Gefährliche Blähungen des ehemaligen obersten Unterlagenbehördenverwalters

Als angekündigt wurde, daß Gauck in Jerusalem nicht nur Yad Yaschem, sondern auch das Archiv von Yad Yaschem besuchen würde, habe ich das zwar registriert aber noch nichts Böses gedacht.

Jetzt entblödete sich der Mensch nicht, dort dieses Statement abzugeben: “Das ist für mich natürlich aus mehreren Gründen besonders interessant. Ich weiß, was Archive wert sind, obwohl ich kein Historiker bin”, sagte Gauck. “Denn es gab ja mal eine Zeit unmittelbar nach der Befreiung der Deutschen Demokratischen Republik durch die eigenen Bürger, da haben wir entschlossen, die Archive der Staatssicherheit in unsere Hand zu nehmen.”

Ein wahrlich gußeisernes Gemüt, das die Dokumentation der Leichenberge der deutschen Faschisten mit den Aktenbergen der Stasi vergleicht.

Interessant hierbei das beredte Schweigen all der proisraelischen Scharfrichter, die sonst zu jeder Relativierung des Holocaust ihren schrillen Protest erheben.

Gauck könnte man als begnadeten Archiv-Politiker bezeichnen, wäre da nicht eine bemerkenswerte Leerstelle in seiner Biografie: Die Verurteilung seines Vaters, des Altfaschisten, zu vielen Jahren Zwangsarbeit durch ein sowjetisches Gericht, erklärt uns Gauck heute so, wie es ihm, dem 11-Jährigen, damals vermutlich seine Mutter, die Altfaschistin, erklärt hat: Er war eben dagegen und hatte westliche Reiseprospekte bei sich.

Hat unser “Ich weiß, was Archive wert sind”-Präsident einen Weg gesucht, den Prozeß gegen seinen Vater von unabhängigen Historikern und Juristen prüfen zu lassen? Hat er sich irgendwie darum bemüht? Oder hat er darauf verzichtet? Weil er weiß, daß die Sowjet-Kommunisten sowieso nur Terrorurteile gefällt haben? Oder weil er fürchtet, daß sein verehrter Herr Vater ein Kriegsverbrecher gewesen sein könnte?

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5 Antworten zu Gefährliche Blähungen des ehemaligen obersten Unterlagenbehördenverwalters

  1. Wolle schreibt:

    Viele Urteile der sowjetischen Militärtribunale wurden Anfang der 90er Jahre kassiert bzw. auf Antrag aufgehoben und die Verurteilten rehabilitiert. Hat Gauck jemals einen Antrag gestellt? Sein Vater war im Krieg als Marineoffizier im Baltikum. Die Eltern waren von Anfang an NSDAP Mitglieder(Mutter 1932, Vater 1934). Die Namensgleichheit von Vater und Sohn Gauck machen Recherchen im Internet auch nicht leichter. Die Mutter hieß IMHO Olga. Auch die Vita des Onkels Gerhard Schmitt ist auffällig braun.

  2. adamlauks11 schreibt:

    Der Vater von Gauck war zu 2 x 25 Jahre wegen Kriegsverbrechen verurteilt und wurde vom Adenauer “nach Hause gebracht”….

    • kranich05 schreibt:

      Herr Lauks, Ihre persöhnliche Fehde mit Gauck trägt nach meiner Auffassung nicht dazu bei, seine gefährliche politische Rolle heute aufzudecken. Deshalb räume ich ihr hier im Blog keinen Raum mehr ein.
      Der Vorwurf, dass Gaucks Vater Kriegsverbrechen begangen habe ist seit Langem bekannt, wird meines Wissens jedoch allein aus der Höhe der Strafe abgeleitet (sozusagen “rückgeschlossen”). Fakten, die diese Vermutung untermauern, sind mir nicht bekannt.

      • adamlauks11 schreibt:

        Wenn Sie mein Schreiben als persönliche Fähde gegen Gauck auslegen und den Beiträgen nichts anderes abgewinnen können, bzw die vereitelte Aufarbeitung insgesamt nicht daraus ableiten in der Lage sind bitte ich Sie meinen Beitrag künftig insgesamt nicht zu veröffentlichen und mich weiterhin nicht mehr anzuschreiben. Ncht´s für Ungut. Wer nicht sehen will was der Blinde auf den ersten Blick erkennt – muss er auch nicht- muss mich auch nicht mehr anschreiben. So einfach ist das !??

        • kranich05 schreibt:

          Tut mir Leid, wenn Sie von mir angeschrieben werden. Das scheint “das System” zu machen. Ich bin mir keiner Schuld bewußt und weiß auch nicht, wie ich das ändern könnte.

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