Lapp(n)erlich – erinnert grob an „lächerlich“, wahnhaft

Eine Zuschrift von Wolfgang Jensen:

Mag man glauben, ich beleuchte hier die psychologische Seite gesellschaftlicher Erscheinungen, so mag ich erklären, dass Wahn eine geistige Erscheinung ist, und geistige Erscheinungen/Phänomene in den Bereich DES Psychologischen ragen.

Jeder Fall wurzelt im Ideenhaften, im Geist also. Und dieser Geist schafft/e sich geistige Räume, in denen er sich artikuliert und sein Wesen präsentiert – Wahn, und zwar in allen vier Hauptsäulen des gesellschaftlichen Betriebes. Auf der psychologischen Ebene erlaubt sich eine Analyse, und dort können auch nur Lösungen der von Geist verursachten Problematiken entstehen.

Schauen wir kurz auf eine Facette gesellschaftlichen Wahns.
Da glaubt eine „Elite“ daran, sie könne ein Volk betrügen. Sie glauben, sie können es immer weiter und immer umfassender tun. Sie glauben das HARTNÄCKIG. Sie glauben, das Volk existiere nur ihretwegen, um von ihnen betrogen werden zu können. Sie glauben sogar, das Betrügen sei gottgewollt, es sei nicht nur ihr Recht, sondern geradezu ihre (christliche?, welch ein Wahn-Sinn) Pflicht.

Und plötzlich tritt „Horst der Bekehrte“ auf die Bühne und segnet sein Volk, und das Volk jubelt: „Horsti, you are the Erlöser“.

Manche Menschen verfielen dem irrigen Glauben, Systeme seien berechenbar, Nein, sind sie nicht, so wie ein Pulverfass nicht berechenbar ist. Massen-Phänomene entstehen wie aus dem Nichts – erinnert sei an den Flügelschlag des Schmetterlings. Nein, Leben ist in seiner Ausgestaltung nicht absolut berechenbar. Die Erkenntnis, dass ein Volk nicht dauerhaft betrogen, schikaniert und ausgebeutet werden KANN, war und bleibt stets greifbar, realistisch, nicht utopisch: Jetzt und gleich kann’s geschehen. Und weil es diesen unzerstörbaren „Glauben“ gibt, lebt die Menschheit noch.

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3 Antworten zu Lapp(n)erlich – erinnert grob an „lächerlich“, wahnhaft

  1. Frieder Kohler schreibt:

    Gerade legte ich das Sachbuch rororo „Die unheimliche Republik (H. Hannover/G. Wallraff) zur Seite, das mir eine junge Freundin 1986 zu Weihnachten schenkte. Leicht angestaubt, aber auch heute noch lesenswert! Den Begleitbrief möchte ich für Sie alle öffnen, denn „Jetzt und gleich kann’s geschehen“ war für uns stets der geistige Horizont (der sich leider entfernt, je näher…):

    „Mein lieber F., für Dich habe ich „Die unheimliche Republik“ ausgesucht. G. Wallraff kennst Du ja, Heinrich Hannover (der mich übrigens sehr beeindruckt als Jurist mit Zivilcourage und ´ner Menge kritischem (Rechts-)Bewußtsein wahrscheinlich auch..Und von beiden nun dieses Büchlein. Nichts Neues, gewiss nicht. Ich denke, Du weißt seit langem und genau so gut wie ich, was hier, in unserem ach so tollen FDGO-Staat alles faul ist und wie wir tagtäglich verscheißert werden. Du siehst es nicht so gern, aber Du siehst es immerhin… Ich habe keine Lust, mein Leben all den profit- und machtgierigen Herren zu opfern. Sie sollen nicht mit mir kalkulieren können! Tschernobyl, Chemie-Industrie, die „neuen Sicherheitsgesetze“ und so weiter – es ist doch so offensichtlich und eindeutig was da abläuft, in welche Richtung das geht. Warum kümmern sich so viele Leute n i c h t darum? Warum diese Gleichgültigkeit in so existenziellen Dingen. Im Vertrauen darauf, daß es ja sowieso keiner sehen will/sieht, keiner hören will/hört, keiner merken will/merkt können die Herrschenden (ich weiß, dieses Wort paßt Dir nicht, aber trotzdem!) unbehelligt und unverfroren weitermachen wie bisher… und mit hämischem Grinsen vor Überreaktionen warnen. Damit Du weiterhin siehst, hörst, merkst – und handelst, als kleinen Beitrag dieses Buch von E.“
    Dazu legte die „in der Zeit“ lebende E. das Gegenlied zu „VON DER FREUNLICHKEIT DER WELT“ von B. Brecht (… soll das heißen, daß wir uns bescheiden…)

    Wir werden geduldig auf den Tag warten – aber nicht aufgeben! Danke für Alles an Alle ! Die Vergangenheit (26 Jahre) hat mich gerade fest im Griff…

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  2. federleichtes schreibt:

    Isch möschte nicht nur glauben – und frage gerne mal.

    Union, was ist das? Eine Vereinigung. Was für eine? Wie eine Ehe, in dem relative Gegensätze sich an- und ausziehen? Oder eher ein Verbund gleicher oder gleichgesinnter „Geister“?

    Mein Verständnis von „sozial“ ist klar, allein der Blick in das Soziale betrübt mich. Kann sozial sein:
    „Vor der Wahl lügen, nach der Wahl betrügen“? Oder:
    „Der dumme Michel, Arbeitstier, braucht Fußball, TV und reichlich Bier?
    Ist sozial also, die Menschen zu betäuben und zu betuppen?

    Mein Verständnis von „Christlich“ ist klar. Allein der Blick in die christliche Welt betrübt mich. Kann christlich sein:
    „Und willst kein Lumpenhund du sein, sperren wir dich einfach ein“? Oder betet man richtig christlich: Herr, erlöse die Querulanten von ihrer Freiheit?“
    Ist christlich also, Menschen zu verfolgen und zu vernichten?

    Na ja, ich blick’s eben nicht. Bin aber unermüdlich fragend:
    Wie verhält es sich mit dem Sozial-Christlichen Geist? Und welche Geister versammeln sich, gewissermaßen personell unioniert, in seinem Sinne? Gründen sie eine Partei, die Union Sozial-Christlicher, die USC? Und wenn ja, warum? Doch sicher nicht wegen der Macht, um einem Volk den Wahn als Wohl verkaufen zu können. Das zu denken, wäre sicher wahnhaft – ich denke das lieber nicht.

    Gruß
    Wolfgang

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