Was tun eigentlich Menschenrechtsorganisationen zur Befreiung Gustl Mollaths?

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Gar nichts? Vielleicht haben sie Mollath noch nicht bemerkt? Vielleicht hat sie bisher noch niemand gefragt? (Oh, doch, wie man hier sieht („Amnesty“ suchen))

Sollten Mollath-Unterstützer, denen es nicht genügt, solidarische Kommentare in Blogs zu schreiben und juristische Feinheiten abzuwägen, vielleicht einige Menschenrechtsorganisationen direkt anschreiben?

Es gibt sie reichlich:

Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter

Amnesty international

Deutsche Liga für Menschenrechte

Deutsches Institut für Menschenrechte

Forum Menschenrechte

Friedrich Ebert-Stiftung

Human Rights Watch

Internationale Juristenkommission

medico international

Mehr Demokratie

Reporter ohne Grenzen

Weltorganisation gegen Folter

Wenn jemand solch Schreiben verfasst – ich biete an, es hier im Blog zu veröffentlichen, wenn gewünscht natürlich auch etwaige Antworten. 

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Update 7.4.2013:

ECCHR – European Center for Constitutional and Human Rights

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Update 15.4.2013:

Pro Justiz e. V.

Dieser Beitrag wurde unter Bewußtheit, Demokratie, Krise, Mensch, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

19 Antworten zu Was tun eigentlich Menschenrechtsorganisationen zur Befreiung Gustl Mollaths?

  1. gp schreibt:

    @kranich05

    Ob das hier zur deutschen Justiz mitgeteilte mit der fehlenden Justizkritik dieser deutschen „Menschenrecht“sorganisationen zu tun hat weiss ich nicht.

    Klares Hauptergebnis aktueller „Repräsentativumfrage“ WEM DIE DEUTSCHEN VERTRAUEN – zwischen 55 und 75 % „Familie, Freunde, Partner“ im privaten Bereich. Erstaunliches Nebenergebnis: „Wissenschaft“ und „Justiz“ , eine vorwiegende (W) und eine totale Staatsinstitution (J), liegen mit je 17 % weit vorn – noch vor „Nachbarn“ (16 %) und „Kollegen“ (15 %) aus dem privaten Bereich (Newsletter, 34. Jahrgang, April 2013, Ausgabe 245, Seite 1).

    Mal unterstellt, es wär so, heisst das: wer dieser Justiz in diesem Land mehr vertraut als seinen Kollegen oder Nachbarn – dem oder der ist wirklich nicht zu helfen. (gp)

  2. kranich05 schreibt:

    Man könnte z. b. fragen, ob sie den Fall Mollath überhaupt kennen, ob sie ihn für eine Menschenrechtsverletzung halten und was sie dagegen tun.

  3. Menschenrechtler schreibt:

    Aus verläßlicher Quelle wurde ich informiert, dass die Christ-sein-Bewegung für Gustl Mollath
    Frau Prof.hc. Käßmann in einer ausführlich begründeten Petition p e r s ö n l i c h angeschrieben
    hat und gebeten wurde, sich für eine menschenwürdige Unterbringung einzusetzen und Herrn
    Mollath persönlich aufzusuchen. Frau Käßmann war es nicht wert auf den persönlich an Sie gerichteten Brief zu anworten und ließ ausrichten, dass dieses Anliegen nicht in den Aufgabenbereich als Sonderbeauftragte für das Reformationsjubiläum 2 0 1 7 ! fallen würde.
    So ist es um die i n n e r e Freiheit (eines priveligierten) Christenmenschen bestellt, von der Martin Luther gesprochen hat. Der empfohlene Brief an die EKD, den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Hannover blieb u n b e a n t w o r t e t.
    Der bayerische Landesbischof ließ ein gewisses Mifgefühl, Verständnis, vielleicht Sympathie
    erkennen, lehnte jedoch ein konkretes Eintreten für Herrn Gustl Mollath ab mit der unglaubwürdigen Begründung , er könne sich nicht in die P o l i t i k einmischen.
    K u r z vorher hat er sich gegen den Donausbau ausgesprochen, nachdem feststand, das die Politik davon abrückt…. Vorher war eine Tagung an der Evang. Akademie in Tutzing, an der regelmäßig hochrangige Politiker mit Kirchenvertreter gesellschaftspolitische Fragen besprechen. Was hätte Dietrich Bonhoeffer zu dieser Haltung gesagt?

    • BVerfGG93d schreibt:

      Mit Dietrich Bonhoeffers Knochen könnte man im jetzigen Rotationsstatus alternativ Enérgie eines KKW ersetzen. Da er jedoch zwei Meter tiefer liegt, sieht das keiner.
      Was man aber deutlich sieht, ist sein Name auf den Steinen.
      Und mit diesem Namen kann sich fast jede evangelische Organisation schmücken – das zählt.
      Immerhin sind evangelische Instanzen hierzulande Instanzen des Berufsbeamtentums.
      Da ist es einfach opportun, nicht allzu böse gegen den Staat, oder was man dafür hält, zu sprechen.
      Darunter litte das dienstliche Vertrauensverhältnis dann doch zu sehr.
      Aber mit dem Bonhoeffer, ja mit dem können die immer noch gut werben.

      Zwei Meter tiefer schaut ja keiner mehr hin…

  4. Kurzer Gedanke schreibt:

    Thema:
    Diktaturentwicklung in Ihrem Umfeld.

    Mitwirkende:
    Die selben wie zu Zeiten des Östreichers ?

  5. Pingback: Gefragt zum “Fall Mollath” – die Deutsche Liga für Menschenrechte e.V. antwortet | opablog

  6. richard albrecht schreibt:

    @Kranich @Menschenrechtler u.a.

    Vermutlich kann auch was das gegenwärtige Ansehn der ganzdeutschen Justiz betrifft zwischen Glaubwürdigkeit als (subjektive) Bereitschaft eines Menschen, die Aussage eines anderen zu anzuerkennen, und Glaubhaftigkeit, die sich auf die Aussage und ihren (objektiven) Gehalt bezieht, unterschiedenen werden.

    Aus den BAT-Repräsentativdaten läßt sich, jedenfalls nach den kostenlos veröffentlichten Info, k e i n Typus von dieser Justiz besonders vertrauenden und besonders mißtrauenden Menschengruppen nach den üblichen demoskopischen Merkmalen (Geschlecht, Alter, Stadt-Land, Ost-West, Formalbildung) bilden.

    Die These: je besser Struktur und Funktion dieser Justiz bekannt sind, desto geringer das Vertrauen, und umgekehrt: wer noch nie mit dieser Justiz zu tun hatte vertraut ihr am ehesten, halte ich für plausibel. Mögen hochbezahlte ganzdeutsche Spitzenwissenschaftler/innen sie als wissenschaftliche (Null) Hypothese zu formulieren gediegen zu falsifizieren versuchen;->]).

    (Morgen kommt von mir ein kurzes Posting mdBm. um Veröffentlichung als Disk.beitrag). RA

  7. Pingback: Gefragt zum “Fall Mollath” – ACAT-Deutschland e.V. antwortet | opablog

  8. Pingback: Gefragt zum “Fall Mollath” – AMNESTY INTERNATIONAL – Sektion der Bundesrepublik Deutschland e. V. antwortet | opablog

  9. Pingback: Gefragt zum “Fall Mollath” – “medico international” und die “Friedrich Ebert Stiftung” haben geantwortet | opablog

  10. Pingback: Gefragt zum “Fall Mollath” – die “Deutsche Sektion der Internationalen Juristen-Kommission e. V.” hat geantwortet | opablog

  11. Pingback: Menschenrechtsverletzungen – “ein ferner Punkt”, um den die NRO-Menschenrechtsorganisationen kreisen? | opablog

  12. Dietmar Nisch schreibt:

    @kranich05. Habe Dank für Ihre anerkennungswerten Mühewaltung. Sehr enttäuscht bin ich, weil kaum eine Organisation für Menschenrechte sich des Falles Mollath aktiv annehmen möchte. Dabei wäre es der heutigen Kommunikations-Möglichkeiten ein Leichtes, dieser Sache tätig zu werden. Z.B. mit Hinweisen zu den vielen Links. Statistisch hätte ich zumindest 10% erwartet. Aber es zeigt sich immer wieder (auch in verschiedenen Meinungsumfragen wie auch psychologischen Forschungs-Ergenissen), was Anstand, Moral, Mitgefühl für Andere u.v.m. betrifft, dass man die Mehrheit der Menschen in Deutschland bis zu etwas mehr als 80% „ruhig vergessen“ sollte. Ich könnte denken, dass es in den skandinavischen Ländern etwas besser aussieht. Das „Miteinander und Füreinander“ müsste in Deutschland noch kräftig geübt werden. Daran müssten die Kultus-Ministerien für ein spezielles Schulfach noch lange arbeiten. Egoismus hat sich wohl wie eine „Seuche“ ausgebreitet. Auch in manchen religiösen Gemeinschaften. Die guten Christen könnte man an den Fingern seiner zwei Hände zählen….

  13. Pingback: Eine Erfahrung aus der “Mollath-Zeit” bestätigt sich | opablog

  14. Pingback: Eine Erfahrung aus der “Mollath-Zeit” bestätigt sich | ONLINE CASINO NEWS

  15. Vernon schreibt:

    Sie fragen, warum sich Menschenrechtsorganisationen nicht für GM eingesetzt haben. Wenn sich im fernen China ein Menschenrechtler zu weit aus dem Fenster lehnt, meldet sich sofort A.I. (Amnesty International) zu Wort. Wenn aber in der Ukraine ganze Städte zusammengeschossen werden, weil die Bevölkerung ihr Menschenrecht auf Selbstbestimmung ihres Volkes in demokratischer Abstimmung durchgesetzt hat, geschieht genau das Gegenteil. Bild veröffentlicht Satellitenfotos von A.I., dass angeblich russische Kräfte über die Grenze sickern mit schweren Waffen, um den Separatisten zu helfen. Hat A.I. eigene Satelliten oder nur ein gutes Fotolabor?
    Wenn es solche Bilder gibt, warum werden sie nicht vom Pentagon veröffentlicht? Ist A.I. die Weiterentwicklung von Frau Merkels früherer Abteilung „Propaganda und Agitation“? Damit ist wohl klar, dass Herr Mollath keine Hilfe von dieser Organisation erwarten konnte!

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