Mal ganz daneben,…

ist das, was mir gerade auf der Zunge liegt: Die nächste Sau wird durchs linke Dorf getrieben -Kipping/Schwabedissen. 

Dies geläufige Bild des Medienbetriebs auf die beiden hübschen jungen Weiber anzuwenden – wie kann man so uncharmant, ja tramplig, sein? Unverzeihlich!

Verzeihlich aber ist es, den Rechten Bartsch solange an der Front zu belassen, bis alle sensiblen linken Gemüter händeringend um Bartsch light flehen. Und beide Ks. sind auch noch junge Mütter und verstehen Spaß – ich schmelze dahin!

Notgedrungen müssen die MarxistInnen in der Linkspartei (im Sinne des gestern verlinkten Beitrags von Manfred Sohn) auf Sahra Wagenknecht bauen, die aber (noch immer) nicht kandidiert, die “noch zögert”, “sich noch nicht aufraffen kann”, sich “noch keinen Ruck” gegeben hat.

Mein Bauch sagt mir warum: Weil sie weiß, daß sie unterliegt. Weil sie sich nicht verheizen lassen will. Weil sie den Wert des offenen Kampfes für die marxistische Position, egal ob gewonnen oder verloren, nicht begreift. Weil sie nicht Luxemburg ist, sondern Luxemburg-Verschnitt.

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atemberaubend

Das Flugzeug Solar Impulse HB-SIA fliegt mit Sonnenenergie. (Foto: Solar Impulse/Fred Merz)

Solar Impulse, das Solarflugzeug aus der Schweiz, fliegt nach Marokko.

Bald fliegt es um die Welt.

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Politische Vernunft bei Parteifunktionären der Linken – Mangelware, dennoch vorhanden

In einem Text mit der Überschrift “Zeit zu handeln” stellt der Verfasser eingangs fest, daß auch heute, auch im hitzigen Streit, die Frage nach der Linken insgesamt mehr ist als die Frage nach der Linkspartei.

Der Verfasser verweist darauf, daß Parteien sich oft überschätzen (noch mehr tun das ihre Fraktionen). Geschichtsmächtig sind sie nur selten. Vor allem sind sie Reflex und werden getragen von gesellschaftlichen Konstellationen, Bewegungen, Interessen. Das Original ist wichtiger als der Spiegel, und die außerparlamentarischen Linken sind bedeutender als die partei- und parlamentsförmige Linke.

Der Impuls aus der Vereinigung von PDS und WASG wurde nicht genutzt, um sich in der außerparlamentarischen Bewegung zu verwurzeln. Das Kandidaturangebot von Lafontaine war kein Ausdruck von Stärke, sondern von Schwäche. Die Personaldebatten sind nicht Ursache, sondern Folge der politischen Schwäche.

Die Partei Die Linke war von Anfang an ein äußerst breites Linksbündnis und zugleich ein Magnet für viele Protestwähler ohne linke Positionen. Mit der Debatte um und der Verabschiedung des Programms wurde ernsthafte Arbeit zur theoretischen Klärung geleistet. Auf dem Papier haben die Marxisten gewonnen, in der politischen Praxis aber, nicht zuletzt bei Personalentscheidungen, haben sich andere Kräfte durchgesetzt.

Der Göttinger Parteitag muß die Weichenstellung von Erfurt bestätigen. Die Entscheidung ist einfach:” Wählt diese Partei eine Führung, die entschlossen ist, das Erfurter Programm Schritt für Schritt in die politische Wirklichkeit dieses Landes hineinzukämpfen oder eine, die irgendwann… Wege sucht, sich seiner zu entledigen.”

Die Marxistinnen und Marxisten in dieser Partei müssen einen Kandidaten bzw eine Kandidatin für den Parteivorsitz präsentieren, der oder die deutlich macht: Diese Partei ist und bleibt Hoffnung und Heimat der  marxistischen Linken dieses Landes.

Der Verfasser des Artikels ist Manfred Sohn, Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen.

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Bernd Schlömer, Pirat

Hahaha!

via: Fefe

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Dazu paßt (weil sich die Herren nämlich im Springer-Presseclub treffen) diese Meldung vom Springer-Ehrenpreis.

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Blödmaschinenroutine

Die folgende Meldung ist alleralltäglichster Alltag im Medienbetrieb. Niemand schenkt ihr Aufmerksamkeit, denn an so etwas sind wir längst gewöhnt. Ich hebe die Meldung ausnahmsweise hervor, weil sie mich wieder einmal bestärkt in meinem ersten und zweiten Grundsatz aller Medienhygiene.

Der erste lautet: Politisch sensationelle, “heiße” Meldungen sind meist zu 100% gelogen, nur in seltenen Ausnahmefällen beträgt der Lügenanteil weniger als 90%. 

Der zweite Grundsatz lautet: Die später folgende Berichtigung ist in der Regel und in einem höheren Sinne wieder zu mindestens 90% gelogen.

Die Knaller-Meldung war (Polizeipräsidentin Koppers): Rohrbomben im Zusammenhang mit der 1. Mai-Demonstration in Berlin! Schwerverletztengefahr!

Die Berichtigung lautet (Polizeipräsidentin Koppers): Labortest ergab, daß der Inhalt der Alurohre harmlos war. Es habe sich um einen (Achtung neues Lügengestammel!) “pyrotechnischen Nebelsatz” gehandelt. Keiner weiß, was ein “pyrotechnischer Nebelsatz” ist, außer eben Informationsnebel, Blödmaschinennebel.

Die Lügenverkünder verkünden, daß sie weiter ermitteln. Welcher Geheimdienstarsch welchem Geheimdienstarsch den Auftrag zu dem kleinen Terrorbluff gab, wird nie ermittelt oder gar veröffentlicht werden.

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Die Linke – Hintergrund

Der jetzt verkündete Rückzug Lafontaines, auf den im Parteibuch mit dem Blogbeitrag reagiert wurde  “Linkspartei von der Mossad-Fraktion komplett übernommen”,  ist mir Anlaß auf einen Artikel von Jens Mertens (vom März 2010) im Hintergrund zu verweisen “Die Linke – Von innen umzingelt”, der mit einer Fülle von Tatsachen und Namen das Wirken des rechten, antisozialistischen, probürgerlichen Flügels in der Linkspartei aufdeckt.

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Von der Partei der revolutionären Sozialisten — I — (aus Niederlagen lernen)

Ich weiß nicht, wie eine Partei der revolutionären Sozialisten (oder Kommunisten, da mache ich keinen Unterschied) sein muß. Mir geht dazu mal dieser, mal jener Gedanken durch den Kopf aber zu einem halbwegs geschlossenen Konzept reicht es nicht. Und ich scheue mich, Halbgewalktes aufzuschreiben. Oft fühle ich dann den ironischen Blick Lenins im Rücken und höre seine bissige Kritik an intellektueller Hirnwichserei.

Andererseits wird die neue Heilslehre nicht vom Himmel fallen. Ich sehe nicht, daß Erneuerer Wundertaten vollbringen. Mehr als mein Vorwissen, meine Erfahrungen und meine Überlegungen habe ich nicht. Weniger auch nicht. Also los.

Diese Partei muß aus Niederlagen lernen können. Lenin sagte (sinngemäß): Nur wenn sich die Kommunisten ernsthaft in ihre Niederlagen vertiefen, können sie daraus wirklich alle notwendigen Lehren ziehen. Natürlich wurde immer versucht, Lehren zu ziehen aber nach nun rund 200 Jahren Entwicklung des revolutionären Sozialismus werden die wahrhaft welthistorischen Dimensionen und Brüche dieses Geschichtsabschnitts anders erkennbar.

Für Engels war es in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts noch ein Bonmot zu sagen, daß die englische Bourgeoisie als die bürgerlichste nun wohl auch noch ein bürgerliches Proletariat hervorbringen wolle. Wir heute sind Zeuge, daß der Kapitalismus weltweit ein bürgerliches Proletariat hervorgebracht hat, zeitweilig und in begrenztem Rahmen auch ein faschistisches. Ich denke, daß sind Niederlagen des ursprünglichen Konzepts von der historischen Mission des Proletariats, wie es auf Marx/Engels 1848 zurückgeht. Wohl wahr, daß darauf viele Antworten gegeben wurden, nicht zuletzt von Lenin. Heute muß ich feststellen, daß sie nicht ausreichen.

Der 1. Weltkrieg stellte einen Zivilisationsbruch dar (oder er machte ihn, der mit dem Übergang zum Imperialismus begonnen hatte,  offenkundig). Welche Dimension dieser hatte, ist mir tatsächlich erst durch Karl Kraus‘ „Die letzten Tage der Menschheit“ bewußt geworden. Gewiß, die Oktoberrevolution war darauf eine mächtige Antwort. Sie beanspruchte die alles revolutionierende Gegenaktion zu sein und schien das auch praktisch zu bestätigen. Heute meine ich, daß die Oktoberrevolution das nicht geleistet hat, nie geleistet hat und die revolutionären Sozialisten aus dem 1. Weltkrieg ungenügende Schlußfolgerungen gezogen haben.

Die Errichtung der faschistischen Macht 1933 in Deutschland war ein neuer Zivilisationsbruch. (Oder war er eine neue Manifestation des alten seit 1900/1914/1918 wirkenden Bruchs?) Wie entsetzlich dieser von den Linken sofort 1933 verdrängt werden konnte, hat Kurt Tucholsky wahrgenommen und ausgedrückt und ist daran endgültig zerbrochen.

Die Zeitgeschichte haben seit 1933 schreckliche Ereignisse geprägt. Ströme von Blut sind in den Niederlagen und glorreichen Siegen geflossen. Unübersehbare Multidramen haben sich vollzogen, und alles war trotzdem irgendwie in den Alltag der „einfachen Menschen“ eingebettet. An ideologischen Deutungsmustern all dessen hat es wahrlich nicht gefehlt, und wir Marxisten-Leninisten (Ich erinnere mich der Jahrzehnte meines nicht idyllischen aber sinnvollen Lebens in der DDR.) schritten (trotteten? marschierten? schlenderten?) in ruhiger Zukunftsgewißheit durch die Ebenen.

Bis alles zu Ende war 1990. Aber die Geschichte ist nicht zu Ende. Was also ist zu Ende gegangen? Ich denke, der Weg des revolutionären Sozialismus, wie er auf Marx, Engels und Lenin fußend seit Ende der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts definiert und beschritten wurde, ist unwiderruflich gescheitert. Für dieses Scheitern gibt es in den Werken der erwähnten „Klassiker“ reichlich Bedingungen und Ansätze, jedoch keine Zwangsläufigkeit. Zu neuen Perspektiven werden wir nicht ohne Marx, Engels und Lenin kommen, mit ihnen schon, wenn wir sie sehr ernst und sie, “die Alten”, auch sehr kritisch nehmen.

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