Leben mit der Energiewende

So ist ein Dokufilm betitelt, den Frank Farenski für das ZDF gedreht hat. (Hier ist er bei youtube zu besichtigen.) Darüber hinaus hat Farenski (hier) eine weitere längere Filmversion online gestellt und für die Allgemeinheit verfügbar gemacht. Auf seiner Webseite wehrt er sich gegen den Spiegel-Vorwurf, er arbeite für die Solarlobby. Ob dieser Vorwurf berechtigt ist oder nicht, interessiert mich nur am Rande. Mir gefällt, daß hier jemand sich kämpferisch anlegt mit der Lobby der alten Energien, Atom und Kohle, und für eine konsequente und beschleunigte Energiewende streitet.

Mir haben diese Filme direkte Impulse für meine/unsere eigene familiäre Energiewende gegeben, nämlich ihre Fortführung und Vertiefung.

Als wir vor knapp 10 Jahren den Bau unseres Hauses zu planen begannen, war uns natürlich Ökologie ein Anliegen, und wir bemühten uns, es mit unseren recht begrenzten Finanzmitteln sowie den gesetzlichen Gegebenheiten in Übereinstimmung zu bringen. Photovoltaik schied aus, weil zu teuer und ineffektiv. Wir entschieden uns für eine Holzheizung in Form eines großen, das ganze (kleine) Haus versorgenden  Grundofens, den ich auch noch (als Bausatz) selbst bauen konnte. Das war und ist eine Erfolgsgeschichte, über die ich mehrfach im Blog berichtet habe. Daneben haben wir durchaus eine beträchtlichen Stromverbrauch, unter anderem wegen einer ins Haus integrierten gerne benutzten Sauna. Generell sind wir zwei alte Leutchen mit der Edelenergie Strom nicht zu knickrig und machen uns eben das Leben etwas leichter oder einfacher. Daß wir dafür Ökostrom einsetzen (Anbieter EWS) ist Ehrensache; freilich auch eine des Geldbeutels. Ab 2013 kostet die kWh rund 0,30 €.

Hier kommen für mich die Informationen des Herrn Farenski ins Spiel. Die Strompreiserhöhungen einerseits und die Preissenkungen bei PV- und Speichertechnik andererseits laufen auf einen Schnittpunkt zu, an dem die größtmögliche Selbstversorgung mittels eigener PV-Anlage interessant wird. Das werde ich nun prüfen. Dabei ist mir auch noch ein sozusagen ideologischer Gesichtspunkt sympathisch: Selbstversorgung ist dezentral, macht von den Monopolen unabhängiger, entlastet die Netze, ist eine materielle Unterfütterung von Demokratie.

Dieser Beitrag wurde unter Demokratie, Garten Haus Hund, Materialismus, Realkapitalismus, Widerstand abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s