Lapp satt im Sonntagsblatt

Wenn jemand stöhnt „Schon wieder dieser Lapp in seinem Käseblatt! Man sollte das ignorieren.“ so kann ich das verstehen. Aber ich teile diese Meinung nicht.

Das „Käseblatt“ hat eine Auflage von ca. 35.000, mit sinkender Tendenz. Das heißt täglich lesen 50.000, manchmal vielleicht auch 100.000 Menschen diese Zeitung. Sie hat als Lokalblatt eine Monopolstellung. Miteigentümer und Mitverleger sind Dr. Laurent Fischer und Wolfgang Ellwanger. Fischer stammt aus einer Journalistenfamilie. Für seine Verdienste um die Aus- und Weiterbildung von Journalisten erhielt er kürzlich  den Johann-Georg-August-Wirth-Preis (eine geschmackvoll gestaltete Vase) einer Medienakademie in Kulmbach. Daß ihm das gute Stück von Schmutzel-Söder überreicht wurde, mag kaum Bedeutung für den Mollathskandal haben. Solche Bedeutung kommt eher den guten Beziehungen zu, die Fischer nach München unterhält. Fischer ist Präsidialrat der Akademie der Bayrischen Presse und stellvertretender Vorsitzender des Verbandes Bayrischer Zeitungsverleger. Ob die Vermutung, daß gute Beziehungen von Bayreuth nach München auch gute Beziehungen von München nach Bayreuth sind, unter das Label „Verschwörungstheorie“ fällt, wird mir Herr Chefredakteur Braun vermutlich bald erklären. Am Rande erwähne ich noch (aber warum eigentlich am Rande?), daß Dr. Laurent Fischer auch stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats von dpa ist (Update 29.4.: eine Einzelheit, die prompt heute noch ein wenig aufgewertet wird durch die Nachricht, daß der Chefredakteur von dpa, Wolfgang Büchner, Chefredakteur des „Spiegel“ wird.). Fazit: Unser norbayrisches „Käseblatt“ weiß sehr gut, welche Tendenz es, natürlich völlig ergebnisoffen, schreibt.

Bestens weiß es das seit März 2011. Seitdem steht ein „Wahrer Held der Pressfreiheit“ an der Spitze des Blattes, ein kantiger Kämpfer und Abschneider alter Zöpfe, der sich auch mit Internet auskennt – Joachim Braun. Streitbar hat er sich mehrfach im opablog als Kommentator präsentiert, interessanter sind dennoch manche seiner gelegentlichen Posts im eigenen Blog „An(ge)kommen“. Ich denke etwa an seine „10 Gebote“ (heute „Erfolgsfaktoren“ genannt) für die Regionalzeitung. Die hat sich zweifellos Starreporter Lapp hinter die Ohren geschrieben und liefert nun „Gedrucktes Heimatgefühl“; möglichst jede Stunde neu (Gebot 2, „Geschwindigkeit“, Gebot 8, „Mobilität“). Da passiert es schon mal, daß der Gustl gefesselt UND  fast ebenso schnell als Entfesselungskünstler, der Welt präsentiert wird. Was kümmert mich mein Geschwätz von vor einer Stunde. Goldene Zeiten für kreative Journalisten: Ich bin der erste, der den Blödsinn meldet UND ich bin der erste der den Blödsinn kassiert – „Zeitung 2.0“. Das ganze Theater im Wolff-Blog breit dokumentiert.

Es gibt auch ein 5. Gebot (mit dem merkwürdigen Namen „Verknüpfung“) „Unsere Quellen müssen offen gelegt werden,… und die Quellen müssen nach Möglichkeit auch für die Nutzer zugänglich gemacht werden.“ Mit dem hat der Herr Lapp, wie jeder gute Christ, noch einige Schwierigkeiten. Aber wir wollen nicht päpstlicher sein als Papa Braun. Alles kann, nichts muß.

Dafür haben unsere nordbayrischen Journalistentäter das 4. Gebot bestens verinnerlicht: „Planung: Journalismus muss sich von vorgegebenen Terminen lösen, er kann nur mit konsequenter Planung funktionieren. Von heute auf morgen Zeitung machen, funktioniert überhaupt nicht, dann wird das Produkt Zeitung zufällig und allzu oft beliebig.“

Otto Lapp wird nicht müde darauf hinzuweisen, seit wie vielen Monaten er den Mollath besucht und intensive Gespräche mit ihm geführt hat. Da kann das arme Unterstützerchen (hat sich noch nie getraut, den Mollath direkt anzurufen) ja nur neidisch werden. Nein, bei Lapp und Braun und Fischer und „München“ ist nichts dem Zufall überlassen.

Sie wissen, der betroffene Filz weiß, daß sie Gustl Mollath ‚rauslassen müssen (unbenommen, daß es einflußreiche Hardliner geben dürfte, die glauben, selbst dies verhindern zu können). Man wird ihn „schadensarm“ herauslassen, indem man dem Wiederaufnahmeantrag der Staatsanwaltschaft folgt: Es gibt neue Fakten, allenfalls räumt man paar kleine Unaufmerksamkeiten der Justiz ein. Silentium.

Sie wissen, daß sich Mollath damit nicht zufrieden geben wird, daß sich viele Unterstützer damit nicht zufrieden geben werden, daß Strates Wiederaufnahmeantrag viel mehr Sprengstoff enthält. Denen allen geht es um die gesellschaftspolitischen, machtpolitischen, auch gesellschaftspsychologischen Dimensionen dieses Skandals. Es ist der Kampf darum, wer vermag was auf die Agenda zu setzen! Dieser voraussehbare Widerstand bzw. Angriff soll erdrückt werden. Das Hauptkettenglied, der Haupthebel, um das zu erreichen, ist, Mollath menschlich zu demontieren. Das ist die Funktion des Tendenzjournalismus des Otto Lapp, Joachim Braun und des NK. Anfangs hatte ich die menschelnde Anwanzerei des ersten Lapp-Artikels „Mensch Mollath!“ in Richtung auf Kumpel Mollath gesehen. Naiv von mir. Lapp hat natürlich sein Publikum im Auge und wanzt sich genau an dieses an als der wohlmeinende Fast-Kumpel des störrischen Mollath und Dolmetsch des so komplexen Falles für’s wahre Otto-Normalo-Leben. Konsequente Emotionalisierung, konsequente Psychologisierung, konsequente Profanisierung mittels umfassender Informationsvernichtung (im Sinne der Versenkung echter Information im Nirwana) bei gleichzeitiger Produktion und Aufblähung von Informationssurrogaten nach dem Motto: Der Mollath kriegt’s fertig und zieht zwei linke Schuhe an. Damit einher geht die Unterstellung, die Mollathunterstützer hätten sich ein Idol gebaut, würden einer Heldenverehrung unterliegen, von der sich die Vernunft fernhalten müsse. Wie das im Einzelnen geschieht, kann an den Lapp-Produkten nachgewiesen werden (es ekelt mich vor dieser Arbeit, die man sich wohl nicht ersparen darf). Einige Argumente sind bereits in einigen Kommentaren zu o.g. Artikel vorgebracht.

Die Lapp-Braun-NK-Strategie zeigt Wirkung: „Die Öffentlichkeit sagt, “na also ist ja doch was dran. Irgendwas scheint mit ihm nicht zu stimmen.!“ Diese Wirkung vermag ehrlich  und emotional Engagierte zu deprimieren. Mir scheint es sträflich, diese Art medialen Kampfes zu ignorieren.

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23 Antworten zu Lapp satt im Sonntagsblatt

  1. Joachim Braun schreibt:

    Kompliment! Nähe zu „München“ wurde mir noch nie unterstellt. Das rahme ich mir ein.

    • Bille schreibt:

      Ach, naja, was erwarten sie.
      Da sitzt ein Mann seit 7 Jahren in der Forensik, davon die ersten Jahre im „Alcatraz“ Straubing, weil seine Ex behauptet hat, er hätte sie geschlagen.
      Die Anzeige kam eineinhalb Jahre nach der Tat, mit einem Attest, das Monate alt war, ausgestellt wiederum erst Monate nach der angeblichen Tat, Untersuchung auch erst Tage nach der Tat.
      Zudem war das Attest nicht echt.
      Weil er seine Frau max. 90 Minuten durch „Lehnen im Türrahmen“ der Freiheit beraubt hat. Sie aber trotzdem pünktlich zu ihrer Freundin kam.
      Weil es in Nürnberg zerstochen Reifen gab, bei denen einige wenige Mollath mit der Begründung „hat ein Motiv, weil er krank ist“ zugeordnet wurden.
      Diese Frau hatte Grund, ihn falsch zu beschuldigen, sie war seinetwegen gefeuert worden.

      Es gab eine ärztliche Stellungsnahme von einer Ärztin (Wahrscheinlich geistekrank), die das auf Zuruf der Ex geschrieben hat, ohne Mollath zu kennen.
      Es gab einen Richter, der Mollath schon vorab als Spinner abgetan hat
      usw…usw….
      …und statt die Öffentlichkeit über die ganzen „Ungereimtheiten“ zu informieren schreibt ihr Mann was von „ Mollath hatte Schulden, konnte nicht zahlen, hatte sein Leben nicht im Griff“.
      Halten sie das nicht auch für ziemlich erbärmlich?

  2. Legis schreibt:

    Der Filz in Bayern hat offensichtlich Strafvereitelung im Amt begangen:

    Wie heute, 28.04.2013, in den Medien – nicht im Münchner Merkur und nicht in der SZ – zu lesen ist, ist die Steuer-CD mit Uli Hoeneß Namen bereits im Sommer 2012 von Nordrhein-Westfalen aufgekauft worden. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat die Informationen sofort nach München weitergereicht.

    In München wurde gewartet, bis Uli Hoeneß die Selbstanzeige im Janurar vorgenommen hat.

    Erst im März erfolgte die Hausdurchsuchung und die vorübergehende Festnahme.
    —-
    Wurde dem Herrn Hoeneß sogar ein Tip gegeben?

    Nicht auszuschließen. Handelt es sich hier um Strafvereitelung im Amt?

    Merke: Die kleinen fängt man und die großen lässt man laufen.

    Klassenjustiz…

    Hierzu zwei Online-Artikel bei: Heise Telepolis:
    1.
    Hoeneß und die Doppelmoral im Sport
    Marcel Malachowski 27.04.2013
    Der Sport ist zum Abbild gesellschaftlicher Ungerechtigkeit und Unmoral geworden
    2.
    Klassenrecht?
    Alexander Dill 22.04.2013
    Hoeneß, Ecclestone und 18 Monate ohne Bewährung für 33-jährige Mutter
    3300 Euro erlöste eine wegen Mietrückständen gekündigte, 33-jährige Mutter aus der Einbehaltung der Internet-Kauferlöse von sechs Kaffeevollautomaten. Letzte Woche wurde die Mutter einer dreijährigen Tochter vom Amtsgericht Landsberg wegen „gewerbsmäßigem Betrug“ zu 18 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Ein Blick auf die extreme Klassenjustiz in Bayern.

  3. H. Heine schreibt:

    Hi

    weder lese ich dieses bayrische Regionalblatt noch vergleichbare Regionalblätter. Und Herren (wie) Lapp & Braun kenne ich auch nicht. Das ist nur gut so. Und so soll es auch bleiben.

  4. F. Fischer schreibt:

    Ich finde es richtig, auch dieses „Käseblatt“ genauer zu betrachten.
    Richtig und interessant ist es, da es in der „Causa Mollath“ nicht viele Artikel/Autoren gab, die im Gewand von vermeintlich investigativem Journalismus mit einer Gegenposition zur allgemeinen Meinung an die Öffentlichkeit gegangen sind.
    Interessant könnte es sein, da in allen anderen Darstellungen vielleicht tatsächlich Fakten unterschlagen werden, um die Geschichte eines Skandals nicht zu gefährden. Diese andere Sichtweise könnte dann tatsächlich aufschlussreich sein, um sich ein kompletteres Bild zu machen. Dem war bisher aber nicht so.
    Diese extremen Gegenpositionen fanden sich bisher nur (zeitgleich) in den vielfach „zerfetzten“ Artikeln auf SPON, in der Zeit und Tagesspiegel. In diesen Artikeln wurde versucht, die Haupt-Argumente der „Pro-Mollath“-Seite zu widerlegen. Dies kann man als gescheitert ansehen, dafür waren die Verfälschungen der Fakten zu plump, zu offensichtlich.
    Nun wagt jemand einen neuen Anlauf, eine Gegenposition einzunehmen. Aber dieses Mal geht es nicht um Hauptargumente, um die Themen, die den Fall Mollath ausmachen, nein, jetzt geht es ins Abseitige. Und ich bin sicher, da lässt sich allerhand finden, wenn man will. Aber dann befinden wir uns wieder auf dem Niveau der ersten, skurrilen Argumentationen gegen Herrn Mollath im Stile von „Da sind sehr viele Ausrufezeichen in seinen Briefen!“, oder „Der hat einen Brief an Theodor Heuss geschickt!“.
    Aber konkret: Herr Mollath hatte eine 17.000 € Hypothek. Hm, da fragt man sich: Was hat das mit den Schwarzgeldgeschäften zu tun, die bewiesen sind, oder mit der Aussage der Ehefrau gegenüber Herrn Braun? Was mit psychiatrischen Gutachten gegen eigene Standards, die inzwischen nur noch absurd erscheinen? Was mit falschen Attesten? Was mit „fehlerhaften“ Urteilen? Was mit politischer Blockade (Frau Merk hatte die Aussage von Herrn Braun seit 2011!, bspw.)? Etc.
    Da wird eine Klinik gefragt, ob es dort Missstände gebe. Eigentlich erwartet man, dass die Klinik dies offen zugibt und Maßnahmen gegen die eigene Klinik fordert. Aber nein, die negieren das. Wenn diese Recherche mal nicht geholfen hat! Und das Ministerium bestätigt das auch noch, ich bin baff!
    Normalerweise würde man sich fragen: Warum stecken diese Journalisten ihre investigative Zeit und Energie nicht in die noch unaufgeklärten Bereiche, welche wirklich wichtig sind?
    Die Vermutung liegt nahe: Sie wollen es nicht. Und sie können es nicht.
    Und da treffen sich Lakotta, Rückert und Lapp: In der Respektlosigkeit. Dies ist vielleicht nicht einmal bewusst. Beweis? Inzwischen, gerade durch den WA, sollte langsam bis zum letzten Kritiker durchgedrungen sein, dass die Aussagen des Herrn Braun wahr und relevant sind. Diese Aussagen lässt sich auf eine Kernaussage, neben weiterer wichtiger Details, reduzieren: Frau Mollath hat angekündigt, ihren Mann fertig zu machen bzw. ihn einweisen zu lassen. Das hat sie dann auch geschafft. In diesem Kontext zu erwähnen/zu behaupten: „Erst als Mollath in der Psychiatrie untergebracht war, floss das Geld.[eine Erbschaft]“, um damit irgendwie Zweifel (welche verstehe ich immer noch nicht) an Herrn Mollath zu belegen, ist (vorsichtig ausgedrückt) respektlos.
    Diese bewiesene Prämisse, dass Herr Mollath von seiner Frau (und vermutlich auch andere) „reingelegt“ worden ist, ist bei der Betrachtung aller im Artikel „Die Zweifel mehren sich“ von Otto Lapp beschriebenen Themen relevant, wird aber ausgeblendet. Dadurch ist dieser Artikel absurd.
    Auch im Abschluss des Artikels scheint ein Herr Lapp bei Frau Rückert Nachhilfe erhalten zu haben.
    Frau Rückert fragt am Ende ihres berüchtigten Artikel „Ein Kranker wird Held“:
    „Will Mollath etwa gar keine Wiederaufnahme? Hat er sich in der Rolle des Märtyrers der bayerischen Strafjustiz eingerichtet?“.
    Herr Lapp schreibt in „Die Zweifel mehren sich“:
    „Dass er seit Jahren Schulden bei der gleichen Bank hatte, verschwieg er bis heute. Erschüttert das die Glaubwürdigkeit des Gustl Mollath? Hatte er nicht ein Motiv, gegen seine Frau und deren HVB-Schwarzgeldtruppe zu kämpfen?“
    Beides absurd. So absurd, dass es mir wirklich zu lästig ist, das auch noch weiter zu begründen, dafür ist es zu offensichtlich.
    Man könnte glauben, die Autoren haben wirklich geglaubt, da auf was ganz Tolles, Neues, Unbedachtes gestoßen zu sein, so abwegig diese Ideen auch sind.
    Das glaube ich aber nicht. Die Autoren schreiben dies wider besseres Urteilsvermögen. Und das ist dann schon wieder interessant und aufschlussreich.
    Denn manchmal findet man in den grotesken Argumentationen wieder unbeabsichtigte, nützliche Dinge. So z.B. das Attest in dem SPON-/Lakotta-Artikel, welches unecht ist. Und nun durch den Satz des Herrn Lapp: „Erst als Mollath in der Psychiatrie untergebracht war, floss das Geld.“.
    Da ergibt sich für mich ein Motiv, nur nicht das vom Autor gegenüber Herrn Mollath unterstellte.

    • Taroll schreibt:

      @F.Fischer
      Ich pflichte Ihnen vollkommen bei. Der Artikel ist es wert, gelesen zu werden, weil ihn darauf, ähnlich wie Sie, helle Köpfe trefffend sezieren und einordnen können, sodaß sich dadurch Herr Lapp auch für bisher wenig Informierte durch seinen Artikel selber als in dieser Sache inkompetent und überaus parteiisch, also absolut nicht der Wahrheit verpflichtet, outet.
      Darüber hinaus wird es für Herrn Mollath selbst dereinst interessant sein, zu erfahren welchen Weg denn nun seine Vermögenswerte genommen haben, und warum, und wer die Verantwortlichen in dieser (bisherigen Neben-)Angelegenheit sind. Natürlich braucht es dabei aber wirklich fähige Journalisten, um diesem Aspekt wirklich auf den Grund zu gehen, die sich nicht mit Angaben von Beteiligten unkritisch zufriedengeben, die möglicherweise ein Eigeninteresse in der Angelegenheit zu verbergen haben. Herr Lapp könnte dazu unwillentlich eine Diskussion angestoßen haben. Dafür gebührt ihm Dank, auch wenn seine Absicht eher anders war.

    • Fotobiene schreibt:

      @ F. Fischer

      “Erst als Mollath in der Psychiatrie untergebracht war, floss das Geld.”
      Stimmt, das ist der einzige interessante Satz in dem Artikel, wie mir scheint!

      Alles andere ist einfach nur eklig, Schmutzwäsche, die mit dem Fall nichts zu tun hat – weder mit dem Urteil noch mit den Gutachten, einfach kein Zusammenhang.

      An alle, die ein Darlehen bei der HVB haben: Achtung, Achtung! Das nährt Zweifel bei einigen Menschen! Dadurch kann man in der foresischen Psychatrie landen!!

    • Mar Knu schreibt:

      Die Herrschaft der Schweine braucht auch Köter!

      Animal Farm lässt grüßen – eine gekaufte Presse betätigt sich hier als Köter für die Schweine aus den Chefetagen.
      In der Tat, und Herr Fischer liegt richtig, sollte die Journaille sich den wirklich wichtigen Fragen stellen:
      Wer hat davon profitiert, dass Gustl Mollath in die Klapse kam?
      (wo der Mann aber auch gar nichts zu suchen hat!).
      Wer hat dazu Beiträge geleistet?
      Wen interessiert eine lächerliche 17´000 Euro-Hypothek?
      Mich nicht!
      Der interessierte Leser sollte sich um das Geschreibsel der gekauften Presse nicht zu sehr bemühen – Herr Mollath wird, wenn er wieder in Freiheit ist, nicht Zeit und Muße haben nach jedem Köter zu treten der ihn angebellt hat.
      Herrn Mollath wünsche ich alles Liebe und Gute.
      Hoffentlich wird das Landgericht Bayreuth in den nächsten Tagen Mollath´s Freilassung beschließen – oder wie viele Tage soll es noch dauern, bis der nächste Köter, der Herr Landgerichtspräsident seiner Gottkaiserin Merk tief genug in den A… gekr… ist, um von dort aus die Bedenken der Frau Merk, eine Freilassung Mollaths könne ihre Position gefährden, zerstreuen zu können?!
      „Das Gericht hat noch keinen Entschluß gefällt“ – das ich nicht lache!
      Zehntausende von Menschen warten tagelang darauf, dass Frau Merk innerlich endlich soweit ist, sich ihren Straftaten stellen zu wollen – Entschuldigung, aber … Ihr Deutschen seid manchmal so lächerlich!

    • F. Fischer schreibt:

      @ Taroll
      @ Mar Knu
      Ich glaube weder daran, dass Herr Lapp fachlich inkompetent ist, noch dass er fremdgeleitet ist.
      Ich befürchte, das, was er schreibt, ist tatsächlich seine persönliche und aus eigener Sicht auch gut belegte Meinung. Ich vermute, dies ist einfach das Ergebnis einer gewissen Grundhaltung. Die Kommentare Joachim Brauns scheinen das zu bestätigen. Immerhin setzte er sich für die Reputation seines Mitarbeiters oder des Verlages ein. Der „Fall Mollath“ wird in diesem Medium schlicht genauso wahrgenommen, wie er sich in den Artikeln des Herrn Lapp darstellt.
      Das drückt für mich einfach ein Menschenbild aus, was ich nicht teile, was ich sogar ablehne, was ich in Teilen schändlich und schädlich finde.
      Denn es sollte klar sein: Selbst wenn sich herausstellen sollte (was ich nicht glaube), dass Herr Mollath im persönlichen Kontakt der unangenehmste und schwierigste Mensch auf Erden sein sollte, würde das nichts, aber gar nichts, an meiner Meinung zu dem Fall ändern oder mein Mitgefühl schmälern. Und das ist, so glaube ich, einer der Unterschiede zu gewissen Journalisten oder Berichterstattungen über diesen Fall.
      Im Gegenteil: Dort leitet die persönliche Einschätzung und Wahrnehmung der Person Mollath die Einordnung von (vermeintlichen) Fakten. Erkennbar wird dies bspw. in der Wiederholung von „Sie glauben es nicht.” als Einleitung von Aussagen Mollaths durch den Journalisten Lapp. Jeder Mensch hat rhetorische „Ticks“. Herr Mollath sagt „Sie glauben es nicht.”. Der Autor versteift sich darauf, sieht darin wohl eine Art Kalkül, einen Beleg für vermutete Unwahrheit der Aussagen und nutzt das als Rahmen für Aussagen Mollaths, nur um seine eigene Wahrnehmung dieses harmlosen „Ticks“ auszubreiten, und reißt damit die Aussagen Mollaths ins Lächerliche und vergisst bei dieser Spitzfindigkeit komplett, dass er sich mit einem Menschen unterhält, der seit 7 Jahren unschuldig (das sollte nach den WAs inzwischen jedem klar) in der geschlossenen Psychiatrie sitzt und das auf Hinwirken seiner Ex-Frau, deren Reputation er gerade durch Richtigstellung der Zwangsversteigerungen zu verbessern versucht. Ich vermute, der merkt das nicht einmal.

  5. Josef Eisele schreibt:

    Vorausschauende Propaganda eben. Eine saubere Darstellung der Vermögensverhältnisse und ihre Entwicklung für beide Eheleute bis zur Scheidung liegt ja nicht vor. Eine Strafanzeige, mit der eine massive Verfälschung der tatsächlichen Verhältnisse angezeigt worden ist, wurde offensichtlich nicht bearbeitet. Eine Klärung in dieser Hinsicht ist nicht das, was der Nordbayrische Kurier anstrebt. Er macht mit dem durch die unvollständig dargelegten finanziellen Verhältnisse erzeugten Bild sein Ding, Seine Leser sollen den Eindruck bekommen, dieser in der Psychiatrie festgehaltene Mensch sei zuvor jahrelang von seiner geduldigen, treusorgenden Gattin unterstützt worden. Zum Dank dafür habe er sie wirtschaftlich zu ruinieren versucht, bloß weil ihm die Sache mit den hinterzogenen Steuern so wichtig war. Und das womöglich deshalb, weil er selber geschäftlich nichts auf die Reihe bekommen habe, und überhaupt ein sturer Hund sei Damit erscheint dann ihr Verhalten als gerechtfertigt, er hat ja angefangen, sie hat sich bloß gewehrt. Diese schlammige Flut wird sich noch steigern, wenn das Thema mehr in die Öffentlichkeit kommt, und wer weiß, vielleicht wird es noch verknüpft mit einer hinterfotzigen Mitleidstour für den Uli Hoeneß, der sich jetzt wegen der in Rede stehenden Steuerhinterziehung
    verantworten muss.

  6. Josef Eisele schreibt:

    @F.Fischer: Die Gegenseite wollte alles haben, nachdem ihr schönes und wie sie damals meinte, unter Beachtung gewisser Vorkehrungen auch risikoloses Geschäft verhunzt war. Risikolos weitgehend war es tatsächlich für die Finanzagenten, die ihre Provisionen eingesackt hatten, die sich ihre Kunden erst mal durch längere „Steuervermeidungen“ wieder reinholen mussten. Dafür hatten die Kuriere das Risiko mit dem Geldtransport, und dafür ließen sie sich bezahlen. Es wird nützlich sein, bei den wichtigen Aspekten des Falls zu bleiben, solange eine saubere Darstellung auch wegen fehlender Ermittlungsergebnisse gar nicht möglich ist. Allerdings gibt eben der Prüfbericht der HVB in der Hinsicht doch etwas her. Ganz mittellos kann die damalige Frau Mollath nicht gewesen sein.

  7. Obacht schreibt:

    Sie Arbeiten mit Operativer Psychologie und Sie werden auch nicht davon abweichen.
    Für diese Art der Arbeit braucht es Spitzel in unmittelbarer Nähe des Gustel und das ist auch einer der Schwachpunkte.

  8. Heine schreibt:

    @ Alle Laberköpp

    Was das Menschenbild dieser BraunLapps betrifft – es ist so läppisch, so destruktiv, so verachtenswert. Und gehnsemal davon aus, daß diese Lappbraunen wissen, was sie schreiben.

  9. Dian schreibt:

    Als „Laberköpp“ gebe ich doch auch noch gern meinen Senf dazu:
    Braun/Lapps & Konsorten werden nicht umsonst für ihre Desinformation, ihre „Auswahl an Halbwahrheiten“, Ihre Demagogie bezahlt, denn sie dienen damit, einerseits der weiteren Vernebelung bei den unkritischer Lesenden, den „Meinungsübernehmern“ oder „Schlafschafen“, andererseits der Beschäftigung der eher Kritischen – wie wohl auch hier – und damit jedenfalls gewinnbringend der herrschenden Klasse, die sie dafür wahrscheinlich nicht einmal zu üppig entlohnt, ihre „Schreiberlinge“.

  10. Tino schreibt:

    Wer erinnert sich nicht an die übelsten Misshandlungen im „Abu-Ghuraib-Gefängnis“ während des Irakkrieges oder an US-Soldaten, die ihre Gefangenen angepisst haben. Eins war allen irgendwie gemein: sie konnten sich nicht wehren.

    Das ist die Ebene des Herrn Lapp! Er bewegt sich auf der gleichen Stufe und ist aber zusätzlich noch heimtückisch, indem er zuvor arglose Menschen für seine Zwecke missbraucht. Selbst vor der Mutter von Ulvi Kulac schreckte er nicht zurück und ergötzte sich an dem Leiden dieses Menschen. Lapp inszeniert mehr oder weniger eine öffentliche Verspottung anderer Menschen und Joachim Braun applaudiert seinem Reporter.

  11. Helmut Mayr schreibt:

    Nun denn, es fragt sich, weshalb die Mollath-Unterstützer ein Problem mit Kritik haben. So hat doch Frau Lakotta messerscharf recherchiert, dass es sich bei dem ärztlichen Attest um eine Fälschung handelt. Na ja, gewollt hat sie das vielleicht nicht, aber das Ergebnis zählt.

    Genauso sollte man den Artikel des Herrn Lapp sehen. Dieser versucht Herrn Mollath dadurch zu diskreditieren, indem er von dessen misslicher finanziellen Situation im Jahr 2006 berichtet. Er verkennt dabei, dass im Scheidungsverfahren unter anderem von Amts wegen der Versorgungsausgleich zu prüfen ist. Auf einen Antrag kann auch der Zugewinn ausgeglichen werden. Dieser zivilrechtliche Aspekt wurde bisher nur kurz von RA Dr. Strate erwaehnt, verdient aber durchaus Aufmerksamkeit, weil die geschiedene Frau Mollath unter Umständen auch ein monetäres Interesse hatte, Ihren Ex-Ehegatten aus dem Verkehr zu ziehen.

    Es wird doch bei irgendeinem Anwalt Mollaths noch die Scheidungsakte geben, um diese Frage zu verifizieren.

    Sofern die Angaben des Zeugen Braun richtig sind, hat die ehrenwerte Frau Maske nicht nur eine halbe Million gespart, sondern auch noch das Haus ihres Ex guenstigst ersteigert.

    Es wäre doch schön, wenn sich ein Unterstützer um die Zivilverfahren kuemmern würde.

  12. Helmut Mayr schreibt:

    Jetzt hat die stvk Bayreuth den nächsten Gutachter, der wegen des Straftatbestandes der Freiheitsberaubung angezeigt ist, beauftragt.

    Reicht es nicht, dass Otto Brixner dutzendfacher Rechtsbeugung bezichtigt wird, die einzige Urkunde im Verfahren eine Fälschung ist und die einzige Belastungszeugin unglaubwürdig ist, um Gustl Mollath freizulassen. Nein, es muss noch ein Gutachten her vom Schlechtachter Prof. Pfaefflin, der schon bei seinem ersten Gutachten umfiel.

    Kann das LG Bayreuth nur mit Gutachtern arbeiten, die der Freiheitsberaubung verdaechtig sind?

    • Dian schreibt:

      Ob es nur „kann“, weiß ich nicht, dass es aber will, erkenne ich.
      „Es“ sind seine Richter.

  13. mündiger Bürger schreibt:

    Der Nordbayrische Kurier macht nun mit Mollath “ Werbung“.
    Halbseitige Anzeige. Gustl Mollath sehr groß abgebildet.

    Sehr groß steht da: Wer ist Gustl Mollath?

    Kurier – Abo- Damit sie nicht nur zuhören sondern mitreden können!
    Basic digital Abo (App, onlinezugang oder E- paper für 14,90 € oder

    Classic Plus Abo = Gedruckte Ausgabe plus Onlinezugang für 26,90 €

    Der Kurier will Mollath fertig machen und gleichzeitig noch Geld daran verdienen.

    Die Anzeige war in der FZ ( Fränkische Zeitung) am 2. Mai 2013

    Kann man sowas noch toppen?
    H. Braun ist scheinbar mehr Geschäftsmann, denn Journalist?
    Das kann der Zeitung mittelfristig nur sehr schaden.

    • Breitenbach schreibt:

      Da ihr Hauptgesellschafter, die SPD-Holding DDVG, in Konkurs gegangen ist, steht dieser Zeitung das Wasser vermutlich bis zum Hals.

      • Breitenbach schreibt:

        Schrieb ich »die« Hol­ding? Ich mein­te na­tür­lich: ei­ne Toch­ter der­sel­ben. (Dann stimmt es wie­der.)

  14. mündiger Bürger schreibt:

    Danke für die Auskunft. Für Zeitungen mit dieser Art von „Berichterstattung“ kann man sich nur wünschen, dass solch ein Hetzblatt wirklich vom Markt verschwindet oder gesundet.
    Online (ohne Bezahlung) würden sie sich niemals trauen solche einseitigen Darstellungen zu bringen, Mit den realen Begebenheiten hat dies nur noch sehr wenig zu tun.

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