Hallo Hasso, hier ist die Beate!

„Nun sag mir doch, mein lieber Nerlich,
braucht er die Seife wirklich, ehrlich?
Ich bin da nicht so auf dem Stand,
es ist infam, steh an der Wand.
Ich geb sie ihm, dem Mollath, Gustl.
Dann aber Schluß mit dem Gewurstl!
Auch ich hab besseres zu tun,
denn es sind Wahlen um Ulm rum.
Karlsruhe ist auch schon gegeigt:
in Maßen bin ich jetzt geneigt,
weil irgendein Verhältnis dreht,
das im Gesetz nicht drinnen steht.
Zumindest so nicht, oder doch?
Was wollen die denn alles noch,
wär irgendwo was falsch gelaufen,
der biegts schon hin, mein geiler Haufen.
Boah, Filz in Bayen? Welch Geschwätz!
Wir sind halt einfach gut vernetzt.
Das Urteil ist, und jetzt gebt Ruhe,
im Amt im Keller in ner Truhe,
da liegen hunderte schon drin,
ich bin halt so, so wie ich bin.
Das Teil ist felsenfest verschlossen,
habs kürzlich mit Zement vergossen.
Und angesichts und eingedenk,
von was auch immer, eingerenkt,
wird, was gesprungen aus dem Gleis,
auch notfalls mit gequirltem Scheiss.
Mir wichtig ist, daß es link fittet,
wo doch der Pöbel so schön bittet.
Was hälst Du von der Wunderheilung,
bin ich da auch ganz Deiner Meinung?
Vielleicht gehts durch als ein Mirakel,
das wär das Ende vom Debakel.
Der Horsti baut a Wallfahrtskirchl
und widmet es dem Deutschen Michl.
Als Denkmal für Gerechtigkeit.
Na, wart ma mal, ist noch viel Zeit.

Servus, Deine Beate“

(Volksmund – gefunden als Kommentar zu „Mollath und die Macht“)

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3 Antworten zu Hallo Hasso, hier ist die Beate!

  1. Dietmar Nisch schreibt:

    Ein schönes Gedicht aus dem Land der Dichter und Denker: wenn nur Schiller und Goethe noch heute leben würden – sie hätten es nicht besser schreiben können. Einen Dank an @ohmeiohmei sowie @opakranich für die Veröffentlichung. An @gabrielewolff zu ihrer Erheiterung habe ich es gesendet.

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  2. ohmeiohmei schreibt:

    Das Gedicht kann frei verwendet und verteilt werden, was auch immer. Mache keinerlei Rechte daran geltend.
    ohmeiohmei

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  3. ohmeiohmei schreibt:

    Hallo Hasso, hier ist nochmal die Beate!

    Du meine Güte, bin ich krank!
    Ich lieg schon mit den Nerven blank.
    Ich hab ein Kratzen in der Gurgel,
    und raus kommt immer nur Geschmurgel.
    Da hab ich mal den Klaus gefragt
    und der hat deutlich mir gesagt
    da müsse was im Hirn drin sein
    und das gehöre da nicht rein.
    Das läge gar nicht an der Stimme,
    sondern, da wär im Kopf was drinne.
    Der muß es wissen, schließlich ist er
    vom BKH der Chef-Philister.
    Ich solle kommen in die Kur,
    die daure ein paar Jahre nur.
    Dem Horst, dem hat das nicht gefallen,
    er meinte nur, ich soll nicht lallen.
    Und er empfahl mir ein Rezept,
    das bei ihm wunderbar so geht:
    man muß den Hals nur ganz schnell drehen
    und plötzlich alles anders sehen.
    Der hat es einfach, gibt den Gödel
    und ich steh da und bin das Blödel.
    Denn wie erkär ich das der Presse?
    Daß ich die Dosis nicht mehr messe,
    vom DOMINA-L, dem forte, ®,
    das täglich grammweis ich verzehr?
    Es wirkt nicht mehr, das Leptikum,
    der Mollath treibt mich täglich um.
    Den Prantl freut’s, bin immer dran.
    Das ist infam. Infam! Infam!!
    Doch hab die Schuldige ich schon,
    es ist die Kom-imun-nation!
    Ich sag, die lief wohl aus dem Ruder,
    dies hinterdruckte, alte Luder.
    Da kann ich wirklich nichts dafür,
    das weiß nun wirklich jeder hier.
    Der zeig ich’s jetzt, das ist Programm,
    fang nach den Wahlen damit an.
    Wenn das nicht hilft, schick ich an Gruß
    und damit halt den Gnaden-Schuß.
    Der Gustl wird das schon verstehn,
    er will ja in die Freiheit gehn.
    Daß er sein Recht kriegt, muß nicht sein,
    dazu ist mir der Wicht zu klein.
    Ach, ich mach immer alles richtig,
    das war schon immer mir ganz wichtig.
    Jetzt mach ma erstmal Sommerpause,
    solang bleibt er halt in der Klause,
    der Mollath Gustl, mein Idol.
    Und ich steig um auf FLUANXOL.

    Servus, Beate

    PS:
    Sag mal, Hasso,
    hab ich jetzt wirklich alle Akten im Haus?
    Im Keller ist noch massig Platz…

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