Vom Jammer der Rosenkriege

*

„Also hat auch die Weiber den sterblichen Männern zum Unheil

Zeus, der donnernde Gott, bestellt als schimpflicher Werke

Böse Genossen; er gab noch weitere Übel für Gutes.

Wer die Heirat flieht und das schreckliche Schalten der Weiber,

Giert nach keiner Vermählung, doch kommt das mißliche Alter,

Greist man pfleglos hin, auch wenn es am Gelde nicht mangelt;

Stirbt man aber, so teilen sich in das ganze Besitztum 

Ferne Verwandte; doch wem das Eheschicksal beschieden,

Daß er ein wackeres Weib mit fügsamem Herzen gefunden, 

Dem sucht wechselweis sich jeher Gutes und Böses

Immer zu nahen, doch findet er eine von böser Gemütsart,

Lebt er dahin und trägt in der Brust unaufhörliche Plage

Tief im Herzen und Sinn; es ist ein unheilbares Übel.“

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Hesiod, Theogonie, 600-613, deutsch von Thassilo von Scheffer.

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