und Aufmerksamkeit bedarf in ihr Leben einbezögen. Ich bin aber nicht „deren Hansi“. Ich bin ein erwachsener, selbstbestimmter Mensch, der – sobald es irgend möglich ist – bitte sein ganz privates Leben führen will, ohne am Ende „jedermans Hansi“ sein zu müssen. Zusammengefasst: Wie wird man die – nach allen Neuigkeiten lechzende – Beschützerschar wieder los, wenn man keine Beschützer und keine Unterstützer mehr braucht. Sind alle Unterstützer und Beschützer ihrerseits auch so reif, Herrn Mollath („unseren Gustl“) wirklich auch ihrerseits wieder „freizulassen“???

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  9. Friedrich Leinweber schreibt:

    Für uns Unterstützer ist das kein Problem, wenn wir uns hier im Forum austauschen, natürlich
    bei einer persönlichen Begegnung sieht das anders aus. Eine öffentliche Entwertung hat
    in Justizkreisen bis jetzt sowieso stattgefunden, “ der Fall Mollath“ oder“ Mollath muss weiter
    sitzen“. Mollath——wie Müll.- Namen können immer in den Dreck gezogen werden.
    Wir wollen mit “ unser Gustl“ unsere herzliche Verbundenheit zum Ausdruck bringen. Wir leiden
    und freuen uns mit Ihm! Sein Auftreten und seine Worte entwaffnen fast jeden Kritiker!

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    • Franke schreibt:

      Ich teile die Meinung des Herrn Johannes Bard.
      In meinen sämtlichen Forumsbeiträgen habe ich grundsätzlich über Herrn Mollath gesprochen.
      Ich halte das als jemand, der sich vehement für die Rehabilitierung des Herrn Mollath einsetzt (ihn aber nicht persönlich kennt), für etwas Selbstverständliches. Das gebietet der Respekt.

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  10. freumich schreibt:

    @Johannes Bard um 14:14Uhr: Ich hätte es tatsächlich vorsichtiger gefunden, ihre Kritik gleich so konkret zu formulieren. Es ist eine Frage des Stils, wie jeder mit seiner Anteilnahme umgeht. Ich selbst würde Gustl Mollath wohl auch nie als „unseren“ Gustl“ bezeichnen wollen, aber wenn mich das bei anderen so sehr gestört hätte, dann hätte ich einfach mal freundlich darauf hingewiesen, daß diese Bezeichnung für Gustl eventuell in ihrer anbiedernden Art etwas übergriffliches bedeuten könnte. Aber wir wissen es nicht! Oh Gott, gibts jetzt auch noch zusätzlich Formalprobleme über Anteilnahmebekundungen gegenüber Gustl?Jetzt hab ich schon fast ein schlechtes Gewissen, weil ich jetzt auch nur „Gustl“ geschrieben habe und nicht „Gustl Mollath“!

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    • freumich schreibt:

      ach, sorry ich hätte wohl schreiben müssen „Herr Ingenieur Gustl Mollath“, um ihrem Formalitätsbedürfnis zu genügen! Aber ich glaube nicht, daß Gustl gern mit „Herr Ingenieur“ angesredet werden will! Dann sicher lieber mit „Gustl“! So spießig schätze ich ihn nicht ein!

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  11. freumich schreibt:

    Werter Herr Bard! Sie sind schon richtig verstanden worden. Reinknien tun Sie sich doch aber eigentlich nur in Gustl’s persönliche Probleme, indem Sie vorgeben, genau zu wissen, was für ihn bedrückend ist und was nicht. Ich glaube, es gibt in einer solchen Situation nichts wichtigeres, als zu wissen, daß viele Menschen an einen glauben und mitfühlen und von Herzen einen guten Ausgang wünschen! Gute Wünsche sind gute Wünsche und keine bedrückenden Forderungen!

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    • Friedrich Leinweber schreibt:

      Ganz genau. Das Bedrückende ist der Umstand, mit dem er leben muss.
      Die Folter ist die Ungerechtgikeit mit der Er auch jetzt noch konfrontiert wird, Ihn immer
      noch als verrückt zu bezeichnen,es hat nie ein wissenschaftlich fundiertes Gutachten
      über seinen Geisteszustand existiert! Das Urteil von 2006 ist aufzuheben!
      Es ist Zeit „unsern Gustl“ zu entlassen!

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      • Franke schreibt:

        Dieses GEGUSTLE geht mir langsam auf die Nerven.
        Herr Mollath ist ein normaler, erwachsener Mensch wie Sie und ich.
        Ich setze mich für Herrn Mollath ein, aber nicht für „meinen Gustl“.

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  12. Edgar Siegwart schreibt:

    Wer kann helfen ? Suche T-Shirt und Aufkleber „Freihet für Mollath“

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