Bauherr DDR

Opa entdeckt immer wieder mal, daß er eine ziemlich lange Leitung hat. Eines Tages fallen ihm Themen ein, brandneu findet er. Dann schaut er sich um und bemerkt, daß Andere daran schon seit Jahren arbeiten. Opa wird deshalb trotzdem kaum von Selbstzweifeln geplagt. Er sagt sich: „Du bist ein interessierter Mensch. Dumpfheit brauchst Du Dir nicht vorzuwerfen. Wenn Du erst jetzt auf dieses Thema, diese Einsicht kommst, dann haben es die unerforschlichen Wege Deiner Individualentwicklung eben so gewollt.“ und: „Besser spät als nie.“

„Bauherr DDR“ ist solch Thema.

Sepp Aigners Erinnerung an den Palast der Republik hat es ausgelöst –

die Wiederbegegnung mit der Malerei von Hans Vent hat es ausgelöst –

die Wiederbegegnung mit der Ruine des Kulturhauses Zinnowitz hat es ausgelöst –

Die Erinnerung an die Gedenkstätte des Großen Deutschen Bauernkriegs in Bad Frankenhausen mit Werner Tübkes Panoramabild hat es ausgelöst – das Bedürfnis, über den Bauherrn DDR etwas differenzierter, etwas gerechter nachzudenken (und vielleicht auch zu schreiben) als ich es bisher getan habe.

Jetzt erwähne ich nur, daß es mich immer wieder schmerzt, daß ich nicht mehr, wie einst, in den Palast der Republik gehen kann, um Zwiesprache mit „Strandleben“, dem monumentalen Bild von Hans Vent zu halten.

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