Nicht ohne Goethe – am Tage des Schicksals 22:24

Mrs. Tapir und der Kranich, die hatten keinen Streit.

Sie holten ihre Versfüß’ raus und dichteten zu zweit:

Mrs. Tapir:

Zwischen dunklen Häusern
ist Ruh.
Aus den geöffneten Fenstern hörest du
kaum einen Laut.
Die Tore wollen nicht fallen.
Deutschland über allen:
Bald bist du out.

kranich05:

“Meeresstille und glückliche Fahrt”

dichtete Goethe auf Klassikerart.

Waldesstille haben besungen

die deutschen Dichter mit Engelszungen.

Schier göttliche Stille im Lande obsiegt,

wenn Deutschland 0:2 hinten liegt.

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6 Antworten zu Nicht ohne Goethe – am Tage des Schicksals 22:24

  1. eule70 schreibt:

    Schöne Gedichte, die treffen es. Und sie zeigen, dass selbst ein Kranich und eine Mrs. Tapir das Spiel oder die Kommentare dazu geguckt haben. Sonst hättet Ihr nicht um 22:24 Eure Gedichte fertig gehabt ;-)..
    Ich habe das natürlich mal wieder viel humorloser analysiert und verweise statt Trackback auf meinen Eintrag “EM 2012 Deutschland-Italien: Alte Fans sind realistisch”.

    • kranich05 schreibt:

      Da irrrte die liebe Eule!
      Wir haben tatsächlich nicht geguckt. Doch wir haben dem Spiel mit einer etwas bänglichen Erwartung entgegengesehen. Nachdem nämlich unsere Inka mit ihren 8 Monaten ihre erste Hitze hinter sich hat, ist ihr Wesen etwas verändert. Sie ist ängstlich geworden und ist letztens bei Tor-Tröten und Böllerschüssen in Panik geraten. (Und auch die coole Blaubär, unser Kätzchen, flüchtete aus dem Garten lieber ins Haus.) Nun waren wir also auf Schlimmer gefaßt. Doch die Tierärztin hatte uns geraten, die Hundeangst völlig zu ignorieren und uns ganz normal zu verhalten. So machte ich mit Inka gegen 22 Uhr den letzten Gang ums Viereck, und da wurde mir die wahrhaft göttliche Stille bewußt.Noch während des Gehens begann ich mich für die ersten Rythmen zu begeistern, heimgekommen berichtete ich Mrs. Tapir, und dann war alles Minutensache ;-))

      Übrigens waren wir sehr verwundert am Ende zu hören, daß es 1:2 ausgegangen war. Der Anschlußtreffer also ohne jedes Gebrüll! Er zählte nicht. Nur Siege zählen. Das ist doch höchst interessant!
      Der alte Rudi Drohm, mein Schwiegervater, konnte sich noch über schöne Tore auch des Gegners freuen.

  2. eule70 schreibt:

    Ihr habt es ja wirklich idyllisch mit Euren Tieren.

  3. Apocalypse 2012 Moon God schreibt:

    Faust und Gretchen (Margarethe, wörtlich: „die Perle“) stehen für die typischen Frauen und Männer in der Zeit um 1820 („Biedermeier“), also in der Zeit nach dem jüdisch-christlichen Sündenfall von Adam und Eva („Und Adam erkannte [d.h.: poppte] Eva“).

    Faust ist als „Naturwissenschaftler“ gescheitert – weil er erkannt hat, dass er nur noch Hypothesen hat, aber letztlich nichts mehr weiss (vgl. schon Sokrates, 400 v. Chr.: „Ich weiss, dass ich nichts weiss“).
    Damit bleiben ihm nur noch zwei Dinge, die als einzige überhaupt noch Sinn machen: sein eigener Schwanz (Sex, Fortpflanzung) und natürlich die Technik – in Gestalt des genial-infernalischen Technikers und Zauberers Mephistopheles (wörtlich aus dem Hebräischen: „mephir“ (Zerstörer, Verderber) und „tophel“ (Lügner)).

    Gretchen steht dagegen für die naive christliche Religiosität – an deren Ende natürlich immer ein Kind sowie Gott („Jah-we“) stehen.

    (Anm.1: Wissenschaftlich ist es heute bewiesen, dass religiöse Pop(p)ulationen wirklich mehr Kinder haben als nicht-religiöse Bevölkerungsgruppen. Die jüdisch-christliche Religion hat dabei sogar am meisten Mitglieder weltweit, also am meisten Kinder…).
    (Anm. 2: der altägyptische Gott „Jah“ war der Mondgott und damit zuständig für Sex und Fortpflanzung, inkl. die monatliche Regel. Die Juden haben diesen sex-besessenen Gott dann als „Jah-we“ nach ihrem Auszug aus Ägypten übernommen…).

    Die domestikal-häuslich-bürgerliche Zeit um 1820 war geprägt von Reinlichkeit (Gretchen ist eine sehr reinliche Magd!), wodurch die Sterberate extrem gesenkt wurde bei gleichzeitig immer noch extrem hoher Popp-Frequenz (MIT Kindern!), was natürlich zu einer ungeheuren Explosion der Pop(p)ulation führte.
    Daher war auch die Zahl der Kindsmörderinnen so wahnsinnig hoch – was aber natürlich in der jüdisch-christlichen Religion verboten war.
    Und da Gretchen keine Schule besucht, ist es ihr permanent langweilig, sodass sie Trost bei der Religion und im Schmuck („Perle“) sucht – bis eben der berühmte Schwanz auftaucht (in Gestalt von Faust).

    Wir jungen Mädchen von heute können dies alles nicht mehr verstehen – in einer Zeit nach Malthus (1830) und Carl Djerassi, dem (jüdischen ) Erfinder der „Pille für die Frau“ um 1960 (wofür er übrigens so stark von den Juden und Christen angefeindet wurde, dass seine Tochter sogar Selbstmord beging).
    Denn: wir Mädchen sind nähmlich heutzutage so stark von der Schule in Beschlag genommen, dass uns gar keine Zeit mehr bleibt für Langeweile, Religion, Schmuck [Shoppen!] und Poppen (falls ja, dann natürlich immer mit Pille & Pariser).

    Dabei war Goethe wohl das grösste „Opfer“:
    1. Weil er selbst ein schwanzgesteuerter jüdisch-christlicher Atheist war (Freimaurer!)
    2. Weil er genau wie sein jüdisch-christlicher Gott auch ein Sadist war, weil er das Buch „Faust“ geschrieben hat, das wir nun alle lesen müssen.
    3. Weil er die geniale Technik (Mephisto, Djerassi, Pille & Pariser) komplett unterschätzt hat.
    4. Weil die ultimative Kritik an jeglicher „Naturwissenschaft“ nicht von Goethe stammt, sondern von Kierkegaard, der an Intelligenz dem Frauenhelden Goethe weit überlegen war.
    5. Weil nur noch die Anthroposophen an Goethes Farbenlehre glauben.

    P.S.: Für Belege für all diese steilen Thesen bitte einfach eine Google-Suche durchführen. Mittlerweile lässt sich ja alles durch „Wissenschaft“ und Internet belegen.

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