Verachtung

Gastbeitrag von F. Fischer
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„Verachtung“ – Mit diesem drastischen Begriff belegte Bundeskanzlerin Angela Merkel zwei Irische Banker, welche sich über die Rettungsmaßnahmen der EU bezüglich ihrer angeschlagenen Bank lustig machten. Dass die Banken unverantwortlich gehandelt haben, war vorher schon bekannt, aber dass sich die verantwortlichen Personen, nachdem sie den Karren in den Dreck gefahren haben, auch noch über die „Retter“ amüsieren, ruft bei Angela Merkel Verachtung hervor. Man erwartet eigentlich Reue und Dankbarkeit. Aber man erntet Hohn, Spott, Lügen und Arroganz gegenüber dem geschädigten Bürger. Die benötigte Rettungssumme von 7 Mrd. Euro habe sich ein Banker nach eigener Aussage aus dem Allerwertesten gezogen, die zu erwartende Summe werde deutlich höher sein.
Der „Fall Mollath“ wurde von der Justiz in den Dreck gefahren. Spätestens seit den beiden Wiederaufnahmeanträgen ist dies unzweifelhaft.
Doch der „Spiegel“ mit seiner Journalistin Beate Lakotta ignoriert dies und begegnet Gustl Mollath mit Arroganz, Spott und Unwahrheiten, die ebenfalls dem Allerwertesten entsprungen zu sein scheinen.
Am 12.6.2013 erschien der Spiegel-Artikel „Das achte Jahr Psychiatrie“ von Beate Lakotta, erneut garniert mit Unwahrheiten.
So wurde behauptet, Frau Mollath habe ihren damaligen Ehemann Gustl Mollath zuerst wegen Körperverletzung angezeigt, woraufhin dieser sie bei der Bank angeschwärzt habe, also möglicherweise eine Art Rache des Gustl Mollath.
Jeder, der sich ausreichend mit dem Fall befasst hat, weiß, dass es umgekehrt war. Zunächst benachrichtigte Gustl Mollath 2002 die Bank bzgl. illegaler Tätigkeiten seiner Ex-Ehefrau. Frau Mollath zeigte ihn 2003 u.a. wegen Körperverletzung an, als die Innenrevision der Bank bereits begonnen hatte.
Prof. Dr. Wittmann, der diese Falschdarstellung des „Spiegel“ sofort erkannte, wies Frau Lakotta per E-Mail darauf hin. Da Herr Wittmann anschließend beruflich verhindert war, wurde die weitere Kommunikation von mir übernommen. Einige Auszüge sollen hier wiedergeben werden.
Zunächst schien Frau Lakotta den Inhalt der Kritik bezüglich der richtigen Chronologie gar nicht einordnen zu können, denn Sie antwortete:
„Der Revisionsbericht der Hypovereinsbank besagt, dass Herr Mollath erst „Ende November 2002“ an die Hypo Vereinsbank geschrieben hat. Dort begann der Revisor am 15. Januar 2003 mit der Prüfung. Wir konnten weder in den von Ihnen genannten Quellen noch anderswo einen Beleg finden, der diese Aussage widerlegt.
Frau Lakotta vermutete also zunächst, die Chronologie könne aufgrund der Daten bezüglich der Innenrevision falsch sein. Das sollte sich aber bald aufklären.
Nun antwortete ich:
„Richtig ist, dass Frau Mollath einen vermeintlichen Briefdiebstahl vom 28.11.2002 gegen Herrn Mollath anzeigte. Dazu ging am 16.5.2003 bei Herrn Mollath ein Strafbefehl ein (Aktenzeichen 41 Cs 802 Js 4726/03). Herr Mollath erstattete gegen diesen Strafbefehl am 3.6.2003 Einspruch. Zu dieser Anklage erfolgte ein Freispruch aus tatsächlichen Gründen.
 
Die Anklage wegen Körperverletzung erfolgte am 23.5.2003, nachdem Frau Mollath den vermeintlichen Waffenbesitz und die vermeintliche Körperverletzung am 15.1.2003 angezeigt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Innenrevision der HVB mit ihrer Arbeit bereits begonnen.
Richtig ist aber auch, dass das Urteil vom 8.8.2006 fälschlicherweise, ebenso wie ihr Artikel, die Anzeige wegen Briefdiebstahls mit der Anzeige wegen Körperverletzung vertauscht: Zitat aus dem Urteil, Seite 5: „Im November des Jahres 2002 erstatte die getrennt lebende Ehefrau des Angeklagten Anzeige wegen Körperverletzung…“.
 
Da Ihnen sicherlich das Urteil vom 8.8.2006, die Wiederaufnahmeanträge und Original-Dokumente vorliegen, wird Ihnen diese Falschdatierung bewusst sein.
Es stellt sich also die Frage, warum in Ihrem Artikel die Falschdarstellung des Urteils verwendet wird und nicht die tatsächliche Chronologie. 
Es ist unzweifelhaft, dass diese Umkehrung der Ereignisse eine deutlich andere Ursache-Wirkung-Konstellation suggeriert, den Leser fehlinformiert und in seiner Meinungsbildung beeinflusst.
 
Sofern Sie eine andere Wahrnehmung des Falls als der überwiegende Teil anderer Medien haben, so wäre es doch wünschenswert, wenn Sie sich in der Darstellung dieser Meinung an Fakten orientierten.“
 
Der Groschen schien bei Frau Lakotta aber immer noch nicht zu fallen bzw. die Fakten waren offensichtlich nicht bekannt, denn sie antwortete:
Ich habe in meinem Artikel tatsächlich das im Urteil genannte Datum zugrundegelegt. Sollte diese Angabe falsch sein, so war mir das bisher nicht bekannt.
Mir liegen das Urteil und die Wiederaufnahmeanträge vor. Können Sie mir bitte die genauen Fundstellen/Seitenzahlen für das Anzeigedatum 15.1.2003 nennen? „
 
Das musste ich zweimal lesen. Frau Lakotta, die Meinungsführerin des „Spiegel“ im „Fall Mollath“, schreibt ihre Artikel ohne die Kenntnis wichtiger Quellen!
Nun, diese ominöse „Fundstelle“ ist Teil des Wiederaufnahmeantrages der Verteidigung, für jedermann, der den Fall bewerten will, vollumfänglich dokumentiert auf der Website von Rechtsanwalt Strate.
Ich antwortete:
„Das Datum können Sie folgendem Dokument entnehmen (Seite 4):
 
Dort können Sie den Zeitpunkt der „fiktiven“ Anzeige (November 2002, wie im Urteil dargestellt) und den Zeitpunkt und das Aktenzeichen der tatsächlichen Strafanzeige vom 15.1.2003 entnehmen.
Natürlich fällt auch auf, dass das Datum des Beginns der Innenrevision und der Anzeige dasselbe ist, aber die Bedeutung dieser Koinzidenz ist natürlich Spekulation.
 
Wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf: Sie sollten nicht alles glauben, was in dem Urteil vom 8.8.2006 steht 😉
Ich und sicherlich auch Herr Prof. Dr. Wittmann sind auch in Zukunft gerne bereit, Unklarheiten bei Bedarf zu besprechen.“
 
Nun geschah etwas Verblüffendes. Frau Lakotta korrigierte umgehend ihren Artikel an dieser Stelle und fügte einen Kommentar an das Ende des Artikels:
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, Gustl Mollath habe sich erst bei dem Arbeitgeber seiner früheren Ehefrau gemeldet, nachdem sie ihn wegen Körperverletzung angezeigt hatte. Dies ist nicht korrekt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Trotz dieser Anmerkung blieb die entsprechende Passage jedoch falsch und zweideutig. Das Jahr der Anzeige wegen Körperverletzung wurde mit 2002 weiterhin falsch angegeben, die Chronologie wurde nicht richtig gestellt, sondern einfach der Interpretation des Lesers überlassen:
„Mollaths frühere Frau, eine Bankerin, hatte ihn im Jahr 2002 wegen Körperverletzung angezeigt. Er hatte sich bei ihrem Arbeitgeber und ihr Schwarzgeldgeschäfte vorgeworfen, später wiederholte er diesen Vorwurf auch gegenüber Behörden.“
 
Dennoch bestand für eine kurze Zeit die Hoffnung, Frau Lakotta würde sich endlich der Wahrheit ergeben, denn sie zeigte sich sogar offen für weitere Kritikpunkte in ihren Artikeln:
„bitte senden Sie mir die Ihrer Einschätzung nach fehlerhaften Stellen und die entsprechenden Belege.“
Man wird verstehen, dass diese Liste lang wurde und hier nicht noch mal in Gänze wiedergegeben werden muss.
Aufgelistet wurden viele (15) Stellen mit falschen, verfälschten und/oder diffamierenden Aussagen inkl. der gewünschten Quellenangaben.
Aber was geschah nach dieser zeitraubenden (und unentgeltlichen) Arbeit für Frau Lakotta?
Es geschah nichts. Keine Antwort, kein „Danke für Ihre Mühen“, kein „Wir werden die Punkte prüfen“, keine Korrekturen in den Artikeln.
Die Hoffnung, Frau Lakotta sei zur Einsicht oder wenigstens Dankbarkeit oder auch nur zur Höflichkeit fähig, stellte sich schnell als unbegründet heraus.
So wie dies für Beate Lakotta gilt, so gilt dies ebenso für Justizministerin Beate Merk: Sie verdreht die Wahrheit oder verheimlicht sie, Mollaths Schreiben sind wirr, enthalten nichts Verwertbares, die Bank hat nichts gefunden, nichts bestätigt, die Aussage Brauns wurde als Wiederaufnahmeantrag gewertet, was laut Merk ’ne tolle Sache gewesen sein soll, Mollath ist gefährlich usw. usf.
Wenn man, wie im Fall des „Spiegel“, die Wahrheit erzwingt, werden nur minimale Zugeständnisse gemacht.
So verwundert es nicht, dass Beate Merk, eine dieser beiden Frauen, die sich der Meinungsmache gegen Gustl Mollath verschrieben haben, auf ihrer Website als einzigen Artikel einer überregionalen Zeitung eben diesen Artikel „Das achte Jahr Psychiatrie“ von Beate Lakotta verlinkt, den Artikel, der für jeden dokumentiert, wie es Frau Lakotta mit der Wahrheit hält und dass sie relevante Dokumente und Informationen ignoriert, ja sogar weiterhin falsch darstellt, nachdem man für sie die Fakten förmlich buchstabiert hat.
Beate Lakotta und Beate Merk sind die „Irischen Banker“ im Fall Mollath. Man erwartet Dankbarkeit gegenüber den einfachen Bürgern, die für die Wahrheit kämpfen, man erwartet Reue gegenüber Gustl Mollath, der das Opfer eines unhaltbaren Urteils ist.
Aber Beate Lakotta und Beate Merk zeigen nicht einen Deut von Emotion oder Empathie, im Gegenteil, sie strotzen vor Arroganz, sie überschütten Gustl Mollath, seine Unterstützer und die Öffentlichkeit mit Unwahrheiten, Hohn und Spott.
Ich zitiere in diesem Fall ausnahmsweise Frau Merkel: Ich habe für sie nur Verachtung übrig!
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33 Antworten zu Verachtung

  1. Franz P. schreibt:

    Zur Qualitätspresse darf man den Spiegel schon lange nicht mehr rechnen. Das war vielleicht einmal, als Gerhard Mauz tatsächlich noch einfühlsame Gerichtsreportagen verfasste. Man denke an den SPD-Kanzlerkandidaten Steinbrück: Nachdem er auf eine schlichte Frage zum Kanzlergehalt („Verdient eine deutsche Kanzlerin oder ein deutscher Kanzler zu wenig?) mit Ja antwortete, mit Bezug auf Gehälter anderer Führungskräfte, wurde ihm auch im Spiegel unterstellt, er (Steinbrück) fordere ein höheres Kanzlergehalt. Dieser Pappkameradenbau durch Spiegel, Bild, sz (leider auch), Handelsblatt, Focus u. a. Medien führte zur ständigen Beschuldigung, dass Steinbrück in jedes Fettnäpfchen trete, dass er eine Kanzlergehaltsdebatte angestoßen hätte. Er war für Wochen der Supertrottel mit entsprechend schlechter Aussicht für einen SPD-Wahlsieg. Das war Medienmobbing, und letztlich führt es dazu, dass sich noch weniger qualifizierter Politikernachwuchs den deutschen Medien ausliefern möchte. Deutsche Redakteure halten sich für Stars. Dass sie letztlich eine dienende Funktion haben, ist ihnen nicht klar.
    Zur Frau Lakotta: Wie sich gegenüber dem schuldlosen 7-Jahres-Häftling stellt, für den sich bereits Richter und Staatsanwälte einsetzen, kann man auch ins Fach Mobbing legen

  2. Arne schreibt:

    Ganz großartiger Kommentar! Danke an Herrn Fischer.
    Es ist schön zu sehen wie BL arbeitet – es freut mich, dass die Recherche der BL nicht besser ist als vom Lapp-Braun-Kurier.

    Auch der heutige BL-Artikel würde mit > 15 Fundstellen sicherlich wieder genug Stoff für eine lange mail geben.
    Allerdings scheint Lakotta dazuzulernen. Aus den ehemals 129 Reifen (die inzwischen jeder Lapp wiederholt) die das Gericht festgestellt hat, sind nur noch 129 Reifen geworden, die die Polizei gezählt hat. Aber ob das einem unbedarften Leser auffällt? Jetzt werden solche Tatsachen zwar korrekt dargestellt, aber der Umkehrschluß, dass 50 Reifen „nicht passten“ und daher „nur“ 79 Reifen verurteilt wurden und 50 geradezu gegen Mollath als Täter sprachen, wird weiter verschwiegen.

    Neben so feinen Lügen wie „Beate Klarsfeld“, kleinen verfälschten Tatsachen wie „Luftgewehr“ ohne „erlaubnisfreies“ davor oder auch weiteren Zeitverfälschungen wie „Man kommt auf Mollath als Täter, nachdem er einem Betroffenen einen Brief schreibt“ wo der Brief schon weit vor dem Tatzeitraum geschrieben wurde, kann man wie schon gesagt bestimmt locker 15 Stellen finden.
    (Man könnte fast einen kleinen Wettbewerb machen – wer findet die meisten Fehler…)

    Nur eine klitzekleine Tatsache macht mich auch etwas stutzig – die 88 Tage Andeutung von GM an OStA Hubmann. (Ich gebe zu – im Artikel von damals habe ich diese Anspielung übersehen)
    Gustl schrieb im Briefkopf (Originalzitat mit Fehlern):

    Nürnberg den 4.10.2004
    Noch 88 Tage bis Jahresende
    1924 Geburtstag von Charles Heston
    „Planet der Affen“ machte Ihn berühmt

    Auch wenn die Tat, an Sylvester am Alfa von Frau Greger, meiner Meinung nach überhaupt nicht Gustl zuzuschreiben ist (selbst wenn er wirklich irgendwas gemacht hat), kann sich jemand einen Reim auf die 88 Tage machen? Mit „HH“ sollte das doch hoffentlich auch nicht zu erklären sein – oder?

    Zusatzfrage – Hat schonmal jemand einen Schraubenzieher gesehen und diesem die Beschreibung „scharf geschliffen“ geben können? Ich habe noch nie eine „scharf geschliffenen Schraubenzieher“ identifiziert. Mal abgesehen davon, dass man mit einem solchen Schraubenzieher wohl kaum Autoreifen zerstechen könnte, was wohl BL damit andeuten möchte…

    • F. Fischer schreibt:

      Danke, Arne.
      Erst einmal sind es vom 4.10. bis Jahresende rechnerisch 88 Tage. Auf was das zudem eine Anspielung sein soll, weiß ich nicht.
      BL interpretierte dies in „Warum der Justizskandal doch keiner ist“ allerdings als Ultimatum an Hubmann, was schwer nachzuvollziehen ist.
      Dieser Punkte wurde in meiner Liste an BL auch angemerkt. Deshalb interessiert mich, wie dies nun in dem neuen Artikel verwendet wurde. Ist dieser schon online.
      Es wurde vermuten (nicht von mir), dass BL die Kritikliste nur verwendet, um ihre Lügen besser verpacken zu können.

      • Arne schreibt:

        Ach so – du hast den Artikel noch nicht?
        Keine Angst – Sie hat nicht viel gelernt.

        @Opa Falls das Zitat nicht erlaubt ist bitte löschen:

        Parallel dazu verschickt er Anzeigen gegen
        Anwälte und Justizmitarbeiter. Immer
        ungeheurer werden die Vorwürfe, immer
        fehlerhafter wird die Orthografie. Im Oktober
        2004 setzt Mollath dem Nürnberger
        Oberstaatsanwalt ein Ultimatum: „Seit 2
        Monaten ist kein Tätigwerden zu bemerken
        … Noch 88 Tage bis Jahresende.“
        Am Silvestertag 2004 beginnen die Reifenstechereien.
        Die Polizei zählt 129 kaputte
        Reifen, bei den Autos einiger Opfer
        entweicht die Luft beim Fahren, manchen
        mehrfach, sie fürchten sich, ins Fahrzeug
        zu steigen. Man kommt auf Mollath als
        Täter, nachdem er einem Betroffenen einen
        Brief schreibt, in dem er Namen anderer
        Opfer aufzählt

        @Herr Fischer – wenn ich wüsste wie, dann könnte ich den Artikel zuschicken…

      • Arne schreibt:

        Zu den 88 – das dies die zahl bis zum jahresende ist, ist klar – das ist ja die Denke von BL.
        Danach (nachdem die 88 Tage abgelaufen sind) fing er an zu stechen – deswegen ja mein Einwand, dass Frau Greger ja eigentlich als erstes Opfer gar nicht passt und nur passend gemacht worden ist.

      • F. Fischer schreibt:

        Ja, BL macht sich ihre Welt, wiediewiediewie sie ihr gefällt.
        Auf den neuen Artikel kann ich vorerst verzichten. Scheint ja quasi ein directors cut der alten Lügengeschichten zu sein.
        In Ihrem „Warum der Justizskandal doch keiner ist“ hat Sie Mollaths Zitat „Ich werde nicht tatenlos zusehen wie mein Heimatland zugrunde geht“ vollkommen aus seinem Kontext gerissen und damit die Reifenstechereien eingeleitet. Diesmal versucht sie es mit den 88 Tagen. Demnächst fängt sie noch mit der Quersumme von Gustl Mollaths Schuhgröße an, um zu „beweisen“, dass Herr Mollath die Reifen zerstochen hat.

      • Arne schreibt:

        Oh – Leider ist es etwas mehr als ein Best-Of

        Sie hat einen Zeugen der (so impliziert sie) die Tatwaffe gesehen hat:
        „scharf geschliffenen Schraubenzieher“

        und neuen, bisher unbekannten Wahn:

        „er (GM) in Verbindung stehe mit
        Harald Schmidt; der gebe ihm im Fernsehen
        Handzeichen, er sei auf seiner Seite.“

        Wenn ich wüsste wieviel man Zitieren darf, dann würde ich mehr zitieren – aber der spiegel ist ja an jedem Kiosk zu kaufen…

      • F. Fischer schreibt:

        Okay, vielleicht sollte man doch mal einen Blick auf BLs neuen Feldzug gegen die Menschlichkeit werfen.

  3. Euler Hartlieb schreibt:

    @F Fischer @arne
    Ganz herzlichen Dank fuer die so wichtigen immer neuen Klar- und Richtigstellungen im Detail
    1. Ich glaube, dass >99% der Bevoelkerung (womoeglich auch Unterstuetzter) diese entscheidenden Feinheiten nicht (alle) klar sind.
    2. Frau Lakotta/Lapp entlarven sich mit ihren Beitraegen mehr oder weniger, warum auch immer. Entscheidend waere/ist aber doch, warum „der Spiegel“ – und wer und warum dort – dies alles mittraegt, deckt, durchwinkt und so meinungsgestaltend platziert.
    Hier den Chefredakteur, andere Verantwortliche so wohl informiert – womoeglich als offenen Brief – anzuschreiben und Stellungnahmen, Erklaerungen, Entschuldigungen zu bekommen oder einzufordern, faende ich hilfreich. Der „Spiegel“ freut sich wohl, bisher „rechnet“ es sich offenbar fuer den Spiegel, solange vor allem/nur Fr Lakotta im Zentrum der Kritik steht.
    Aber sie ist nicht alleine;
    damit es am Ende nicht nur „Lapp/Lakotto“ als Bauernopfer fuer „Die Medien“, in deren Auftrag sie diesen „wundersam kreativen“ Journalismus betreiben sind, genau wie ich es schade faende, wenn „Brixner/Merk“ am Ende fuer „Die Justiz und den Bankenskandal“ als alleinige „Bauernopfer“ verblieben.

    • kranich05 schreibt:

      Und selbst mal schreiben?

      • Euler Hartlieb schreibt:

        Danke fuer den Rat, Herr Kranichos. Ich schreibe schon einiges und an einige, wo ich meine und sicher genug bin, etwas sagen oder beitragen zu koennen und vielleicht gehoert zu werden. Aber bei obigem Komplexen sehe ich, dass andere, die schon laenger dabei sind oder einen anderen Hintergrund haben, noch sehr viel „firmer“ und „dokumentenfester“ in den genauen Daten & Details der Materie sind. Das erkenne ich neidlos an, wuensche mir aber, dass dieses so wertvolle und mit viel „Engagement“ erarbeitete „Know-how“ noch mehr in die Breite & Tiefe gebracht werden kann.
        Das wollte ich zum Ausdrucke bringen, helfe aber selbst gerne, wo ich kann und soll.

  4. der karl schreibt:

    @Fischer, möglich wäre auch, das “bitte senden Sie mir die Ihrer Einschätzung nach fehlerhaften Stellen und die entsprechenden Belege” als kostenpflichtigen journalistischen Rechercheauftrag zu werten und nachdem Sie (wie Sie hier öffentlich sagten) dies erledigt haben SPON bzw. SPIEGEL in Rechnung zu stellen, in diesem Fall wären das z.B. bei 5 Stunden Arbeitsaufwand wie bei diesen qualifizierten Zuarbeiten üblich etwa gesamt 180 € gesamt.

  5. Pingback: Verachtung - Lakotta - Mollath - opablog.net | ...

  6. Euler Hartlieb schreibt:

    #Mollath ist ein Held – die Welt wartet nur darauf, die Wahrheit zu erfahren !
    #Merk & skandalöse bayerische Justiz:
    pic.twitter.com/6JXBYfwooe
    @Helvetia_ 49m

  7. Euler Hartlieb schreibt:

    Der Druck wirkt doch langsam…
    SZ 1. Juli 2013 16:49
    Fall Mollath Merk denkt an Freilassung
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/fall-mollath-merk-will-sich-wohl-fuer-freilassung-einsetzen-1.1709896

  8. anonym schreibt:

    Affäre Mollath – Award-Gewinnerin Beate Lakotta –

    Im Blog „ http://www.humana-conditio.de/?p=276 „ wird ausgeführt, dass Beate Lakotta (BL) von einem in den Fall Involvierten als zum „Kröber-Fanclub“ gehörend bezeichnet wurde.

    Wie an dieser Stelle hinreichend behandelt, handelt es sich bei BL um die Person, die am 13.12.2012 im Spiegel Online einen stark kritisierten Artikel mit dem Aufreißer: „Fall Gustl Mollath: Warum der Justizskandal doch keiner ist“ veröffentlicht hat. So hat sie in einem Blog zu diesem Artikel u. a. den Facharzt Dr. Simmerl, der in einem gerichtlich beauftragten Gutachten Herrn Gustl Mollath (GM) eben keinen Wahn attestiert hatte, falsch zitiert. Das hat Dr. Simmerl veranlasst zu den unrichtigen Behauptungen von BL Stellung zu nehmen unter
    http://www.gustl-for-help.de/analysen.html#Simmerl2,

    Nun zum „Kröber-Fanclub.“ Aus welchen Interessen könnte BL den genannten Artikel verfasst hat?

    Folgt man „ de.wikipedia.org/wiki/Beate_Lakotta „‎, so gewann BL 2000 „den von der Lilly Deutschland GmbH vergebenen Schizophrenia Reintegration Award …“ Eben jene Lilly GmbH unterstützt durchgängig wenigstens seit 2008 die jährlich stattfindenden Bayreuther Forensiktagungen unter Leitung von Dr. Klaus Leipziger, dem jetzigen nicht gewünschten Quartiergeber von GM. Die Firma wird dafür kritisiert, dass sie Studien über Nebenwirkungen ihrer Medikamente unterdrücke, um die Zulassung dieser Medikamente nicht zu gefährden.
    Nach http://www.sgipt.org/forpsy/Mollath/ipgipt/SKIDII.htm befragte Prof. Dr. med. Friedemann Pfäfflin am 30.11.2010 GM für ein Gutachten der Strafvollstreckungskammer, nachdem er am Vortag bei der Forensiktagung des Dr. Leipziger Referent war.
    http://www.bezirkskliniken-oberfranken.de/pdf/bayreuth/veranstaltungen/2010/Flyer_Forensiktagung_Homepage.pdf
    Zufälle gibts, die gibts gar nicht.

    Wie weit reicht eigentlich der Fanclub? Auf jeden Fall reicht er bis Bayreuth. Als unlängst der Nordbayerische Kurier unrichtiges von der Ex-Frau von GM berichtete, erscheint BL nach Monaten auch wieder bei SPON und schreibt dazu bei Chefreporter Otto Lapp ab. Zum Wahrheitsgehalt dieses Artikels wurde u. a. veröffentlicht: http://gehirnsturm.info/?p=5170

  9. Pingback: Verachtung | Mollath | Scoop.it

  10. Friedrich Leinweber schreibt:

    Sehr gut recherchiert, Herr Fischer! Frau Merk hat auch versucht im Interview, bei Bayern TV,
    den HYPO Reviesionsbericht und die Anzeige des Herrn Mollath gegeneinander auszuspielen,
    das diese nichts miteinander zu tun hätten.
    Deshalb ist es sehr gut, wenn es Dokumente gibt, die das Gegenteil beweisen! Eine Zeitung
    die den Politikern aus der Hand frisst macht sich deshalb auch verdächtig.
    Es wird auch ständig der Öffentlichkeit weisgemacht, dass es keine Verschwörung war.
    Aber ich meine , das der Fall Mollath inzwischen solche Dimensionen angenommen hat, dass
    die Wahscheinlichkeit eine solche wahrzunehmen stark zunimmt.
    Soviel Manipulation in den Medien ist schon fragwürdig. Für Frau Merk wird es jetzt sehr eng,
    der Untersuchungsauschuss will neue Ermittlungen aufnehmen und auf einmal ist die
    Unterbringung des Herrn Mollath unverhältnissmässig, sie will keine“ eiserne Lady “ sein!
    Ich glaube, das Frau Thatcher Ihr großes Vorbild ist, jedenfals sehen sich die beiden sehr
    ähnlich. Und ich sehe auch, das oft das Gegenteil von dem was Politiker von sich geben,
    der Realtität entspricht. Manpulation gegen die Wahrheit ist seit Jahrhunderten ein probates
    Mittel die Bevölkerung zu täuschen. Darum steht die Wahrheit zwischen den Zeilen!!
    Bitte immer schön die Augen aufhalten ! Auch Intuitionen dienen zur Wahrheitsfindung.

  11. Sina schreibt:

    Danke! Ganz großartiger Kommentar von Herrn Fischer! Danke!
    Der Dank gilt auch „anonym“, ihr (oder sein) Beitag vom 1. Juli 2013 um 19:49 enthält sehr intressante Informationen.

  12. Sina schreibt:

    Mal gucken, ob der Spiegel meinen Beitrag veröffentlicht:

    Sehr geehrte Spiegel-Redaktion,

    im opablog
    [url=https://opablog.net/2013/07/01/verachtung/]Verachtung | opablog[/url]
    [url=https://opablog.net/2013/07/01/verachtung/#comment-4719]Verachtung | opablog[/url]

    fand ich nachfolgenden, sehr gut recherchierten Gastbeitrag von F. Fischer und einen Kommentar bezüglich eben dieses Gastbeitrages.

    Mich (und viele andere) würde interessieren, ob diese Aussagen den Tatsachen entsprechen.

    schreibt am 1. Juli 2013 um 19:49:
    […] Aus welchen Interessen könnte Beate Lakotta den genannten Artikel verfasst haben?
    Folgt man „de.wikipedia.org/wiki/Beate_Lakotta“‎, so gewann Beate Lakotta 2000 „den von der Lilly Deutschland GmbH vergebenen Schizophrenia Reintegration Award …“

    Eben jene Lilly GmbH unterstützt durchgängig wenigstens seit 2008 die jährlich stattfindenden Bayreuther Forensiktagungen unter Leitung von Dr. Klaus Leipziger […]

    Die Firma wird dafür kritisiert, dass sie Studien über Nebenwirkungen ihrer Medikamente unterdrücke, um die Zulassung dieser Medikamente nicht zu gefährden.
    Nach [url=http://www.sgipt.org/forpsy/Mollath/ipgipt/SKIDII.htm] Fehler-Analyse der SKID II Befragung Mollaths durch Prof- Dr. Pfäfflin am 30.11.2010[/url] befragte Prof. Dr. med. Friedemann Pfäfflin am 30.11.2010 G.Mollath für ein Gutachten der Strafvollstreckungskammer, nachdem er am Vortag bei der Forensiktagung des Dr. Leipziger Referent war.
    [url]http://www.bezirkskliniken-oberfranken.de/pdf/bayreuth/veranstaltungen/2010/Flyer_Forensiktagung_Homepage.pdf[/url]
    Zufälle gibts, die gibts gar nicht.

    Wie weit reicht eigentlich der Fanclub?
    Auf jeden Fall reicht er bis Bayreuth. Als unlängst der Nordbayerische Kurier unrichtiges von der Ex-Frau von GM berichtete, erscheint Beate Lakotta nach Monaten auch wieder bei SPON und schreibt dazu bei Chefreporter Otto Lapp ab. Zum Wahrheitsgehalt dieses Artikels wurde u. a. veröffentlicht: [url=http://gehirnsturm.info/?p=5170]Mollath und der Nordbayerische Kurier[/url]

  13. Christa24 schreibt:

    Vielen herzlichen Dank erstmal für den gut recherchierten Beitrag von F. Fischer! Ich habe nämlich heute den Artikel im Print-Spiegel vom 1.7. gelesen und ich muss sagen, ich bin ins Schleudern gekommen. Ich habe schon viel zum Fall Mollath gelesen und habe mir auch eine Meinung gebildet, also zugunsten Mollaths. Deshalb bin ich nun heilfroh, dass hier einige fehlerhafte Wiedergaben/Interpretationen in diesem Artikel von BL richtiggestellt wurden. Das ist ja üble Meinungsmache! Ein wenig informierter Leser könnte durchaus zu dem Schluss kommen, dass doch alles rechtens war was mit Mollath passiert ist.
    Es wäre ja auch möglich, dass BL unbedingt ihre Linie einhalten will, nachdem sie M. schon in ihrem ersten Artikel verunglimpft hat. Jetzt sucht sie nach „Beweisen“ für ihre These. Auch wenn einige von ihr erwähnten Vorkommnisse der Wahrheit entsprechen (was ich annehme), verläßt sie sich zu sehr auf die Aussagen von Mollaths Exfrau. Und das ist fatal, da sich das Spiel nun fortsetzt, ihn als Querulant, Spinner und letztendlich doch gemeingefährlich abzustempeln. Morgen ist hier eine Veranstaltung von den Grünen zum Fall Mollath mit Schlötterer. Ich bin gespannt!
    http://gruene-augsburg.de/home/slider-detail/article/affaere_mollath_infoveranstaltung_am_03_juli_19_uhr_augustanasaal/

  14. Christa24 schreibt:

    Ist die Kommentarfunkion im Spiegel beim Artikel vom 12.6. abgeschaltet? Ich finde dort keine.
    Lustig ist auch, wenn ich auf den o.a. link gehe
    http://www.beate-merk.de/109.0.html
    dann heißt es: WARNUNG – diese Seite hat einen schlechten Ruf – basierend auf Benutzerbewertungen. 🙂 Ist das bei anderen auch so?

  15. Sina schreibt:

    @Christa24
    Welchen Browser nutzen Sie denn?
    Bei mir kommt nämliche keine – „WARNUNG – diese Seite hat einen schlechten Ruf – basierend auf Benutzerbewertungen“ – es öffnet sich nur die Seite.

  16. Christa24 schreibt:

    Hallo Sina,
    FF Version 22.0 mit NoScript, Windows 7

    • tokchii schreibt:

      Beim Wolff-Blog war von dieser Warnung auch die Rede. Die Seite von Frau Merk ist wohl nicht sehr benutzerfreundlich, daher die Meldung…

  17. Pingback: Frau Otto Lapp vom ehNaMag* (SPIEGEL) | opablog

  18. fahrschueler schreibt:

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Beate_Lakotta&stable=0&shownotice=1&fromsection=Kritik

    Danke für den großen Beitrag und Wiki aktuell halten falls geändert wird 😉

  19. Schönrock schreibt:

    ich glaube, diese Frau ist nicht in der Lage bei Google „Mollath“ einzugeben- vielleicht weiss sie nicht wie man einem link folgt- vielleicht schreibt sie mit der Schreibmaschine für die Sekretärin vor, die das dann ins Netz gibt- vielleicht lässt sie sich ihre mails vorlesen, das wüde ihre Ignoranz erklären, schliesslich kann man sich nicht 15 Links merken, wenn man sowieso nicht weiss was das ist.
    Diese Frau ist nicht in der Lage komplette Zusammenhänge tu erfassen!
    p.s.: wenn das mit der Schreibmaschine stimmt, kann man sie vielleicht am AG-Nuremberg
    gebrauchen:
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/ermittlungen-gegen-gustl-mollath-eine-hoelle-an-belastungen-1.1675612

  20. Pingback: Menschenrechte in Zeiten der “marktkonformen Demokratie”, die Bedeutung der Öffentlichkeit und die Notwendigkeit von Informationsportalen freier Bürger (II) | opablog

  21. Julujulo schreibt:

    Eberle sagte, das ein Mitarbeiter Probleme mit der Schreibmaschine hat.
    Im Jahre 2003 gab es noch keine EDV zum Briefschreiben bei der Staatsanwaltschaft und Richtern in Nürnberg? Mir wurde sofort klar was los ist bei der Justiz: „Ihre Arbeit ist so geheim, dass sie selber nicht wissen was sie tun“, also können sie auch nicht zugeben dass etwas schief gelaufen ist, weil sie es nicht wissen (können).

  22. sol1 schreibt:

    Im Forum von Zettels Raum kommentiert R.A. diesen Thread:

    Ein interessanter Blogbeitrag (auch die Kommentare dazu). Demonstriert recht gut die fast schon paranoide Weltsicht vieler Mollarth-Anhänger.

    Wenn nicht einige Diskussionsteilnehmer hier (insbesondere Llarian und O. Garcia) den Beweis des Gegenteils angetreten hätten, müßte man inzwischen meinen, pro Mollath zu sein wäre fast gleichbedeutend mit „nicht ernst zu nehmen“.

    http://83273.homepagemodules.de/t6376f14-Gustl-Mollath-3.html#msg100249

    Wes Geistes Kind dieser Herr ist, hat er in einem anderen Forum anläßlich der Luftangriffe von Kundus kundgetan:

    Von: Deichgraf 08.09.2009 19:38 Uhr

    Was bei dem ganzen Geheule derzeit untergeht: Es war natürlich ein
    Riesenerfolg für die Alliierten und die Afghanen, daß eine so große Zahl
    von Terroristen erledigt wurde.

    Das Hauptproblem an diesem Vorfall war eigentlich nur, daß dieser widerliche Heuchler Gysi nicht neben dem Transporter stand …

  23. Pingback: Spiegel Online Berichterstattung im Fall Mollath | opablog

  24. Pingback: Wie mag es jetzt hinter den Masken von Herrn Maske und Frau Maske aussehen? | opablog

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