Gründlich

Wie gründlich, wie oberflächlich sind wir in unserem Denken und Verhalten? Sollte man darüber nachdenken, oder ist das überflüssig, weil es eh‘ kommt, wie es kommt?

Mir scheint, daß gegenüber dem Leben früherer Generationen unser Dasein um ein Vielfaches differenzierter und strukturierter geworden ist. Wissenschaft und Technik, mehrere industrielle Revolutionen haben dazu ebenso beigetragen wie das allumfassend herrschende Kapitalverhältnis, die rastlose Potenzierungsmühle.

Noch vor 150 Jahren vermochte die als Wissenschaft gefasste Dialektik die Grundzüge der gesellschaftlichen Entwicklung abzubilden. Heute hat sich die Gesellschaft in ein rasendes Spiegelkabinett von rasenden Spiegelkabinetten verwandelt. Die tradierten Entwicklungskonzepte sind ratlos.

Gewiss wird uns kein guter Gott behüten, dass die Chose nicht entgleist.

Wird die Herde sich ermächtigen, Wege erkennen, diese einträchtig beschreiten? Schwer vorstellbar.

Also wird er weiter unaufhaltsam, elementar sein Werk tun, der mächtige Trieb. Solange, bis er an anderen, größermächtigen Elementen zerschellt. Was dann passiert ist nicht weniger als das Ende der Menschheit in der bisherigen Form. Wir sind Zeuge, Teilchen vielleicht, das spurlos untergeht, Teilchen vielleicht, das in ungeahnter Verwandlung zu neuem Leben kommt.

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