Real-Life:

F. Fischer hat das Video ins Netz gestellt und berichtet:

„Am 1.7.2013 machte der „Tour-Bus“ von Dr. Martin Runge und Wilhelm Schlötterer Halt in München-Fürstenried.

Zwei namhafte Protagonisten im Fall Mollath hatten sich im Zuge des Untersuchungsausschusses, dem Herr Runge angehört, zu diesem Fall zusammengefunden, um an verschiedenen Orten in Bayern die Bürger über diesen Fall aufzuklären und Fragen zu beantworten.

Da ich mich in jener Woche zum Filmfest in München aufhielt, wollte ich die Gelegenheit nutzen, die Menschen, die ich bisher nur über Texte, Fotos und Videos kannte, in „Real-Life“ zu erleben und die Veranstaltung zu filmen.

Auch war ich gespannt, wie das Publikum aussehen würde, welche Stimmung wahrzunehmen sein würde, wie der gemeine Bayer auf die brisante Wahrheit, die die vortragenden Personen verkündeten, reagieren würde.

 

Die Vorbereitungen zur Aufzeichnung waren sehr unkompliziert. Dr. Runge und Herr Schlötterer zögerten nicht, dem Dreh und der Veröffentlichung zuzustimmen. Für mich und den Personen, die mich begleiteten, u.a. Andi Wittmann, den ich auch das erste Mail das Vergnügen hatte, in Fleisch-und-Blut zu treffen, wurden vier beste Plätze im Saal reserviert.

Nachdem ich am Rand des Saales meine Kamera aufgebaut hatte, um nicht den Blick auf die Bühne zu versperren, kam ich auch schon mit einem älteren Herrn ins Gespräch, der in meiner Nähe Platz genommen hatte.

 

Nachdem ich dem Herrn erklärt hatte, warum ich die Veranstaltung aufzeichnete, zählte er mehrere Blogs auf, die er regelmäßig besuche, um sich zu informieren, der Gabriele Wolff Blog mit seiner unaufgeregten Art, der Beck-Blog und der Opa-Blog, in dem die Emotionen deutlicher in Erscheinung treten. Nur wenige Minuten vorher habe er noch den Artikel „Verachtung“ gelesen.

Was sich schnell herausstellte war: Der Fall Mollath hat sein (bayerisches) Weltbild in Frage gestellt. Er war überzeugt, dass dies, was Herrn Mollath widerfahren ist, „früher“ nicht hätte passieren können und stellte wiederholt die Frage, die seine Fassungslosigkeit ausdrücken sollte: „Was hat sich in den letzten Jahren verändert?“

 

Ich konnte ihm keine Antwort geben, treibt mich doch u.a. die gleiche Frage um. Doch ich weiß, dass ich die Antwort auf diese Frage anders kontextuiere. Für mich ist diese Entwicklung, deren Symptom der Fall Mollath zu sein scheint, eine Entwicklung, die, wie vermutlich auch bei dem älteren Herrn, zwar eine geistige Emanzipation von einer oberflächlichen Weltanschauung darstellt, aber im Gegensatz zu ihm eine Entwicklung, die sich in den Anfangsjahren meines „Erwachsenendaseins“ abspielt, ohne verklärte Vorgeschichte, ohne ein „Damals“. Für mich sind die Lehren aus dem Fall ein Warnzeichen für mein kommendes Leben, eine Prämisse für meine Interpretation gesellschaftlicher Umstände in Deutschland für das, was ich mal „Damals“ nennen werde.

Für diesen Herrn muss die Tragweite der Erkenntnisse aus dem Fall Mollath eine andere sein. Der Fall Mollath stellt für ihn eine Bedrohung der als gerecht empfundenen Gesellschaft seines langen bisherigen Lebens dar, eine Bedrohung, die einzuordnen und zu verstehen schwer fällt, eine Entwicklung oder ein Zustand, dessen Lösung er vielleicht nicht mehr erleben wird, und noch schwerwiegender die Frage, ob sein gerechteres „Früher“ gar nicht so gerecht war.

 

Wie gerufen erschien ein Ehepaar auch älteren Jahrgangs an der gegenüberliegenden Tischseite und stellte sich vor. Auch an diese richtete der ältere Herr seine Frage: „Was ist in den letzten Jahren passiert?“. Die Antwort fiel nüchtern aus: „Das war schon immer so.“ Uns gegenüber saßen wohl „Insider“, denn sie erzählten aus scheinbar eigener Erfahrung von den Verhältnissen innerhalb der Polizei. Eigene Überzeugungen, Courage und Anklagen von Fehlverhalten fänden aufgrund drohender Repressionen nicht statt. Es war klar, dass deren „Damals“ durch den Fall Mollath nicht konterkariert werden würde.

 

Es begann der Vortrag. Die Fakten waren mir größtenteils geläufig. Ich war aber erfreut in Anbetracht der authentischen Art, wie Dr. Runge und Herr Schlötterer den Fall transportierten, eine angenehme Mischung aus nüchterner Analyse eines Politikers und eines ehemaligen Verwaltungsjuristen und tiefer Empörung, die glaubhaft vermittelte, dass diese Herren bestrebt sind, mit persönlichem Engagement sowohl Herrn Mollath zu helfen als auch die gesellschaftlichen Missstände aufzuzeichnen und zu mahnen, dass Konsequenzen und Lehren aus dem Fall notwendig sind, die über die Freiheit des Gustl Mollath hinausgehen.

Diese Menschen, die Ihre statische gesellschaftliche Rolle, ihre persönliche, menschliche Empfindung und ihre Einordnung der Ereignisse in einen größeren Kontext in ihrem Engagement harmonisch vereinigen, sind die wichtige Basis dafür, dass der Fall Mollath angepackt und verarbeitet wird, wie es mir notwendig erscheint.

 

Während des Vortrages verfolgte ich das Publikum. Ich war von dem Durchschnittsalter der Teilnehmer überrascht, es wird zwischen 50 und 60 gelegen haben. Menschen meiner Altersgruppe (30 bis 40) oder jünger konnte man an einer Hand abzählen. Auch waren viele Betroffene anwesend, die selber negative Erfahrungen mit der Justiz und/oder Psychiatrie gemacht hatten.

Doch wo waren die „Jungen-Wilden“, die unabhängig von persönlichen Erfahrungen aus der Comfort-Zone heraus von dem Schicksal des Gustl Mollath und den gesellschaftlichen Implikationen schockiert sind? Ich stellte mir die Frage, ob es diese überhaupt in relevanter Anzahl gibt, wie ich in Anbetracht meines eigenen Hintergrundes vermutet oder gehofft hatte. Wird der Bezug zur eigenen Gegenwart und Zukunft und damit ein Verantwortungsgefühl von den Jüngeren gar nicht wahrgenommen? Ist der Fall ein Fall, in dem ein älterer Mann von noch älteren und korrupten Juristen, Psychiatern oder Politikern fertig gemacht wurde, also eine interne Fehde einer Generation, die durch unsere junge, aufgeklärte und liberale Generation obsolet sein wird? Liegt in dieser Vermutung ein hinter der Fassade von Blogs, Medien, politischen Kämpfen und juristischen Schriftwechseln ein unsichtbares Problem, welches erst deutlich wird, wenn man den Blickwinkel auf die reale Welt und die reale Gesellschaft erweitert?

 

Am folgenden Tag zeichnete ich auch die Veranstaltung im PresseClub mit RA Dr. Strate, Herrn Przybilla und Herrn Ritzer auf. Die demographische Verteilung war die gleiche. Es war aber ein sehr junges, kleines Filmteam anwesend, mit deren Kameramann, den ich auf Mitte/Ende 20 schätzte, ins Gespräch kam. Es stellte sich heraus, dass dies ein Doku-Projekt einer Filmhochschule ist, welches u.a. Herrn Strate begleitet. Ein zugrunde liegendes Konzept für die Doku habe man (noch) nicht. Anschließend werde man auch mit gewissen Journalisten (Anmerkung: die wir alle kennen) unterhalten, da man ja auch andere Meinung erfassen wolle.

Dagegen kann man erst einmal nichts einwenden, aber ich hatte das Gefühl, dass sich die „Älteren“ betroffen fühlen, während die „Jüngeren“ beobachten.

Nur ein Gefühl, aber ein seltsames…“

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19 Antworten zu Real-Life:

  1. Euler Hartlieb schreibt:

    2 Kommentare in der Sueddeutschen heute

    Rozenbaum vor 3 Stunden
    irgenwie vermittelt der Fall den Eindruck, dass Herr Mollath unter allen Umständen weg geschlossen bleiben muss, weil er in Freiheit ein Wissen preisgeben könnte, dass einflussreichen Kreisen schadet.

    Parschke vor 19 Stunden
    Wenn bekannt wird, wer die Schwarzgeld-Steuerhinterzieher sind, wird einem schnell klar werden, warum man Gustl Mollath weg gesperrt hat. Hier werden die Interessen krimineller reicher Steuerhinterzieher bedient. Das wird mit jedem Tag klarer. Für ihre Machenschaften werden Menschenrechte ausgehebelt. Gier und Habsucht sind nicht umsonst Todsünden.Fakt ist, Gustl Mollath ist mit Hilfe einer vorgetäuschten Begründung und eines simulierten Prozessgeschehens in die Psychiatrie gesteckt worden, weil er einflussreichen politischen und wirtschaftlichen Kreisen gefährlich geworden war.

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/anwalt-wendet-sich-an-verfassungsgericht-die-naechste-beschwerde-im-fall-mollath-1.1713722?commentspage=all:6:#comments

  2. Euler Hartlieb schreibt:

    Mitten in der Aufführung von Verdis „Trovatore“ regnet es in der Bayerischen Staatsoper plötzlich Flugblätter auf das Publikum: Unbekannte fordern damit „Freiheit für Gustl Mollath“. Eine ähnliche Aktion kündigen die Unterstützer auch für eine andere Oper an.
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fall-mollath-justizdrama-in-drei-akten-1.1714770

  3. Euler Hartlieb schreibt:

    @F Fischer
    Las gerade erst den detaillierten und informativen obigen Bericht genauer. Danke vielmals.
    Zentral finde ich darin, neben der Dokumentation, die Aussage und Frage, dass und warum junge und juengere Leute noch kaum beteiligt, engagiert, betroffen sind.
    Ich will keine schnellen Antworten zu geben versuchen.
    Die Frage, wie „Gustl Mollath“ und zugehoerig Justiz, Politik, Steuern, Banken, Psychiatrie, Medien, Intrige etc. und deren Zusammenhaenge zu „hier und jetzt“, „ich und Du“, „Bayern und Hamburg“, „jedermann“, „Wahlen“ an und von jungen Leute zu kommunizieren, anzuknuepfen, beruehren ist bedeutsam. Wann engagieren sich junge Leute fuer Mollath und wie??

    Die uebergreifende Messages, die „Keywords“ sind noch etwas unklar; noch ist Mollath fuer viele „nur“ einer, (vielleicht von vielen) dem großes Unrecht geschehen ist – bestenfalls ein Justizskandal, wo Richter in Zusammenarbeit mit Banken, Politik, Psychiarie (und Medien) in skandaloeser Weise Recht gebeugt haben, Psychiater sich als unfaehig erweisen; Politiker die Wahrheit verkaufen und die verantworlichen Banken et al herumdrucksen und sich die Haende reiben, einige Medien in der trueben Suppe loeffeln. David gegen Goliath, Recht gegen Unrecht, Intrige der Reichen gegen einen Aufrechten.

    Die „Engagierten“ sind bisher Gruppen von aufrechten Juristen, kritische Politik“beobachter“ (oder engagierte Politiker, Oppositionelle, auch Systemkritiker), Psychiatriekenner; Insider oder Betroffene, Banken- und Schwarzgeldkritiker, Verteidiger von „Whistleblowern“, Mahner, Warner und Kenner, Transparenzfreunde, aufrichtige Menschen, serioese Demokraten, Anstaendige Buerger, diverse Einzelpersionen und aufrichtig Schockierte, mit Schwerpunkt Bayern.
    Erfreulich: Bisher ist das Engagement relativ Partei- und Statusuebergreifend – „Verschiedenste“ Menchen tragen etwas bei.
    Die soziale Komponente (Schutz und Verheimlichung einer enormen Umverteilung von „Unten“ nach „Oben“; Steuerungerechtigkeit; inflationaere Vernutzung und Verschiebung von Geld- und damit auch anderen Ressourcen; auch „Waffen, Krieg und Frieden“, „Zukfunft“ sind (noch) weitgehend außen vor – so wie auch die „Juengeren“ und andere gesellschaftliche Organisationen.
    Bisher ist es eher und noch: Gemeinsame, oft weitgehend informell organisierte Kritik an einem institutionellen Abgrund, einem Geflecht von Abgruenden aus (fast) allen Ecken der Gesellschaft..
    Mir scheint ein „So Nicht“, „Mehr als Genug“ und Begriffe wie Anstand, Moral, Redlichkeit, Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit dabei bisher ein wichtiger gemeinsamer Nenner zu sein!?!
    Vielleicht ist das auch gut so. „Aufstand der Anstaendigen“, natuerlich aus allen Altersgruppen – das waere doch schon ziemlich viel.

  4. freumich schreibt:

    Ja, das haben wir bei der Mahnwache in Berlin am verg. Samst. auch festgestellt: Es fehlte die Jugend! Ich war auch wie Nina etwas enttäuscht, daß nicht mehr Leute als „eine größere Schulklasse“ da waren. Woran liegt das? Die Sensibilität für Gerechtigkeit ist in der Gesellschaft das wichtigste überhaupt! Bei den Jugendlichen hat sich in der letzten Zeit in Bezug auf die Anerkennung der Tierrechte ja viel getan: Immer mehr junge Leute werden aus Tierliebe und Tiermitleid zu Veganern! Wir müssen alle immerzu weiter voneinander lernen, daß im Grunde alles eins ist! Vielleicht müssten die Älteren dann auch einmal sagen: „Die Würde des Lebens ist unantastbar“, anstatt nur des Menschen!Wenn es um Gerechtigkeit geht, kann man nicht weit genug ausholen! Hallo Nina, falls Du dies gerade liest: Herzlichen Dank für Dein Engagement! Jetzt habe ich endlich einmal genau erlebt, was für ein Mensch Du bist! Bitte denke drüber nach, was ich Dir am Samstag kurz zugeflüstert hatte! Es ist außerordentlich schockierend, was ich diesbezüglich erlebt habe und Du als tierlieber Mensch müßtest es erfahren! Vielleicht gibt es eine Kontaktmöglichkeit? Es liegt mir sehr auf dem Herzen. Aber man kann es zunächst nicht in der Öffentlichkeit breit treten! Herzlichst! freumich

  5. Legis schreibt:

    Eventuell wollen die jungen Leute…. kein E.D.E.K.A…. erleben und wissen über die Überwachung und Vernetzung der Bespitzelung mehr als wir denken? Die letzten Meldungen über die Methoden, die Snowden über den NSA und den BDN sowie die europäischen Geheimdienste aufgedeckt hat,…. lässt doch auch die jungen Leute keinesfalls unberührt. Im Gegenteil. Über Xing und andere Plattformen können die jungen Leute heute die Vernetzung der Personalabteilungen erkennen.

    Würden sich junge Leute zum Fall Mollath öffentlich äußern, hätte dies womöglich Folgen für ihre berufliche Laufbahn.

    Ich denke, dass wir ältere im sicheren Sattel sitzen und uns keine Sorgen über unsere Zukunft machen müssen. Bei den jungen Leuten, die am Beginn ihrer Karriere stehen, sieht das anders aus. Ich denke jedoch, dass auch junge Leute Unrecht erkennen.

  6. Reinhold Schell schreibt:

    „Real“ ist dass Herr Mollath nicht „live is live“ ist. Oder was !?
    So langsam habe ich die Faxen dicke.

  7. Friedrich Leinweber schreibt:

    Macht euch nicht in die Hose, die Aktionen fangen jetzt erst an, ich glaube der Skandal Gustl
    nimmt noch mächtig FAHRT AUF.BITTE IMMER WEITER MACHEN!!!

  8. Euler Hartlieb schreibt:

    @Legis @Freumich
    Genau so, danke: „Folgen fuer die berufliche Laufbahn fuerchten“, „Wissen ueber Snowden & Co“, „diffuse Angst, wenn man sich im Netz aeussert“, Nicht-Beruehren, nichts Sagen, nicht einmal Anonym, ist ein nicht zu unterschaetzender Faktor (waere gespannt auf eine objektive Umfrage).
    Ursula Gresser hat dies einmal schoen in einem TWEET nach dem „Polizeibesuch“ thematisiert: „ich ueberlege mir wen ich noch „weitertweete““..
    Netz und Angst „politisch“ zu sein, ist sicher inzwischen ein groesseres Problem als wir wahr haben wollen. Mit NSA und Prisma wird Demokratie, Buergerwille und Buergerbeteiligung untergraben – man koennte es vielleicht das weltweit bisher groesste Antidemokratieprogramm nennen.
    Ich habe das mit den von Mollath noch nicht so „befluegelten“ jungen Leuten unter der ohnehin lesenswerten Diskussion zu der Mollath-Aktion in der Bayrischen Oper (inkl. Dachauvergleich) kommentiert.
    HE sagte am 8. Juli 2013 um 05:49 :http://gabrielewolff.wordpress.com/2013/07/06/der-fall-mollath-das-endspiel/comment-page-1/#comment-14820

  9. Friedrich Leinweber schreibt:

    Es ist wichtig ,jetzt die Fakten zusammenzutragen und veröffentlichen. die Lügen der Frau merk
    lassen sich am besten mit stichhaltigen Argumenten und Beweisen entkräften.
    Es gibt keine unabhängige Justiz in Bayern, an welchem Landgericht und Staatsanwalt kann man sich noch wenden?
    Nur noch die Öffentlichkeit und der BGH!!
    Die Entscheidung liegt bei uns allen!! Der Druck muss noch stärker werden, es ist wunderbar
    das auch die Bankangstellten der HYPO ins Fahndungskreuz kommen sollen!!
    Bitte neue Ermittlungen auch gegen Beate Müller einleiten. Sie ist die Katze die in den Sack muss! Und Gustl bitte noch diese Woche freilassen!!!

    • Friedrich Leinweber schreibt:

      Ihr Lächeln sieht ziemlich gequält aus. Es ist das schlechte Gewissen. Im Bericht wird schon angedeutet, dass Frau Merk in der nächsten Legislatur ausgebootet wird!
      Die Entscheidung vom BFG und LG Regensburg kommt aber vorher. Mal sehen ob die
      so aus der Nummer rauskommen!!

  10. freumich schreibt:

    Snowdon z.B. hat selbst gesagt, daß er am meisten Angst davor hat, daß alles so bleibt(was natürlich gleichzeitig heißt, daß alles immer noch weiter schlimmer wird- die Schraube abwärts!). Und so denke ich auch: wenn wir nicht heutzutage die Wahrheit, unsere persönlichiche Meinung, unser Entsetzen kundtun, wann denn dann? Nina z.B. hat es auch bei der Mahnwache gesagt, wie dann unser aller Leben bald aussieht und heute ist es ja schon schlimm genug! Ich bin manchmal und immer öfter jetzt so traurig, daß ich manchmal nicht mehr weiß, ob ich überhaupt noch weiterleben will. Man hat ja schon bald ein schlechtes Gewissen, wenn es einem da noch relativ gut geht! Wer sich noch nicht seiner menschlichen Gefühle hat berauben lassen, kann doch garnicht anders, als bei solch schreiendem Unrecht seinen Protest kundzutun. Ich hätte es mir selbst nie verzeihen können, wenn ich nicht wenigstens an dieser Berliner Mahnwache teilgenommen hätte!

  11. Friedrich Leinweber schreibt:

    Liebe@freumich
    Bitte nicht am Leben verzweifeln, denn der Gustl kämpft gegen ganz Bayern, leider geht die Wahrheit nur kleine Schritte, weil mächtige Leute Sie mit Gewalt niederdrücken.
    Es haben zwar wenige in Berlin mitgemacht, oder Herr Nachtigall ,ALLEIN vor dem LG Regensb.
    oder die kleine Gruppe vor dem BK Bayreuth. Es ist auf keinen Fall umsonst!
    Mit diesem Widerstand kann man Geschichte schreiben. Denke bitte an die Geschw. Scholl im
    dritten Reich, sie waren Helden und sind es bis heute! Oder Stauffenberg!
    Zudem wird die breite Öffentlichkeit immer noch nicht richtig informiert. Es kommt noch manche
    Kundgebung zb. am 7.Aug. in München. Gustl weiss wie er durchhält und wir sollten es auch!

  12. freumich schreibt:

    Lieber Friedrich! Danke für die Antwort. Ich bin aber schon seit Jahren von dieser großen Traurigkeit erfüllt und es kommt immer wieder etwas dazu. Aber es kommt auch immer wieder echte Freude auf durch Leute wie Euch . Ich sehe das momentan so: Wahre Menschlichkeit hat sich anscheinend seit biblischen Zeiten schon immer nur zu einem bestimmten kleinen Prozentsatz herausgebildet, wie damals bei Jesus Christus. Heute, wo die Weltbevölkerung zahlenmäßig um ein vielfaches angestiegen ist, ist dieser Prozentsatz enstsprechend gewachsen. Aber heute geht es auch zunehmend nicht mehr allein um die innere Haltung der Menschheit, sondern zusätzlich um die Frage, ob die gesamte Natur um uns herum diesen ganzen Missbrauch überhaupt noch überleben kann- ob unsere Mutter Erde die Verseuchung und die Vergewaltigung ihrer Ressourcen und ihrer Lebensgesetze noch lange ertragen kann! Ich möchte immer wieder darauf hinweisen, daß alles eins ist und es keine Trennung zwischen Geist und Materie gibt ! “ Wenn das Heilige in der Natur wohnt, dann haben wir nicht mehr die Berechtigung, die natürlichen Systeme, die das Leben erhalten, auszubeuten, zu verschmutzen und zu zerstören. Wenn da Heilige verkörpert ist, dann tragen unsere Körper eine heilige Autorität in sich. Wenn die Erde selbst der Platz des Heiligen ist, dann müssen wir lernen, in Harmonie mit der Erde zu leben!“ Joan Marler 1997

    • Friedrich Leinweber schreibt:

      Herzlichen Dank für deine umgehende Stellungnahme,das ist sehr schön, das du ein Mensch bist,der die Werte Jesu in sich trägt. ER ist darum auch damals auf die Welt gekommen um unsere Traurigkeit, Verzweiflung und das Schicksal des Todes auf sich zu
      nehmen. ZUnächst hat Christus, damals einen Anfang gemacht, darum kommt der Mensch und auch die Schöpfung nur nach und nach in den Genuss göttlicher Werte.
      Am Ende steht dann, die Auferstehung aus den Toten, als Geschenk für jedes Lebewesen an, denn Jesus kommt ja wieder, so lehrt es die Bibel und ich freumich
      auf diesen Tag! DU AUCH?!
      Ob Gustl ein Christ ist, weiss ich nicht, aber für die Werte,für die er steht bin ich mit ganzem Herzen dabei. Gerechtigkeit, Wahrheit, Liebe und Freiheit sind göttliche Kräfte,
      womit auch die ganze Erde gebaut und gespeist wird!
      Leider gibt es auch das Gegenteil, darum bin ich auch manchmal traurig und erkenne,
      das man um vieles ringen und kämpfen muss, aber verzweifelt bin ich nicht, es gibt eine
      wunderbare Zukunft!
      Das Heilige im Menschen hat einen grossen Schaden genommen, und darum brauchen
      wir eine Reperatur an unserer Seele, ich denke, Christus macht das durch den heiligen
      Geist! Ein besseres Mittel habe ich leider nicht gefunden.
      Ich glaube das,das Heilige aus dem Himmel kommt, hier auf der Erde muss sich das Ganze noch durchsetzten, und darum gibt es noch viele Fragen.
      Gott ist aber auch Barmherzig, Gnädig,Gütig und sehr Geduldig, dass man manchmal
      ausflippt, über das was hier so alles passiert.
      Die guten Eigenschaften in uns werden auch stark bekämpft, schau dir nur mal die Macht der Lüge an! Und da gibt es noch viel mehr!
      Nun ja, wir sollen lernen , das Böse mit Gutem zu überwinden, ich denke, eine tägliche
      Herausforderung!
      Wir müssen miteinander über alles reden lernen . Dann wirds einfacher !

  13. Friedrich Leinweber schreibt:

    Die Stellungnahme des bayr. Justitzministeriums ist soeben ins Netz gestellt worden. An Hilflosigkeit kaum zu überbieten. Ja ,-was sollen die denn auch anders schreiben, sie konnten nur
    das bestätigen was sowieso verfassungswidrig war. Das Urteil von 2006 und ihr Nichtstun!!!
    BLA; BLA; BLA!!
    Das bayr. Justizminsterium belügt auch das Bundesverfassungsgericht! Gute Nacht!

  14. Sibylle Flöter schreibt:

    Es ist nicht zu fassen, wie schnell man in der Psychiatrie landen kann und wie ewig es dauert, wieder herauszukommen, obwohl doch inzwischen jede Menge Beweise vorliegen, wie fahrlässig der Rechtsstaat im Fall Gustl Mollath Partei genommen hat und wie dramatisch er versagt hat.
    Man muss ja davon ausgehen, dass bis zur Justizministerin so ziemlich jeder, der mit diesem Rechtsfall zu tun hatte, seinen Beruf geschwänzt hat und versagt hat.
    Warum ist Gustl Mollath noch immer nicht frei? Was wird mit allen, die hier versagt haben oder sogar wissentlich und vorsätzlich ihm geschadet haben, passieren? Gehen sie straffrei aus?
    Ich begreife nicht, warum der Fall so auf der Stelle tritt. Warum ist er noch nicht entlassen worden und der Fall neu aufgerollt? Warum gibt es keine Entschuldigungen seiten des Staates und vor allem Entschädigungen? Wobei man Lebensjahre in der Psychiatrie einfach nicht entschädigen kann.
    Der Fall Gustl Mollath erweckt bei mir so einen Hass auf den Staat und schürt große Angst, weil es ganz schnell gehen kann, dass Du zum Staatsfeind gemacht wirst und Deine Feinde, die alle Dreck am Stecken haben, viel eher von dem Staat, den sie betrügen, geschützt werden.

  15. Friedrich Leinweber schreibt:

    Die USA und Grossbritanien waren auch die grössten Nutzniesser an der Finanzkrise,es soll übrigens kein Gold mehr in der Schweiz geben. Sie haben alles nach Fort Knox deportiert.
    Die Schweiz hat dafür amerikanische Staatsanleihen bekommen, wertloses Papier.
    Die Überwachung dient ausschliesslich der Bereicherung. Der Fall des Schweizer Bürgers
    Heutschi hat dies ans Licht gebracht. Die Kriege im Irak und Afghanistan hat Europa mit mehr
    Geld finanziert , als wir denken und wissen! Wir können froh sein,das es Menschen wie
    Edward Snowden gibt. Es muss sich sehr viel ändern.

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