Da sind keine Dämonen am Werk

Gastbeitrag von Joachim Bode

Was haben Brixners Justiz und Merks CSU gemeinsam?

Sie müssen zur Verfälschung der Wahrheit, der Wirklichkeit, greifen, um ihre dubiosen Ziele zu erreichen. Offensichtlich kann ihnen dies nicht mehr gelingen, wenn sie sich dabei an die für alle geltenden gesetzlichen Regeln halten.

Die bedeutsamsten Belege für diese Feststellung:

Brixners Urteil und die (bisher vorläufige) Einschätzung der Arbeit des Mollath-Untersuchungsausschusses aus der Sicht der CSU. Die Beispiele lassen sich fast beliebig erweitern, wenn man an die jüngsten Fehlleistungen der Landgerichte Bayreuth und Regensburg, des OLG Nürnberg und der Staatsanwaltschaft Augsburg (Justiz), sowie an die Auftritte der Justizministerin Merk im Fernsehen und die unsäglichen Äußerungen des Ausschuss-Vorsitzenden Florian Herrmann (Politik) denkt.

Die Frage nach Zusammenhängen und Überschneidungen drängt sich bei solchen Parallelen geradezu auf. Manche greifen hier aus lauter Verzweiflung und Erklärungsnot zur Annahme von Verschwörungstheorien, die das Ungeheuerliche und Bedrohliche zwar im Ansatz beschreiben, die Hintergründe aber nicht aufklären können, weil sie auf vornehmlich subjektiver Ebene das dämonisch empfundene Beiwerk der Vorgänge zu deren Wesen erklären.

Solcherart Versuche, gesellschaftliche Entwicklungen und Geschehnisse besser begreifen zu können, sind inzwischen Regel geworden. Die Bezeichnung einer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Katastrophe, nämlich der durch die Gier weniger Leute ausgelöste Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften, mit den Begriffen (in zeitlicher Reihenfolge) Banken- und darauf Finanz- und schließlich Schuldenkrise, gibt den Erklärungsmaßstab vor. Mit entsprechenden Begrifflichkeiten soll von den Ursachen, den Verantwortlichen, abgelenkt werden. So erscheint der von den Politikern angepriesene Rettungsschirm als das, was er gerade nicht ist, nicht sein kann: als Rettung.

Mit juristisch einwandfreien Mitteln hätte Brixner den Gustl Mollath nicht wegsperren können. Mit wahrheitstreuer Argumentation hätte Beate Merk die Rechtfertigung dafür nicht in Fernsehsendung und anderswo anbringen können. Beide greifen deshalb zur Verfälschung, um nicht legitimierbare Ziele zu erreichen. Passiert dabei mal ein Malheur wie die „zu weit“ gehende Aufklärung durch Oberstaatsanwalt Meindl in seinem ersten Entwurf des Wiederaufnahmeantrags, wird dies flugs korrigiert durch gnadenloses Zusammenstreichen bis auf harmlose Versäumnisse der Justiz, oder durch Verheimlichen der Schwarzgeldverschiebungen im jahrelang unter Verschluss gehaltenen Sonderrevisionsbericht der HVB. Der Rettungsschirm gaukelt dem Volk vor, das geeignete Heilmittel zu sein gegen das Ergebnis von Schuldenmachen durch die gewählten Politiker. Die wirklichen Ursachen, die Auswirkungen eines außer Rand und Band geratenen neo-liberalen Kapitalismus, bleiben zumeist unerwähnt, unangetastet. Dazu passt, dass die Staaten, die die Verteidigung der Freiheit als höchstes ihrer Ziele bezeichnen, einen Mann zum Staatsfeind Nummer 1 erklären, der aufgedeckt hat, dass ausgerechnet diesen Staaten selbst der wichtigste Bereich der Freiheit ihrer Bürger nichts mehr bedeutet, nämlich der Persönlichkeits- und Datenschutz. Von Guantanamo muss man dann erst gar nicht anfangen, und von dort nach Bayreuth und Nürnberg ist es auch nicht mehr allzu weit, wobei Guantanamo nicht mal versucht hat, Rechtsstaatlichkeit vorzuspiegeln.

Es deutet sich eine Rechtfertigungskrise an. Die Verantwortlichen versuchen, die Verantwortlichkeiten zu verwischen, zu verschleiern. Wegen der allzu offen zu Tage tretenden Interessengegensätze greifen diejenigen, die meinen, viel zu verlieren zu haben, zu immer abenteuerlicheren Konstrukten, weil ihnen die nachvollziehbaren Argumente auszugehen und die Bürger ihnen auf die Schliche zu kommen  drohen.

Man könnte meinen, die Soap-Operas der Privat-TV-Shows zeigen ihre  Wirkung in den Gehirnen: Die Macher glauben, mit ihren Manipulationen durchkommen zu können in der Annahme, die „Gemachten“ könnten sich mangels Bildung oder aus dem Gefühl der Hilflosigkeit nicht wehren.

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44 Antworten zu Da sind keine Dämonen am Werk

  1. Frieder Kohler schreibt:

    „Es deutet sich eine Rechtfertigungskrise an. Die Verantwortlichen versuchen, die Verantwortlichkeiten zu verwischen, zu verschleiern“, so deutlich und klar (wie von ihm gewohnt) spricht/schreibt Bode! Deshalb wehre ich mich auch gegen den „Einsatz von Glaubenswahrheiten“ der Religion/Religionen, wo Recht und Gesetz als Richtschnur des Handelns gefordert sind! Jesus mit der viel zitierten Bergpredigt, das Erinnern an Küngs Projekt Weltethos und an die „goldene Regel“ helfen uns (auch bei der Mahnwache!) für Gustl Mollath und die vielen anderen Gepeinigten und Geschundenen nicht weiter: die Kirchenführer und Kirchenfürsten spielen zu oft mit in diesem Monopoly und sind (nicht nur beim Neujahrsempfang!) Bestandteil des Systems. Gahndi soll sich dazu sinngemäß geäußert haben, daß die „Missionare“ zu wenig nach der Bergpredigt riechen und Jesus zu wenig ähnlich seien! Seehofer lobte „seinen“ Marx für die grandiose Leistung, die sog. Bayernhymne in das „Gotteslob“ = Liederbuch für Bayern (Landesteil) zu stellen! Wir dürfen nicht erwarten, daß der Choral „Großer Gott, wir loben dich“… für Gustl Mollath am Tage seines Freispruchs gesungen wird, denn die uns bekannten „Verfassungsfeinde“ müssen durch plötzlichen Stimmbruch schweigen. Absolution dürfen sie nur von ihrem Beichtvater erwarten, die soziuale Ächtung geht vom endlich aufgeklärten Volk aus ( und dabei wache ich auf).
    Darf der Bode-Kommentar weitergegeben werden? Der „Etwas andere Leitartikel“ vom Theaterkritiker brachte über 3800 Klicks in der SchwäPo !

  2. federleichtes schreibt:

    Danke für den neuen Blickwinkel.

    Da lockt ein Staatswesen mit seinem glaubhaft gemachten Rechts- und Ordnungsverständnis einen seiner Bürger auf den Pfad der Rechtschaffenheit: Gustl Mollath will dem Staat dienen und meldet einen Betrug am Staat, genauer gesagt am Volke, dessen betrogener Teil er ist. Lässt sich „Vernunft“ noch besser darstellen? Mir nicht!

    Was dann und bis Heute folgt, lässt sich auf verschiedenen Ebenen darstellen und entsprechend der geistigen Verfassung des Wahr-Nehmenden interpretieren. Ob die derzeit besonders deutlich waltende Ordnung für diese Welt aus dem Wahn heraus geboren wurde, sei dahingestellt. Aber den destruktiven Kräften, die sich auf Gustl Mollath fixierten, das Adjektiv „Dämonisch“ zuzuordnen, halte ich für statthaft. Wahnhaft mutet der Affenzirkus allemal an.

    Wat’n Leben:
    Die Wärter sitzen im Käfig, und die Affen machen aus dem Park ein Tollhaus.

    Wolfgang Jensen

    • Joachim Bode schreibt:

      Lieber Wolfgang Jensen,

      Deinen ersten Absatz möchte ich gern nochmals wiedergegeben sehen, deshalb:

      „Da lockt ein Staatswesen mit seinem glaubhaft gemachten Rechts- und Ordnungsverständnis einen seiner Bürger auf den Pfad der Rechtschaffenheit: Gustl Mollath will dem Staat dienen und meldet einen Betrug am Staat, genauer gesagt am Volke, dessen betrogener Teil er ist. Lässt sich “Vernunft” noch besser darstellen?“

      Das ist so genial ausgedrückt, dass ich nicht weiter kommentieren kann.

      Danke!
      Joachim Bode

  3. Fischer-Mobil schreibt:

    Da sind Dämonen am Werk!
    Altes Attest entdeckt – Wende im Fall Mollath?
    http://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/fall-mollath-attest-ex-frau-aufgetaucht-3001100.html

  4. Mike schreibt:

    Fein, Herr @Bode, daß Sie jenseits aller Satirerei zu bereifen beginnen was hier abläuft:
    „Die Verantwortlichen versuchen, die Verantwortlichkeiten zu verwischen, zu verschleiern. Wegen der allzu offen zu Tage tretenden Interessengegensätze greifen diejenigen, die meinen, viel zu verlieren zu haben, zu immer abenteuerlicheren Konstrukten, weil ihnen die nachvollziehbaren Argumente auszugehen und die Bürger ihnen auf die Schliche zu kommen drohen.“
    Wer es kann kann es auch mit Schiller sagen: „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären.“ (Friedrich Schiller, Die Piccolomini: V/1)

  5. fahrschueler schreibt:

    DANKE !!!
    Leider ist es mir nicht gegeben mich schriftlich so auszudrücken.

    „Sie“ haben und schon lange den Krieg erklärt
    „Sie“ haben es aber auch schon sehr lange, sehr gut geschafft uns klein zu halten.
    „Sie“ haben und betäubt, belogen und betrogen

    Mal sehen wie lange „Sie“ es noch schaffen.

    Bin mir bewusst das ich diese Zeilen schreibe und mir dies in einem Ferngutachten sehr
    schnell als Wahn unterstellt werden kann. Mal sehen ob ich nicht auch in ein paarJahren
    dann einen Insiderbericht schreiben kann 😉

    Man möge sich doch bitte nur mal objektiv vor Augen führen welchen Krieg die Lebensmittelindustrie mittlerweile gegen ihre eigenen Kunden führt.

    Proftimaximierung um jeden Preis und das auf dem Rücken der eigenen Kundschaft.
    Tut sich hier was ? Die Deutschen sind halt schon ein komisches Volk, solange keiner sagt
    mach „DAS“ macht es auch nichts. Es tut mit leid das so sehen zu müssen und auch mal zu schreiben aber schauen wir uns doch bitte nur in Europa um. WARUM TUT SICH HIER NICHTS ?

    Sorry aber mir fehlt die Zeit……

    Falls sich jemand weitergehend austauschen möchte, gerne! Morgen ist auch noch ein Tag und dann ist ja WE 😉

    In diesem Sinne

    Nicht nachlassen, weiter machen

    btw: was mir die letzten Tage immer öfter durch den Kopf geht:

    Brot und Spiele

  6. fahrschueler schreibt:

    als ergänzung weil gerade gelesen

    http://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/fall-mollath-attest-ex-frau-aufgetaucht-3001100.html

    „Sie“ schrecken vor nichts zurück ?

    Da schägts doch dem fass den boden aus

    • Joachim Bode schreibt:

      Ruhe bewahren! Der neue „Wisch“ hat juristisch keinerlei Bedeutung für die Wiederaufnahme.

      • RitaEvaNeeser schreibt:

        @Ich weiss nicht Herr Bode, ob der „neue Wisch“ wirklich keinerlei juristische Bedeutung haben wird. In der Causa Mollath haben wir doch schon alles erlebt, was einfach für einen normal denkenden Menschen unfassbar ist. Glauben Sie nicht, dass die zuständigen Justizler für die Wiederaufnahme hetzt Horodio schreien werden und sagen: „Na da haben wir doch den Beweis, dass….“
        **************
        Die Justiz in Nürnberg mauert , wenn sie den Namen Mollath hören und beruft sich auf dubiose Schweigepflichten! Keiner ist an einer Aufklärung interessiert, besonders dann nicht, wenn es sich um Machenschaften von Petra M-vulgo Geisterheilern und Anhang geht! (Beitrag heise)

        Und jetzt- wo es heiss wird- ENTDECKT Petra M-M-M doch tatsächlich ein weiteres Attest! Mein Gott , wie lange soll das Volk noch verschaukelt werden?

        Das neue Dokument habe Mollaths Ex-Frau beim Aufräumen des kurz darauf zwangsversteigerten gemeinsamen Hauses in Nürnberg entdeckt und jetzt der Justiz übergeben.

        http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_muenchen/article117971629/Mollath-Neues-Attest-ueber-Misshandlung-von-Ex-Frau.html

        Ach ja, das Haus wurde doch 2007! zwangsversteigert und jetzt erst wird das Attest der Justiz zur Verfügung gestellt?

        Und was sagt Gustl Mollath?
        “Ein wirklich freier Mann kann man erst sein, wenn festgestellt wird: Dieses Gutachten, was mit Sicherheit der unsäglichste Teil an der ganzen Geschichte ist, ist von vorn bis hinten komplett falsch. Und das ist offensichtlich noch ein langer Weg.”

        http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/2175395/

      • widerstand schreibt:

        Herr @Bode. Der „Fall Mollath“ ist wie dieses aktuelle Dokument
        http://www.strate.net/de/dokumentation/Mollath-Zuschrift-LG-Regensburg-2013-07-12.pdf veranschaulicht mit den üblichen liberal-rechtsstaatlichen Methoden weder theoretisch als staatliche Regierungskriminalität zu begreifen noch praktisch als lange schon überfällige Freilassung von Herrn Mollath zu lösen:
        „Im Strafrecht setzt sich die Zwangsgewalt des Staates, um den bestehenden öffentlichen und privatrechtlichen Zustand aufrecht zu erhalten, am unmittelbarsten der Freiheit des einzelnen entgegen.“ (Ferdinand Tönnies, 1855-1936. Zitiert nach: Probleme des Verbrechens und der Strafe [1903]. In: Ferdinand Tönnies, Soziologische Schriften (1889-1905). Hgg. von Rolf Fechner. Wien/München 2008, p. 200). Gruß, W.

  7. pilgerfritz schreibt:

    Krebsgeschwür in unser Gesellschaft, nicht nur in der bayrischen, heißt „Rotarier“ stellvertretend für alle Freimaurer-Organisationen.
    Schubst alle Politiker und vor allem die Behördenleiter, welche Freimaurer sind, von ihrem steuerfinanzierten „Futtertrog“. Klagt sie wegen Hochverrates an und werft sie in den Knast, denn sie dienen einer fremden Macht entgegen ihres Amtseides!

    • Friedrich Leinweber schreibt:

      Hast du schon mal was von „Skull and Bones“ gehört? Die USA sind von Geheimgesellschaften nur so durchzogen! Bei WIKI steht was interessantes!

  8. freumich schreibt:

    Ich schau jeden Tag mehrmals ins Netz, in der Hoffnung, daß sich endlich für Gustl das Licht am Ende des Tunnels zeige! Ich glaube, so geht es sehr sehr vielen. Es steckt wie ein quälender Pfropfen im Gemüt. Dieser schamlos und offen zur Schau getragene Machtmissbrauch, bei dem durchgehend einem denkbar gutherzigen Menschen die mühsam noch bewahrte Lebenskraft abgezogen wird, ist unerträglich! Das einzig positive: Es führt uns allen noch einmal überdeutlich und unwiderlegbar die Wahrheit der menschlichen Abgründigkeit vor Augen, die in diesen Zeiten das Zepter in der Hand hat und könnte uns geistig zusammenführen in unserer Sehnsucht nach einem echten und gerechten Leben für alle und alles! Ich sehe da eine Erkenntnislinie in der Geschichte von etwa Buddha- zu Sokrates – Jesus Christus. Es wird immer wieder der gleiche, richtungsweisende Geist geboren und ich hoffe, wir können alle immer konsequenter in dieser Richtung weiterleben! Gustl, Du arbeitest mit Deinem guten Herzen und deinem klaren Geist an der Welterkenntnis! Ich verneige mich vor Dir in großer Dankbarkeit und Wünsche Dir alle Kraft der Welt! Hab keine Angst, wir sind alle im Herzen und im Geiste bei Dir!

    • kranich05 schreibt:

      So oft ins Netz geschaut, und das Licht immer noch nicht herbeigeschaut?
      Der Mißbrauch sei unerträglich? Daß er uns in Sehnsucht geistig zusammenführt, macht ihn sehr wohl erträglich.
      Ist es nicht schön, ein wenig Buddha, Sokrates, Jesus zu sein?
      Als wir am Sonnabend als „große Schulklasse“ (Nina Hagen) vor „Bayerns Trutzburg“ in Berlin standen, da war auch manch Wünschen im Raum und manch Verneigen, vor allem aber standen, von Touristen begafft und von Polizisten beobachtet, Leute vereint auf der Straße.

      • freumich schreibt:

        Mit dieser „Zurechtweisung“ kann ich leider nicht viel anfangen. Ich bin selbst alt genug und war selbst auch vorort und habe z.B. einen überraschend interessierten und freundlichen Polizisten nach seiner Meinung zum Fall befragt. Er fand auch, daß das Verfahren auf jeden Fall wieder aufgerollt werden müsse, weil ja offensichtlich Fehler gemacht worden seien. Immerhin!
        Trotzdem: Die Ungerechten quälen mich nun einmal tagtäglich mit ihrer Ungerechtigkeit – ich kann dabei nicht in Positivismus verfallen, auch wenn nicht wenige hier ähnlich oder genauso empfinden, was natürlich immer wieder etwas Trost bringt! Aber es ist ja gerade die verbreitete Unfähigkeit – oder Unwilligkeit zum Trauern und zum Mitleiden, die Menschen so träge macht, daß sie es noch nicht einmal für wert befinden, für unsere moralischen Grundwerte auf die Straße zu gehen. „Ach, bei dem schönen Wetter…“ habe ich z.B. zu hören bekommen. Das „da hab ich was besseres zu tun“ wird natürlich nicht ausgesprochen. Leider muß man daraus den Schluß ziehen, daß die Zustände in Deutschland erst noch viel schlimmer bzw. flächendeckender werden müssen, ehe die Mehrzahl aus ihrem luxeriösen (Selbst-)Zufriedenheitstraum dann auch mal erwacht.

      • freumich schreibt:

        Und noch etwas: Wenn ich jetzt jeden Tag wegen Gustl ns Netz schau und jeden Tag erfahre, daß sich für den Gustl immer noch nichts verändert hat, wie soll ich dann zufrieden sein, ein Licht sehen? Die quälen uns doch alle mit!

  9. Georg Fischer schreibt:

    Napoleon über die Deutschen

    „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

    • besorgter Bürger schreibt:

      Danke, treffender Hinweis. Und wenn man nach Bonaparte an Ernst Moritz Arnd, Friedrich Ludwig Jahn, Friedrich Friesen und die Lützower Schützen denkt, weiß man auch, dass sich diese selten phlegmatische Gutmütigkeit dann wenn sie zum Ende kommt, sich um so drastischer ändert.

      Und damit es so bleibt, wie bisher stets, dass man in Deutschland diese aus dem Volk kommenden Impulse verhindert, bereinigt oder wenigstens passend kanalisiert (wie zuletzt 1989, als man 60 Millionen dummen Wessis suggerierte, sie bräuchten sich ihren wach werdenden Brüdern und Schwestern aus der „DDR“ nicht anschließen, passen unsere Freunde auf der anderen Seite des Teichs auf uns alle auf.

      Dafür möchte ich an dieser Stelle meinen Dank ausdrücken.

  10. besorgter Bürger schreibt:

    Ich möchte noch einmal kurz auf das in den Kommentaren mehrfach thematisierte „neu aufgetauchte“ ärztliche Attest (Bericht des Münchener Merkur) zurück kommen.

    Wie von Herrn Bode schon kurz erwähnt (der Kommentar des Merkur hierzu ist gänzlich falsch und geht ebenso in die Irre wie die vermutliche Intention der „Finderin“) kann bei einer rechtstreuen Entscheidung (das muss man ja hinzu schreiben, weil das Gegenteil davon leider zu erwarten ist, wie die Geschichte der Verfahren i.S. Mollath zeigt) dieser „Wisch“ keine negativen Auswirkungen auf das Wiederaufnahmeverfahren haben.

    Warum ?

    Nun, dieser angeblich neu aufgetauchte Wisch spielte im Strafverfahren von 2006 gegen Mollath keine Rolle. Jedes Gericht hat aber sein Urteil „aus dem Inbegriff der Hauptverhandlung“ (§ 261 StPO) und damit den in dieser Verhandlung erhobenen Beweisen (§ 264 StPO) zu schöpfen. Dies bedeutet, dass es bei der Entscheidung über die Wiederaufnahmeanträge auch nur um das 2006 dem Landgericht in Nürnberg vorliegenden Attest geht. Und dies war falsch.
    Damit kommt es -wie schon von Herrn Dr. Strate vorgetragen- auch nicht mehr darauf an, ob oder in welcher Weise das vorliegende Attest die Urteilsfindung beeinflusste, also inwieweit das Urteil auch auf dem falschen Attest beruhte.

    Ganz abgesehen davon beruhte das Urteil auch ohne jeden Zweifel mit auf dem (verfälschten) Attest. Zumindest jeder Jurist kann dies zweifelsfrei (wenn er nicht künstlich nach hanebüchenen Ausreden sucht, weil er ein anderes Ergebnis herbeizwingen will) aus der Lektüre des im Netz befindlichen Urteils heraus lesen.

    Frage: Warum taucht nun, merkwürdiger Weise wiederum zeitlich perfekt passend zu anderen Gustl-Mollath-kritischen Berichten und dem albernen / volksverdummenden Bericht der CSU/FDP zum Unteruschungsausschuss plötzlich dieses Attest auf ?
    Das zeitliche Zusammen-passen kann natürlich Zufall sein, auch wenn man dies nicht mehr glauben mag, vor allem ermöglicht es bestimmten Medien in der Schlussphase des Wahlkampfes aber neue Berichte, die den weniger interessierten und weniger gebildeten Lesern mit falschen Behauptungen Sand in die Augen streuen, wie zB. das das angeblich neu „aufgetauchte“ und angeblich „richtige“ Attest nun eine andere Bewertung ermöglichen würde.

    Man wartet nur auf einen neue LaLa-Schlagzeile der Machart, dass Gustl Mollath nun doch als Schläger und gefährlicher Irrer überführt sei. Die Schriftsätze von Strate sind sowieso viel zu lang und geistesmäßig zu fordernd, dass ein begeisterter Lapp-Leser ihnen folgen könnte.

    Was für mich so interessant an diesem angeblich „neu aufgetauchten“ Attest ist ?
    Nun, bisher haben die Damen Petra Maske und Beate Lakotta zusammen mit Herrn Lapp durch nahezu jeder ihrer Verlautbarungen unfreiwillig Hilfestellung für Gustl Mollath geleistet, wie man u.a. in den Schriftsätzen von RA Dr. Strate nachlesen kann. Auch eine auf ganz kurzen Beinen daher kommende Lüge hilft ja bekanntlich, dass andere Menschen diese erkennen und sich der Wahrheit nähern. Ich hoffe das bleibt so.

  11. Friedrich Leinweber schreibt:

    Ob es den Teufel gibt oder nicht, lässt sich auf juristische Weise nicht lösen, da man nach ihm
    nicht fahnden oder ermitteln kann. Wenn es ihn gibt ist er immer schneller als alle Behörden
    die es auf der Welt gibt, die Menschen sehen dann halt seinen Schaden den er äusserlich anrichtet und denken: “ Wo ist der Täter“.
    Jesus sagte einmal etwas sehr wichtiges im Johannesevangelium:

    Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn
    ich bin nicht von mir selbst gekommen; sondern er hat mich gesandt!
    Warum kennt ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören.
    Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun.
    Dieser ist ein Mörder von Anfang an und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit
    ist nicht in ihm.
    Wenn die Lüge redet, so redet er aus seinem eigenen ( inneren) Wesen heraus; denn
    er ist ein Lügner und ein Vater derselben.
    Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubt ihr mir nicht. Kap.8 Verse 42-45

    Man kann aus menschlicher und juristischer Sicht, den Gustl mit Jesus vergleichen. Das wichtigste für Gustl ist, das die Gerechtigkeit und Wahrheit sich durchsetzen und am Ende
    das Gute siegt. Aber da ist es wichtig auf die richtige Stimme zu hören und die Sprache der Wahrheit zu verstehen!
    Wir sind doch wirklich mit Lügen reichlich in der letzten Zeit bedient worden! Ja, wer lügt denn
    eigentlich? Hier auf Erden, natürlich die Menschen, sie können aber auch ehrlich sein!
    Warum nicht?
    Eine Jounalistin schrieb über Frau Merk; das zwei Seelen in ihrer Brust sind, ich halte das für
    sehr gefährlich!
    Wahrheit und Lüge haben Charakterbildende Eigenschaften, die prägend sind für unser Verhalten anderen Menschen gegenüber. Zum Segen und Verderben mit allen Konseqenzen!
    Die Wahrheit ist etwas besonderes, denn sie braucht Achtsamkeit und Schutz.
    Die Lüge dagegen kommt sehr frech daher und man braucht sich nicht anzustrengen sie auszusprechen. Sie kommt aber auch aus der Angst um etwas tragisches zu verbergen!
    Die Wahrheit dagegen kann am Anfang sehr weh tun, aber letztendlich heilt sie!
    Die Wahrheit kann auch eine Gefahr für die Macht werden, wenn sich die Mächtigen hinter Lügen verstecken!
    Ich möchte aufzeigen das Wahrheit und Lüge in ihrer Auswirkung völlig verschieden sind.
    Die Dämonen bleiben unsichtbare BERATER, DIE STIMME DER WAHRHEIT ABER AUCH!
    Jesus sagte aber weiter, Vers 51:
    Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So jemand mein Wort wird
    halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich!

    An welchen Informationen halten wir fest?

    • freumich schreibt:

      Ich bin schon lange der Ansicht, daß dieser unserer Art von Zivilisation ein tiefgreifendes Fehldenken zugrunde liegt und daß dieser tiefgreifende all-lebensgefährdende Irrtum schon lange nur noch mit Lug und Selbstbetrug aufrecht erhalten werden kann. Wie wir sehen, leben wir ja schon überall in völlig werteverdrehten Gesellschaften. Überall triumphieren die Lügner und Betrüger fest im Sattel der Gesellschaft sitzend und „wer die Wahrheit sagt, wird gekreuzigt“. Wir sind jetzt auf der Welt an einem Punkt angelangt, wo dies alles zwangsläufig zutage tritt und insofern hat unser lieber Gustl ja auch recht, wenn er sagt, daß am Ende die Wahrheit siegt.
      Die wahren Gesetze des Lebens können nicht für immer verbogen werden. Natürlich hat Gustl etwas jesuanisches, genauso, wie Edward Snowdon und viele andere auch vor diesen schon. Es wird jetzt spannend, was auf der Welt geschieht, wenn der jesuanische erkennerische Geist sich endlich durchsetzt. „Die Spreu wird sich vom Weizen trennen“. Das erleben wir jetzt. Aber was kommt dann? Ich bin nicht kirchengläubig und mit dem AT kann ich nur begrenzt etwas anfangen, weil dieser Jahve mir vielzu gewalttätig, eifersüchtig und zornig ist. Aber seit Jesus Christus, also im NT stehen die tiefsten Wahrheiten drin. Etwas aus Matthäus hat mir auch einmal viel gesagt. Ich habs jetzt nicht im Original, aber sinngemäß: Alle Sünden können den Menschen vergeben werden, nur eine nicht: Die Sünde wider den Geist!

      • Frieder Kohler schreibt:

        „also im NT stehen die tiefsten Wahrheiten drin“ – d.h. auch Paulus hat „Recht“, daß jede Macht von Gott ist (oder ähnlich)? Solche Fragen/Themen helfen den Anwälten von Gustl Mollath wenig, ihn durch den Wiederaufnahmeantrag freizubekommen! Um die Bösen an Recht und Gesetz zu erinnern, hilft auch bei den gottesfürchtigen Bayern. nur der wahrhaftige Zeuge aus den betroffenen „Amtsstuben“ mit entsprechenden Beweisen! Vergessen wir nie, daß ein FJS mit Glockengeläut vom Dom wie ein Fürst (der Finsternis) vom Herrn Erzbischof zu Grabe geleitet wurde, obwohl er als korrupt selbst im SPIEGEL dargestellt wurde! Vorschlag: Weniger Bibelstunden und noch mehr Einsatz auf allen Ebenen (Medien, Straßen und Plätzen)…

      • Friedrich Leinweber schreibt:

        Vielen Dank, für die Kommentare, sehr wichtig ist meines Erachtens, das die Bibel schon
        sehr lang in der Geschichte der Welt, Grundlagen des Zusammenlebens auf Erden bietet . Darum ist das alte Testament auch reformiert worden, weil Christus in der Bergpredigt, die Werte des Alten Bundes in ein besseres Verständniss hineinführt hat.
        Und darum gibt es das neue Testament !
        „Ich bin nicht gekommen das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen!“ Math. 5, 17
        Die wahren Gesetze des Lebens können nicht für immer verbogen werden. Jesus ist gekommen um diese Werte, wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Lebensfreude
        jedem Menschen inwendig neu zu schenken und eine Fülle damit zu eröffenen.
        Ich muss aufpassen, dass ich nicht gleich explodiere ( vor Freude)!
        Leider werden wir mit sehr viel Müll in unseren Köpfen zugemüllt und falsche Informationen nehmen sehr viel Platz im Denken ein. Aber es gibt Hoffnung, Jesus ist auch der Beste Mülleimer. Liebe freumich.- du brauchst auch nicht Kirchengläubig sein,
        sondern einfach Gläubig. Denn es geht um verbindliches Vertrauen, die Kirchen und
        Gemeinden sind Orte wo man sich treffen kann, aber nicht Muss!
        Dies kann überall sein! Der Kampf wird im Herzen ausgetragen. Die Spreu schließt den
        Weizen ein solange sie wächst, erst nach der Ernte, beim Worfeln treibt der Wind die Spreu davon!
        So ist das Leben, was in uns wohnt, das ist wichtig und das kann veredelt werden, die
        Fülle der Dynamik seiner Worte hilft dabei.Darum gibt es die Bibel. Es lohnt darin
        mal zu lesen!
        Es ist natürlich klar, das ein Wideraufnahmeverfahren nicht aus der Bibel hervorgehen
        kann. Dazu ist das Verfahren schon viel zu umfangreich. Allein was RA Strate an
        Beweisen und Einlassungen verarbeitet hat ist zu würdigen und man könnte ein erstklassiges Gerichtsverfahren führen.
        Aber es findet keine fachspezifische Aufarbeitung seitens der bayr. Justiz statt, sondern
        ein Fall in alte Denkmuster im Räuberbandenstil!
        Darum noch ein Wort aus dem alten Testament, dies ist von Mose:
        Richter und Amtleute sollst du in allen deinen Orten und Städten einsetzen, die dir
        der Herr dein Gott gibt unter deinen Stämmen, das sie das Volk richten mit rechtem Gericht!
        Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch keine Person ansehen, noch Geschenke nehmen; denn Geschenke machen den Weisen blind und verdrehen
        die Sachen ( Aktenlage und Beweise) der Gerechten ( in Unrechtgeratene)!
        Was Recht ist dem sollst du nachjagen auf das du lebst und es dir wohlergehe !
        Das kann man ruhig mal würdigen!
        Wie Aktuell sind diese Worte heute !? Diese Worte liegen als Grundlagen für jedes
        Jurastudium vor, sie sind bald 3500 Jahre alt, und sind auch Bestandteil des Grundgesetzes. Die Bibel war in Extremsituationen fast immer der letzte Strohhalm!

        • kranich05 schreibt:

          Ich gönnen es Jedem und Jeder, der/die durch Bibellektüre gute Erlebnisse hat. Ich bin zeitlebens ohne viel Bibellektüre zu guten Erlebnissen gekommen. Wohl aber habe ich weniger gute Erinnerungen an gleichsam „professionelle Bibelverwalter“, die mir immer wieder mal begegnet sind. Ich würde es gern damit genug sein lassen, wiederholt warmherzige Hinweise auf christliche Erbauung bekommen zu haben. Danke!

  12. Karsten schreibt:

    Wie heisst der Staatsanwalt, der den Selbstmord des Erblassers an die Ex von GM bearbeitet hat? Hat dieser auch mit den Vorgängen um GMs Einweisung zu tun?
    Woran hat der Erblasser bei Siemens gearbeitet? Mit was genau und mit was genau hat er sich selbstständig gemacht?
    Ist der „postmortalen Persönlichkeitsschutz“ zeitlich und oder anderweitig limitiert?
    Welche Anweisungen sind anlässlich des Einweisungsurteils gegen GM vom Bayrischen Justizministerium an die Nürnberger Staatsanwaltschaft ergangen? Es ist kaum vorstellbar, dass ein einzelner Richter aus der x-ten Reihe mit ein paar unentschlosenen Figuren drum herum ein solches Risiko auf sich nimmt und ohne nachfindbare Beweisaufnahme jemanden in die geschlossene schickt.
    Wie kann es sein, dass ein kleines Nürnberger Gericht jemanden mit etwas mehr als einem Tag Arbeitsaufwand für 7 Jahre in die geschlossene schickt und unter Würdigung aller bis jetzt bekannten Entlastungen ein Heer von Staatsanwälten wochen- bis monatelang braucht, um überhaupt einmal eine Wiederaufnahme zu prüfen – geschweige denn Antrag zu stellen oder gar zu verhandeln?
    Leute nutzt Eure einzige Macht, die Ihr habt:
    Kündigt alle Eure Geschäftsbeziehungen zur HVB und geht alle zur Wahl und das gegen die aktuell regierende Koalition. Anderenfalls werdet Ihr in der nächsten Wahlperiode weiterhin für dumm oder verrückt erklärt!

    • BB7 schreibt:

      Danke Karsten,
      ja es sind keine Dämonen, der Richter aus der x-ten Reihe und seine Helfershelfer sind kriminelle Lumpen, die sich aber wie bei Lumpen und Ganoven üblich, auf einander verlassen können. Ganoven-Ehre halt!
      Und wer weiter mit der HVB Geschäfte macht und nicht zur Wahl geht macht sich mitschuldig.

  13. Mike schreibt:

    Hallo, wieso „neu aufgetauchtes Attest“? Zunächst geht es doch um das von zwei bayrischen, der CSU nahgestehenden, pro-Mollath-Medien in die Welt gesetzte Gerücht eines „neuen Attests“ gegen Gustl Mollath, das dessen Ex-Frau angeblich gefunden haben soll. Es kann sich, höflich gesagt, auch um um gar kein Blatt Papier, sondern um eine (Zeitungs-) „Ente“ handeln.

  14. Euler Hartlieb schreibt:

    Der Niedersächsische Landesrechnungshof stuft Richter als besonders korruptionsgefährdet ein.
    http://www.derblindefleck.de/index.php/2013/07/12/vorgestellt-top-themen-2013/

  15. Mike schreibt:

    Danke, @Bee, habs angeschaut: a) die prozessuale Relevanz des neuen Hinterzimmer-”Dokuments” ist nicht nur wegen der Vorabveröff. in CSU-nahen Tageszeitungen zweifelhaft, b) die Datierungsschwächen (5., 10., 11. 7. 2013?) erinnern an vergleichbare Falschdatierungen bzw. Datierungsfälschungen im Anti-Mollath-Urteil, dem fingierten LG-Freispruch 8.8.2013, c) außerdem, fehlt jede Protokollierung zur Provenience des neuen „Dokuments“; und d) zur Funktionsfrage meine Meinung: Was bestenfalls kurzfristig publizistische Verwirrung stiften könnte – kann nur, kriminalisisch, gründlich und bei Licht betrachtet, den Urhebern “auf die eigenen Füße fallen” (Mao Tse Dong) … und zwar unabhängig davon, ob man Maoist ist oder nicht. Das gilt auch gestern, heute, morgen für die wieder wirksame menschenzerstörende Mediokratie, der ihr folgenden Psychokratie und die diversen 2005/06 verfahrensmanipulierenden Volljuristen der aus zwei Rechtadvokaten und zwei Amts- und Landesrichtern bestehenden Anti-Molalth-Viererbande. Gruß, Mike.

  16. Bee schreibt:

    Mike, ich muss dich leider auf einen 2. Umstand aufmerksam machen 😉

    Die SPD ist durch die „Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH“ am Kurier beteiltigt !
    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Druck-_und_Verlagsgesellschaft (unter Verlagshäuser)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nordbayerischer_Kurier

    Da ist weit und breit keine CSU in Sicht.

    Ich mach mir da schon meine Gedanken……

    • Mike schreibt:

      @Bee, Infodank, im Moment assoziier´ ich bei Freistaat Bayern immer noch CSU-dominiert. Diese Braun-Lapp-Schurnalisten auffm SPD-Ticket? Da wundert mich wenig
      seitdem ich dieses Ich-kauf-mit-ne-Knarre-und-mach-Revolution-Interview mit diesem Rechtsadvokaten Sch. aus Sch., dem Noch-Rechtsaussch.vorsitzenden im Bayr. Landtag
      las bei Telepolis mit dem erkennbaren Sinn, „Revolution“ als Rumgeballer mit ´ne Karre zu verhöhnen…

  17. federleichtes schreibt:

    @ kranich 05
    „Ich gönnen es Jedem und Jeder, der/die durch Bibellektüre gute Erlebnisse hat. Ich bin zeitlebens ohne viel Bibellektüre zu guten Erlebnissen gekommen. Wohl aber habe ich weniger gute Erinnerungen an gleichsam “professionelle Bibelverwalter”, die mir immer wieder mal begegnet sind. Ich würde es gern damit genug sein lassen, wiederholt warmherzige Hinweise auf christliche Erbauung bekommen zu haben. Danke!“

    Bin zwar kein Ornithologe, meine aber sagen zu dürfen: Kraniche fliegen in relativ großer Höhe – und sind Schwindel-frei.

    Wenn meine Theorie des – gesellschaftlich-fundamentierten – konzertierten Wahns stimmt, wurzelt Wahngeist auch im Glauben. Das ist sogar belegt. Und der Wahn praktiziert – weiter; das ist ja gerade Merkmal des Wahns.

    Mein erstes tieferes Glaubenserlebnis ergriff mich zu meiner Konfirmation. Sie machten mich so besoffen, dass ich mir das aus dem Leib zu kotzen glaubte, was man Seele nennt.

    In der Bibel steckten für mich einige „Wahrheiten“, die sich mir allerdings weder erschlossen durch das Lesen derselben, noch indem ich fragmentiertes Gedanken“gut“ psalmodierte. Was im Sinne katholisch geprägten Geistes in Bayern geschah und geschieht, erscheint mir eher Verhöhnung als Verheißung. Insofern darf ich denken, dass die Bibel kein Allheilmittel ist, zumindest nicht gegen den Wahn.

    Was Menschen aus ihrem Leben machen können, halte ich auch für Glückssache. Während einige sich darauf beschränken dürfen, das Gebotene zu genießen und am Leben mit Dankbarkeit teilzunehmen, glauben andere ernsthaft daran, sie könnten künstliche Gesetze über die göttliche Schöpfungs- Ordnung stellen. Wäre wohl nichts gegen eine Selbst-Verarschung einzuwenden, wenn es dabei bliebe. Mag es auch keinen vernünftigen Wahn geben, so liegt doch der Verdacht nahe, es könne eine wahnhafte Vernunft geben; die sogar verordnet werden kann – für Gesunde, die krank werden wollen.

    So sagte ein Freund einer Cousine dritten Grades: „Ein guter Staatsdiener kann nur sein, wer nicht arbeitet. Erst dann kann er zu einem Diener des Volkes werden“.
    Ich weiß nicht, was aus dem komischen Vogel geworden ist.

    Allen einen schönen Sonntag.

    Wolfgang Jensen

  18. Friedrich Leinweber schreibt:

    Lieber Wolfgang Jensen, das war kein Glaubenserlebniss in deinen jungen Jahren, sonderm ein
    Alptraumerlebniss, fühle dich bitte nicht eingeengt, aber deine Seele hast du ganz sicher noch in Dir. Sie ist auch der bleibende Organissmus der in dir und mir steckt, denn da steckt deine ganze
    Persönlichkeit drin. das ICH.
    Du hast beim Konf.untericht wahrscheinlich sehr stark gelitten, Das Lernen der Bibelverse ,die kirchl. Atmosphaere hat dich besoffen und kotzübel gemacht. Find ich gut und ehrlich von Dir.
    Bei mir war es umgekehrt, aber da war ich 24 und mein Leben war kaputt und da hab ich einen
    Christen kennenglernt, mit dem ich 3Tage bei mir zu Haus , die Bibel las, und mein Leben
    einen Neuanfang erlebte.
    Ich fühle mich nicht wie einer der einem Wahn verfallen sei, ich möchte nur wie jeder hier,
    meine Meinung auch sagen dürfen.Tut mir Leid,wenn das so Oberlehrermässig rübergekommen ist !
    Ich war krank und fühle mich wieder gesund.

    • federleichtes schreibt:

      Danke, Herr Leinweber – Christ-Sein ist wunderbar. Allerdings nahm das Christentum nahm brutale, oh, pardon, fatale Züge an, weil man nicht bereit oder in der Lage war, sich selber zu exorzieren.

      Nein, das Kotzen war echtes Kotzen.

      Nein, im Konfirmationsunterricht litt ich nicht – erinnere mich an einen Vorfall, als wir dem nadelnden Adventskranz auf intensiver nadelnde Sprünge halfen und der Unseelsorger uns furchtbar anbrüllte. Aber ich wurde auch Zuhause und in der Schule angebrüllt. Unser künstliches Unrechts- und Unordnungsgefüge kommt ohne Brüllen nicht aus. Erst das macht es natürlich.

      Wer sich für das Ur-Dämonische interessiert, dem sei die Geschichte von Lilith wärmstens empfohlen. Und wer nicht an Dämonen glauben mag, kann von mir eine direkt erlebte und eine miterlebte Geschichte hören. Aber das Thema ist wohl eher „out“ – man soll, sagt man, keine „Geister“ rufen. Die kommen aber ungebeten, wenn man sich in ihrem Geiste betätigt. So’n Schiet aber auch.

      Wenn ich das sehr frei interpretieren darf:
      Gustl Mollath zeigt uns, dass man der „Versuchung“ sehr wohl widerstehen kann. Und, man verzeihe mir den Ausdruck – ich entsprang sehr einfachen Verhältnissen, zerrte damit ein ganzes Arschgeigen-Orchester auf eine Ebene, wo Bewusstwerdung betrieben wird.

      Kurz noch ein Wort, das mir von einem (angeheirateten) Onkel berichtet wurde. Sein rechterhand wohnender Nachbar pflegte zu sagen:
      Der Unterschied zwischen einer Kirche und einer Behörde sei – aus der Kirche komme man, um erneut sündigen zu können.

      Ihnen einen guten Tag wünscht Ihnen, in urchristlicher Verbundenheit,

      Wolfgang Jensen

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