Sie kannten sich bisher nicht!

Sie, das sind einerseits die Mollath-Unterstützer, die für seine Freilassung aus dem BKH Bayreuth, Forensik, kämpfen und darüber hinaus sich auflehnen gegen die Menschenrechtsverletzungen von Justiz und Psychiatrie in der BRD.

Sie, das sind andererseits die Hamburger Sozialarbeiter vom Aktionssbündnis gegen Geschlossene Unterbringung (AGU), die Gewerkschafter von Verdi, die Aktiven vom Arbeitskreis Kritische Sozialarbeit, die dagegen kämpfen, daß wieder und zunehmend Hamburger Jugendliche in geschlossene Heime weggesperrt werden, in geschlossene Heime, wie die Haasenburg GmbH am Schwielowsee, aus der die taz am 15.6.2013 einen rücksichtslos aufklärenden Bericht brachte.

Sie müssen sich erkennen und finden, denn sie haben im Grunde dieselben Probleme.

(Das Bild ist nicht aus einem Heim der Haasenburg GmbH. Es bezieht sich auf Rummelsberg, Franken in Bayern. Bildquelle hier, danke an Kommentator Rechtsbruch)

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, Blödmaschine, bloggen, Demokratie, Faschismus alt neu, Krise, Leben, Machtmedien, Mensch, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Sie kannten sich bisher nicht!

  1. rechtsbruch schreibt:

    Da müssen wir Franken mit unserem Gustl nicht so weit gehen. In Rummelberg gibt es auch eine geschlossene Wohngruppe, wo Jungendliche bis zu zwei Jahren eingesperrte werden dürfen. Mit einem Time-Out-Raum, wo man sie für 24 Stunden komplett isolieren kann. Ein Raum, in dem nur eine Matratze liegt und sich als Toilette eine kleine Edelstawhlvertiefung im Fußboden des Raumes befindet. Mit nur einem kleinen Fenster fast unter der Decke angebracht, mit dicken Gitterstäben davor. Im Übrigen ist unser ehemaliger Ministerpräsident G.B. dort mit im Vorstand als evangelischer Synodale.
    Hierzu wurde mal versucht, etwas in die Öffentlichkeit zu bringen, aber leider ohne großen Erfolg. Hier der link: http://www.akkak.de/frames.html?deckstein/deckstein.html

    Gefällt mir

    • federleichtes schreibt:

      Mir scheint die Frage, ob wir unter einem Regime mit sadistischen Neigungen leben, nicht so ganz abwegig zu sein. Ich meine, es kann wohl kaum anders als sadistisch erkannt werden, was mit Gustl Mollath getrieben wurde – und wird. Sadisten im weißen Kittel? So natürlich, wie Pädophile in der Kirche?

      Klar, dass die Opfer des Sadismus sich eher weniger kennen, aber wie verhält es sich mit den Sadisten? Etwa kirchlich, poltisch und wirtschaftlich organisiert? Und werden gar in den oben beschriebenen „Einrichtungen“ Nachwuchs-Sadisten gezüchtet?

      Man wird ja wohl mal fragen dürfen, gell.

      Gruß
      Wolfgang

      PS.
      Schaut mal genauer auf die „Körpersprache“ von GB.

      Gefällt mir

      • Lohengrin schreibt:

        Such mal nach „Psychopathendämmerung“!
        Es gibt in der Bevölkerung nur wenige Sadisten. Aber die geraten in diesem System in Positionen, wo sie gefährlich sind.

        Gefällt mir

    • Nils schreibt:

      @rechtsbruch

      Als ich den Artikel der taz auf Frau Prems Blog kürzlich las, war ich zutiefst erschüttert. Die Zustände erinnern mich an ähnliche Methoden des amerikanischen Boot-Camp, nur, dass die Methoden der Haasenburg GmbH noch weit schlimmer sind. Mit Antiagressionstraining hat das, was dort betrieben wird, nichts zu tun. Über berufliche Kenntnisse eines psychologischen und pädagogische Verhaltenstraining bei Heranwachsenden und Jugendlichen dürfte dieser Herr Dietz nicht verfügen:

      „Christian Dietz besitzt eine Firma für „Luftfahrtdienstleistungen“, betreibt ein Fitness-Studio in Berlin und unterhält in Mecklemburg-Vorpommern einen Landwirtschaftsbetrieb. Mit der Haasenburg GmbH macht er Millionen-Gewinne. Das geht auch aus drei Rechnungen hervor, die die Haasenburg GmbH an Jugendämter verschickte und die der taz vorliegen:…“

      http://www.taz.de/Kinderheim-in-Brandenburg/!118139/

      Nach Mitteilung der Süddeutschen am 18.6.2013 will das Land Brandenburg eine Untersuchungskommission einsetzen:

      „Das Land Brandenburg will nun eine Untersuchungskommission einsetzen. Der Träger der Einrichtungen werde zudem zu einer Stellungnahme aufgefordert, teilte das Bildungsministerium am Montag in Potsdam mit. epd, dpa“

      http://www.sueddeutsche.de/i5u38C/1374702/Kinderheim-Bei-uns-wird-nicht-gequaelt.html

      und der Landtag beruft eine Sondersitzung ein:

      „Der Potsdamer Landtag beschäftigt sich am Donnerstag kommender Woche (4. Juli) mit den Misshandlungsvorwürfen gegen Kinder- und Jugendheime in Brandenburg. In einem Eilverfahren sei über eine Sondersitzung des Bildungsausschusses entschieden worden, teilte das Parlament am Mittwoch mit. “

      aber auch die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt:

      „In der Sache hat mittlerweile auch die Staatsanwaltschaft Cottbus Ermittlungen aufgenommen. Zu einem Anfangsverdacht der Misshandlung von Schutzbefohlenen werde gegen Unbekannt ermittelt, sagte Oberstaatsanwältin Petra Hertwig am Mittwoch in Cottbus.
      Ein 19 Jahre alter früherer Bewohner des Heims in Jessern hatte demnach angezeigt, dass er mehrere Tage am Bett fixiert worden sei. Der junge Mann war nach Angaben der Staatsanwaltschaft 2010 mehrere Monate in der Einrichtung untergebracht. Derzeit sitzt er wegen einer Straftat in einem psychiatrischen Krankenhaus und soll nun vernommen werden.

      Es habe auch in der Vergangenheit Ermittlungen gegeben – diese seien jedoch eingestellt worden, sagte Hertwig. Fixierliegen sind seit 2010 laut Bildungsministerium in den Heimen nicht mehr erlaubt.“

      http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2013_06/Landtag_Brandenburg_Sonderausschuss_Haasenburg.html

      Auch hier wird berichet:
      http://www.tagesspiegel.de/berlin/kritik-an-kinderheimen-in-brandenburg-ich-konnte-dort-nicht-mehr-leben/8400220.html

      Und hier:

      neues deutschland: Fall Haasenburg GmbH – Erziehungswissenschaftler Thole fordert, geschlossene Heime zu schließen

      „Berlin (ots) – Angesichts der Vorwürfe gegen die Heime der Haasenburg GmbH in Brandenburg hat der Erziehungswissenschaftler Werner Thole dafür plädiert, solche Einrichtungen generell zu schliessen. »Geschlossene Heime, Arrestanstalten und eine auf Entmündigung setzende Pädagogik der Umerziehung gewaltbereiter Kinder sind einer sich modern präsentierenden Gesellschaft unwürdig«, schreibt der Professor von der Universität Kassel in einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende Tageszeitung »neues deutschland« (Dienstagausgabe).“

      http://www.finanzen.ch/Nachrichten/neues-deutschland–Fall-Haasenburg-GmbH—Erziehungswissenschaftler-Thole-fordert–geschlossene-Heime-zu-schliessen-468673

      Man muss aber noch den älteren Artikel der taz vom 15.02.13 lesen, um sich ein Bild zu machen, mit was man es in diesem (oder auch anderen) Fall zu tun hat:

      http://www.taz.de/Geschlossene-Heimunterbringung-Haasenburgg/!111169/

      Gefällt mir

  2. Pingback: Psychoterror ist neoliberale Normalität | opablog

Schreibe eine Antwort zu Lohengrin Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s