Wenn ich mit einem unserer Luxusgeschöpfe spazieren gehe, …

Luxusgeschöpfe

so ein Stündchen im Walde (Das Luxusgeschöpf, das gern im Wald herumtollt, heißt „Inca“ und ist eine Eurasierin; mit Stammbaum!), dann ist sie manchmal verwundert, daß ich – an einer Stelle, wo Sonnenlicht und Schatten besonders schön über dem Heidelbeerkraut spielen – mich plötzlich hinhocke.

Nach zwanzig Minuten, manchmal auch nur fünfzehn, in denen sie interessiert den Wald in der Nähe untersucht hat, tauche ich wieder auf, mit Jagdbeute. Die sieht so aus:

heidelb

Das sind 200 gr. Waldheidelbeeren. Nur einmal in meinem Leben habe ich einen 10 l-Eimer vollgesammelt.

Während ich sammle, bin ich garantiert unbeobachtet (von Inca abgesehen). Noch nie ist mir ein Hartz IV-ler begegnet, auch kein Aufstocker, jemand mit Migrationshintergrund oder ein Vegetarier, der ausschließlich fair gehandelte Heidelbeeren verzehrt. Nie sehe ich einen Leistungsträger.

Wir sind ganz für uns. In großer Ruh‘. Das Hündchen, Icke, die Heidelbeeren. Letztere bleiben gern ungestört im Wald, genau wie die Waldhimbeeren nebenan, die aber noch grün sind.

heidelbeerstrauch

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2 Antworten zu Wenn ich mit einem unserer Luxusgeschöpfe spazieren gehe, …

  1. Pauline Gebhardt schreibt:

    Als Kinder haben wir immer Heidelbeeren gesammelt und die besten Pltze waren Familiengeheimnis. Aber heute – ausgerechnet, wenn man im Wald angekommen ist, (wegen dem Armeegebiet muss man erst ein groes Stck mit dem Auto fahren) muss man feststellen, dass es nach Mux riecht und dass die Beeren giftig schmecken.Mux war der DDR Begriff fr Spray gegen lstige Insekten. Das Sammeln von frei und wild wachsenden Beeren wrde ja keinen Profit einbringen fr irgendwelche Verkufer und keine Mehrwertsteuer fr den Staat, auch keine Beitrge fr die kranke Kasse. Das drfen die „Mchtigen“ nicht zulassen – deshalb auer dem tglichen Chemtrail auch noch Mux gegen Insekten und Spray gegen sogenannte Unkruter) . Die Pflanzen im Garten werden schon nicht mehr richtig grn, sondern frben sich gelb – bekommen verrostete Punkte und Lcher in den Blttern. Es ist schon lange nicht mehr der bersuerte Wald durch Industrieaussto und Autoabgase oder der Borkenkfer oder andere Insektenschwmme – es ist die Chemie allerorten, die die Natur und damit alles Lebendige vernichtet. Welche und wieviele Opfer mssen fr Profit gebracht werden ? Nun ja – der Arbeitsstellenlose pflckt auch in seiner hungernden Verzweiflung giftige Heidelbeeren, lsst sich vorsorglich mit toxischen Impfungen gegen Zecken prparieren (das kostet ihm nichts) und frist das, was anderen nicht mehr gut genug ist. Wie wir feststellten, ist das nicht das Problem . . . Igelin

    Date: Sun, 7 Jul 2013 15:59:10 +0000 To: rosenzierde@hotmail.de

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    • kranich05 schreibt:

      Ich weiß auch, daß wir den Wald bedrohen und schädigen. Das hindert mich aber nicht, ihn zumindest hier (bei Oranienburg) zu genießen, zu sehen, zu schmecken.

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