Ein ausführlicher Brief von Gustl Mollath und – eine mehr als lange Leitung

Am 2.4.2013 hatte Michael Gleich an Gustl Mollath einen Brief geschrieben. Darin wurde Mollath zu Blockupy 2013 eingeladen. Gustl Mollath antwortete am 14.4.2013. So sieht die Vorderseite seines Antwort-Briefumschlags aus. Daß es um „Blockupy Frankfurt 2013“ geht, ist eindeutig zu erkennen.

mollath14.4135

 

Gustls Brief ist einen Tag nach seinem Schreibdatum, also am 15.4.2013 gestempelt worden. Michael Gleich hatte ihn aber erst am 12.07.2013!!!

Michael Gleich schreibt:“Das nenne ich mal eine Postlaufzeit! Vermutlich ist der Inhalt der Grund gewesen, man wollte wohl nicht, dass wir beginnen seine Briefe vor großen Gruppen zu verlesen, bei immer größer werdenden wiederkehrenden Demos, wie Blockupy, oder übersetzt ins Englische bei OccupyWallSt, ins Spanische übersetzt bei DemocraciaRealYa, oder bei den Whistleblowerdemos für Snowden, Manning und Assange!“ 

Und hier folgt die wörtliche, monatelang, wo auch immer, vergrabene, humanistische Botschaft Gustl Mollaths:

Mollath14.4..131

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8 Antworten zu Ein ausführlicher Brief von Gustl Mollath und – eine mehr als lange Leitung

  1. freumich schreibt:

    Lieber Gustl! Es hat mich und meinen Liebsten wieder sehr gefreut, was Du geschrieben hast!
    Du hast auch eine angenehme,weiche klare Schrift, die man gut lesen kann! Zu Deinen Ausführungen kann ich jetzt gar nichts mehr hinzufügen, denn Du hast hier alles Wichtige ja schon gesagt. So ist es. Nur dies: Wir denken jeden Tag mehrmals an Dich und wünschen Dir dabei von Herzen baldigste Befreiung aus Deiner jetzigen Zwangslage!

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  2. fahrschueler schreibt:

    man kann auch einen brief a)schreiben b)datieren c)versenden. nicht überall ist verschwörung drin 😉 ansonsten wäre es natürlich wieder nur zu extrem das genau bei GM ein brief erstmal „verschwindet“. schade das die amis nicht auch unsere brife scannen. wär doch schön wenn man so einen zufall dokumentieren könnte 😀

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    • kranich05 schreibt:

      Hallo fahrschüler,
      zu a, b und c würde ich noch d empfangen hinzufügen. Erst da klafft die Lücke. Vielleicht ist in dieser Fall nicht wegen GM extrem, sondern, weil beide, GM und Blockupy, betroffen sind.
      Und sonst: Kein Dienst braucht so lange, es sei denn, er hätte gerade das gewollt.

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  3. Wer von „Verschwörung“ sprach, meinte meist das unerwünschte Aufdecken von Zusammenhängen. Im Unterstützer-Umkreis war meist von Filz die Rede, und hier geht es um eine andere Wirkung: Die Post hat mit dem Stempel den Eingang beurkundet: Und dann? Welche Dienste brauchen so lange, den Inhalt nach möglichen Signalen zu untersuchen?
    Die Post scannt sehr wohl unsere Briefe, aber wohl vor allem in der Zusammenarbeit jene, die nach Amerika gehen. Einen Brief zurückzuhalten, verletzt natürlich nicht das Briefgeheimnis, aber die Ehre der verbliebenen Mitarbeitenden.

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    • Dietmar Nisch schreibt:

      Die N-ationale S-icherheits A-rmee sagt nicht alles was die weiß und will. Aber wenn schon auf dem Umschlag draufsteht, wäre dieser USA-Verein durchaus neugierig. Nicht einmal die Bundeskanzlerin wird informiert, wenn ihre SMS aufgezeichnet werden. Auch wenn im Schreiben getextet sein sollte , wäre dies ein Schlüsselwort – wenn die noch nicht wüßten, dass eine Telefonkarte mit diesem Kerl nichts zu tun hat und es so im Filter hängen bleibt. Ich glaube auch, dass Gustl´s Handschrift zum Glück nicht so einfach in Druckerschrift gescannt werden kann, müßte mit Hand eingetippt werden. Ich habe ein Schreiben einmal kompliziert-einfacher gemacht, indem ich mittig das Blatt Papier mit einer Reißzwecke bzw. Stecknadel auf dem Schreibbrett befestigte und mit langsamer Rotation entgegen dem Uhrzeigersinn von innen nach außen mit Wort für Wort beschrieb, also in einem spiralförmigen Einzeiler. Nur Eingeweite bzw. der Adressat sowie Geheimdienste hätten Interesse.

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      • Dietmar Nisch schreibt:

        Wie ich nun ersehen kann, bin auch ich mit meinem Kommentar um 07:04 „gefiltert“ worden. Da die Worte mit einem Vor- sowie einem Nachzeichen von mir versehen worden sind, sind diese Worte „spurlos“ verschwunden. Wahrscheinlich im .net-Server. Deshalb müßte es nun im Klartext ankommen: „Aber wenn schon auf dem Umschlag draufsteht BLockupy, wäre dieser …“. 2. Satz in Klarschrift: „Auch wenn im Schreiben getextet sein sollte: Bin Laden meine Telefonkarte, wäre dies ein Schlüsselwort – …“.

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    • Dietmar Nisch schreibt:

      Gustl Mollath ist ein kluger und besonnener Mensch, was man alleine schon an den Briefmarken erkennen könnte. Zumal wurden die Briefmarken handgestempelt, was sonst längst schon Stempelmaschinen besser könnten. Nach den damaligen Vorschriften der Deutschen Bundespost wurde die rechtsseitige Briefmarke korrekt gestempelt. Die mittlere Briefmarke kann ich leider nicht als Briefmarke erkennen. Und eine linksseitige Briefmarke „mitten ins Gesicht“ zu stempeln, war bei der DBP verpönt. Nur macht auch mich es stutzig, wenn eine „Laufzeit“ von 11 1/2 Wochen erkennbar sein sollte. Das könnte genügen, mit einem Dampfer von Germany ins weite Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu verfrachten und wieder return. Auch ist es bislang nicht nur einmal vorgekommen, dass Postboten (gibt ja keine preussischen Beamten mehr), die aus Überlastungen (ist kein leichter Laufjob!) die Post im Keller „zwischengelagert“ haben bis zum St.Nimmerleinstag. Oder in einem Wald vergraben, was noch schlimmer ist. Am sichersten wären Brieftauben für Gustl Mollath. Aber dies würde Gustl Mollath wiederum nicht gestattet werden, weil in einer Forensik wohl niemand einem selbstbestimmten Leben und Hobby nachgehen darf. Wenn die Deutsche Post ein gutes Gewissen hätte, so hätte sie sich bei Herrn Michael Gleich entschuldigen können. Auch dafür hatte die DBP einen Stempel, der die zulange Laufzeit beurkundete. Obwohl es dazu als Ersatz keine „Freibriefmarken“ als Entschädigung gab, war die DBP damals ehrlich. Sicherlich hat auch die DP Kontakte zum BKA, Geheimdiensten etc. und völlig zu Recht, weil es vorkommen könnte, dass so „irgendein weisses Pulver“ drin sein könnte oder sonstiges „Trabbelding“. Aber nicht von Gustl Mollath! Ich hoffe damit, dass das „Geheimnis“ der fast 90-tägigen Odysse aufgeklärt werden kann.

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  4. Hans Dietrich schreibt:

    Bei der gespielten, politischen Empörung – das ist auch die Ansicht von Fachleuten – über die Beobachtungspraktiken staatlicher Organisationen ist es doch kein Wunder, dass die Post von Herrn Mollath einer Sonderbehandlung unterliegt.

    Auch unsere Post – wir, meine Frau und ich, haben Wirtschaftskriminalität mit staatlicher Beteiligung zur Anzeige gebracht – wird nachgewiesenermaßen beobachtet.

    Das haben wir dokumentiert und in einem Offenen Brief dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post AG, Herrn Dr. Frank Appel,
    (http://www.hansdietrich.de/data/doc130529-00.pdf) mitgeteilt.
    Selbst dieser Brief unterlag einer Sonderbehandlung, wie dem Eintrag auf unserer Homepage vom 06.06.2013 unter „aktuelles“ zu entnehmen ist (http://www.hansdietrich.de/index.php?id=news#20130606).

    Da auch unsere Post an die Petitionsausschussvorsitzende des Deutschen Bundestages, Frau Steinke (Partei „Die Linke“), nachweisbar im Bundestagsbetrieb unrechtmäßig behandelt wurde, hatten wir die Partei „Die Linke“ vor Ort um Unterstützung gebeten, um sicher zu sein, dass unsere Post die Vorsitzende erreicht. Die Unterstützung erhielten wir.

    Die örtliche Gütersloher Presse – viele andere Medien natürlich auch – ist detailliert informiert, doch sie verschweigt geflissentlich diese Wirtschaftskriminalität, in die auch ein großes, hiesiges Unternehmen verwickelt ist. Das zeigt die Berichterstattung einer Wahlveranstaltung in Gütersloh, bei der ich einige Schreiben an den Vorsitzenden der Partei „Die Linke“, Herrn Riexinger, übergeben habe, Eintrag auf unserer Homepage vom 15.07.2013 unter „aktuelles“ (http://www.hansdietrich.de/index.php?id=news#20130715).

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