Stalingrad

An Stalingrad denkend (heute vor 70 Jahren wurde der Kessel geschlossen) frage ich mich, warum die deutschen Soldaten im Kessel faktisch bis zur Vernichtung aushielten.

Gründe waren wohl: 10 Jahre „Erfolge“ der Faschisten/Wirtschaftsaufschwung, hatten sie „überzeugt“. Drei Jahre Siege im Krieg/Blitzkrieg „bewiesen“ die Gültigkeit der faschistischen Überlegenheitdoktrin. Die Mitschuld an Krieg und Verbrechen aller Art verhinderte jeden Alternativgedanken. Disziplinierende „Schläge auf den Hinterkopf“ spielten natürlich auch ihre Rolle.

Wer dennoch schwer begreiflich findet, daß dieser Zustand der Massen in nur 10 Jahren seit der Machtübertragung 1933 an die Faschisten erreicht wurde, sollte erwägen, ob nicht die Massen des deutschen Volkes Jahrzehnte vor Hitler und auch Jahrzehnte nach ihm (nämlich auch heute und morgen) eine „weiche“, gedämpfte und gebrochene, unexplizite Form des Faschismus tagtäglich gelebt haben und leben – unverzichtbarer Bestandteil ihrer Alltagskultur.

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