Und sonntags im Club?

Jemand hat gezählt:

96 % aller Landräte,

über 90 % der Bürgermeister in Orten mit über 10.000 Einwohnern,
über 60 % aller Notare,
84 % aller Chefärzte
97 % aller Chefärzte von psychiatrischen Krankenhäusern
 

90 % aller Direktoren von Gymnasien

70 % aller Direktoren von Amtsgerichten

85 % aller höheren Polizeichefs
Zahlreiche Pfarrer und Pastoren
fasst alle Bundeswehr-Offiziere vom Major aufwärts
gehören den Rotariern, Lions oder anderen Service Clubs an.
 Von den 475 männlichen Abgeordneten des neunten Deutschen Bundestages beispielsweise war fast jeder siebte Mitglied bei Rotary (41), Lions (26) oder Kiwanis (3).
Rund 300 Offiziere, davon fast zwei Drittel aktiv, bevölkern die
Treffen der Service-Clubs mindestens 45 Generäle, 28 Generalmajore,
73 Oberstleutnante, 68 Oberste, 17 Admiräle…
Frankfurter Gesellschaft, Bruegel. Wirklich banal so etwas?
 

Jemand hat auch erzählt:

„Am 02.12.1989 zwischen 16 und 19.00 Uhr erhielt ich im http://www.schlosshotel-kronberg.de/ Kaminzimmer von Priestern der kath. Kirche (Werenfried van Straten Opraem & Andreas Hoenisch SJ und weiteren), den gutgemeinten Rat nicht weiter an dem Thema zum Tod von Alfred Herrhausen zu recherchieren (30.11.1989 08:37 Uhr). 

Vernon A. Walters (damals US Botschafter), gab mir Hörkasetten zu Netzwerken, Rotarieren, Kiwanis, Lions, Freimaurern. Ich zog mich von dem Thema zurück. 

((Hierzu bringt „das Blogleben“ sehr schnell eine Ergänzung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.lokales-tv-moderator-wirft-sich-vor-ice.cc978f4c-254f-4b9d-8e98-832bd3dd72f3.html mir wurde zugetragen, peter sauer habe über die rotarier recherchiert))

Ich bin gerade dran diese Hörkasetten zu CDs brennen zu lassen für Euch. Denn ich meine es „könnte“ Zusammenhänge dieser Art auch im Fall Gustl F. Mollath geben.“

Andere forschen:

Hans-Jürgen Krysmanski (…“Wer Amt innehat, tut nichts, das rein privat ist.“..)

Bernd Greiner („Es ist ja schon so, dass wenn sich die Reichen und Mächtigen zusammensetzen und über die Welt reden und was da passiert und was da passieren soll, dass wir als Bürger davon in irgendeiner Art und Weise früher oder später dann betroffen sind.“)

Rudolf Stumberger („Dass praktisch zwischen die Welt der Wirtschaft und die Welt der Politik kein Blatt mehr passt.  Also diese beiden Bereiche gehen zunehmend nahtlos ineinander über, wenn wir das an den Personen festmachen.“)

Und wir rätseln:

Über Rotarier usw., über den „tiefen Staat“, darüber, ob Mollath solches Blatt in der Hand hatte, das nicht „zwischen die Welt der Wirtschaft und die der Politik“ passte. Wir rätseln auch über die Wahrheit hinter dem NSU.

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20 Antworten zu Und sonntags im Club?

  1. Rueckgrat schreibt:

    Können und dürfen wir von vornherein z.B.
    – die Existenz einer ähnlichen Organisation wie seinerzeit in Italien die P2 „Propaganda Due“ für Deutschland oder
    – die Fortführung der paramilitärischen Geheimorganisation der NATO „Gladio“
    in weiterentwickelter Form völlig ausschließen?

  2. einer schreibt:

    Können wir nicht nur, müssen wir in Anbetracht dessen was uns die Geschichte lehrt sogar.
    Schließlich geht bzw. ging schon immer alle Gefahr für die Gemeinschaft der Menschen von zu viel Macht, Wohlstand und Einfluß in zu wenigen Händen aus.
    Wer diese Möglichkeit ausschließt macht sich nicht weniger lächerlich als der, der pauschal allen Menschen mit Macht/Geld/Einfluß unrechtes/-moralisches Reden und Handeln unterstellt.

    Das Traurige ist, wir werden es erst wissen wenn wir Souverän sind. Denn erst wenn die Menschen wirklich die Macht haben die ihnen auf dem Papier zusteht und die ihnen in der Realität immer mehr verweigert wird haben sie auch die Kontrolle über die, die sie damit betrauen für sie zu entscheiden und können Aufklärung nicht nur erbetteln sondern verlangen. Oder anders: Wenn nicht die Bürger den Staat kontrollieren der widerum Banken und Wirtschaft kontrolliert sondern die Banken Staat, Wirtschaft und Bürger und die Wirtschaft Staat und Bürger und der Staat die Bürger dann kann das nur zu Unrecht führen. Denn dann müssen die die Unrecht begehen, je höher sie stehen, umso weniger Recht und Gerechtigkeit fürchten.
    Das ist weder demokratisch noch rechtstaatlich aber beides hat ohnehin noch nie existiert außer auf den staubigen Seiten mancher Gesetzbücher.

  3. rechtsbruch schreibt:

    Ja, diese Clubs beginnen bereits im Studium in den Studenten-Burschenschaften.
    Interessant ist, mal nachzuschauen, wer in Bayern alles im CV, dem „christlichen Studentenverein“ drin ist. dort suchen sich die „Alten Herren“ dann ihre späteren Speichellecker aus unter den jungen, eigentlich chancenlosen Studenten. Sie geben ihnen Aufträge und belohnen mit Nebenjobs und schließlich mit der vorbestimmten Karriere.
    Wenn man dann dem Studentenverein entwachsen ist, wird man Lion oder Rotarier und das Spiel, das man im Studium gelernt hat, geht weiter.
    Im Übrigen hat auch vor allem die evangelische Kirche in Bayern ähnliche „Clubs“. Bei den Rummelsbergern sind das die Bruderschaft und die SChwesterschaft. Nur wer da drin ist, kann einmal ein Gruppenleitung übernehmen. Und anders herum, wenn man einen Mitarbeiter hat, den man gerne in einer Leitungsfunktion sehen möchte, so legt man ihm oder ihr die Zugehörigkeit zu diesem eltiätren Club nahe. Ich weiss, wovon ich rede, ich hab da gearbeitet und wurde „eingeladen“, mir doch mal den „Club“ näher anzusehen. Auch die Kirchensynoden sind durchwandert von Clubmitgliedern. Sehr interessant wäre es, hier einmal die Vita des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten G.B. genauer zu durchleuchten. Er ist da überall tätig, zieht die Strippen, hebt oder senkt den Daumen. Und genau in dieses Hornissennest stach ein unbedarfter, friedliebender und gerechtigkeitsfanatischer Gustl Mollath.
    In diesen Kreisen werden Doktorarbeiten erarbeitet, EU-Gelder zugewiesen, caritatives Blendwerk geschaffen und und und….
    In Bayern wurde eine Clubmafia geschaffen, die ihresgleichen nierdenwo in Deutschland hat, denn nur Bayern wird seit dem Kriegsende von ein und derselben Partei regiert. Wobei die Sturkturen inzwischen längst auch in andere Parteien übergegriffen haben. Es ist wie ein Schwamm, der sich lautlos ausbreitet und überall anhaftet, der zusammenhält und erstickt, der am Leben hält, einen aber trotzdem nie mehr aus seinem schwammigen Gefüge entkommen lässt.
    Ich überlege derzeit ernsthaft, darüber ein Buch zu schreiben.

    • BB7 schreibt:

      Tu es!
      Wenn echtes „Insiderwissen“ gegeben ist und dazu keine ‚Abhängigkeit‘ gegenüber den ‚Clubs‘, dann tu es! Es gibt sicher einen Markt für ein Buch zu diesem Thema.

  4. Breitenbach schreibt:

    Also, daß die Chefs, Di­rek­to­ren usw. bei der gan­zen Ar­beits­hetze und ‑über­la­stung da­zu über­haupt noch Zeit ha­ben … tztztz …
       Doch Scherz bei­sei­te! Was kön­nen wir da­raus ler­nen?
       Was tun die­se Leu­te denn? Sie un­ter­hal­ten sich u n ­g e ­s t ö r t über ih­re An­ge­le­gen­hei­ten, die zu­fäl­lig all­ge­mei­ne, al­so auch die un­se­ren, sind. Das ha­ben sie uns zwei­fels­frei vo­raus.
       So­wohl die bür­ger­li­che als auch die Ar­bei­ter­be­we­gung fin­gen vor lan­ger Zeit ge­nauso an. Man traf sich in den Sa­lons bzw. in den Hin­ter­zim­mern von Knei­pen, wo man sich frei von Vor­mün­dern, Über­wa­chern, Spit­zeln und Stö­rern aus­tausch­te. An die­se Tra­di­tion gilt es in Zu­kunft wie­der an­zu­knüp­fen.
       Das Prin­zip ist das der sog. »ho­ri­zon­ta­len Kom­mu­ni­ka­tion«. Da­zu braucht es kon­ti­nu­ier­li­che, re­gel­mäßi­ge Tref­fen, den Wil­len zu selbst­be­stimm­ter, auch gei­sti­ger Dis­zi­plin – so­wohl was die Teil­nah­me und Pünkt­lich­keit bei sol­chen Tref­fen an­be­langt als auch die Kon­zen­tra­tion auf ein vor­ab fest­zu­le­gen­des The­ma -, glei­ches Re­de­recht für al­le be­tei­lig­ten Per­so­nen und nicht zu­letzt ei­ne ge­mein­sa­me prak­ti­sche Per­spek­ti­ve. (Wer, wie ich, an sol­chen Tref­fen ein­mal selbst teil­ge­nom­men hat, wird sich an­schließend für ei­nen gar nicht so kur­zen Zeit­raum re­gel­recht wie be­freit füh­len.)
       Frei­lich ha­ben die Be­herr­sch­ten ge­gen­über der oben be­schrie­be­nen, ver­ti­kal er­nann­ten »Eli­te« vor al­lem den Nach­teil ih­rer all­zu großen Zahl, da­ne­ben auch – wie hier­zu­lande in­zwi­schen be­son­ders ins Ge­wicht fällt – ih­rer viel­fäl­ti­gen Na­tio­nal­spra­chen, was die ge­gen­sei­ti­ge Ver­stän­di­gung zu­sätz­lich er­schwert. Der »Ster­ben« von Gast­stät­ten, Schwie­rig­kei­ten bei der Raum­ver­ga­be an Uni­ver­si­tä­ten und an­de­ren öf­fent­li­chen Räu­men kom­men eben­so hin­zu wie die zu­neh­men­de Be‑ und Ver­hin­de­rung der Mo­bi­li­tät. Doch wenn die »da oben« sich »glo­ba­li­sie­ren«, bleibt de­nen »da un­ten« gar nichts wei­ter übrig als es ih­nen gleich zu tun. (Z. B. war­tet die Welt noch im­mer auf den er­sten eu­ro­pa­wei­ten Streik in min­de­stens ei­ner Bran­che gleich­zei­tig.)
       Lei­der, lei­der sieht es mit der Frei­heits­fä­hig­keit, die in nichts an­de­rem be­ste­hen kann als sich an ge­mein­sa­me Be­schlüs­se zu hal­ten statt An­wei­sun­gen von Vor­ge­setz­ten zu be­fol­gen (wo­mit die mei­sten we­ni­ger Prob­le­me zu ha­ben schei­nen), ganz und gar nicht ro­sig aus. Frei nach dem Mot­to: »Je­der für sich al­lein zu Hau­se auf dem So­fa vor der Glot­ze!« – Das kann doch nicht al­les ge­we­sen sein; oder?!

  5. Legis schreibt:

    Bei uns in der Gegend ist der Junge, der Pant for the Planet macht.. ein gemeinnütziger Verein. Wer rechnen kann, erkennt, dass das eine riesen Betrugsmasche ist. Der Vater ist beim Club of Rome. Die tingeln von Schule zu Schule – Kindergarten zu Kindergarten… um Geld für dieses Baumpflanzen zu sammeln. Das alles im Namen der Umwelt. Als in einem Ort in der Nähe 90.000 Tonnen pro Jahr für ein geplantes Bio (Holzheizkraftwerk) abgeholzt werden sollte, war von diesen Typen nix zu hören und zu sehen.
    Die Bürger vor Ort haben ihren Verstand eingeschaltet und diesen Irrsinn verhindert. Dort wäre womöglich die Schwarzlauge (Rejekten) verbrannt worden, welche hochgiftig ist und von im Jahr 2003 Jürgen Trittin als Brennstoff deklariert wurde. Die damalige Studie hat Vattenvall bezahlt. In Berlin karrt man das Holz inzwischen weltweit (Afrika) für die dortigen „Biomasseheizkraftwerke“ heran, welche im Grunde Holzverbrennungsanlagen sind.

    Meine Meinung: In diesen Clubs wird sehr oft… großes Unheil für den eigenen Vorteil der dortigen Mitglieder organisiert. Gründe eine Wohltätigkeitsorganisation oder Stiftung und sammle Geld… vorher werde Chef des Ganzen.

    Einfaches Spiel.

  6. Fotobiene schreibt:

    Ernstgemeinte – wenngleich provokatorische – Frage zur Diskussion:
    Wieviel % aller Bürger in Deutschland gehören Facebook und/oder Twitter an?

    • Wolle schreibt:

      Das ist leicht, zu viele! Nur hat die Mitgliedschaft bei twitter oder faceblöd keine direkten Auswirkungen auf das lokale wirtschaftliche Umfeld(noch nicht). Die o.g. Clubs haben das heute schon. Der deutsche Michel wird noch bissel brauchen bis er das begreift. Na ja, ich bin Optimist! Twitter und FB sind Blasen ohne Gehalt, die (hoffentlich) bald platzen. Na ja, ich bin Optimist!

      • Dian schreibt:

        „keine direkten Auswirkungen auf das lokale wirtschaftliche Umfeld(noch nicht)“ – Das Letzte stellt für mich einen unauflöslichen Widerspruch dar, woraus ich vorerst schlussfolgere, dass entweder „keine direkten Auswirkungen“ oder „noch nicht“ – oder beides – falsch ist!

      • Wolle schreibt:

        @Dian: Im Sinne: Zur Zeit keine direkten Auswirkungen, in Zukunft sind solche Auswirkungen durchaus denkbar. Alles was nicht bei Drei auf den Bäumen ist, wird ja nun in die Cloud verschoben. Dann ist doch nur ein kleiner Schritt zu Ausschreibungen über FB und Strafbefehle über twitter! 😉

  7. annie b. schreibt:

    Ja, man erzählt, forscht und rätselt …

    Im SPIEGEL gab es einmal einen Artikel über die Rotarier: „Rotary: Filz mit Nadelstreifen“

    (wie kokett: Ein Rotarier spricht doch tatsächlich von „einer rund um den Erdball zündenden Verschwörung der Anständigkeit“).

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14019756.html

    Das war vor 30 Jahren …

  8. Dian schreibt:

    „Und wir rätseln: Über Rotarier usw., über den “tiefen Staat” … – Kreuzworträtsel? Ist „Klassenkampf“ zu lang?

    • Breitenbach schreibt:

      »Klassenbewußtsein« …

      … dieses Wort lag auch mir zu­erst auf der Zun­ge. Wes­halb ha­be ich es mir ver­knif­fen?
         Nicht, daß es den oben ge­nann­ten Obe­ren an »eli­tä­rem« Be­wußt­sein feh­len würde! Doch sind sie nicht die Ober­sten – so macht­voll­kom­men sie sich selbst und an­de­ren ge­wöhn­lich vor­kom­men müs­sen. Den­noch sind sie weit eher Ge­hil­fen. Auch bil­den sie ja nicht wirk­lich ei­ne ho­mo­ge­ne Cli­que. Die ar­beits­tei­li­ge Spe­zia­li­sie­rung steht zwi­schen ih­nen; sie sind ver­schie­den­ar­ti­ge Job­ber, manch­mal – nicht im­mer – so­gar mit ge­gen­sätz­li­chen In­te­res­sen. Bei ih­nen han­delt es sich letzt­lich um ein zwecks Herr­schafts­si­che­rung den Rän­dern der herr­schen­den Klas­se af­fi­lier­tes dif­fu­ses Kong­lo­me­rat ei­ner »Ari­sto­kra­tie« der Be­herrsch­ten, das sei­ne ei­ge­ne Klas­sen­her­kunft zu­tiefst ver­ab­scheut und ver­leug­net (ein wei­tes Feld).
         Das Be­wußt­sein de­rer, die uns »Nor­ma­los« – oft auch schein­bar »frei­wil­lig« oder zwangs­wei­se pa­tho­lo­gi­siert – als Obe­re er­schei­nen: – ist es in Vor­weg­nahme des wahr­schein­lich­sten, am Feu­da­lis­mus zu­rück‑orien­tier­ten neu (zig)tau­send­jäh­rig dro­hen­den Zu­schnitts der Klas­sen­herr­schaft nicht eher, statt Klas­sen-, ei­ne Art S t a n ­d e s ­be­wußt­sein?
         Al­ler­dings nicht mehr, wie zur Zeit von Mon­tes­quieus »Ge­wal­ten­tei­lung«, ba­sie­rend auf ei­nem Patt zwi­schen drei ver­schie­de­nen Stän­den, son­dern auf ei­nem Aus­ge­lie­fert-Sein von we­nig­stens vier Stän­den – Jour­na­li­sten, Po­li­ti­kern, Ju­ri­sten und Kle­ri­kern (wenn man nicht et­wa noch Ge­werk­schafts­füh­rung und re­ak­tio­nä­re Psy­chia­ter hin­zu­zäh­len will) – an die ei­ne, mi­li­tä­risch und po­li­zei­lich ab­ge­schirm­te, klan­de­sti­ne Macht?
         Doch auf ir­gend­wel­chen We­gen müs­sen die­se Stän­de schließ­lich ih­re Di­rek­ti­ven er­hal­ten; si­cher auch ru­hig ge­stellt wer­den, da­mit sie sich nicht ge­gen­sei­tig zer­flei­schen oder sich kon­tra­pro­duk­tiv im We­ge ste­hen. Im Klei­nen wie im Großen. Wie dies im Großen funk­tio­niert, ist in­zwi­schen bes­ser be­kannt:
      http://www.atlantik-bruecke.org/service/dokumente/a-message-to-the-people-of-the-united-states-of-america.pdf

      • Dian schreibt:

        Breitenbach, meinten Sie Radfahrer: Nach oben katzbuckeln und nach unten treten?

      • Breitenbach schreibt:

        Gut er­kannt, Dian!

        Ich den­ke, wir sind uns ei­nig. Ach, und wo ich mir die Li­ste il­lu­strer Na­men im Link noch ein­mal an­schaue, mer­ke ich, ich ver­gaß die Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tu­te …

  9. Dian schreibt:

    „97 % aller Chefärzte von psychiatrischen Krankenhäusern“ – Den Clubbeitrag hat sich Gert Postel wahrscheinlich gespart, weshalb er wohl nicht länger als Chefarzt „tragbar“ war.
    http://www.gert-postel.de/index.htm

  10. Mike schreibt:

    @Wolle

    Wer wie Sie so plakativ-inhaltsam über „der deutsche Michel“ schreibt, der muß in den Nähe dieses geraten … also offen heraus: SIND SIE EIN DEUTSCHER MICHEL?

  11. Tine Peuler schreibt:

    Vielleicht wurde Peter Sauer zu Tode gemobbt – wer weiß.
    Schade, dass er nur diesen Ausweg sah. Dadurch konnte man die Hände waschen:
    Schau, der Mann war doch krank.
    Vielleicht, vielleicht auch nicht. Wenn das Umfeld völlig rücksichtslos, ohne Empathie und möglicherweise auch gesetzwidrig agiert, dann ist es fraglich, wer krank ist.
    Nicht alle sind so willensstark wie Herr Mollath.

    • Dian schreibt:

      Willensstärke mag eine derer Gustl Mollaths sein.

      Wenn Menschen z. B. im Krieg Schrecklichstes erleben, dann können manche von ihnen dies schwer „verarbeiten“. Durch die Macht der Ereignisse, oft deren Übermacht oder auch deren schnelle Folge „staut“ sich etwas an. Dies bricht oft erst viel später, manchmal auch erst in Begleitung einer gravierenden Änderung der Lebensumstände wieder hervor, kommt aus dem Unbewußten zurück und dessen Ursache ist dann nicht selten schwer zu erkennen.

      Welche Menschen können so etwas besser, welche schlechter „verarbeiten“?

      Mit Schrecklichem verbindet man negative Gefühle, Angst, Leid, Schmerz. Man könnte leichthin meinen, dass man diese Gefühle besser nicht an sich heranlässt, dieses Mitgefühl. Es ist das Leid, die Angst, der Schmerz der Anderen. Ich muss diese mir nicht zu eigen machen, zu meinem Selbstschutz.

      Untersuchungen ergaben, dass es sich genau umgekehrt verhält. Vereinfachend kann man allgemein sagen, dass Menschen im vor genannten Sinne Schreckliches besser verarbeiten, wenn sie sich ihr Mitgefühl, ihre Menschlichkeit erhalten haben, mitfühlen und gegebenenfalls auch mit ganzer Seele trauern, und umgekehrt, dass gut „funktionierende“ Menschen, die sich in ihrer Tätigkeit „zusammenreißen“, kaum, wenig oder gar kein „behinderndes“ Gefühl zulassen, ganz schwer verarbeiten. Sie verdrängen ihre Gefühle nur ins Unbewußte, aus dem sie dann – irgendwann – geballt und unbeherrschbar hervorbrechen (z. B. PTDS).

      Gustl Mollaths Stärke besteht zu meiner Überzeugung in seiner menschlichen, seinem Mitgefühl, seinem verantwortungsbewusstsein. Er erträgt (noch) die jahrelange und tagtägliche Pein. Dies scheint mir nur möglich, indem er sie verarbeitet. Seine Häscher, Peiniger und Richter sind auch Menschen, wenn auch jene, die sich (auch) an ihm schuldig machen, ihn foltern und quälen. Victor Hugo beschrieb dies wunderbar in seinem Roman „Der Graf von Monte Christo“. (Dieser Graf forderte seine Schulden von seinen Peinigern im lesenswerten Stil ein und starb dennoch vor Gram!?) Gustl Mollath will dem Vernehmen nach seine volle Rehabilitierung, ist damit eine Wiedergutmachung möglich?

      Mollaths Widersacher, die Mächtigen agieren aus niederen Beweggründen und weitestgehend frei von menschlichem Gefühl. Abgestumpft und Machtbesessen. Das gab es in der Geschichte tausendfach und heute nicht minder. Dagegen zu kämpfen heißt, für eine bessere Welt zu kämpfen. Dies machten viele derer, die den Hitlerschergen und deren Folterern entkommen sind. Damit vor allem zeigten sie ihren Erhalt der Menschlichkeit, ihres Mitgefühls, ihrer Verantwortung für die Menschen und damit zugleich, dass sie nicht durch die Nazis gebrochen wurden.

      Ich befürchte, dass nicht wenige der Unterstützer Mollaths ihn gerade seines Kampfes gegen die Mächtigen halber stärken, sie selber dazu nicht die Kraft haben und nicht wissen, wie sie sie entwickeln sollen. Solidarität macht Gustl Mollath stark, Solidarität kann uns alle im Kampf gegen Willkürherrschaft stärken.

      • BB7 schreibt:

        @ Dian

        danke für diesen Beitrag. So sehe auch ich Gustl Mollaths STÄRKE.

        Er hat sich in den ’neunzigern‘ nicht vom Geld ‚verlocken‘ lassen, hat sich von 2001 bis ’06 nicht einschüchtern lassen, und lässt sich bis heute nicht „behandeln“. Und dabei hat dieser Mann eine, im übertragenen wie im physischen Sinn, „aufrechte Haltung“ bewahrt!.

        Mit seiner so bewiesenen übermenschlichen Größe nimmt er uns alle in die Pflicht, – eben nicht wegzuschauen – hinzuschauen – und gerade seit Herbst ’12, seitdem auch ich auf diese Causa aufmerksam wurde, ist sssssssssoooooooo vieles bekannt und publik geworden. Dass kann nicht ohne Wirkung bleiben.

        Gustl Mollath hat bis heute schon einen ‚wahnsinnig‘ hohen Preis für sein Stehvermögen gezahlt – und es ist noch nicht zu Ende, – aber durch ihn sind Menschen auf Verflechtungen aufmerksam geworden, die sonst niemals > hingeschaut< hätten. Für mich ist er schon heute „der Held“ des neuen Jahrtausends, ähnlich einem Lech Walesa in den achtzigern, und ich hoffe und bete dass ihn diese Anerkennung auch einmal erreicht.

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