Freiheit der Geheimhaltung – Atlantik-Brücke

Da hab ich gerade gesagt, man müßte mal am Beispiel zeigen, mit welcher souveränen Frechheit die Machthaber ihre Absichten und Taten geheim halten; in unserer “offenen Gesellschaft”. Es ist leicht, solche Beispiele zu finden, leicht aber auch langweilig. „Atlantik-Brücke“, „Aspen-Institut“ usw usf – es sind bekannte Namen. Jeder, der lesen kann, kann sich heutzutage mühelos über so etwas informieren, zumindest in großen Zügen.

Wie skandalös ist es denn, daß die ausgesucht fettesten Geldsäcke der Nation mit den ausgesucht einflußreichsten PolitikerInnen der Nation mit den ausgesucht versiertesten BürokratInnen aller nur denkbaren Ämter und den ausgesucht gewieftesten PropagandaschaumschlägerInnen aller Farben sich unter einer Decke versammeln, die niemand lüften darf? Daß sie dort reden und streiten und abstimmen, was kein Demokratenohr hören darf. Daß sie dort Ideen kreieren und Pläne schmieden, die das Leben von Millionen betreffen, vielleicht noch mehr ihr Sterben.

Keiner von den Menschen, die Dir in Deinem Leben begegnet sind (und Du selbst schon gar nicht), wird jemals Zutritt zu solch erlauchten Kreisen erlangen. Dazu braucht es einen ganz besonderen Adel, einen oft überprüften, manchmal aus alten, fleckigen Papieren hergeleiteten, öfter an anderen, ebenso banalen, wie verschwiegenen Qualitätsstandards gemessenen.

Daß sich dort in aller Öffentlichkeit eine mafiaähnliche Struktur spreizt, kann jedes Kind sehen. Jedes Kind! Aber kein Staatsanwalt wird dem Anfangsverdacht der Geheimbündelei nachgehen. Und weder Bürger noch Bürgerrechtler sagt: „Moment einmal, wollten wir nicht in einer Gesellschaft der Freien und Gleichberechtigten leben? Soll das Volk die Macht haben oder soll eine Art oberster Herrenclub bestimmen, plus Direktorium godlike?“

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Eine Antwort zu Freiheit der Geheimhaltung – Atlantik-Brücke

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