Heizen mit Holz – gestern, heute, morgen – Erfahrungen mit dem Grundofen und mit der Holztrocknung

Auch zu den Erfahrungen mit dem Holzheizen gibt es einen Bericht, anderthalb Jahre ist der alt, der nach wie vor gültig ist.

Zunächst ein aktuelles Bild unseres Ofens, mit den im ersten Beitrag erwähnten, damals noch fehlenden Kacheln. Wir konnten sie unter Anleitung der Keramikerin Berthe Heinrich bei ÖKOSTADT in Lychen selbst herstellen.

Mein Bericht vom Februar 2010 gibt vor allem Erfahrungen wieder, die ich mit der Holztrocknung gemacht habe. Hier ist er:

„Meine Erfahrungen betreffen nur das Heizen mit Stückholz, mit Holzscheiten. Andere haben mit Pellets sehr gute Erfahrungen gemacht, so z. B. die Leute vom Rundling, Berlin-Johannistal.

Nun heize ich das vierte Jahr den Grundofen, den ich selbst gebaut habe. Was ich damals berichtet habe, hat sich bis heute bestätigt. Der Ofen heizt komplett unser 90qm-Blockhaus. Die für Notfälle installierte Elektroheizung nutzen wir ein- bis zweimal im Jahr, nämlich dann, wenn wir im Winter nach mehrtägiger Abwesenheit das Haus schnell wieder warm haben wollen.
Der Holzverbrauch beträgt ziemlich genau 7 Raummeter pro Jahr. Das macht jährliche Heizkosten von grob gerechnet 200,-€.
In der laufenden Heizperiode habe ich bis heute 6,2 rm verbraucht.
(Übrigens verbrauche ich immer noch die Holzlieferung, die ich in meinem Posting von März 2006 erwähnt habe. Es wird für weitere zwei Jahre reichen.)

Das A und O komfortablen Holzheízens ist ein ordentlicher Schornsteinzug und trockenes Holz.
Mein Vorrat an ungespaltenem Holz lagert jahrelang luftig und ungeschützt im Freien. Dieses Holz hat eine Feuchte von 30 bis 40%.
Der Vorrat für die laufende bzw. kommende Heizperiode lagert gespalten, luftig und regengeschützt am Haus.

Holzlager

Dort sinkt die Feuchte auf 15 bis 20%. Die Scheite sind 45 bis 50cm lang und maximal 10cm dick. Das zum Verfeuern bestimmte Holz kommt ins Haus in drei Aufbewahrungsfächer am Ofen. Dort liegt es etwa eine Woche. Danach ist seine Feuchtigkeit mit meinem Meßgerät nicht mehr feststellbar, liegt also unter 7%.
Zum täglichen Entzünden dieser Kloben reichen ein bis zwei Blätter Zeitungspapier.

Man liest immer, Holz müsse mindestens zwei, besser drei Jahre lagern, um die nötige Trockenheit zu erreichen. Das kann ich nicht bestätigen.
Am 30.11.2007 habe ich frisch geschlagene Fichte bekommen, Feuchtigkeit 55%.
Ich habe sie sofort geschnitten, gespalten und unter Dach gelagert. am 20.1. 2008 habe ich 28-31% Holzfeuchte gemessen. Am 16.4. 2008 hatte dasselbe Holz eine Feuchte von 16%. Nach diesem Ergebnis würde bei entsprechender Aufbereitung und Lagerung Holz nach einem Jahr brennfertig sein.
Wenn sich dieses Ergebnis bestätigt, könnte ich meinen Lagerplatz erheblich verkleinern.
Vielleicht war es ja nur eine Eintagsfliege, deshalb habe ich einen zweiten Trocknugsversuch begonnen.
Am 26.6.2009 haben wir dicke Birken geschlagen, auf Länge 45cm geschnitten und seitdem im Freien gelagert. Jetzt, am 5.2.2010, hatte dieses Holz eine Feuchtigkeit zwischen 30 und 40%. Ich habe es nun gespalten und luftig regengeschützt gelagert. In der nächsten Heizperiode werde ich es erneut messen und wenn möglich verwenden – nach einem Jahr.

beim Holzspalten

Ich habe eine elektro-hydraulischen Holzspalter, mit dem ich den Vorrat einer Heizperiode in zwei Tagen bereitstellen kann. Jedoch habe ich ihn seit 1 1/2 Jahren nicht mehr benutzt. Inzwischen möchte ich auf meine tägliche Stunde Holz spalten mit dem Spalthammer nicht mehr verzichten. Das ist besonders jetzt in der Winterzeit eine willkommene körperliche Anstrengung.

Preiswert, nachhaltig und krisenfest ist diese Art des Heizens. Und wie gemütlich es ist, am strahlenden Ofen zu sitzen.“

In einem dritten Posting „Heizen mit Holz“ werde ich ein paar Neuigkeiten festhalten.

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