Das kolonialisierte Ding wird Mensch. Der individualistische Bürger wird gläubig.

Der Kultspruch da, in der ersten Hälfte der Überschrift, der hat mir immer gefallen. Das klingt frisch, reizt zur Polemik, ist optimistisch.

Der Satz in der zweiten Hälfte (verfaßt von mir)  wird es wohl kaum zum Kultspruch bringen. Vielleicht fühlt sich jemand zum Widerspruch provoziert, doch die übliche Reaktion wird Gähnen sein. Unterm „individualistischen Bürger“ mag man (oder frau) sich nichts vorstellen (während hinten irgendwo der Song vom absoluten Glück dudelt). Und „gläubig“ erst, das ist total out.

Und ich komme mit sowas, wie: „Wahrlich ich sage Euch, wir leben in gläubigen Zeiten!“ Zuerst mal leben wir ja wohl in Zeiten der schier unbegrenzten Freiheit der Individuen. Was sind sie alle souverän! Die Söhne und Töchter, die Enkel, die Kinder der Freunde und Bekannten studieren in USA, arbeiten in China, urlauben in Dubai, trainieren in Neuseeland. Ist das nicht die Freiheit von jeder Fessel der Selbstverwirklichung? Glückssuche der Tat und erfolgreiche Glückssucht? An dieser Stelle drohte kürzlich ein pastoral-präsidialer Zeigefinger. Unsere eigenen Antworten müssen wir suchen.

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Eine Antwort zu Das kolonialisierte Ding wird Mensch. Der individualistische Bürger wird gläubig.

  1. klotzchrist schreibt:

    Wie alle Wahrheit kurz, einfach und total unverständlich.

    Habe mir das zum Kultspruch erkoren. Klebt jetzt an meinem Computer.

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